Künstliche Intelligenz und Geistiges Eigentum

11.05.2018 15:04

Künstliche Intelligenz und Geistiges Eigentum

Moderne Technologien, vor allem künstliche Intelligenz, beeinflussen, wie wir arbeiten. Das gilt auch für IP-Experten.

Ein Beispiel: Das Überwachen von Trademarks, Recherche zu ähnlichen Marken und Suchen nach bereits registrierten Marken, um eine Rechtsverletzung zu vermeiden, sind zeitintensiv und ermüdend. Die steigende Zahl der IP-Anmeldungen macht die Aufgabe nicht leichter.

Heutzutage aber kann uns künstliche Intelligenz bei diesen monotonen Aufgaben unterstützen. Es gibt KIs, die mit Daten aus Patent- und Markenämter weltweit arbeiten. Sie können den Status bestimmter Trademarks in verschiedenen Ländern feststellen, nach ähnlichen Marken suchen, um einen Rechtsverstoß bei der Anmeldung der eigenen Marke zu vermeiden, und vor allem bösgläubige oder rechtswidrige Markenanmeldungen identifizieren. Einige sind sogar fähig, einen Ähnlichkeitsgrad einer Bildmarke zu einer anderen zu berechnen, mit Ergebnissen von 50-100%. Je öfter KIs eine Aufgabe erledigen, desto besser werden die Ergebnisse, da KI bei jedem Durchgang durch maschinelles Lernen die eigene Genauigkeit verbessern kann. Derartige automatisierte Recherche funktioniert nicht nur bei Marken, sondern auch bei Patenten, Geschmacksmustern und auch Urheberrechten.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich der maschinellen Übersetzung beschleunigen die Entwicklung der künstlichen Intelligenz für geistiges Eigentum, da jetzt Daten aus dem Ausland ohne zwischengeschalteten menschlichen Übersetzer verwertet werden können.

Dennoch besteht kein Grund zur Sorge für IP-Experten, es wird auch weiterhin genug Arbeit für sie geben. KIs können nur Daten liefern, aber nicht in einer Weise analysieren, die es erlaubt, daraus direkte Schlüsse in rechtlichen Angelegenheiten zu ziehen. Das liegt daran, dass das Patentrecht eine ganze Reihe an Phrasen enthält, die nicht durch Algorithmen allein auslegbar sind. Es bedarf ethischer und praktischer Überlegungen, um das Gesetz anzuwenden.

Und genau das ist es, wo IP-Experten ins Spiel kommen. Befreit von zeitintensivem Monitoring und Recherchen, können sie ihre Fähigkeiten und Expertise uneingeschränkt einsetzen für das Aussortieren, Analysieren und Bewerten der Ergebnisse. Dadurch wird IP-Experten ein effizienteres Arbeiten möglich, da sie mehr Zeit für die herausfordernden Aufgaben haben.

Auf diese Art und Weise kann künstliche Intelligenz IP-Experten helfen, Zeit zu sparen und sich auf das wesentliche zu konzentrieren und so den Kunden zu helfen, wirksame IP-Strategien zu entwickeln und effektiv gegen Counterfeiter vorzugehen.

Bild: Tech Insider

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