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F.EE programmiert Roboter für Medieninstallation auf Computermesse CeBIT

07.08.2015 11:02

F.EE programmiert Roboter für Medieninstallation auf Computermesse CeBIT

ROBOCHOP – eine robotische Medieninstallation von Clemens Weisshaar und Reed Kram, beauftragt von GFT für CODE_n und partnerschaftlich entwickelt und gefertigt von F.EE aus Neunburg vorm Wald und KRAM/WEISSHAAR Stockholm/München.

Bei einer interaktiven robotischen Installation haben Internetnutzer aus aller Welt die Kontrolle über eine Industrieanlage übernommen.

Die robotische Medieninstallation ROBOCHOP, erdacht von den Designern Clemens Weisshaar und Reed Kram, war der Star der diesjährigen CeBIT: Internetnutzer aus aller Welt haben von den vier Robotern in der CODE_n Halle auf der CeBIT in Hannover Möbelstücke und Skulpturen schneiden lassen. Maßgeblich daran beteiligt war das Software- und Automatisierungsunternehmen F.EE aus Neunburg vorm Wald.

„Die Expertise von F.EE in der integrierten Entwicklung von Hardware und Software war ausschlaggebend für den Erfolg unserer Installation. Als wir einen Partner gesucht haben, um dieses nicht ganz einfache Entwicklungsprojekt zu stemmen, fiel die Wahl ganz selbstverständlich auf F.EE – wir hatten ja bereits zusammen die Installation OUTRACE für die AUDI AG auf dem Trafalgar Square in London zusammen entwickelt.“ so Clemens Weisshaar.

„Industrie 4.0 bedeutet, dass Produktionsanlagen über das Internet weltweit vernetzt werden“, erklärt F.EE-Chef Hans Fleischmann. „Das ‚Internet der Dinge’ vernetzt nicht mehr nur Computer untereinander, sondern erweitert das Internet auf reale Produkte.“ Gefragt war für „Robochop“ die Programmierung von Industrierobotern, eine Kernkompetenz von F.EE. So richtet das Unternehmen zum Beispiel für die Automobilindustrie Schweißstraßen ein, in denen eine unzählige Anzahl von Robotern vollautomatisch aus rohen Blechteilen Karosserien herstellen.
Die Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram haben mit „Robochop“ demonstriert, wie sich Industrieanlagen über das Internet fernsteuern lassen. „To chop“ bedeutet dabei im Englischen so viel wie aus- oder abschneiden. Vier Industrieroboter schnitten aus Schaumstoffwürfeln mit Zentimetern Kantenlänge Objekte, die Menschen in aller Welt auf dem Computer oder per Smartphone-App entworfen hatten. Die Produkte wurden den Entwerfern nach der Messe kostenlos zugeschickt.
In der Robochop-App konnten die Teilnehmer einen virtuellen Würfel in alle Richtungen frei drehen und mit wenigen Handgriffen nach ihren Vorstellungen zurechtschneiden. „Unter anderem mit Hilfe unserer Programmierung hat die App die Entwürfe in konkrete Steuerungsbefehle für die Industrieroboter übersetzt“, so F.EE-Software-Entwickler Thomas Gebhard, der das Projekt in Hannover betreute. Der Roboter griff sich vor Ort in der Messehalle die Schaumstoffwürfel aus einem Regal. Neben dem Roboterarm war ein Schneide-Draht gespannt. Der Arm bewegte die Schaumstoffwürfel mehrmals in komplexen Bewegungen so durch den Draht, dass exakt die vorher entworfene Figur übrig blieb.

„Das Interesse war überwältigend“, erzählt Thomas Gebhard. Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel besuchte die Anlage bei seinem Rundgang. EU-Kommissar Günter Oettinger wählte sie als Hintergrund für ein Fernsehinterview. Tagesschau und überregionale Zeitungen wie Bild und Frankfurter Allgemeine sowie die internationale Presse berichteten ausführlich.

Auftraggeber von „Robochop“ war das Stuttgarter Softwareunternehmen GFT. Die GFT AG beauftragt anlässlich des Innovationswettbewerbs CODE_n jedes Jahr einen Künstler, Designer oder Architekten mit einer Arbeit, die das jeweilige Thema aufgreift. war das „Internet der Dinge“ zentrales Thema. „’Robochop’ demonstriert unmittelbar, wie eng verzahnt die physische und virtuelle Welt bereits heute sind“ so Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT AG.

Die Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram, die „Robochop“ entwickelt haben, wandern mit ihren Projekten zwischen virtueller Realität und physischem Raum. Ihre Kunden reichen von Traditionsunternehmen wie der Porzellanmanufaktur Nymphenburg über Modefirmen wie Prada hin zu globalen Industrieunternehmen wie Audi und Volkswagen. Weishaars und Krams Arbeiten stellen unter anderem das Museum of Modern Art, New York, das Centre Pompidou, Paris, und das Vitra Design Museum (Weil am Rhein) aus.