Mit IO-Link jetzt auf den Punkt kommen #iolink #festo

22.02.2018 14:03

Mit IO-Link jetzt auf den Punkt kommen #iolink #festo

Automatisierungstechnik von Festo mit IO-Link-Standard. Die standardisierte IO-Link-Technologie macht die Kommunikation mit Sensoren und Aktuatoren einfach und kostengünstig.

Mit IO-Link jetzt auf den Punkt kommen

 

IO-Link ist kein neues Bussystem, sondern ergänzt als neuartige Kommunikationsschnittstelle Feldbus- und Industrial Ethernet-Systeme. Mit seiner Hilfe kann man nicht nur Parametrierdaten von der Steuerung in den Sensor bzw. Aktuator herunterladen, sondern auch umgekehrt deren Diagnosedaten an die Steuerung senden. War bislang vor allem die Integration der Busanschaltung bis in die tiefe Feldebene sehr kostenaufwendig, so genügt jetzt ein einfaches 3- bzw. 5-adriges Kabel, um Digital- oder Analogwerte und alle Parameter- und Diagnosedaten zu übertragen. Ganz ohne spezielle Eigenschaften an Schirmung, Verdrillung, Impedanz oder Abschlusswiderstand.

Als Gateway zwischen Feldbus und einem oder vielen IO-Link-Teilnehmern fungiert in der Regel ein Feldbusgerät mit mehreren IO-Link-Masterkanälen. In kleineren Maschinen oder Anlagen, die beispielsweise wegen ihrer Größe keinen Feldbus benötigen, bildet die SPS den IO-Link-Master.

Erhöhte Sicherheit

IO-Link stellt eine sichere Verbindung für analoge, binäre und serielle Kommunikationsgeräte bereit. Typische IO-Link-Anwendungen für komplexe Sensorik und Endgeräte finden sich im Rohbau und in der Montage in der Automobilindustrie, beim Personenschutz durch Schutzzäune, im Schwermaschinenbau und bei Werkzeugmaschinen, an Handarbeitsplätzen, Montagezellen sowie Ein- und Ausgabestationen.

Durch Standardisierung erhöht sich auch die Investitionssicherheit, denn ein internationaler, offener und feldbusunabhängiger IO-Link-Standard unterstützt bestehende und künftige Verbindungskonzepte. Das Ergebnis: Weniger Maschinenstillstände und damit höhere Produktivität. Der umfassende Austausch von Diagnose- und Betriebsdaten zwischen Geräte- und Mastersystem beschleunigt die Fehlersuche und dient als Basis für Condition-Monitoring-Konzepte.

Gesteigerte Effizienz und Einfachheit

IO-Link ist ein einheitliche, standardisierte und damit effiziente Installations- und Verdrahtungstechnik. Geräte mit IO-Link-Anschluss lassen sich einfach und bequem parametrieren – und beim Austausch ohne Engineering-Tool sofort wieder in Betrieb nehmen.

Softwaregestützt wird die Parametrierung intelligenter Sensoren und Aktuatoren über den IO-Link-Master kinderleicht und multiplizierbar. Die unkompliziertere Verkabelung der Sensor-Aktuator-Kombinationen mit standardisierten, ungeschirmten Leitungen reduziert Materialkosten, Logistik- und Zeitaufwand. Damit vereinfacht sich die Installation.

Mehr Kompetenz

Festo bietet für IO-Link ein umfangreiches Portfolio aus einer Hand: mehrere Master, Sensoren für Druck und Durchfluss, Wegmesssysteme sowie Positionstransmitter, fünf Ventilinselfamilien, Proportional-Druckregelventile, Schrittmotorcontroller und die Verbindungsleitungen. Hinzu kommen das große Anwendungswissen in der Fabrik- und Prozessautomatisierung sowie Aus- und Weiterbildungsangebote für industrielle Anwender.

IO-Link Master mit CECC- oder CPX-E-Steuerung

Mit der Kompaktsteuerung CECC mit vier IO-Link Master-Ports lässt sich eine Anlage kompetent und konsequent dezentralisieren. Der Controller steuert elektrische und pneumatische Antriebe bei kleinen Aufgaben an. Die Kompaktsteuerung senkt nicht nur die Kosten für Installation und Vernetzung intelligenter Sensoren und Ventilinseln. Sie stellt darüber hinaus wertvolle Diagnoseoptionen innerhalb und außerhalb des Schaltschranks zur Verfügung.

Für größere und komplexere Anwendungen bietet Festo eine modulare Motion Control Steuerung CPX-E an, deren E/A-Module auch vier IO-Link Master pro Modul zur Verfügung stellen können. Die CPX-E verfügt über einen EtherCAT Master und kann als CODESYS-Steuerung stand-alone agieren, aber auch als Subsystem und Slave in Profinet- oder EtherNet/IP-Netzwerke eingebunden werden.

CPX-Terminal

Als Remote-I/O oder in Verbindung mit den Ventilinseln MPA oder VTSA genutzt, können eine oder mehrere Masteranschaltungen für IO-Link-Geräte integriert werden. Von vielen Kunden geschätzt ist die Installation vor Ort. Dank umfassender Funktionsintegration geht mit dem CPX-Terminal die Ansteuerung pneumatischer und elektrischer Antriebe ganz einfach. Das CPX-Terminal verfügt – in Verbindung mit Profinet oder Sercos – über eine I-Port-Anschaltung mit zwei Kanälen für IO-Link. Damit sind einzelne IO-Link-Fremdgeräte im nahen/direkten Ventilinselumfeld anschließbar.

Ventilinseln

Ein großer Sprung zur wirtschaftlichen und effizienten Installation bezieht sich auf Ventilinseln wie MPA-L, VTUG, VTUB, VTOC oder den Klassiker CPV. Der Ersatz der Multipol-Verbindungsleitungen für Ventilinseln durch M12 Standardleitung und IO-Link. Das senkt die Materialkosten, ermöglicht vor allem aber technische Vorteile wie die flexiblere und einfachere Installation, die Schleppkettendurchführung oder die Anpassung an feuchte oder besonders anspruchsvolle oder robuste Umgebungsbedingungen.

Elektrische Automatisierung

Der Motorcontroller CMMO-ST mit integriertem Web-Browser für Konfiguration und Diagnose ist jetzt auch mit einer IO-Link-Schnittstelle ausgestattet. Der CMMO-ST ist ein geregelter Servo-Controller für Schrittmotoren und ein wichtiger Bestandteil der Optimised Motion Series (OMS) von Festo. Das System OMS macht das Positionieren äußerst einfach. Das Paket mit Elektrozylinder EPCO, Schrittmotor EMMS-ST mit Servo-Funktionalität, Motor-Controller CMMO-ST und der kompletten Verkabelung kostet deutlich weniger als konventionelle elektrische Positioniersysteme.

Auf zwei Arten lässt sich die Optimised Motion Series mit EPCO konfigurieren: Die ganz einfache und schnelle Konfiguration geht über Web-Config und die Parameter-Cloud auf dem Server. Für den Controller mit eigener IP-Adresse hält ein Katalog alle notwendigen Daten für vordefinierte und getestete Kombinationen bereit. Anwender sparen auf diese Weise viel Zeit.

Proportional-Druckregelventil VPPM

An IO-Link angeschlossene Proportional-Druckregelventile VPPM benötigen keine geschirmte Analogleitung, was die Störungsanfälligkeit der Signalpegel reduziert. Parametrierung und Datenspeicherung erfolgen im IO-Link Master. Das ist praktisch für eine schnelle Wiederinbetriebnahme im Falle eines Austausches. Der IO-Link ermöglicht kurze Zykluszeiten durch die Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die Anwendungen Druckregelung, Prüfen, Dosieren, Anpressen und Einpressen werden hauptsächlich in den Branchen Sondermaschinen, Food und Beverage, Printing und Paper, Automobil sowie Elektronik und Kleinteilemontage genutzt.

Positionstransmitter SDAT

IO-Link ermöglicht die einfachere Integration komplexer Sensoren, da die einheitliche Schnittstelle im IO-Link individuelle Sensorlösungen ersetzt. Dadurch lassen sich selbst Positionstransmitter SDAT und parametrierbare Druck- und Durchflusssensoren kostengünstig integrieren und installieren. Der Positionstransmitter SDAT beispielsweise erfasst die Kolbenposition wiederholgenau – ob in der Prozessüberwachung beim Schrauben, Nieten, Ultraschallschweißen, Pressen und Klemmen oder in der Objekterkennung.