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Lebensarbeitszeitkonten - Ein Kompromiss muss her

06.10.2015 11:51

Lebensarbeitszeitkonten - Ein Kompromiss muss her

"Arbeit 4.0" und die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und sollen und was die Digitalisierung mit uns, unseren Jobs und unserer Arbeitswelt macht. Der Kompromiss muss her, so ein Artikel (in Auszügen) von Kerstin Dämon aus der WiWo

Die Debatte um unser Arbeitsleben hat viele Facetten: Sollen wir acht Stunden pro Tag, oder Stunden pro Woche arbeiten? Büro, Home-Office, Coworking? Warum wir letzten Endes Lebensarbeitszeitkonten brauchen.

"Arbeit 4.0" und die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und sollen und was die Digitalisierung mit uns, unseren Jobs und unserer Arbeitswelt macht. Der Kompromiss muss her: „Das Leben ist nicht ausgeglichen“. Berufstätige müssten sich von der Vorstellung verabschieden, den perfekten Spagat zwischen dem perfekten Job und dem perfekten Familienleben machen zu wollen. „Perfektion ist unrealistisch“, sagt Cristina Riesen, Europa-Chefin des virtuellen Notizbuchs Evernote. Unternehmen und Beschäftigte müssten bereit sein, Kompromisse zu finden.

Welche Arbeitszeitmodelle deutsche Unternehmen Familien anbieten

  • Teilzeit

  • Individuelle Arbeitszeiten

  • Flexible Tages- oder Wochenarbeitszeit

  • Keine Arbeitszeitkontrolle

  • Flexible Jahres- oder Lebensarbeitszeit

  • Telearbeit

  • Jobsharing

  • Sabbaticals

Das Problem: Alle haben Recht. Dass Schichtarbeit nicht nur ungesund, sondern auf Dauer lebensverkürzend ist, ist nachgewiesen. Dass kein Mensch acht Stunden am Stück Top-Leistungen vollbringt, auch wenn er dazwischen für Minuten in der Kantine sitzt, ist klar. Von zehn oder mehr Stunden braucht man deshalb eigentlich gar nicht zu reden.

Dass es der Performance schadet, wenn der Mitarbeiter mit anderen auf engstem Raum zusammenarbeitet, ist ebenso bewiesen wie dass sich Stunden-Wochen schlecht mit einem erfüllendem Familienleben vereinen lassen. Wer dagegen jeden Tag um zwölf Uhr mittags Feierabend macht, um sich den Rest des Tages vollumfänglich Haushalt und Kindern zu widmen, wird es nicht zum Vorstandsvorsitzenden eines DaxKonzerns bringen, sondern eben nur zur Büroteilzeitkraft oder zum Supermarktkassierer. Wer dann noch vorzeitig aufhört zu arbeiten, der guckt bei den Altersbezügen in die Röhre.

 

"Lebensarbeitszeitkonten - Wir brauchen die Work-Life-Integration"

Das Zeitkonto bringt die Flexibilität

Obwohl all das bekannt ist, passiert außer Flickschusterei eigentlich nichts.

„Es gibt Phasen, wo einem die Stunden-Woche nichts ausmacht und man für die Karriere alles gibt. Und dann gibt es Phasen, wo vielleicht Familie, Kinder und Hausbau im Vordergrund stehen und der Berufstätige nur noch Stunden pro Woche arbeiten will“, sagt Sascha Grosskopf,  Demand Generation Manager bei Cornerstone OnDemand, einem amerikanischen Anbieter von Talent Management Software.

Auf welche Bereiche wirkt sich die Digitalisierung im Arbeitsalltag aus?

  • Eigenständigkeit in der Arbeit

  • Zusammenarbeit unter den Teams

  • Lebensqualität bei der Arbeit

  • Qualität der Kundenbeziehungen

  • Gestaltungsfreiheit und Innovationsmöglichkeiten

  • Kompetenzen

  • Arbeitsmotivation

  • Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

  • Führungskräfteverhalten

 

Das Zeitkonto hat den Vorteil, dass sowohl Betriebe, Mitarbeiter als auch Politik schon Erfahrungen damit gemacht haben. Die Angst vor dem Neuen entfällt hier also. Unternehmen müssten dieses Instrument allerdings ein bisschen anders einsetzen, als es bislang der Fall ist.

Das Zeitkonto an sich gibt es dennoch in so gut wie jedem Unternehmen – aber in der Regel nur für ein Jahr, wie es in einer Untersuchung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales heißt. „Die überwiegende Mehrzahl der in den Betrieben genutzten Arbeitszeitkonten sind Gleitzeit-,Überstunden- oder Flexikonten mit einem Ausgleichszeitraum von bis zu einem Jahr: Dabei dürfte es sich mehrheitlich um Konten handeln, die dem Ausgleich von Auslastungsschwankungen und/oder der flexiblen Gestaltung der werktäglichen und wöchentlichen Arbeitszeit dienen.“

Es bedarf wohl einer gründlichen Überholung so der Artikel - aber vielleicht können wir im Gespräch gemeinsam mit Ihnen herausfinden was sich für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter am besten eignet, wenn es um die Digitalisierung der Arbeitszeit geht. Kontaktieren Sie uns