Der gefragte Däne

16.01.2019 13:49

Der gefragte Däne

Wenig Platz für viel Bier. Wie die dänische Brauerei Faxe dieses Problem gelöst habt, erfahrt ihr auf dem Blog in Text und Film.

Uns ist gerade einmal wieder eine Ausgabe vom magazin 4/18in die Hände gefallen. Und da haben wir so allerhand interessante Artikel gefunden: zum Beispiel eine Reportage über die Brauerei Faxe. Und weil wir direkt ins Schmökern gekommen sind, wollen wir diese Entdeckung niemandem vorenthalten. Hier ist allerdings nur Platz für eine kleine Zusammenfassung, mehr zum Thema gibt’s im Magazinartikel.

Im Jahr 1901 wurde die Faxe-Brauerei in der gleichnamigen Stadt auf der ostdänischen Insel Seeland gegründet – und war Jahrzehnte lang eine von vielen kleineren dänischen Brauereien. Erst in den 70er Jahren überwand sie dann ihre lokalen Grenzen und begann, national zu distribuieren. Die vermutlich größte Veränderung in der Firmengeschichte fand im Jahr 1989 statt, als sich Faxe mit der Jyske Bryggerie zusammenschloss und mit Royal Unibrew die heute zweitgrößte dänische Brauereigruppe gründete.

2017 war das bislang erfolgreichste Jahr der Gruppe. Allein die Faxe-Brauerei produzierte 2,3 Millionen Hektoliter Bier und 1,6 Millionen Hektoliter Softdrinks, Malzgetränke und Cider. Darin enthalten ist sowohl die Lizenzproduktion von Heineken-Bieren als auch Pepsi-Cola-Softdrinks.

Starker Fokus auf Export

Faxe produziert 23 verschiedene Würzen. Der Export-Anteil ist mit rund 70 Prozent extrem hoch. Royal Unibrew ist damit größter Bier-Exporteur Dänemarks und beliefert 75 Länder.

  • Von den 70 Prozent der Export-Biere gehen etwa 30 Prozent nach Deutschland. Anschließend re-importieren dänische Konsumenten das Bier direkt wieder in kleinen Mengen – und damit zollfrei. Dieses Phänomen beruht auf der Biersteuer, die in Dänemark knapp vierfach so hoch ist wie in Deutschland. Fast ausschließlich für diese Grenz-Exporte arbeitet die schnellste der vier Dosenlinien mit einer Leistung von 90.000 Dosen pro Stunde.
  • In Deutschland selbst kennt man von Faxe vor allem die 1-Liter-Dose unter dem Namen „Der große Däne“, die überwiegend an den Autobahnraststätten und in einigen Lebensmittelhandelsketten angeboten wird. Die Nachfrage dafür hat sich in den vergangenen beiden Jahren fast verdoppelt. Die Abfüllung übernimmt eine eigene Anlage mit einer Leistung von 22.000 Dosen pro Stunde.

Herausforderung: beengte Platzverhältnisse

Da die Nachfrage nach seinen Marken in den letzten Jahren stetig stieg, entschloss sich Faxe, in eine neue Dosenlinie zu investieren. Diese füllt heute sowohl Bier als auch Cider sowie alkoholfreie Erfrischungsgetränke und verarbeitet stündlich bis zu 72.000 Behälter. „Bei der CSD-Abfüllung sind wir an unserer Kapazitätsgrenze angelangt, bei Bier haben wir durch die neue Krones Linie nun wieder freie zusätzliche Kapazitäten von rund 300.000 Hektolitern im Abfüllbereich“, erklärt Keld Norup Lauridsen, Head of Production and Warehouse.

Die größte Herausforderung war, die neue Anlage in die bestehende Abfüllhalle zu integrieren – für die Planungsingenieure von Krones ebenso wie für das technische Management von Faxe. Denn insgesamt betreibt die Brauerei in einer Halle neun Abfüllanlagen, die alle auf engstem Raum eingebaut sind.

„Zum einen war es eine Herausforderung, weil nur extrem wenig Platz zur Verfügung stand. Zum anderen mussten wir die Linie installieren und umbauen, während die Nachbaranlagen mit voller Leistung weiterproduziert haben“, erläutert Keld Norup Lauridsen, „und das alles bei fast 700 SKUs, die wir in der Abfüllung verarbeiten – eine sehr komplexe Aufgabe also.“

Krones installierte die neue Linie daher innerhalb eines Jahres in zwei Bauabschnitten: zunächst den Nass-, dann den Trockenteil. Und obwohl die neue Linie mehr als doppelt so viele Behälter verarbeitet als die vorherige 40.000er Anlage, musste sie dennoch auf der gleichen Fläche untergebracht werden. Deshalb entschied sich Krones dazu, mit zwei Ebenen zu arbeiten.

Engpass beseitigt

Auf die Frage, weshalb die Entscheidung zugunsten von Krones gefallen ist, hat Keld Norup Lauridsen eine eindeutige Antwort: „Krones baut gute Maschinen und unsere Beziehungen zu Krones sind seit langen Jahren gefestigt. Ich bin seit 43 Jahren in der Bierbranche tätig. Bier ist meine Bestimmung. Eines der erfolgreichsten Projekte, das ich während meiner jetzt siebenjährigen Zeit bei Faxe erlebt habe, konnten wir zusammen mit Krones realisieren – nämlich die Installation einer gebrauchten Krones PET-Anlage im Jahr 2014. Das lief wie am Schnürchen und war auch einer der Gründe, weswegen wir uns jetzt erneut für Krones entschieden haben.“ Aber auch die Zeit nach dem Anlagenkauf spielt für Faxe eine bedeutende Rolle, wie Lauridsen erklärt: „Außerdem ist der Service von Krones sehr gut. Als wirklich angenehm empfinden wir es, dass Krones hier in der Niederlassung einheimische, dänisch-sprachige Mitarbeiter beschäftigt. Das macht vieles einfacher.“

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