3D-Druck fördert Produktpiraterie

30.10.2017 13:55

3D-Druck fördert Produktpiraterie

Die Zahl der Fälle, in denen originale Ersatzteile und Komponenten mittels 3D-Drucker gefälscht werden, steigt rasant.

Marken- und Produktpiraten kopieren mit der neuen Technologie nicht nur Autoteile und Flugzeugkomponenten, sondern auch OP-Besteck, Komponenten für Hörgeräte und Herzschrittmacher, Prothesen und Implantate wie Hüft- und Kniegelenke oder Zahnersatz. Das Risiko des Nutzers kann aufgrund von Materialdefiziten und Qualitätsproblemen erheblich sein.

Mit der 3D-Drucktechnik lassen sich Produkte nur dann einfach kopieren, wenn dem Fälscher die digitalen CAD-Daten zur Verfügung stehen. Unternehmen können die 3D-Druck-Piraterie deshalb nur durch einen intensiven Know-how-Schutz und die Anmeldung gewerblicher Schutzrechte in Schach halten. Patente, Gebrauchsmuster, registrierte Designs, Copyrights und Marken sind ebenso gültig wie bei traditionell hergestellten Produkten.

Die Rechte am geistigen Eigentum eines Originalherstellers können durch das nicht autorisierte Erstellen einer CAD-Datei beispielsweise durch Scannen, deren Angebot und Verbreitung oder die tatsächliche Herstellung des Produkts verletzt werden. Verletzungsfälle werden wie in der klassischen Marken- und Produktpiraterie verfolgt: Verdeckte Ermittlungen, Sicherung von Beweisen, Gerichtsverfahren mit Schadensersatzforderung und Public Relations zur Abschreckung.

Bild: Reuters

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