KING KONG - Auch ein Alphatier braucht gute Connections!

21.12.2015 09:15

KING KONG - Auch ein Alphatier braucht gute Connections!

Tonnenschwerer Musical-Gorilla in Australien mit LÜTZE Kabelkonfektionen und LÜTZE SUPERFLEX® PUR Leitungen ausgestattet.

5 Jahre Vorbereitungszeit

Das Modell aus Gummi und Kaninchenfell, welches im Originalfilm vom Empire State Building herabhing und Doppeldecker zerschlug, maß gerade einmal cm. Die moderne Inkarnation von King Kong dagegen misst ganze sechs Meter und ist tonnenschwer!

Fünf Jahre Vorbereitungszeit benötigte das von Global Creatures produzierte King Kong Musical, bis es im Regent Theatre in Melbourne, Australien, auf die Bühne kam. King Kong wurde dazu von Global Creature Technology mit Unterstützung der Bühnenautomatisierungsexperten von Stage Technologies - Teil der Tait-Group - mit Sitz im Vereinigten Königsreich gestaltet.


Um die Anschlussfähigkeit für das bahnbrechende Automatisierungssystem zu gewährleisten - welches kontrolliert, dass der enorme Silberrücken seinen Aufgaben gewachsen ist – arbeitete Stage Technologies in Großbritannien eng mit LÜTZE zusammen.

Über Tonnen Stahl, Motoren und Winden sowie über 3. Meter Leitungen umfasst das Automatisierungspaket im Inneren des Stahl- und Aluminium-XY-Rahmens von King Kong. Dabei galt es die Versorgung der Mikroprozessoren und Servomotoren mit Strom zu gewährlisten und gleichzeitig die Bewegung von Augen, Augenbrauen und Augenlider, der Nase, Lippen sowie Kiefer, Hals und Schultern sicher zu stellen. Um diese Manöver  realistisch anmuten zu lassen, sind zudem Töne, die King Kong von sich gibt, ein zentraler Bestandteil der Animation.

Bauform der Kabelkonfektionen entscheidend

Im Inneren des XY-Rahmens wird die Antriebsvorrichtung von sehr eng geleiteten Kabeln und Zugketten bedient, was bedeutet, dass die Bauform der Kabelkonfektionen entscheidend ist. Für die Servo- und Steuerungsfunktionen wurden LÜTZE SUPERFLEX® PUR-Leitungen ausgewählt. Auch vollständige Kabelkonfektionen waren Teil der Lieferanforderungen.

Mehrere, zu jeder Schulter gehende Leinen ermöglichen den Bedienern des Primaten eine unabhängige Auf- und Abbewegung der Gliedmaßen und gibt ihnen die Fähigkeit, King Kong innerhalb des Stanplatzes vorwärts und rückwärts zu manövrieren. Optionale Leinen können dabei auch mit King Kongs Rücken oder Vorderseite verbunden werden, was zusätzliche Bewegungen erlaubt.

Zwar besteht das zentrale Fahrgestell des Affen aus einer relativ einfachen Konstruktion, jedoch handelt es sich beim britisch-australischen King Kong um eine der größten Herausforderungen der Animationstechnik. Schließlich vermischen sich die Anomalien in der Anatomie des Gorillas mit den Grundsätzen der Bautechnik, welche gerade Linien und gute Ebenen bevorzugt. Darüber hinaus verbinden sich hier mechanischen Funktionen des Inneren mit dem organisch aussehenden Lycra und Latex des Äußeren.

Leichte Körperform trotz gigantischer Ausmaße

Die sich auf dem Fahrgestell befindlichen druckluftbetriebenen Muskeln in Form einer Schicht aufblasbarer Kammern verleihen dem Gorilla eine leichtgewichtige Körperform.Darüber befindet sich eine weitere Reihe detaillierter, ausgeprägter Muskelbeutel, die sich strecken und zusammenziehen können und ihm so das Aussehen einer realistischen Anatomie geben.
So kann King Kong am Anfang jeder Musicalaufführung seine Kraft durch wutentbranntes Auf-den-Boden-Stampfen unter Beweis stellen, ohne jedes mal gleich ein mittleres Erdbeben auszulösen.
 


Mit der Figur des King Kong gelang ein echter Durchbruch in der Automatisierungstechnik. Einerseits durch die Puppensteuerung mit großer szenischer Funktionalität, andererseits durch die zentrale Unterbringung aller Steuerungs- und Sicherheitssysteme innerhalb des Automatisierungssystems.

Nicht zuletzt durch die außergewöhnliche Zusammenarbeit von LÜTZE-Ingenieuren, Softwareentwicklern, Künstlern, Musikern und Schauspielern konnte so die Grundlage für ein einzigartiges Schauspiel geschaffen werden.

 

Foto: Jeff Busby