Die von G+R Agentur für Kommunikation GmbH hier eingestellten Inhalte sind nicht verlinkt und es wird Werbung eingeblendet, weil Pro für das Modul Firmen-Profil nicht aktiviert wurde.

Wenn aus Dampfmaschinen Smart Factories werden

01.04.2014 15:50

Wenn aus Dampfmaschinen Smart Factories werden

Ob die Erfinder der Dampfmaschine das schon geahnt haben? Als die sogenannte 1. Industrielle Revolution vor knapp 150 Jahren in vollem Gange war, ging es darum, den Produktionsbetrieb durch Wasser- und Dampfkraft am Laufen zu halten. Damals war es herausragend, dass es mechanische Produktionsanlagen gab. Wie bereits erwähnt, das ist mittlerweile 150 Jahre her. Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen, in der Industrie hat es die 2. und 3. Revolution gegeben. Seit der Massenproduktion durch Fließbandarbeit und dem Betrieb mit elektrischer Energie bis hin zum Einsatz von Elektronik und IT ist viel passiert. Und die Revolution geht weiter.

Industrie 4.0 – das ist das „Buzz-Word“, das seit durch die Büroräume und Fertigungshallen geistert. Mit der Bezeichnung soll die 4. Industrielle Revolution zum Ausdruck gebracht werden. Dabei geht es grundsätzlich darum, dass IT und Fertigung verschmelzen. Das Ziel ist die „Smart Factory“, in der Menschen, Maschinen und Ressourcen selbstverständlich wie in einem sozialen Netzwerk miteinander kommunizieren. Ziele sind außerdem Flexibilität und Effizienz in der Produktion zu steigern. Somit können Kunden und Partner in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse integriert werden.

Vernetzt

Eine allgemein gültige Definition für Industrie 4.0 gibt es nicht. Denn es geht um eine ganze Ansammlung von Ansätzen, wie Fertigung, Elektronik, IT und Telekommunikationstechnologien. Big Data, Cloud Computing oder Internet der Dinge und Dienste sind weitere Begrifflichkeiten, die im Zusammenhang mit Industrie 4.0 vorkommen. Wenn man doch versucht, den Begriff zu definieren, könnte das ungefähr so aussehen: Industrie 4.0 ist die digitale Vernetzung der Produktionssysteme. Es werden mechanische, elektrische und pneumatische Funktionen digital zu neuen Abläufen zusammengeschlossen. Der Wunsch ist, dass Werkstücke, Maschinen, Anlagen, Fabriken und Menschen so miteinander vernetzt sind, dass sie kommunizieren und Daten austauschen können.

Was hat es nun mit der vernetzten, intelligenten Fabrik, die Industrie 4.0 letztlich ausmacht, auf sich? Wie kann diese in der Praxis tatsächlich funktionieren? Nehmen wir einmal an, ein Auto wird gebaut. Ein Bauteil dieses Autos soll so ausgestattet sein, dass es fortwährend Daten über seinen Zustand sammelt und selbst mitteilen kann, wenn ein Austausch vonnöten ist – und das schon bevor es zum Ausfall kommt. Das Produkt sendet selbstständig eine Mitteilung an den Hersteller, dass Ersatz gefertigt werden muss. Neben den genauen Angaben zum Fahrzeugtypen enthält die Bestellung auch Informationen darüber, wohin das Bauteil anschließend versandt werden muss. Die Maschinen in der Fabrik konfigurieren sich selbst, damit das passende Teil gefertigt wird und schicken es nach Fertigung an den richtigen Zielort. Der Termin in der Werkstatt ist dann bereits vereinbart – auch darum hat sich das Auto selbstständig gekümmert.

Heißt Zukunft 4.0?

Der Mensch kann durch die Automatisierungstechnik noch stärker unterstützt werden. Das sollen Verfahren der Selbstoptimierung, Selbstkonfiguration, Selbstdiagnose und Kognition gewährleisten. Die Arbeit wird immer komplexer, also warum nicht noch stärker auf die Hilfe der modernen Technik zurückgreifen?

Auch die Bundesregierung fördert Industrie 4.0 im Rahmen ihrer "Hightech-Strategie" Darin stehen zehn Zukunftsprojekte im Zentrum der Forschungs- und Innovationspolitik des Bundes. Das selbst erklärte Ziel dabei ist, Deutschland als Vorreiter „bei der Lösung der globalen Herausforderungen unserer Zeit zu etablieren.“ Da ist es doch recht verwunderlich, dass sich jedes zehnte Unternehmen in Deutschland mit dem Thema noch überhaupt nicht auseinandergesetzt hat.

Ob Industrie 4.0 dazu beiträgt, die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen bleibt abzuwarten. Aber es ist definitiv ein weiterer Schritt der Digitalisierung, die längst nicht mehr nur zur Kommunikation in Social Media oder ähnlichem dient, sondern komplexe Probleme angehen kann und Produktionsebenen erreicht hat. Das haben die mit der Dampfmaschine damals sicher nicht geahnt.

 

Angebote G+R Agentur für Kommunikation
Es wurde noch kein Inhalt eingegeben.
Bitte teilen via: