Eine neue #Revolution in Frankreich!?

03.07.2017 13:38

Eine neue #Revolution in Frankreich!?

Digitale Ideen von Festo stärken französischen Industrie-4.0-Ansatz Spätestens seit der Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs im Mai 2017 ist die französische Wirtschaft in Aufbruchsstimmung.

Eine neue Revolution in Frankreich!?

 

Spätestens seit der Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs im Mai 2017 ist die französische Wirtschaft in Aufbruchsstimmung: Der neue Präsident hat Industrie 4.0, in Frankreich als „Industrie du futur“ bekannt, zur Chefsache gemacht. Festo E.U.R.L., die französische Tochtergesellschaft von Festo, hat dafür die richtigen Rezepte zur Unterstützung seiner Kunden im Maschinen- und Anlagenbau – jetzt auch mit dem Festo Motion Terminal, der Revolution der Automatisierungstechnik.

Festo Frankreich feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. 1957 gründete Festo seine zweite Auslandsgesellschaft nach Festo Italien in Sarreguemines, direkt auf der anderen Seite der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken. Damit konnte die Automatisierungstechnik die Industrie im Land der Revolutionen viel schneller und leichter erreichen. Festo ist heute klarer Marktführer der pneumatischen und elektrischen Automatisierungstechnik in Frankreich.

Starke Nachfrage nach Automatisierung

Es war die Zeit des Wirtschaftswunders in Westeuropa: Die Nachfrage nach pneumatischer Automatisierungstechnik wuchs in Frankreich ähnlich stark wie in Deutschland, so dass es notwendig wurde, 1972 die Aktivitäten von Festo ins politische und wirtschaftliche Zentrum Frankreichs, in die Region Paris, zu verlegen. 2002, weitere 30 Jahre später, bezog das Unternehmen das heutige Gebäude in Bry-sur-Marne am östlichen Stadtrand der französischen Hauptstadt. Dieser Bürokomplex mit großzügigen Glasflächen trägt unverkennbar die Handschrift des Corporate Design von Festo. Es erscheint wie eine kleine Ausgabe des TechnologieCenters am Hauptsitz von Festo im deutschen Esslingen bei Stuttgart.

Ganz im Sinne des Ansatzes „Think global – act local“ bricht Festo Frankreich erfolgreich die Unternehmensstrategie von Festo auf den französischen Markt herunter. „Auch wir verfolgen die hybride Strategie von Festo: Einerseits erweitern wir das Volumengeschäft mit preisattraktiven hoch verfügbaren Produkten aus dem Kernprogramm der Stars der Automation, andererseits treiben wir Innovationen wie die digitalisierte Pneumatik mit dem Festo Motion Terminal voran“, betont Jean-Michel Tasse, Geschäftsführer von Festo Frankreich.

Namhafte Kunden

Basis des seit Jahrzehnten andauernden stabilen Wachstums von Festo Frankreich ist die feste Verankerung in der französischen Wirtschaft: Das Unternehmen ist automatisierungstechnischer Partner namhafter französischer und international agierender Maschinen- und Anlagenbauer sowie Endkunden wie etwa Renault Nissan, PSA, Michelin oder Valeo aus der Automobilindustrie, Danone oder L’Oréal aus der Konsumgüterindustrie oder Airbus aus der Luft- und Raumfahrt. Die enge Vernetzung mit Industrieverbänden, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sorgt dafür, dass Festo Frankreich einen entscheidenden Beitrag bei der Digitalisierung der französischen Industrie leisten kann.

Für den Verpackungsmaschinenhersteller Sidel beispielsweise entwickelten die Vertriebsingenieure von Festo Frankreich, gemeinsam mit Projektingenieuren aus der Unternehmenszentrale in Deutschland, spezifische Hochdruckblöcke für Blasformmaschinen für PET-Flaschen. Diese Hochdruckblöcke sind zu Standard-Katalogprodukten herangereift – dank zahlreicher hoch entwickelter Test- und Versuchsverfahren wie etwa Computational Fluid Dynamics (CFD) und weiterer ausgefeilter Technologien auf Testständen bei Festo in Frankreich und in Deutschland.

Digitalisierung in den Shopfloor

Auch Festo Didactic spielt in Frankreich eine bedeutende Rolle sowohl in der automatisierungstechnischen Aus- und Weiterbildung an gewerblichen Ausbildungszentren sowie Berufs- und Hochschulen als auch beim Thema Industrie 4.0. So betreiben Festo und SAP gemeinsam die so genannte Open Integrated Factory bei SAP in Levallois-Perret bei Paris. Anhand der Nachbildung einzelner Stationen einer Montageanlage, basierend auf dem Lernsystem CP Factory von Festo Didactic, zeigen die beiden Unternehmen, wie Shopfloor und Manufacturing Execution System im Zeitalter von Industrie 4.0 erfolgreich verlinkt werden können. Dank der Vernetzung von Software und Montageanlage „sagen“ Werkstücke der Maschine, wie sie verarbeitet werden sollen. Das könnte der Einstieg in eine neue französische Revolution sein…