Optimal verwertet

06.01.2017 17:00

Optimal verwertet

Systeme der Schweizer Hybag AG produzieren Biomasse aus Abfällen. Ein Ventilator von ebm-papst spielt dabei eine wichtige Rolle.

Egal ob verdorbene Lebensmittel aus Supermärkten oder Speisereste aus Großküchen – sogenannte organische Siedlungsabfälle sind nicht mehr zum Verzehr geeignet und landen deshalb auf dem Müll. Welches Potenzial in ihnen schlummert, zeigt die Hybag Automationen AG aus Linden im Schweizer Kanton Bern. Sie produziert Systeme, die Abfälle in Biomasse umwandeln – den Treibstoff von Biogasanlagen für die Produktion von Strom.

Eine besondere Herausforderung dabei: Die Biomasse darf keine Verpackungsreste enthalten. Oft werden Lebensmittel jedoch vor dem Wegwerfen nicht von Plastik, Pappe oder Schnüren getrennt. Deshalb sortiert das System „Tutto“ während der Produktion der Biomasse solche nicht-biogenen Abfälle direkt aus. Ein Ventilator von ebm-papst spielt dabei eine wichtige Rolle.

Patentiertes Trennsystem

Nachdem die Rohwaren in einer Kippmulde angeliefert wurden, befördert sie eine Spirale in einen Zwischenbunker. Dort mischen zwei weitere Spiralen die Abfälle durch, bevor diese in die Separationshammermühle kommen. „Hier trennt ein patentiertes System die Verpackung vom Biomaterial“, erklärt Anton Berger, Geschäftsführer der Hybag AG. „Die einzelnen Hämmer zerkleinern die gesamte Rohmasse und wirbeln die leichten Verpackungsstücke in die Luft.“ Sobald die Störstoffe dort schweben, werden sie von einem Luftstrahl erfasst, der sie in einen separaten Behälter austrägt.

Raus mit den Störstoffen

Um eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit des gesamten Systems zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Verpackungen schnell aus der Separationshammermühle geblasen werden. Deshalb unterstützt ein doppelseitig saugender kompakter Radialventilator von ebm-papst den Luftzug, den die Rotation der Hammermühle bereits erzeugt. „Wir haben uns für ebm-papst entschieden, da der Ventilator die geforderte Leistung bringt und dabei sehr kompakt ist. Zudem war der Einbau in das System sehr einfach“, begründet Berger die Wahl.

Der verstärkte Luftzug bläst alle künstlichen Materialien in einen Auffangcontainer, von dem aus sie recycelt werden können. Unten an der Maschine kommt reines, biogenes Substrat heraus, das – je nach geplantem Einsatzzweck – noch wärmebehandelt wird, bevor es dann zur Abholung bereit ist. So erzeugt der vermeintlich nutzlose Müll am Ende in Biogasanlagen Energie.