Glühbier – nicht jedermanns Sache

21.12.2016 11:18

Glühbier – nicht jedermanns Sache

Die Weihnachtszeit ist schon was Feines. Die Temperaturen draußen gehen immer weiter runter und man macht es sich jetzt öfters gemütlich zu Hause, isst Lebkuchen, Stollen und selbstgemachte Plätzchen.

Man bereitet sich auf das Weihnachtsfest mit der Familie vor. Natürlich schlendert man auch hin und wieder über den einen oder anderen Weihnachtsmarkt und gönnt sich vielleicht ein Päckchen heiße Maroni und einen Glühwein. Wer aber nicht so auf den Klassiker „Glühwein“ steht, der bestellt sich auch gern einmal ein Glühbier. Glühbier? Noch nie gehört? Dieses süffig-süßliche, leicht herbe Getränk wird auf unseren Weihnachtsmärkten immer beliebter und ist meiner Meinung nach wirklich eine Alternative zum herkömmlichen Glühwein, Grog oder Eierpunsch :-).

Vorweihnachtlicher Biergenuss mal anders

Heißes, malziges Bier, dass nach weihnachtlichen Gewürzen duftet und süßlich-herb schmeckt – sicher nicht jedermanns Sache, für mich aber eine interessante Alternative! Und der große Vorteil des Glühbieres: Es kommt praktisch ohne Zucker aus, da es traditionell nur mit etwas Honig gesüßt wird. Perfekt also für die Weihnachtsfigur.

Belgische Spezialität mit Kirschnote

Seine Wurzeln hat das Glühbier übrigens in Belgien. Dort ist es als „Glühkriek“ (Kriek = Sauerkirsche) bekannt. Dieses außergewöhnliche „Kirschbier“ wird in einem langen Prozess hergestellt und ist geschmacklich eher säuerlich-fruchtig. Das traditionale belgische Lambic Bier, welches in der Herstellung rund ein Jahr braucht, bildet die Grundlage dieses Kirschbieres. Das Lambic wird gemeinsam mit den frisch geernteten Kirschen rund zehn Monate in Eichenfässern gereift, bevor es ohne die Kirschen abgefüllt wird und dann warm als eine Art „Glühbier“ genossen werden kann.

 

Glühbier-Schnell-Rezept für zu Hause

Für eine Portion Glühbier benötigt ihr rund 0,5l Bockbier

1 Biozitrone

ein wenig frischen Ingwer

2 EL Honig

1 Messerspitze Honig

Einen Schäler, Haarsieb und optimalerweise ein Küchenthermometer

– und keine Angst, ihr braucht kein Jahr Zeit –

Mit dem Sparschäler müsst ihr zunächst die Biozitrone schälen, sodass hauchdünne Streifen rauskommen. Den Ingwer in dünne Streifen schneiden und beides in einen großen Kochtopf geben. Honig und Zimt dazu geben und mit dem Bier auffüllen. Dann nur noch auf ca. 60 Grad erhitzen – für diejenigen ohne Thermometer: wenn man den Finger gerade so nicht mehr drin lassen kann, sind es ca. 70 Grad – dann das fertige Glühbier durch das Haarsieb vorsichtig ins Glas umschütten ... und am Besten gleich heiß genießen J

Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, bin aber schon sehr neugierig darauf.

Ganz sicher weiß ich, was ich bei meinem nächsten Weihnachtsmarktbesuch probieren werde. Wenn ihr bereits auf den Geschmack gekommen seid, würde ich mich über eure Meinung zum Glühbier in den Kommentaren freuen :-).

Ach übrigens, Glühbier hat deutlich weniger Umdrehungen als Glühwein – man kann also mehr davon genießen.

In diesen Sinne, eine schöne Adventszeit!

Prost :-)

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