Mehrwert schaffen – mit #IoT, maschinellem Lernen und #Blockchain

27.08.2018 09:18

Mehrwert schaffen – mit #IoT, maschinellem Lernen und #Blockchain

Das Internet der Dinge (IoT), maschinelles Lernen, Blockchain und andere in SAP Leonardo integrierte Technologien ermöglichten es Unternehmen im Laufe des letzten Jahres, erfolgreich Mehrwert für sich und ihre Kunden zu schaffen.

Solche Erfolge resultieren gewöhnlich aus der gezielten Lösung eines bestimmten Problems – und in vielen Fällen entstehen daraus neue Geschäftsmodelle. „Vergangenes Jahr sagten wir, dass eine Kombination innovativer Technologien – IoT, maschinelles Lernen und Blockchain – dazu beitragen würde, Geschäftsprozesse neu zu gestalten“, so Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP, bei seiner Eröffnungsrede auf der SAPPHIRE NOW Anfang Juni. „Heute nimmt SAP Leonardo bei den innovativen Verfahren in 25 sehr unterschiedlichen Branchen bereits eine führende Stellung ein.“

Die Technologien sorgen für ein besseres Kundenerlebnis, etwa indem sie sicherstellen, dass benötigte Produkte auf Lager sind oder Ausfallzeiten geschäftskritischer Anlagen minimiert werden. Außerdem schaffen sie einen größeren Mehrwert für Unternehmen und einige ermöglichen sogar, dass wir mehr über unsere Kunden erfahren.

Was wir von Maschinen über Menschen lernen können

Sehen wir uns beispielsweise mit IoT-Sensoren ausgestattete Mietwagen an. Diese könnten Autovermietungen viele Informationen über das Fahrverhalten ihrer Kunden liefern, etwa wie vorsichtig oder waghalsig fahren. Technologien für maschinelles Lernen können diese Informationen nutzen und Unternehmen dabei unterstützen, gezielte Kampagnen zu entwickeln, die besten Fahrzeuge für künftige Anschaffungen zu ermitteln oder sogar Versicherungsbeiträge der Unternehmen zu reduzieren, die an die sichersten Fahrer vermieten.

„So erhält mein Kunde einen unmittelbaren Mehrwert, da er einen niedrigeren Preis zahlt. Aber auch ich als Autovermietung profitiere davon“, erläutert Michael Benirschka von der SAP in einem SAP-Video zu SAP-Leonardo-Technologien. „Die Lösung muss vom ersten Moment an skalierbar, realisierbar und attraktiv sein; man muss immer vor Augen haben, auf welche Weise dies neue Geschäftschancen eröffnen kann.“

Diese neuen Geschäftsmöglichkeiten umfassen unter anderem den Verkauf von Daten und Erkenntnissen an Dritte. So könnten Autobauer die transparenten und unveränderlichen Blockchain-Daten aus Hunderten von Mietwagen nutzen, um bessere Produkte zu entwickeln, oder Serviceanbieter damit ihre Wartungspläne verbessern. SAP Leonardo wird auch in der Fertigung eingesetzt.

Wie kleine Sensoren großen Problemen vorbeugen können

„Wir hatten ein echtes Problem: Unsere Maschinen sind häufig ausgefallen“, so Jeff Mueller, Vice President und CIO von Pregis LLC bei einer Podiumsdiskussion auf der SAPPHIRE NOW. „Und ihre Reparatur war sehr aufwendig und schwierig.“

Laut Mueller gelang es dem Anbieter für Transportbehälter und Verpackungen dank IoT-Sensoren, kleine Probleme wie Behälter mit geringem Flüssigkeitsstand frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich zu großen Problemen auswachsen konnten. Das bedeutete weniger Außeneinsätze für die Wartungsteams und folglich geringere Kosten. Der Erfolg von SAP Leonardo in diesem Geschäftsbereich bewog Pregis dazu, die Lösung auch in anderen Bereichen einzuführen – was dem Unternehmen weitere Chancen eröffnen wird.

„Irgendwann werden wir uns einen neuen Markt und andere Geschäftsmodelle erschließen“, führte Mueller weiter aus. „Man kann Verbrauchsdaten erfassen und diese an seine Kunden weitergeben … die Kunden können dank dieser Technologien wiederum ihre Abfälle und anderes verwalten.“

Weitere Einsatzbereiche neben der Fertigung sind Krankenhäuser, Lagerhallen oder der Einzelhandel, wo Kunden und Bestände nachverfolgt werden können.

Waren ins rechte Licht rücken

Acuity Brands hat sich für die SAP entschieden, um sicherzustellen dass in Einzelhandelsgeschäften die Regale der profitabelsten Artikel als Erstes wieder aufgefüllt werden. Dazu hat der Hersteller von Beleuchtungssytemen folgende Daten kombiniert: Informationen zu Kundenaktivitäten, Rentabilität und Umschlagshäufigkeit von Artikeln und Daten zur Laufkundschaft, die über Sender, sogenannte Beacons, und Sensoren in den Beleuchtungssystemen im Geschäft gewonnen werden. So zeigte sich, wo sich die Kunden aufhalten – vor allem in Bezug auf Bestseller.

„Dank dieser Datenquellen konnten wir einen Wert zur Darstellung der Auswirkungen berechnen. Auf dieser Basis priorisieren wir nun, welche Artikel zuerst aufgefüllt werden müssen, um das Risiko entgangener Gewinne zu reduzieren“, erläuterte Greg Carter, Senior Vice President von IoT Atrius Platform bei Acuity Brands, auf der SAPPHIRE NOW. „Der Filialleiter kann anhand einer Dashboard-Checkliste sehr leicht Prioritäten setzen und seine eigenen KPIs erreichen.“

So finden auch Kunden ganz einfach die Produkte, die sie suchen – was zu einem besseren Kundenerlebnis führt.

Gezielterer Blick auf Daten

All das kann sehr überwältigend wirken, vor allem, wenn man erst am Beginn der Digitalisierung steht. Es hilft daher, sich auf kleine Aspekte zu konzentrieren, beispielsweise auf die Lösung eines konkreten Problems.

„Man muss die Daten sehr stark eingrenzen. Die wahre Stärke von SAP HANA liegt in den Echtzeitinformationen“, so Bradley Burt, Lead Partner SAP bei Deloitte Australia, bei einer Podiumsdiskussion auf der SAPPHIRE NOW. „Der wahre Nutzen entsteht aus den Echtzeitinformationen, die man erhält, wenn man diese sehr detaillierten Daten bis zum einzelnen Artikel aufschlüsselt.“

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