Mit Across Borders in die Welt: andere Länder, andere Ansprüche

24.01.2017 15:50

Mit Across Borders in die Welt: andere Länder, andere Ansprüche

Haben Sie Freunde oder Familie im Ausland? Dann können wohl auch Sie ein Lied davon singen, dass Telefongespräche, Skype-Anrufe oder ständiger Kontakt via WhatsApp auf Dauer ziemlich anstrengend werden können.

Nicht sehr viel anders läuft das auch manchmal im Berufsleben – nur dass der Projektpartner vielleicht sogar am anderen Ende der Welt sitzt.

Across Borders

E-Mail-Kontakte, Zeitverschiebung oder sogar auch Sprachbarrieren erleichtern eine internationale Zusammenarbeit nicht unbedingt. Across Borders ist ein Programm, das eben diesen Hindernissen entgegen tritt – und Kollegen zusammenführt. Denn egal ob es um die persönliche und fachliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters geht oder darum, die internationale Zusammenarbeit bei Krones zu optimieren: Der mehrmonatige Aufenthalt einiger Kollegen an unseren weltweiten Standorten erreicht beides. Acht deutsche Teilnehmer konnten vor Ort an Projekten arbeiten:

Ramona Schwindl – São Paulo – Brasilien

„Meine Aufgaben hier gleichen denen eines Innenarchitekten – ich berechne, messe, layoute und sorge so dafür, dass sich die Krones Anlagen schließlich problemlos an die räumlichen Gegebenheiten beim Kunden anpassen. Als Anlagendesignerin bin ich für Brasilien und den gesamten südamerikanischen Raum zuständig. Obwohl ich schon immer eng mit meinen Kollegen in Brasilien zusammenarbeite, lag es nahe, mir die Gegebenheiten beim Kunden vor Ort auch einmal selbst anzusehen. Durch den sechsmonatigen Aufenthalt in São Paulo lernte ich die Bedürfnisse unserer Kunden und auch meine Kollegen noch besser kennen. Denn bei einer Zusammenarbeit über verschiedene Kontinente hinweg darf man die kulturellen Unterschiede einfach nicht vergessen. Vor allem mit der Pünktlichkeit ist das so eine Sache – Brasilianer kommen chronisch zu spät. So gewöhnte auch ich es mir an, grundsätzlich etwas später als vereinbart einzutreffen – sich anpassen lautete meine Devise. Nur einmal vertraute wohl ein andere Kollege auf unsere deutsche Pünktlichkeit – und so musste diesmal leider ein Brasilianer auf MICH warten …“

Schließlich gab es sogar noch ein „Happy End“: Vor Ramonas Abreise angelte sich Krones do Brasil zwei neue Aufträge. Die bearbeitet die Anlagenplanerin nun wieder von Neutraubling aus. Durch ihren Besuch und die neuen Kontakte kann sie sich aber für die Zukunft auf eine noch reibungslosere Zusammenarbeit freuen.

Martin Loistl – Franklin – USA

„Als Behälterdesigner in der Kunststofftechnik ist es besonders wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben – und das auch auf dem weltweiten Markt. Bei Krones Inc. in Franklin habe ich eine Kollegin im Bereich Flaschendesign. Während der drei Monate in den USA unterstützte ich sie aktiv im Tagesgeschäft und schulte sie in neuen Tools und Datenbanken, die wir in Neutraubling verwenden und die sie aber noch nicht kannte. Gleichzeitig zog auch ich einen enormen Mehrwert aus der direkten Zusammenarbeit: Meine Kollegin hatte Erfahrungen in Feldern, die mir zum Teil völlig neu waren. Eine Erkenntnis, die mir zeigt, dass unsere Niederlassungen häufig mit größeren Hürden als wir in Deutschland zu kämpfen haben, war, dass die USA als eine patentrechtlich enorm kritische Region gelten: Jedes neue Design muss genauestens überprüft und recherchiert werden – denn dort wird sofort alles Neue patentiert. Ein Verstoß wird sofort verfolgt und mit enorm hohen Zahlungen bestraft.“

Und was ihn am meisten beeindruckte? Die „Can-do“-Mentalität: Die amerikanischen Kollegen sind offen für Neues und immer optimistisch. Sie packen eine Lösung direkt an, ohne langwierige Planungsphasen.

Ramona Feigl – Nairobi – Kenia

„Hier in Neutraubling bin ich im Vertrieb von Neumaschinen und Nachrüstung für Ost- und Südafrika, speziell für Kenia zuständig: Ich erstelle Angebote und organisiere sowohl Lieferungen als auch den Versand unserer Produkte. Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau undBetriebswirtin bei der Krones AG wollte ich dann endlich auch Erfahrungen im Ausland sammeln. Ich sprach deshalb meine Führungskraft gezielt darauf an – und kurz darauf bekam ich grünes Licht für Kenia. Meine Aufgaben in Kenia waren alte Bekannte: Ich arbeitete an den gleichen Projekten wie auch schon in Neutraubling – aber konnte erstmals mit meinem Projektteam an einem Tisch sitzen. Das brachte unsere Zusammenarbeit auf ein neues Level. Zusätzlich hielt ich für meine afrikanischen Kollegen Schulungen zu neuen Prozessen und schaffte gegenseitiges Verständnis für unsere unterschiedlichen Arbeitsweisen. Denn gerade die beeindruckte mich in Afrika sehr: Während der Arbeitszeit wird kaum gesprochen, hier möchte jeder nur mit seinen Aufgaben vorankommen. Morgens decken sich alle Kollegen noch vor Arbeitsbeginn mit Snacks ein. Dann wird der Schreibtisch von 8 bis 17 Uhr nicht mehr verlassen – gegessen wird nebenbei.“

Als ich Ramona abschließend nach ihrem verrücktesten Erlebnis frage, lachte sie nur: „Dort ist alles verrückt – vor allem der Straßenverkehr: Wer bremst, verliert.“ Dann erinnerte sie sich aber an einen ihrer abenteuerlichsten Momente: Zusammen mit ihren Kollegen wanderte sie hoch auf den Mt. Longonot – ein alter Vulkan, der heute noch mit einem gigantischen Krater an seine aktiven Zeiten erinnert.

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