Zu Gast im Land der Gegensätze

19.08.2019 10:46

Zu Gast im Land der Gegensätze

Kannst du dir vorstellen für ein halbes Jahr in China zu arbeiten? Unsere Kollegin Lisa hat sich getraut. Wir berichten über ihre Erfahrungen auf unserem Blog, reinschauen lohnt sich!

Modern und traditionell, laut und zugleich leise, sportlich aktiv, aber auch bequem – mehr Gegensätze könnte ein Land wohl kaum vereinen. China ist facettenreich. China ist anders. Und genau deshalb zog es unsere Kollegin Lisa Hertel aus dem Bereich Kunststofftechnik nach Taicang, China. Was sie während ihrer Zeit im Ausland machte? Für ein halbes Jahr verlegte Lisa ihren Arbeitsplatz an den chinesischen Krones Standort – und konnte dort nicht nur fachlich viel Neues dazulernen, sondern auch auf persönlicher Ebene die Zusammenarbeit mit den chinesischen Kollegen stärken.

„Ich war zuvor noch nie in China. Deshalb war es schon erstmal eine Herausforderung für mich, in ein völlig fremdes Land zu gehen. Das hat mich zugleich aber auch sehr gereizt“, gibt die Kollegin schmunzelnd zu. Nicht nur wegen ihrer Neugier auf das Land fiel die Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt in Taicang leicht, sondern vor allem auch wegen der ähnlichen Aufgabenstruktur der Mitarbeiter dort. Durch das modern ausgestattete Technikum und Labor in Taicang konnte Lisa ihr fachliches Wissen im Bereich Kunststofftechnik vertiefen. „Mein Ziel war es außerdem, den chinesischen Flaschen- und Preformmarkt noch besser kennenzulernen“, meint die sympathische Kollegin.

Zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt bekam Lisa vom Across Borders Team einen Knigge für China zugeschickt. Zum Glück – denn die Kultur der Chinesen ist in vielerlei Hinsicht doch sehr anders als die der Deutschen. In China ist es beispielsweise normal, auf die Straße zu spucken oder in einem bunten Zweiteiler-Schlafanzug vor die Tür zu gehen, erzählt mir Lisa im Gespräch. Lautstarkes Schmatzen oder Schlürfen sind ein Zeichen des Genusses und werden von chinesischen Gastgebern als Kompliment aufgefasst. In China eben mal eine App wie Google Maps herunterladen? Da heißt es hingegen Fehlanzeige. Durch die Zensur des Internets sind viele Apps nicht verfügbar. Die meisten Chinesen benutzen vorrangig sowieso nur eine App: Mit WeChat können sie chatten, telefonieren, shoppen und online bezahlen.

Besonders positiv ist Lisa die Flexibilität und Spontanität der chinesischen Mitarbeiter aufgefallen. „In China ist alles irgendwie möglich“, erinnert sie sich. So konnte Lisa einige Versuche im Labor anstellen oder spontanen Ideen nachgehen. Die chinesischen Kollegen unterstützten sie dabei zu jeder Zeit. Auch wenn die Verständigung auf Englisch manchmal gar nicht so einfach war, wusste man sich irgendwie zu helfen. „Man kommt schon zurecht – auch wenn es manchmal eben auf kleinen Umwegen passiert.“ Anfang Juli hieß es für Lisa Abschied nehmen: Ihre Rückreise nach Neutraubling stand an. Den engen Kontakt zu ihren chinesischen Kollegen wird sie jedoch weiterhin aufrechterhalten. Nicht nur dafür, sondern auch für ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung hat sich die Teilnahme am Krones Across-Borders-Programm für Lisa gelohnt.