Auslandsmessen: Wie man mit Pumpen seine Umsätze fördert

21.09.2015 15:44

Auslandsmessen: Wie man mit Pumpen seine Umsätze fördert

Welche Erfahrungen machen mittelständische Unternehmen mit dem Auslandsmesseprogramm des BMWi? Nicolaus Krämer, HERMETIC-Pumpen: „Auf den Wachstumsmärkten gilt: Wer sich nicht zeigt, wird auch nicht beachtet. Darum sind Auslandsmessen für Hermetic sehr wichtig: Mit dem Auslandmesseprogramm können wir mit überschaubaren Kosten und geringen Risiken gezielt bestehende Kunden bedienen und neue Märkte kennen lernen“

Welche Erfahrungen mittelständische Unternehmen mit dem Auslandsmesseprogramm des BMWi gemacht haben, war Thema von Gesprächen mit Unternehmern in den letzten Wochen. Die Interviews mit Geschäftsführern und Kommunikationsverantwortlichen veröffentlichen wir künftig als neue Reihe im AUMA_Blog.

Interview mit Nicolaus Krämer, CEO, HERMETIC-Pumpen GmbH, Gundelfingen

 

Wo findet man Ihre Pumpen?
Krämer: Eigentlich fast überall: in der Chemieindustrie und Kältetechnik, bei der Öl- und Gasförderung und zur Energiegewinnung, z. B. in solarthermischen Anlagen. Und wenn Sie’s räumlich meinen – neben unserem Heimatmarkt Deutschland und dem chinesischen Markt, wo wir in Dalian eine Niederlassung betreiben, exportieren wir insbesondere nach Russland, Nordamerika, in den Mittleren Osten und nach Südostasien, das besonders an Bedeutung gewinnt.

Und wo knüpfen Sie diese Kontakte?
Krämer: Direkt vor Ort! Dieser Kontakt wird sehr geschätzt. Es zeugt von Respekt, wenn man zu seinen Kunden kommt. Und es erspart vielen den Weg nach Deutschland, Hürden wie finanzieller Aufwand oder Visa fallen weg.

Also heißt es: Standortvorteil Auslandsmesseprogramm?
Krämer: Unbedingt! Auf den Wachstumsmärkten gilt nämlich: Wer sich nicht zeigt, wird auch nicht beachtet. Darum sind Auslandsmessen für Hermetic sehr wichtig: Mit dem Auslandmesseprogramm können wir mit überschaubaren Kosten und geringen Risiken gezielt bestehende Kunden bedienen und neue Märkte kennen lernen. Durch die Beteiligung am » German Pavilion « wird die Organisation vereinfacht. Und: Der Slogan made in Germany zählt bei den Besuchern. Gemeinsame Internetauftritte und Flyer runden diesen starken Auftritt ab.

Das klingt nach einer echten Gemeinschaft.
Krämer: Ein gutes Netzwerk ist auch innerhalb der deutschen Unternehmenslandschaft wichtig: Oftmals ergänzen sich die Sortimente, man kann Komplementärprodukte anbieten. Man gibt sich gegenseitig Informationen über die Entwicklung bestimmter Märkte. Und da ist es wie mit den Besuchern am Stand: Viele Kontakte werden nach der Messe, sozusagen » After Work «, noch intensiviert. Wir haben z. B. in Indien direkt im Anschluss an eine Messe ein technisches Training angeboten, an dem auch Messebesucher vom Vortag teilgenommen haben. Das schafft natürlich gleich eine Arbeitsebene, auf der sich wachsen lässt.

Sie stellen also auch in Zukunft im Ausland aus?
Krämer: Nicht nur das: Wenn es das Angebot auf mehr Messen gäbe, würden wir es auch gern öfter nutzen.

Foto: Paperworld Dubai