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Chinesische Marken: Die Anzahl der Anmeldungen wächst, der Wert hält nicht mit

16.07.2019 16:53

Chinesische Marken: Die Anzahl der Anmeldungen wächst, der Wert hält nicht mit

Kennen Sie alle diese Markenlogos? Sie repräsentieren einige der bekanntesten chinesischen Marken, die bereits in die globalen Top-100-Charts der wertvollsten Brands aufgenommen wurden.

Das Volumen der chinesischen Markenanmeldungen ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen, von 26.000 Markenanmeldungen im Jahr 1981 – eine Zahl, die heute einfach nur unrealistisch erscheint – auf mehr als sieben Millionen Anmeldungen im Jahr 2018. Chinesische Unternehmen und Einzelpersonen melden im Rahmen der Go-Global-Strategie zunehmend auch Marken auf ausländischen Märkten an.

Allerdings zeigen die schieren Anmeldungsvolumina nicht den Wert, den eine Marke darstellen soll – nämlich die Wertigkeit der Marke, ihre Attraktivität, das Vertrauen der Kunden, die Qualität und Innovationskraft von Produkten oder Dienstleistungen hinter dem Brand oder die vielen Jahren der Investitionen in Marketing und Kommunikation. Die jüngste Studie von CompuMark führt einen interessanten Vergleich durch: es wird das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Indikator für die wirtschaftliche Aktivität zu Markenanmeldungen berechnet. Während in den USA diese Korrelation in den letzten zwanzig Jahren stabil blieb, wobei jede Marke für rund 50 Millionen US-Dollar des BIP steht, sieht es in China ganz anders aus. Der Koeffizient ist niedrig, und außerdem ist er in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Jahr 2018 repräsentierte eine chinesische Marke nur weniger als zwei Millionen US-Dollar des Bruttoinlandprodukts.    

Mit Ausnahme einiger chinesischer Technologieriesen wie Alibaba oder Haier hat eine durchschnittliche chinesische Marke noch keine globale Bedeutung erreicht. Mit dem wachsenden Einfluss Chinas und gigantischen Projekten wie der neuen Seidenstraße könnte sich dies in den nächsten Jahren jedoch ändern. Ein erster Hinweis darauf ist, dass die Zahl der Verletzungsverfahren zunimmt, bei denen ausländische Unternehmen das geistige Eigentum Chinas verletzen, besonders im Bereich der mobilen Anwendungen.

Gerade bei den technologischen Verschiebungen hin zu erneuerbaren Energien, grüner Mobilität und Automatisierung in allen Lebensbereichen könnte es sein, dass in zwanzig Jahren einige der heutigen globalen Top-Marken für die junge Generation unbekannt sind, während neue Champions entstehen – einige sicherlich auch in Asien.  

Quelle: CompuMark

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