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Von Bahnen, Brillen und Messerealitäten

19.11.2014 16:28

Von Bahnen, Brillen und Messerealitäten

Wer auf die diesjährige viscom reisen wollte, musste sich warm anziehen. Denn der großflächige Bahnstreik machte die Anreise für viele Messebesucher zu einer schwierigen Angelegenheit. Doch ein begeisterter Gast der internationalen Fachmesse für visuelle Kommunikation lässt sich von solchen Schwierigkeiten nicht abhalten.

Die viscom zeigt sich in diesem Jahr zum ersten Mal in neuer Aufteilung. Auf zwei Ebenen ist für insgesamt Aussteller genügend Platz, um sich angemessen zu präsentieren. Aufgegliedert sind diese beiden Ebenen in die sechs Kernsegmente: large format printing, signmaking, object design, digital signage, POS display und POS packaging. Druckindustrie und Digital Signage sind demnach getrennt, was von vielen Besuchern als sehr positiv empfunden wird.

Als G+R-Vierklang treten wir an, um die unendlichen Weiten der viscom zu erforschen. Auf der oberen Ebene erwartet uns Digital Signage, POS display oder 3D-Druck. Die vielen ausgestellten Displays sind zwar sehr innovativ und interessant, werden von uns aber in ihrer Fülle als zu viele Eindrücke wahrgenommen, die gar nicht alle aufgenommen und verarbeitet werden können.

Als erstes Highlight wird von uns einstimmig der Aussteller gesehen, der die „Virtual Reality“- Brille „Oculus Rift“ zum Ausprobieren hat. Natürlich darf jeder einmal die übergroße Brille aufs Gesicht schnallen. Die Realität, die sich einem bietet, ist anders als erwartet. Man steht weiterhin in der Halle, um einen herum Menschen, Stände und Gedränge. „And now, jump“, lautet das Kommando vom Standbetreiber. Es fühlt sich so an, als ob man ein Jetpack auf dem Rücken hat. In Windeseile findet man sich fliegend über dem Dach der Halle wieder. Es geht schnell hoch hinaus, Umgebung und Häuser werden kleiner. Dann geht es aber genauso schnell wieder abwärts. Doch es ist faszinierend, man springt zwei, drei oder sogar viermal. Es ist der Reiz des Unbekannten.  

Weiter geht es auf der Reise zwischen kleinen und großen Ständen. Wir erfahren zum Beispiel, warum die Zukunftsaussichten für den Grafiktabletthersteller „wacom“ rosig zu sein scheinen. Dank ihrer Stifte mit mehr als 2. Druckempfindlichkeitsstufen und Neigungserkennung kann mit der Genauigkeit von gewöhnlichen Stiften und Pinseln gearbeitet werden. Dagegen müssen sich kleine 3D-Druck-Firmen erst einmal durchsetzen. „Wir haben die ganze Nacht durchgearbeitet, nur um heute einigermaßen etwas präsentieren zu können“, wird uns erzählt. „Doch es hat sich gelohnt.“

Doch nicht nur Displays sind zu sehen, es gibt auch LED-Module oder Fotoagenturen, die sich auf der viscom zu präsentieren wissen. Auf der unteren Messeebene angekommen sind die Messestände deutlich größer und der Geräuschpegel höher. Die Druckindustrie weiß sich zu inszenieren. Die Großformatdrucker sind imposant. Und wir kommen wieder ins Gespräch. Es geht um Digitaldruck auf T-Shirts. Er ist einfach und schnell. Der Siebdruck ist in der Qualität zwar hochwertiger, aber lohnenswert erst bei hoher Stückzahl. Der Personalisierung von Objekten steht beim Digitaldruck nichts mehr im Wege. Somit dürfen wir live erleben, wie für uns ein T-Shirt bedruckt wird. Live ist auch das Stichwort für die Beklebung von Autos. An einem weiteren Stand wird demonstriert, wie diese mit Folien versehen werden können. Es geht schnell, schützt das Auto und lässt sich einfach wieder lösen. Eine Win-Win-Situation?

Tatsächlich, es gibt viel zu sehen, zu hören und zu erleben auf der viscom. Auch die additiven und subtrahierenden Druckverfahren können bewundert werden. Dabei entsteht ein Objekt entweder durch die Addierung von Material oder durch das Wegfräsen aus einem Materialblock. Faszinierend!

Die vielen Eindrücke lassen sich nicht vollzählig rekapitulieren. Doch wir halten fest, dass sich der Besuch mehr als gelohnt hat. Die vielen Innovationen regen zum Überdenken von verkrusteten Strukturen an und laden ein, sich am Zeitgeist zu beteiligen. Vielleicht sind wir es ja, die in den nächsten Jahren einmal in der „world of inspiration“ referieren. Wer weiß. Die viscom war unserer Meinung nach sehr gut organisiert. Das Fazit ist einhellig: es hat sich gelohnt, wir würden wiederkommen. Aber nicht mit der Bahn!    

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