Ist #Bier #Superfood?

05.09.2018 10:12

Ist #Bier #Superfood?

Superfood ist derzeit in aller Munde. Gehört unser geliebtes Bier auch dazu? đŸș Klick auf unseren Craft Beer Blog und finde es heraus:

Superfood Bier? 

 

Superfood. Der Begriff ist momentan ĂŒberall. In Zeitschriften, Restaurants, Rezepten und Ratgebern. Von Instagram ganz zu schweigen. Sogar bis ins Bierzelt hat es ein sogenannter Superfood-Salat schon geschafft. Der Begriff beschreibt Lebensmittel mit (angeblichen) Gesundheitsvorteilen. Ob Goji-Beeren, Acai-Beeren, Chia-Samen oder Chlorella-Algen – bei so exotischen Namen mĂŒssen die Produkte doch fast gesund sein. Oder doch nicht? Mittlerweile wird viel gemunkelt, dass sich hinter den vermeintlichen Wunderlebensmitteln lediglich ein reiner Marketing-Trick verbirgt. Doch sich hierzu eine Meinung zu bilden, ĂŒberlasse ich jedem selbst. Was Superfoods ausmacht, sind auf jeden Fall zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe. Diesen Vorteil haben jedoch auch viele einheimische Nahrungsmittel ­– nur klingen GrĂŒnkohl, Sauerkraut oder Leinsamen halt leider nicht so bombe.

Doch was ist eigentlich mit einem der „Grundnahrungsmittel“ der Deutschen? Hat Bier das Zeug zum Superfood? „Niemals“, kommt jetzt bestimmt von ein paar Lesern. Denn so gut der Ruf von Bier auch sein mag – in Bezug auf Fitness und Gesundheit gilt der gute Gerstensaft wohl eher als Bösewicht. Der Bierbauch ist schließlich Beweis genug. Doch ist es wirklich so einfach? Wirkt sich Bier schlecht auf unsere Figur aus? MĂŒssen wir auf Bier verzichten, wenn wir einen durchtrainierten, athletischen Körper möchten? „Bitte nicht“, denken sich jetzt vermutlich viele (ich selbst eingeschlossen). Deshalb habe ich mich mal intensiver mit dem Thema beschĂ€ftigt und teile meine Erkenntnis mit euch.

Die gute Nachricht: Der Bierkonsum an sich schadet eurem Astralkörper nicht. Die schlechte Nachricht: Die BegleitumstĂ€nde schon. Wer Bier trinkt, bekommt nĂ€mlich meistens Hunger. Und zwar nicht „Ach, ein schöner Salat wĂ€r jetzt genau das Richtige“-Hunger, sondern vielmehr „Je fettiger, desto besser“-Hunger.

„Sechs Bier sind auch eine Mahlzeit – und dann hat man noch nichts getrunken.“

Bei zwei bis drei Bier am Abend kommen schnell um die 500 kcal zusammen. Das entspricht in etwa einer weiteren Mahlzeit. Aber seid ihr schon mal von Bier satt geworden? Nein. Das Problem ist nĂ€mlich, dass der Alkohol im Bier vom Körper direkt in Fett umgewandelt wird und nicht als Energiezufuhr dient. Deshalb braucht man zusĂ€tzlich zur „flĂŒssigen Mahlzeit“ noch „was Gscheids“. Und das wirkt sich dann bei MĂ€nnern halt gern auf den Bauch, bei Frauen auf Oberschenkel und Hintern aus.

Aber lassen wir die BegleitumstĂ€nde mal weg und konzentrieren uns nur auf das Bier an sich. Das enthĂ€lt nĂ€mlich neben Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium auch verschiedene B-Vitamine und sekundĂ€re Pflanzenstoffe, wie Polyphenole. Diese sind in Bier zwar nur verdĂŒnnt und in geringen Mengen enthalten, vergleicht man den Gehalt aber mit anderen alkoholischen GetrĂ€nken, ist der Wert relativ hoch. Und es kommt noch besser: Der im Bier enthaltene Hopfen ist nicht nur wichtiger Bestandteil in Bezug auf den Geschmack, sondern auch fĂŒr die Gesundheit. Die weiblichen FruchtstĂ€nde der Schlingpflanze werden sogar als Arznei verwendet. Die Inhaltsstoffe helfen bei Appetitlosigkeit, MagenschwĂ€che und UnruhezustĂ€nden. Außerdem wirkt Hopfen allgemein beruhigend und stoffwechselanregend.

Hört sich in meinen Ohren eigentlich schon ziemlich nach Superfood bzw. -drink an. Der Fairness halber muss ich aber zugeben: In einem Hopfentee entfalten sich die gesunden Inhaltsstoffe noch besser – der macht aber halt auch weniger Spaß.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es auch bei Bier, wie bei so vielen Dingen, auf die Menge ankommt. In Maßen kann man Bier mit gutem Gewissen genießen und sogar noch ein paar nĂŒtzliche Inhaltsstoffe mitnehmen. Eine besonders gute Nachricht fĂŒr alles Ladies: Frauen, die regelmĂ€ĂŸig Bier trinken, profitieren laut meiner Recherche sogar davon und sind im Durchschnitt schlanker als Frauen, die komplett auf Bier verzichten. Wer sich dann noch bei den Snacks im Griff hat, hat in Bezug auf seine Figur nichts zu befĂŒrchten. Aber leichter gesagt, als getan. Bier soll ja auch noch Spaß machen. Also nehmt es nicht zu ernst mit dem Fitnesstrend – genießt euer Bier und macht lieber zum Ausgleich etwas Sport.

 

FĂŒr diejenigen, die es trotzdem wissen wollen, haben wir hier die Kalorienanzahl verschiedener Biersorten aufgelistet:

ACHTUNG SPOILER!!! (Weiterlesen auf eigene Gefahr)

Alle Angaben je 100 ml

Pils: 42 kcal

Pils alkoholfrei: 26 kcal

Hefeweizen: 42 kcal

Hefeweizen alkoholfrei: 21 kcal

Leichtes Weißbier: 30 kcal

Radler: 34 kcal

Export: 53 kcal

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