Holaaa!

20.07.2016 08:39

Holaaa!

Ich bin Matthias, dualer Student bei Krones! Eventuell könnt ihr euch noch an mich und meinePraktikumsberichte von letztem Jahr bei Krones do Brasil erinnern. Mittlerweile ist schon wieder ein Jahr vergangen und ich bin jetzt schon im vierten Semester meines Wirtschaftsinformatik-Studiums! Die letzten 6 Monate habe ich im Rahmen eines Auslandssemesters an der Universidad de Buenos Aires in Argentinien verbracht.

In diesem Artikel möchte ich euch gerne einen kleinen Einblick in das geben, was ich hier so alles erlebt habe. Ganz nebenbei erkläre ich euch dann auch noch, wie das duale Studium bei Krones so abläuft und wie toll mich Krones bei meinem Projekt ‚Auslandssemester‘ unterstützt hat.

Nach den zwei Monaten Praktikum in São Paulo im Sommer stand für mich fest: Ich möchte mehr! Mehr von südamerikanischer Kultur, mehr Partys mit heißen Rhythmen bis spät in die Nacht, einfach mehr von der Welt sehen! Und was für eine bessere Möglichkeit gibt es dafür, als sechs Monate lang ein Auslandssemester fernab von der Heimat zu verbringen?

Im Oktober kam ich also an die OTH zurück und das neue Semester begann langsam (wir duale Studenten von Krones studieren je nach Studiengang entweder an der FH Ingolstadt oder an der OTH Regensburg). Ich habe also begonnen, ein bisschen zu recherchieren und bin auf die Universidad de Buenos Aires (UBA) aufmerksam geworden, die bei diversen Rankings auf Platz 1 in Südamerika gelistet ist. Buenos Aires schien eine schöne Stadt zu sein, die spanische Sprache beherrschte ich dank Unterricht in der Schule und Hochschule auch und schnell hatte ich mich darauf festgelegt, dass ich im folgenden Semester hier ein Auslandssemester absolvieren wollen würde!

Bevor es damit aber losgehen konnte, mussten zunächst zwei kleinere Hürden genommen werden: Ich musste sowohl Krones als auch meine Professoren an der Hochschule für mein Vorhaben gewinnen… Wie sich aber herausstellen sollte, war das in keinster Weise ein Problem. Im Gegenteil: ich habe von beiden Parteien sogar sehr viel Zuspruch und Hilfe erfahren!

Zunächst zu Krones: Das Sommersemester an der UBA beginnt ungewöhnlich früh (bereits am 4. März) und ich musste schon ca. drei Wochen vorher anreisen, um mich vor Ort um Unterkunft, Visum etc. zu kümmern. Für uns duale Studenten ist es jedoch laut Ausbildungsplan vorgesehen, dass wir in der vorlesungsfreien Zeit (Februar – März und August – September) im Betrieb arbeiten, was aber unmöglich gewesen wäre, wenn ich im Februar ja schon in Buenos Aires sein musste. Ich erkundigte mich also in der Personalabteilung, ob es vielleicht einen Weg gibt, das Projekt ‚Auslandssemester‘ ohne Konsequenzen für den Ausbildungsverlauf in die Tat umzusetzen. Dort wurde mir sehr schnell versichert, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren. Ich könnte die Zeit, die mir im Winter fehlen würde, auch einfach im darauffolgenden Sommer nachholen (das Semester in Argentinien beginnt früher als in Deutschland und endet dementsprechend auch früher als in Deutschland). Perfecto!

Nachdem also diese Sache geklärt war, stand auch schon das nächste Thema an: Die Wahl und Anrechnung der Vorlesungen, die ich in Buenos Aires hören wollte. Eine große Hilfe war mir dabei der Auslandsbeauftragte meiner Fakultät, Prof. Dr. Markus Westner, der mich umfassend beraten und mich auch beim Bewerbungsverfahren an der Universidad de Buenos Aires sehr unterstützt hat. Kurze Zeit später hatte ich dann die Bestätigung zur Anrechnung der Vorlesungen in der Tasche und auch die Zusage über den Studienplatz in Buenos Aires trudelte in den nächsten Tagen ein. Das Flugticket war schnell gekauft und schon stand meinem Auslandssemester nichts mehr im Weg!

Über all die Sachen, die mir seitdem so widerfahren sind, könnte ich locker ein ganzes Buch füllen. Angefangen von Grill-Abenden mit phänomenalem argentinischem Steak über Tango-Tanzkurse in alten Kathedralen bis hin zu . Studenten, die für eine Erhöhung des Bildungsetats protestieren, war wirklich alles dabei. Die hohe Inflationsrate von fast % hat die Wirtschaft fest im Griff und das wirkt sich auch auf das Alltagsleben aus. Die letzten Monate waren so atemberaubend schön, dass es mir schwer fällt, die Erinnerungen in Worte zu fassen! Buenos Aires ist eine Stadt, die niemals schläft. Und so kann es schon mal passieren, dass man mit Fernet (dem Nationalgetränk) und Freunden bis in den Morgengrauen hinein feiert, ohne es überhaupt zu merken. Auch ist Buenos Aires der perfekte Ausgangsort für Reisen, sei es per Fähre ins nahe gelegene Uruguay, mit dem Bus zu den subtropischen Cataratas del Iguazú oder mit dem Flugzeug nach Tierra del Fuego und Patagonien, um dort beim Wandern die einzigartige Flora und Fauna Argentiniens zu erleben und mit den Gauchos fernab der Hauptstadt in Kontakt zu kommen. Argentinier sind sehr offene Menschen. Einladungen zu Feiern oder Previas (das Synonym zum deutschen „Vorglühen“) werden gerne und oft verteilt. Und dadurch, dass es sehr viel Bewegung in Wirtschaft, Politik und natürlich im Fußball gibt, ergeben sich auch wirklich immer Themen, über die man diskutieren kann!

Und auch mit Blick auf das Studium hat sich das Auslandssemester wirklich absolut gelohnt: Die Facultad de Ingeniería der Universidad de Buenos Aires hat ein hohes akademisches Niveau und die Vorlesungen, die ich dort besucht habe, haben mir wirklich Spaß gemacht. Die Klassen sind wesentlich kleiner als in Deutschland und man hat viel mehr Kontakt zu den Professoren und Kommilitonen. Auf Spanisch zu studieren ist natürlich auch eine sehr angenehme Abwechslung und um seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, gibt es vermutlich keine bessere Möglichkeit.

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