#Revolution in der #Automatisierung #festomotionterminal

16.03.2018 09:48

#Revolution in der #Automatisierung #festomotionterminal

Mit dem Festo Motion Terminal startet ein neues Zeitalter Die Pneumatik an sich gilt als leicht beherrschbare Technologie. Ab sofort wird sie noch einfacher, vielseitiger und flexibler.

Revolution in der Automatisierung

 

Die Pneumatik an sich gilt als leicht beherrschbare Technologie. Ab sofort wird sie noch einfacher, vielseitiger und flexibler: Das brandneue Festo Motion Terminal VTEM katapultiert die Pneumatik ins Zeitalter von Industrie 4.0 – mit Apps, die es ermöglichen, über 50 Einzelkomponenten zu ersetzen. Neueste Entwicklungen in Piezotechnik und Software machen es möglich.

 

Wie das Smartphone vor zehn Jahren den Markt der Mobilfunk-Endgeräte durcheinandergewirbelt hat, so wird das Festo Motion Terminal die Automatisierungstechnik auf den Kopf stellen. Die neue Art der Funktionsintegration – kombiniert mit Software-Apps – vereinfacht die komplette Wertschöpfungskette, denn es wird nur noch eine Hardware benötigt. Äußerlich zurückhaltend im klassisch-edlen Produkt-Design von Festo gehalten, steckt das Innenleben in Verbindung mit der eingesetzten Informationstechnik voll technischer Raffinesse.

 

Echte Industrie 4.0

Piezotechnologie, integrierte Hub- und Drucksensorik, gepaart mit der Ansteuerung über so genannte Motion Apps, eröffnen Maschinen- und Anlagenbauern ganz neue Perspektiven. Dank der im Festo Motion Terminal verwirklichten Fusion aus Mechanik, Elektronik und Software wird ein pneumatisches Produkt zur echten Industrie-4.0-Komponente und ermöglicht eine flexible Produktion. Der Wechsel pneumatischer Funktionen sowie die Adaption auf neue Formate werden mittels Parameteränderung über Apps gesteuert. Die integrierte intelligente Sensorik für Regelung, Diagnose und selbstlernende Aufgaben erspart Zusatzkomponenten.

 

Motion Apps

Zum Start des Festo Motion Terminals stehen zehn Funktionen über Motion Apps zur Verfügung: von der einfachen Änderung der Wegeventilfunktionen bis zur Energieeffizienz, vom proportionalen Verhalten bis hin zur Diagnose-Leckage. Das Besondere dabei: Alles funktioniert mit einer identischen Ventilhardware. Durch schnelles Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler so nun einen Basis-Maschinentyp erstellen und je nach Auswahl der Apps diese Maschine mit unterschiedlichen Funktionen und Ausprägungen je nach Kundenwunsch ausstatten. Weitere Apps sind in Vorbereitung.

 

Die Funktionszuweisung per Software bringt noch weitere Vorteile: Manipulationssicherheit und Know-how-Schutz, denn von außen ist den Ventilen nicht anzusehen, welche Funktionen sie ausführen. Außerdem vereinfacht sich das Thema Wartung, da lange Ersatz- und Verschleißteillisten obsolet werden.

 

Energieeffizienz per se

Für Energieeinsparungen im Applikationsbetrieb sorgen die speziell entwickelten Motion Apps sowie die Diagnosefunktion für die Applikationsleckage. Aber auch die energie-sparende Piezo-Technologie für die proportionale Ventilvorstufe trägt ihren Teil dazu bei.

 

Das Motion Terminal erlaubt, für das Öffnen und Schließen von Prozessventilen unterschiedliche Druckniveaus zu verwenden. Dadurch kann der Verbrauch von Druckluft drastisch reduziert werden, wenn für einen der beiden Arbeitshübe eine deutlich reduzierte Kraft bzw. Drehmoment erforderlich ist. Weiterhin kann nach einer frei parametrierbaren Anzahl von Schaltungen eine Diagnosefunktion aktiviert werden, die antriebsbezogen mögliche Leckagen detektiert und je nach Schwere der Leckage nur eine Meldung der Notwendigkeit einer Wartung sendet oder den Anlagenteil abschaltet. Dadurch lässt sich das Detektieren von Leckagen in ausgedehnten Netzen vermeiden.

 

Thema (Selbst)Adaption

Falls die Produktion eine Umrüstung der Anlage und damit einhergehend eine Änderung einzelner Parameter im Motion Terminal erfordert, ist dies einfach über eine integrierte Schnittstelle möglich. Die Parameter können aber auch über das überlagerte Leitsystem verändert und über Kommunikationsschnittstellen in das Motion Terminal im Feld geladen werden. Entsprechende Möglichkeiten hat Festo schon für Systeme von Siemens und Rockwell vorgestellt.

 

Das Motion Terminal kann aber auch eigenständig in der Inbetriebnahme geforderte Öffnungs- und Schließzeiten eines Prozessventils einstellen. Nach dem Setzen der Parameter werden dazu in einem Teachvorgang die Abluftdrosselungen automatisiert so eingestellt, dass die gewünschten Zeiten erreicht werden. Über die Betriebszeit der Anlage wird die Einhaltung der vorgegebenen Zeiten überwacht und u.U. eine Veränderung der Luftdrosselung so vorgenommen, dass die ursprünglichen Vorgabewerte eingehalten werden, falls sich auf Basis äußerer Einflüsse, z.B. durch zunehmende Reibung, die erreichten Zeiten verändern sollten. Dies erfolgt automatisiert und dezentral, d.h. direkt im Feld und ohne einen Eingriff des Bedien- oder Wartungspersonals.

 

Weniger Kosten und Komplexität

Das Festo Motion Terminal ermöglicht sowohl die schnelle und kraftvolle Bewegung als auch die Leckage-Prüfung zu deutlich niedrigeren Kosten gegenüber heutigen Lösungen. So werden beispielsweise gegenüber elektrischen Lösungen weniger Controller benötigt, da beim VTEM ein Controller bis zu acht Bewegungen regeln kann. Aber auch der Stromverbrauch sinkt und der benötigte Einbauraum geht um bis zu 65 % zurück.

 

Im Technologievergleich avancieren Lösungen mit dem Festo Motion Terminal zu echt kostengünstigen Alternativen. So wird statt eines Ventils, eines Druckreglers und eines Drucksensors, also dreier Komponenten, nur noch eine einzige Technologie, ein Ventil, nötig. Die Summe der vielen Vorteile spricht für eine Revolution der Automatisierungstechnik durch das System Festo Motion Terminal.