Robo Golf Pro Golftrainer

30.07.2015 08:23

Robo Golf Pro Golftrainer

High-Tech aus Eichenzell Golftrainer für Clint Eastwood und Co. Tiger Woods hat schon einen: Der "Robo Golf Pro" bringt Golfspielern und Hollywood-Größen den richtigen Abschlag bei. Hergestellt wird der High-Tech-Golflehrer von einem Unternehmen in Eichenzell.

Robo Golf Pro

Er sieht ein bisschen aus wie das uneheliche Kind von R2D2 aus dem Film "Star Wars" - am Ende des Gestänges steckt allerdings ein Golfschläger. Thomas Völlinger fasst den Griff mit beiden Händen. Abschlag: Wie von Geisterhand schwingt der Golfschläger von unten nach oben. Es surrt im Raum. "Der Schläger holt aus, wie ein Golflehrer einem das auf dem Golfplatz auch beibringen würde und zeigt wie sich der ideale Schlag anfühlt", sagt Völlinger. Er hat die Maschine "Robo Golf Pro" konstruiert. Es ist sein Baby. Die Wiege des Golfroboters steht in einer Werkshalle der Firma isel im Industriegebiet Rhön in Eichenzell-Welkers (Fulda).

Eigentlich stellt das osthessische Unternehmen komplizierte Bestandteile für die Automatisierungstechnik in der Industrie her - Produkte, die man aus Getränkecentern oder Supermärkten kennt: isel baut Rückgabeautomaten für Pfandflaschen. Der Golf-Roboter ist nur ein Nebenprodukt.

Abschläge berühmter Golfer nachspielen

Wie viel Schwung brauche ich, mit welcher Drehung führe ich den Schläger, welche Geschwindigkeit brauche ich beim Abschlag, wie viel Kraft ist erforderlich? Die Vorkenntnisse des Schülers und die gewünschten Lernziele hat der Golflehrer im angeschlossenen Notebook einprogrammiert. "Die Software ist relativ komplex. Man kann aber Fehlstellungen, die man im Schwung hat, sehr einfach korrigieren", sagt Völlinger. Das mache richtig Spaß, man erziele sehr schnell Erfolg, freut sein der Konstrukteur. So ließen sich sogar Abschläge berühmter Golfer nachspielen.

Erfunden hat den Golfroboter der Berliner Professor für Maschinenbau Eric Grädener, der lange Zeit nach einem Hersteller suchte. Denn um den Abschlag zu simulieren, braucht eine Maschine sieben Achsen im Raum, die in einem einzigen Punkt münden - keine leichte Aufgabe. Die Firma isel wagte sich daran. Gegründet wurde das Unternehmen Isel , der Name setzt sich aus den ersten Buchstaben des Firmengründers Hugo Isert und dem Wort "Elektronik" zusammen. Das Unternehmen hat insgesamt Beschäftigte, Mitarbeiter sind es in Eichenzell.

Vom "Robo Golf" gibt es bisher erst Stück, aber die Nachfrage sei riesig, sagt Vertriebsleiter Andreas Trabert. Golfstar Tiger Woods habe schon einen, und Clint Eastwood auch. In Deutschland ist der Roboter nur über Umwege zu bekommen. Der Vertrieb laufe ausschließlich über die USA, dem großen Golfland mit eigenen Golf-Fernsehsendern.

Nach Europa komme der Golfroboter also nur als Re-Import. Bis zum Jahresende will isel den 100. Golfroboter verkauft haben. Stückpreis: . US-Dollar.

Von Michael Pörtner (hr-iNFO)
Quelle: hessenschau.de