Faktencheck Nr. 7: eine Frage der Haltung

02.10.2019 07:54

Faktencheck Nr. 7: eine Frage der Haltung

Im letzten Teil des Faktenchecks geht es heute um unser Müllproblem, wie man es vielleicht lösen könnte und wie viel Schuld Kunststoffe tatsächlich daran haben. Schaut gerne wieder rein:

Kunststoffe haben den größten Anteil am weltweiten Müllproblem. Aber sie sind nicht dessen Ursache. Denn wenn Plastik in der Umwelt landet, liegt das allein an uns Menschen – genauso wie die Verantwortung, daran etwas zu ändern.

Von den jährlich 78 Millionen Tonnen gebrauchten Plastikverpackungen gelangen nach Schätzungen des WWF 32 Prozent unkontrolliert in die Umwelt – die meisten davon enden im Meer. Daraus folgt aber nicht, dass die Verantwortung für das Müllproblem allein bei küstennahen (Schwellen-)Ländern zu suchen ist. Denn der Großteil des Plastikabfalls wird über Flüsse aus dem Landesinneren ins Meer getragen. Darüber hinaus lässt sich auch in Industrieländern wie Deutschland beobachten, dass sich Abfälle in der Umwelt ansammeln – sei es am Straßenrand, in öffentlichen Grünanlagen oder auf Feldern.

Was ist zu tun?

Medien und Verbraucher äußern immer häufiger den Wunsch, Kunststoffe durch alternative Materialien auszutauschen. Doch mit Blick auf das Müllproblem wäre dadurch nichts gewonnen: Auch Bio-Kunststoffe und andere alternative Materialien werden zum Problem, wenn sie in der Umwelt landen, statt sachgerecht entsorgt und verwertet zu werden. Darüber hinaus erfüllen Kunststoffe derart viele Funktionen in unserem Leben, dass ein pauschaler Verzicht weder sinnvoll noch machbar wäre. Viel dringender und vor allem auch effektiver wäre es also, unser Denken und Handeln zu ändern. Denn Kunststoffe sind nicht per se gefährlich – der oft viel zu kurzsichtige Umgang mit ihnen ist es.

Jeder einzelne ist gefragt

Um das zu verbessern, sind Politik, Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen in der Pflicht. Bei Krones denken wir seit jeher in praktikablen Lösungen. Ob materialsparende Verpackungsdesigns, energie- und medieneffiziente enviro Maschinen oder Recycling-Anlagen für PET und andere Kunststoffe: Unsere Lösungen zielen darauf ab, den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen so einfach und profitabel wie möglich zu machen. Die Triebkräfte dahinter sind Sie, die vielen Macherinnen und Macher bei Krones, die ständig aufs Neue beweisen, wie viel sich mit Optimismus, Tatkraft und einer gesunden Portion kritischem Denken erreichen lässt. Wenn es darum geht, die Zukunft unserer Welt zu sichern, stehen wir jedoch nicht nur beruflich, sondern auch privat in der Verantwortung. Denn jeder weggeschnippte Zigarettenfilter, jede unterwegs verlorene Getränkeflasche und jede Verpackung, die woanders als in der Wertstoffsammlung entsorgt wird, trägt einen Teil zum Problem bei. Und somit hat es auch jeder Einzelne von uns in der Hand, daran etwas zu ändern.

Auch wenn das schon der letzte Beitrag unseres Faktenchecks war: das Thema Kunststoffe und Nachhaltigkeit wird uns bei Krones auch weiterhin intensiv beschäftigen. Sie möchten mehr erfahren oder mit unseren Fachexperten diskutieren? Dann besuchen Sie uns doch auf der K 2019 in Düsseldorf. Die Messe startet am 16. Oktober. Sie finden uns im Freigelände am Stand 15.1.