Eiskalter Genuss

23.01.2019 10:49

Eiskalter Genuss

Krones hat die nördlichste Brauerei der Welt ausgestattet. Die Geschichte dahinter könnt ihr auf dem Blog lesen - oder ihr schaut euch dort einfach nur das Video dazu an 👀

Wir haben etwas wieder gefunden. Und haben uns so darüber gefreut, dass wir es hier mit unseren Lesern teilen wollen: Den wieder entdeckten Artikel über die Mack Brauerei, der im magazin 4/18 erschienen ist. Allerdings haben wir hier leider nur Platz für eine Zusammenfassung des Artikels, in ganzer Länge können Sie ihn im magazin nachlesen.

Über 300 Kilometer nördlich des Polarkreises braut Mack seit mehr als 140 Jahren Bier und darf sich als nördlichste Brauerei der Welt bezeichnen. Beim Brauen vertraut die norwegische Brauerei Mack schon länger auf Krones Technik, neuestens auch beim Abfüllen in Dosen. Damit bedient Krones die Kernaufgaben der Brauerei, denn der Absatz von Bier in Dosen beläuft sich auf über 90 Prozent.

Die Brauerei Mack sitzt traditionell im hohen Norden, in Tromsö. 1877 hatte sie Ludwig Markus Mack, Neffe eines in Bayern praktizierenden Braumeisters, gegründet. Heute ist Macks Ølbryggeri die viertgrößte Brauerei in Norwegen und eine der stärksten Marken aus Nordnorwegen. Sie befindet sich nach wie vor zu 100 Prozent in Familienbesitz und wird aktuell in fünfter Generation von Managing Director Harald Bredrup geführt, der zusammen mit seinem Bruder 40 Prozent der Anteile hält. Die historische Mack-Braustätte, die mitten im Zentrum von Tromsö liegt, beherbergt außerdem die Verwaltung, den Bier-Shop Kjeller 5 sowie die legendäre, 1928 eröffnete Kneipe Ølhallen, die mit ihren 67 Hähnen die längste Zapfanlage Nordeuropas ist.

Außerdem hatte Mack hier zur Jahrtausendwende eine Mikrobrauerei installiert, die zunächst lediglich zum Erproben von neuen Geschmacksrichtungen gedacht war. In Zeiten des Craft-Beer-Booms entwickelte sie jedoch mehr und mehr eine Eigendynamik und hat heute über 30 Craft-Beer-Sorten im Repertoire, zum Teil exklusiv für den Ausschank in den Ølhallen, zum Teil als Flaschen- oder Dosenabfüllung auch für den nationalen und internationalen Vertrieb. Dank der guten Nachfrage konnte die Craft Brewery ihre Produktion im vergangenen Jahr nahezu verdreifachen auf jetzt 1.200 Hektoliter. „Die Craft-Beer-Welle hat das Konsumklima von Bier nachhaltig verändert, die traditionelle Markentreue aufgebrochen und die Verbraucher stärker für den Geschmack sensibilisiert“, glaubt Harald Bredrup. „Bier ist wieder gefragt. Von dieser Entwicklung konnten wir auch mit unserer Hauptbrauerei profitieren.“

Neubau einer Braustätte

 

Weil die alte Braustätte in Tromsö über die Jahrzehnte immer mehr wuchs, wurde der Platz langsam knapp und die Logistik immer aufwendiger. Deshalb stand Mack vor einigen Jahren vor einer Schlüsselfrage: den Betrieb einstellen oder komplett neu bauen? Die Entscheidung war schnell gefällt: in die Brauerei investieren und die Kapazitäten aufstocken. Die Hauptproduktion siedelte Mack deshalb 2012 nach Nordkjosbotn, circa 70 Kilometer südlich von Tromsö, um. Hier stand in den ansonsten recht steilen Fjordtälern eine größere ebene Fläche zur Verfügung. Die Lage ist grandios: Am Ende des Balsfjords und direkt am Fuß der Lyngen-Alpen entstand mit einer Investition von rund 40 Millionen Euro eine völlig neue Braustätte.

Zum Teil übernahm Mack dafür Einrichtungen aus der alten Braustätte, wie zum Beispiel die Gär- und Lagertanks und Teile der Abfüllung. Ergänzend dazu wollte das Familienunternehmen aber auch neue Anlagen installieren lassen, wie zum Beispiel das komplette Sudhaus. Dabei entschied man sich für einen CombiCube B mit einer Leistung von 100 Hektolitern pro Sud, „den größten CombiCube, den Krones anbietet“, wie Braumeister Rune Lennart Andreassen stolz erklärt. Im Dreischichtbetrieb lassen sich dort von Montag bis Freitag zehn Sude pro Tag einbrauen.

Optimistisch in die Zukunft

 

Insgesamt produziert Mack 170.000 Hektoliter Bier, wovon rund sechs Prozent in den Export gehen, sowie weitere 150.000 Hektoliter alkoholfreie Getränke mit Schwerpunkt auf dem Coca-Cola-Portfolio. So generiert die Brauerei einen Umsatz von etwa 60 Millionen Euro.

Einen zusätzlichen Schub bekam der Absatz, seit Mack 2014 seine Distribution erweitert hatte. Bis dahin war die Brauerei ausschließlich im Norden Norwegens (bis rund 500 Kilometer südlich von Tromsö) vertreten und brachte es dort auf einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Durch die Vergabe der Distribution an Großhändler ist Mack nun landesweit erhältlich, selbst im 2.000 Kilometer südlichen Oslo. „Unser Unternehmen hat sich seit dem Neubau komplett gewandelt: zum einen von einer regionalen zu einer national distribuierenden und zusätzlich exportorientierten Brauerei, zum anderen von einer Braustätte mit veralteter Technik und komplizierten Abläufen zu einem Betrieb mit modernen Anlagen und klaren Strukturen“, fasst Harald Bredrup die Ereignisse der letzten Jahre zusammen.

Und das Ergebnis spricht für sich: Allein der Bierausstoß wuchs seit 2012 um 90 Prozent. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir weiterwachsen werden“, sagt Harald Bredrup. „Wir haben jetzt mit dieser letzten Phase unseres Business-Plans eine hervorragende Basis geschaffen und können uns nun mit innovativen Gedanken für die Zukunft beschäftigen.“