Aussteller wollen mehr Geld in Messen investieren

07.01.2016 14:17

Aussteller wollen mehr Geld in Messen investieren

Ausstellerbefragung AUMA_MesseTrend zeigt auch 2016/2017 weiterhin hohe Akzeptanz von Messen 

Die ausstellenden Unternehmen in Deutschland wollen in den Jahren und mehr Geld als bisher in Messebeteiligungen investieren. Im Durchschnitt wollen sie in den beiden Jahren zusammen . Euro für ihre Messepräsenz ausgeben, 4,6 % mehr als /. Ein solcher Anstieg wurde in den letzten zehn Jahren nur zweimal übertroffen. Rund % der Aussteller wollen / mehr investieren, nur % weniger. Knapp % planen konstante Aufwendungen. Unter den produzierenden Firmen sind diejenigen mit höheren Messeinvestitionen noch deutlicher in der Mehrzahl: In diesem Segment planen % höhere Ausgaben, lediglich % geringere. Bei Handels- und Dienstleistungsunternehmen halten sich die Anteile der Firmen mit mehr bzw. weniger Messeaufwendungen die Waage. Das ergab eine Befragung von repräsentativ ausgewählten Unternehmen durch TNS Emnid im November im Auftrag des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

„Sicherlich muss manche Erhöhung des Messe-Etats auch Preissteigerungen auffangen. Unabhängig davon zeigt die Untersuchung aber, dass Messebeteiligungen in der deutschen Wirtschaft weiter eine sehr hohe Akzeptanz als Marketinginstrument haben. Denn man investiert auf Dauer nur dann mehr Geld, wenn der Nutzen stimmt“, kommentierte der AUMA-Vorsitzende Walter Mennekes die Ergebnisse des MesseTrend .

Messebeteiligungen haben in der deutschen Wirtschaft eine hohe Akzeptanz als Marketinginstrument

 

Auch andere Ergebnisse unterstreichen diese Einschätzung. Denn ausstellende Unternehmen geben gegenwärtig rund % ihrer Marketingbudgets im Business-to-Business-Sektor für Messebeteiligungen aus. Dieser Anteil ist schon seit einigen Jahren stabil, obwohl das Spektrum der Marketinginstrumente, nicht zuletzt durch die Online-Medien, ständig größer wird. Dazu passt, dass % der befragten Aussteller ihre Messebeteiligungen als wichtig oder sehr wichtig im Rahmen ihrer B-to-B-Kommunikation betrachten. Mennekes: „Das ist nicht selbstverständlich, denn die meisten ausstellenden Firmen setzen auch eine Vielzahl anderer Instrumente ein, die aber offensichtlich als weniger wichtig betrachtet werden. Der persönliche Kontakt zählt eben mehr als vieles andere“.

So wird zwar die eigene Website von % der befragten Firmen als wichtiges oder sehr wichtiges Instrument der Basis-Kommunikation angesehen, aber schon der Außendienst liegt mit % deutlich unter den Messen, und Werbung in der Fachpresse sowie Events werden nur von % als wichtiges Kommunikationsinstrument betrachtet.

Rund zwei Drittel der ausstellenden Unternehmen planen / gleich viele Messebeteiligungen im Inland wie in den beiden letzten Jahren. Immerhin % wollen sich öfter beteiligen, % seltener. Damit gibt es erstmals seit Jahren wieder mehr Firmen, die eine größere Zahl von Inlandsbeteiligungen planen, als solche, die weniger planen. In den letzten Jahren waren beide Anteile etwa gleich. Auf ausländischen Märkten setzen sehr viele Firmen auf Kontinuität: Drei Viertel wollen dort die Zahl ihrer Messeauftritte beibehalten. Auffällig ist jedoch, dass nur 9 % mehr Beteiligungen planen, aber % weniger. Hier dürften sich auch Unsicherheiten über die Entwicklungen mancher Auslandsmärkte wie Brasilien, Indien oder Russland niederschlagen. Dem gegenüber gewinnen Beteiligungen im Inland offensichtlich zusätzliche Attraktivität, auch angesichts des starken Auslandsbesuchs auf deutschen Messen.

Die gesamte Studie wird Anfang Februar in der Schriftenreihe des Instituts der Deutschen Messewirtschaft veröffentlicht.