Die Kunst der Klimatisierung

18.05.2018 06:05

Die Kunst der Klimatisierung

ENGIE Services U.S., ein Ableger des Energieunternehmens ENGIE, hat eine klare Mission: seinen Kunden beim Energiesparen helfen. In einem großen Rechenzentrum gelingt das dank exakter Vorbereitung und einem guten Händchen für die Details.

Eine fundierte Planung und detaillierte Analysen sind für Danielle Owen das A und O ihrer Arbeit und ein wichtiger Erfolgsfaktor für all ihre Projekte. Owen ist Geschäftsführerin für Business Development Engineering beim Energiedienstleister ENGIE Services U.S. (ehemals OpTerra Energy Services). Ihre Projekte bestehen darin, Kunden Möglichkeiten zum Energiesparen beim Betrieb verschiedenster Gebäude aufzuzeigen — sei es bei Klimatisierung, Beleuchtung oder Heizung. Auch ein Projekt mit einem großen Betreiber für Colocation-Rechenzentren begann daher mit einer detaillierten Bestandsanalyse. „Unser Kunde unterhält Rechenzentren an mehr als 40 Orten, verteilt über das gesamte Land“, berichtet Owen.

Von uns wollte er wissen, wo sich welche Maßnahmen am meisten lohnen würden.

Also werteten Owen und ihr Team Stromrechnungen, aktuelle Hard- und Softwarekonfigurationen sowie Verbrauchsdaten aller Rechenzentren aus. Diese Daten stellten sie den Energiepreisen und den Energiesparprogrammen in den verschiedenen Bundesstaaten gegenüber. „Da gibt es große Unterschiede, sodass es wichtig ist, genau zu wissen, welche Zuschüsse es in welchen Staaten für Energiesparprojekte gibt und wie sie zu bekommen sind.“ So identifizierte ENGIE drei Rechenzentren, bei denen sich Umbauten für mehr Energieeffizienz besonders lohnen würden, eines davon im Bundesstaat New Jersey. Dann ging die Arbeit erst richtig los.

Genau geprüft

Vor Ort sammelte ENGIE weitere Daten und nahm die vorhandene Hardware sowie das Steuerungssystem genauer in Augenschein. Auf dieser Grundlage entwickelte das Unternehmen einen Vorschlag, der aus verschiedenen passiven und aktiven Maßnahmen zur Kühlung des Rechenzentrums sowie einem Austausch aller Lampen bestand. Den gesamten Plan hinterlegte ENGIE mit Zahlen zu den voraussichtlichen Einsparungen. „Bei Projekten, in denen wir für unseren Kunden eine Förderung beantragen, ist das besonders wichtig“, erläutert Owen.

Der gesamte Vorschlag inklusive aller Zahlen wird bereits vor dem Projekt von unabhängigen Dritten geprüft. Denn selbst wenn die Förderung genehmigt wurde, wird sie nur ausgezahlt, wenn die Einsparungen später auch tatsächlich erreicht werden.

In unseren Projekten müssen wir alle Maßnahmen mit harten Zahlen hinterlegen, die auch nach dem Projekt auf ihre Richtigkeit geprüft werden.

DANIELLE OWEN, GESCHÄFTSFÜHRERIN FÜR BUSINESS DEVELOPMENT ENGINEERING BEI ENGIE

Als der Kunde und auch die Prüfstelle das Projekt freigegeben hatten, legten die Montageteams von ENGIE los. Dabei setzten sie parallel verschiedene Maßnahmen um. So stellten sie zunächst die Beleuchtung im gesamten Rechenzentrum auf LED-Lampen um. Etwas komplexer wurde es bei der Verbesserung der Luftführung durch das Rechenzentrum. Hier arbeitete ENGIE sowohl mit passiven als auch mit aktiven Maßnahmen.

Zu den passiven Maßnahmen gehörten die Einrichtung von Kühlgängen und die Montage von Blindplatten, die überall dort montiert werden, wo sonst durch nicht komplett gefüllte Serverracks Löcher in den Kühlgängen entstehen würden. Die wichtigste aktive Maßnahme war die Einführung sogenannter aktiver Bodenfliesen. An diesen perforierten Bodenplatten sind Lüftereinschübe mit je vier EC-Ventilatoren montiert, die die kalte Luft aus dem Unterboden gezielt an bestimmten Stellen zu den Serverracks leiten. Insgesamt 324 solcher Elemente installierte ENGIE in dem Rechenzentrum.

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