Corona-Alltag bei Krones: Teil 2

18.05.2020 09:40

Corona-Alltag bei Krones: Teil 2

Wie schaffen wir es, während der Corona-Krise bestellte Maschinen, Teile und Serviceleistungen zu unseren Kunden zu bringen? Gute Frage, die wir euch in unserem zweiten Teil unserer Serie ‚Corona-Alltag bei Krones‘ beantworten. Neugierig? Lest hier mehr:

April 2020: Bis zu 7.000 Krones Kollegen arbeiten von Zuhause, für den „Rest“ (immerhin rund 4.000 Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion, Logistik und Qualität), der in den deutschen Werken die Stellung hält, wurde ein ausgeklügeltes Schicht- und Zonensystem auf die Beine gestellt. Warum das alles? Ganz einfach: um die Infektionsgefahr zu senken – und damit unseren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten zu können. Über diese und viele weitere Maßnahmen konntet ihr euch bereits im ersten Teil unserer Blog-Serie „Corona-Alltag bei Krones“ ein Bild machen. Heute geht’s um das Daily Business in Zeiten von Corona – und darum, wie wir es auch aktuell schaffen, bestellte Maschinen, Teile und Serviceleistungen zu unseren Kunden zu bringen.

Vom Einzelteil bis zur fertigen Maschine: Lieferfähigkeit sicherstellen

Bei Krones können Baugruppen, Maschinen und Anlagen nur dann montiert werden, wenn es bei der Teilebeschaffung zu keinen Engpässen kommt. Um den Versorgungsstrom von Sublieferanten oder Original Equipment Manufacturers (sogenannten OEMs) sicherzustellen, tauscht sich die im März gegründete Taskforce Supply Chain Management regelmäßig mit den 3.000 wichtigsten Lieferanten aus und überprüft deren Status der Lieferfähigkeit. Und das hat sich bezahlt gemacht: Wegen der guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und auch den teilweise proaktiv erhöhten Lagerbeständen kam es glücklicherweise zu keiner Zeit zu Versorgungsengpässen für die Produktion.

Auch beim Versand sind wir von äußeren Faktoren abhängig: So werden rund 80 Prozent der Luftfracht von Krones in Passagierflugzeugen versandt. Aufgrund der enormen Einschränkungen im weltweiten Flugverkehr müssen die Kollegen der Logistik nun viel koordinieren, um die Ware termingerecht in die Center oder zu unseren Kunden zu liefern. Auch bei der Seefracht treffen wir auf Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Doch Stand heute können diese kleineren Staus und Verschiebungen gut ausgeglichen werden – und wir können unsere Waren zum größten Teil noch im vereinbarten Zeitrahmen liefern, vorausgesetzt diese können dann auch auf Baustellen von Krones Monteuren in Empfang genommen werden.

Offene und transparente und Kommunikation

Sind die aktuell benötigten Teile verfügbar? Kann der Techniker unterstützen? Oder kommt es möglicherweise zu Lieferverzügen? Fragen wie diese brennen unseren Kunden in diesen außergewöhnlichen Zeiten natürlich unter den Nägeln. Allgemeinere Antworten auf die häufigsten dieser Fragen geben wir bereits seit Jahresbeginn in mehreren offiziellen E-Mail-Anschreiben, mit denen wir unsere Kunden auf dem Laufenden halten. Geht’s dann um Detailfragen zum konkreten Projekt, sind die Vertriebskollegen gefragt. Doch statt – wie sonst üblich – für wichtige Abstimmungstermine oder während der heißen Phase vor Ort zu sein, hat sich die Kommunikation fast vollständig in den virtuellen Raum verlagert. Gerade bei großen Key Accounts oder Kunden in weit entfernten Ländern standen Videokonferenzen schon in Vor-Corona-Zeiten auf der Tagesordnung. Doch gerade bei den Brauern oder Abfüllern, die in Fahrdistanz zu den Krones Werken angesiedelt sind, bedeuteten die Reisebeschränkungen eine Umstellung. Aber auch hier gilt: Sofern die IT-Infrastruktur mitspielt, kommen die neuen Online-Kommunikationsmöglichkeiten zum Einsatz – und wenn die Internetverbindung doch mal streikt, lassen sich die meisten Themen rund um bereits laufende Projekte genauso gut auch übers gute alte Telefon lösen.

Service: gekommen, um zu bleiben

Doch nicht alle Themen lassen sich auch auf ausschließlich digitalem oder telefonischem Weg lösen – vor allem nicht dann, wenn die Maschine bereits beim Kunden steht und technische Unterstützung von einem Krones Experten nötig ist. Eigentlich heißt es dann immer: Einsatz für den Service. 2.700 Monteure sind für Krones auf der ganzen Welt im Einsatz. Doch weltweite Reisebeschränkungen, abgesagte Flüge oder häusliche Isolationsvorschriften stellen diese momentan vor ganz schöne Herausforderungen. „Abwarten“, bis eine Reise zum Kunden leichter möglich ist, ist aber natürlich auch aktuell keine Option. Und so profitiert Krones gerade jetzt von seinem starken dezentralen Servicenetzwerk, die lokalen Experten sind mehr gefragt denn je. Denn sie sind es, die momentan bei den Kunden vor Ort dringende Serviceeinsätze durchführen. Dabei erhalten sie Unterstützung von den daheimgebliebenen Servicekollegen in Form von Remote-Zugriff, telefonisch über Teams oder mithilfe von Datenbrillen. Doch: Nicht alle Monteure sind momentan in ihrem Heimatland. Zwar hat Krones Mitte März allen 2.000 Technikern, die damals konzernweit im Einsatz waren, freigestellt, nach Hause zurückzukehren –  rund 70 Prozent haben sich zu diesem Zeitpunkt aber zum Bleiben entschieden. Denn sie fühlten sich an ihrem derzeitigen Aufenthaltsort sicher genug, um den Kunden nicht durch einen raschen Aufbruch im Stich lassen zu wollen. Da gehen definitiv alle Daumen hoch für so viel Einsatz und Loyalität gegenüber Krones und natürlich unseren Kunden!

Wenn ich nach diesem und dem letztwöchigen Rückblick auf den neuen Corona-Alltag bei Krones ein Zwischenfazit ziehen möchte, dann dieses: Krones hat mit nie dagewesenen und teils pragmatischen Mitteln das Unmögliche möglich gemacht und dafür gesorgt, auch in Krisenzeiten seinen Betrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten. Dabei ist das Krones Team gerade zwar größtenteils räumlich getrennt, aber dennoch im täglichen Arbeitsleben noch enger zusammengerückt. Unser Claim „we do more“ bekommt hier gleich eine ganz andere Bedeutung, findet ihr nicht auch? Im nächsten Teil der Blog-Serie erfahrt ihr, was noch hinter „we do more“ steht – und wie Krones auch in diesen schwierigen Zeiten seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.