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Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7 - Kein Bestandsschutz mehr


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18.04.2016 16:00

Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7 - Kein Bestandsschutz mehr

Nach der Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7 müssen in Deutschland alle kraftbetätigten und gewerblich genutzten Industrietore auf ihren sicheren Zustand geprüft werden. Bestandteil der Prüfung ist die Schließkraftmessung sowie die Überprüfung der Reversierfunktion. Weil der Bestandsschutz für ältere Tore aufgehoben wurde, werden ab sofort alle gewerblich genutzten Tore nach dem aktuellen Stand der Technik bewertet.

Die Folgen der Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7

Durch den Wegfall des Bestandsschutzes für kraftbetätigte Tore nimmt der Gesetzgeber den Betreiber eines gewerblich genutzten Tores in die Pflicht, eine jährliche Schließkraftprüfung zu veranlassen. Für Sie als Betreiber eines gewerblich genutzten Tores ist es bestimmt interessant zu wissen, was genau in der Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7 geändert wurde.

Hier eine kurze Zusammenfassung der aus unserer Sicht wichtigsten Punkte:

Bewertung des Stands der Technik

Bisher wurden Bestandstore nach dem Stand der Technik zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme bewertet. Nun gilt für alle Tore, also auch für die älteren, der aktuelle Stand der Technik. In der Konsequenz müssen viele ältere Tore nachgerüstet oder gar ausgetauscht werden.

Prüfung von Schließkante und Reversierfunktion

Geprüft werden bei allen kraftbetriebenen, gewerblich genutzten Toren wie Sektionaltore, Rolltore, Rollgitter und Schnelllauftore die Kräfte an der Schließkante sowie die Reversierfunktion. Dabei sieht die von der Berufsgenossenschaft anerkannte ttz-Verbandsempfehlung mindestens eine Kraft- und Zeitmessung bei der Öffnungsweite von und/oder mm zwischen Haupt- und Gegenschließkantenmitte vor. Bei Auftreffen auf einen Gegenstand oder eine Person, in der Prüfsituation auf die Messkeule, darf die maximal einwirkende Kraft Newton nicht überschreiten und diese Kraft nach spätestens 0, Sekunden durch das Reversieren des Tores auf maximal Newton abgebaut werden. Nach insgesamt 5 Sekunden darf die Kraft nur noch höchstens Newton betragen.

Messkeule

Die Schließkantenmessung

Im Rahmen unserer Prüfung führen wir eine Punkt-Messung durch. Hierfür wird eine sogenannte Messkeule verwendet, mit der die Kräfte an der Schließkante an 3 verschiedenen Punkte (Mitte, Links, Rechts) in zwei verschiedenen Höhen durchgeführt wird. Die Messergebnisse werden im Prüfprotokoll schriftlich festgehalten. Die Messung kann durch einen Servicetechniker allein durchgeführt werden. Der Zeitaufwand beträgt ca. bis Minuten pro Toranlage.

Die Folgen eines negativen Messergebnisses

  • Variante 1: Nachrüstung einer voreilenden Lichtschranke, mit der die Schließkante berührungslos abgesichert werden kann. Diese Lichtschranke ist außerdem für den Personenschutz zugelassen. Dadurch entfällt auch die Pflicht zur Prüfung der Schließkräfte. Sie als Kunde (Betreiber) sparen auf diesem Weg nicht nur die Mehrkosten für diese Prüfungen sondern können auch einen drohenden Austausch des Tores umgehen.
  • Variante 2: Eine weitere, allerdings weniger komfortable Möglichkeit, ist die Umstellung auf den sogenannten Totmannbetrieb.
  • Variante 3: Austausch der Toranlage gegen ein Toranlage, welche dem Stand der aktuellen Technik entspricht.

Die Kosten durch die Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7

Wir als Prüfdienstleister bieten Ihnen die, auf Grund der Arbeitsstätten-Richtlinie A l.7 notwendig gewordene Schließkraftmessung, im Rahmen der jährlichen Wartung/Prüfung mit an. Ansonsten berechnen wir für eine unabhängige, einzelne Prüfung , Euro (netto) pro Toranlage. Die Messergebnisse werden auf den Prüfprotokollen festgehalten. Werden die geforderten maximalen Kräfte nicht eingehalten, erhalten Sie von uns eine Handlungsempfehlung (Angebot), um die Toranlage auf den geforderten aktuellen Stand der Technik zu bringen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ihr Service-Team vom Torservice Zeise

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