GROB setzt auf automatische Lagerlösung von viastore

18.02.2015 15:23

GROB setzt auf automatische Lagerlösung von viastore

Für den Maschinenbauer GROB war es eine logistische Grundsatzentscheidung: Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mindelheim stellte die Versorgung seiner Montageplätze komplett vom Prinzip „Mann-zur-Ware“ auf eine automatische Lagerlösung um. Projektpartner war die viastore systems GmbH. Die Stuttgarter Spezialisten für schlüsselfertige Intralogistikanlagen und Software realisierten dafür ein automatisches Kleinteile- sowie ein Palettenlager. Der Nutzen hat sich für GROB sofort und spürbar eingestellt: Die Montage-Versorgung ist deutlich verbessert, die Prozesse sind einfacher, transparenter, schneller.

Seit nahezu Jahren ist Mindelheim Stammsitz der GROB-Werke GmbH & Co. KG. Mit mehr als . Quadratmetern Produktionsfläche und über 3. Mitarbeitern ist das Mindelheimer Werk der größte Standort der Gruppe. Das Familienunternehmen ist Anbieter von kundenspezifischen Gesamtlösungen in der Großserienfertigung: individualisierte Fertigungsanlagen, bestehend aus modular aufgebauten Bearbeitungszentren und Sondermaschinen, die durch moderne Automatisierungs-Lösungen verkettet sind. Dazu gehören Zerspanungsanlagen für die Automobilindustrie, Montageanlagen im Bereich Powertrain aber auch Universal-Bearbeitungszentren für Zulieferer, für die Bereiche Medizintechnik, Werkzeug und Formenbau, Aerospace sowie für den allgemeinen Maschinenbau. Die Fertigungstiefe bei GROB ist sehr hoch. Auch Planung, Engineering, Ausführung, Implementierung und betriebsfertige Übergabe führt das Unternehmen im Haus durch. Dafür stehen hochqualifizierte Entwickler und Ingenieure in der Konstruktion sowie sehr gut ausgebildete Techniker in der Inbetriebnahme zur Verfügung. Weltweit beschäftigt die GROB-Gruppe 4. Mitarbeiter und erwirtschaftet eine Leistung von Millionen Euro im Jahr .

Der hohe Qualitätsanspruch und die stete Innovation haben sich bei GROB sehr positiv ausgewirkt. In den vergangenen Jahren hat der Anlagenbauer seine Produktion um mehr als Prozent erweitert und rund weitere Arbeitsplätze geschaffen. Einhergehend mit dem unternehmerischen Erfolg sind aber auch die Anforderungen an einen effizienten Materialfluss zur Versorgung der Montagearbeitsplätze gestiegen. „Die Lagerkapazität am Standort war nicht mehr ausreichend. Wir mussten auf Außenlager ausweichen, die wir nach dem klassischen Mensch-zur-Ware-Prinzip betrieben haben“, schildert Christian Lisiecki, Bereichsleiter Logistik. „Unsere Mitarbeiter haben die Waren nach Papierlisten manuell auf Paletten oder in Palettenboxen zusammengestellt und dann mit dem Stapler in die Montage geliefert.“ Die Lagerkapazitäten waren im Lauf der Zeit erschöpft. Zudem waren der Warenfluss und die Bestände nicht immer transparent. „Wenn der Nachtschicht an einem Montageplatz etwas gefehlt hat, gingen die Kollegen einfach ins Lager und haben es sich geholt“, beschreibt Lisiecki.

Eine Vergabe der Logistik an einen Dienstleister kam wegen der hohen Komplexität der Montageprozesse und der Materialbereitstellung nicht in Frage. Mit dem Ziel, die diversen Außenlager wieder zurückzuholen, gab die Unternehmensleitung vor zwei Jahren grünes Licht für eine neue Logistikhalle. Mit diesem Projekt hat GROB auch das Lagerkonzept auf ein System mit geplanter Ware-zu-Person-Kommissionierung umgestellt. Die Waren befinden sich auf Paletten, in Palettenboxen und in unterschiedlich großen Behältern. „Diese verschiedenen Ladungsträger sind notwendig, weil wir kleinste Teile mit wenigen Millimetern Größe ebenso einlagern müssen wie sperrige Maschinenkomponenten, die bis zu einer Tonne schwer sind“, sagt Lisiecki. Eine besondere Herausforderung: Bei GROB gibt es 1,9 Millionen Materialstämme – und jeden Tag kommen rund hinzu. Also machten sich die Logistiker von GROB auf die Suche nach einem kompetenten Partner, um diese logistische Herausforderung in sehr engem Zeitrahmen zu meistern. 

Von ursprünglich angefragten möglichen Anbietern blieben nach ersten Gesprächen noch drei übrig, viastore machte das Rennen. „Uns hat die hohe System- und Softwarekompetenz von viastore überzeugt. Es ist nicht leicht, einen Partner zu finden, dessen Software sich nahtlos an SAP anbinden lässt. Das war für uns sehr wichtig“, hebt Lisiecki hervor. viastore sicherte die Einhaltung des Terminplans vertraglich zu – und hielt Wort: Im Frühling wurde der Vertrag unterzeichnet, neun Monate später war die Anlage produktiv.

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