Big Data: Den Daten Sinn geben und Innovationen generieren

12.11.2016 07:30

Big Data: Den Daten Sinn geben und Innovationen generieren

Jedes Unternehmen nutzt schon heute eine Vielzahl an Daten im täglichen Geschäft. Der Wirkungsgrad von Daten ist nach unseren Erfahrungen in vielen Unternehmen jedoch stark ausbaufähig. Eine umfassende Transformation hin zu echter „Data-driven Innovation“ ist nötig.

Viele Unternehmen tun sich mit der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Daten schwer. Sie verfolgen einzelne Ideen mehr oder weniger zielgerichtet. Dabei kann mit einer Erhöhung des Datenwirkungsgrads eine beachtliche Umsatzsteigerung erreicht werden. Das Datenvolumen wächst weltweit rasant. Unternehmen können heute auf Unmengen von Informationen zugreifen. Begriffe wie „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“ und „Big Data“ sind mehr als Modewörter. Sie sind  – siehe Google, Facebook und Co. –  das Fundament eines Geschäftsmodells. 

Daten bieten Chancen für Effizienz und Innnovation

Bisher werden Daten in vielen Unternehmen jedoch nicht oder nur unzureichend als Quelle für Innovation und echte Wertschöpfung angesehen. Und dies, obwohl Wachstumschancen auf herkömmlichen Wegen – etwa durch Einführung neuer Produkte oder durch Expansion in weitere Länder – immer kleiner werden. Die Nutzung von Daten erweist sich vor diesem Hintergrund in vielen Branchen als Chance, den Umsatz wie auch die Effizienz zu steigern – und gleichzeitig Innovationen zu generieren.

Im täglichen Geschäft nutzt schon heute jedes Unternehmen wie selbstverständlich eine Vielzahl an Daten. Wirft man jedoch einen Blick auf den damit verbundenen Wirkungsgrad, dann stellen wir immer wieder fest, dass viele Unternehmen hier das Potenzial zu deutlich mehr Effizienz haben. Stattdessen aber dominieren siloartige Zuständigkeiten für einzelne Datenbereiche; auch lediglich punktuell ausgerichtete Lösungen sind eher die Regel als die große Ausnahme.

Was deutlich wird: Es geht bei der Lösung längst nicht nur um technologische Fragestellungen. Eine umfassende Transformation hin zu echter „Data-driven Innovation“ ist deshalb nötig.

Data-driven Innovation führt zu einem Mentalitätswandel

Das bedeutet insbesondere einen Mentalitätswandel. Wer das Bewusstsein dafür entwickelt, dass Daten eine Ressource wie Personal, Know-how, Technologie oder Kapital sind, der ist auf dem richtigen Weg. Hieran anknüpfend gilt es also, eine Umgebung zu schaffen, in der die Erschließung des Potentials in diesem Rohstoff bestmöglich ausgeführt werden kann. Eine klare Strategie zählt dazu ebenso wie die Etablierung von Führungsstruktur und Kultur für den Bereich Daten. In diesem Zusammenhang lässt sich beobachten, dass immer mehr Unternehmen die Rolle eines Chief Data Officer als zentrale Management-Instanz für Daten etablieren.

Der Transformationsprozess stellt sich dabei als eine Art fortlaufende, evolutionäre Entwicklung dar. Angesichts der rasanten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung auf dem Gebiet der Daten und der daraus resultierenden Veränderungen ist eine stetige Anpassung erforderlich. Eine erfolgreiche Transformation umfasst dabei viele Aspekte und erfordert eine große Bandbreite an Expertise.

Am Beispiel des Einzelhandelssektors lässt sich viel lernen

Ohne das entsprechende Know-How über die einzelnen Funktionen entlang der Wertschöpfungskette kann Datennutzung nicht gelingen. Ebenso sollte ein besonderes Augenmerk darauf liegen, Abläufe im Bereich der IT-Infrastruktur und dem Themenfeld Data & Analytics zu optimieren. Dabei sollten Fragen rund um Compliance, Datenschutz und Datensicherheit mitbedacht werden. Und es erfordert einen stetigen Prozess in Sachen Change und Innovations-Management.

KPMG hat mit dem Programm „Data-driven Innovation“ die Herausforderung vieler Kunden als Ganzes aufgegriffen. Am Beispiel des Einzelhandelssektors zeigen wir in dieser Studie, welchen Fragestellungen sich Unternehmen widmen sollten, um diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.

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