bvik-Befragung: Lead-Agenturen vor dem Aus?

02.05.2019 15:30

bvik-Befragung: Lead-Agenturen vor dem Aus?

Der bvik hat seine aktuelle Befragung zur "Zusammenarbeit von B2B-Unternehmen und Agenturen veröffentlicht". Demnach wird sich diese in Zukunft stark verändern.

Die Zusammenarbeit von Industrieunternehmen und B2B-Agenturen wird sich durch die Digitalisierung und den Wandel der Marktanforderungen stark verändern, das ist die Kernaussage der aktuellen bvik-Befragung zur "Zusammenarbeit von B2B-Unternehmen und Agenturen", die der bvik in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Carsten Baumgarth (Professur für Marketing, insbesondere Markenführung, an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) durchgeführt hat.

B2B-Unternehmen setzen auf junge Spezialagenturen

Vor allem die unterschiedlichen Sichtweisen von Unternehmen und Dienstleistern im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen prophezeien eine erschwerte Zusammenarbeit. Während die Agenturen eine Verschiebung ihrer Kernaufgaben in Richtung Beratungsunternehmen sehen, setzen Industrieunternehmen zunehmend auf junge und spezialisierte Agenturen und planen verstärktes Insourcing von Marketingmaßnahmen. Ein herber Schlag, vor allem für Lead-Agenturen.

Doch Jens Fleischer sieht aktuell in keinster Weise den Untergang der B2B-Lead-Agenturen: „Um auch zukünftig den Überblick zu behalten und im weltweiten Kommunikationswettbewerb konkurrenzfähig zu sein, braucht es Flexibilität, gutes Projektmanagement und Kommunikations-Know-how gepaart mit offener Feedbackkultur. Und genau hier besteht laut unserer Befragung auf Unternehmensseite Nachholbedarf, denn dort sitzen alle immer noch in ihren Silos. Der Wert der Agenturen liegt in der Außensicht und in der Unbefangenheit. Kluge Unternehmen werden dies auch in Zukunft nutzen.“ Um auch zukünftig ein guter Sparringspartner für Unternehmen zu sein, müssen B2B-Werbeagenturen verstärkt nach fähigen Mitarbeitern mit umfangreichem Know-how suchen und diese binden.