Alles für PET: der komplette Kreislauf unter einem Dach

11.10.2019 07:58

Alles für PET: der komplette Kreislauf unter einem Dach

Immer diese Nachhaltigkeit… Uns bei #KwieKrones beschäftigt dieses Thema eben sehr. Und wenn ihr wissen wollt, wie wir Kunststoffverpackungen ein zweites, drittes oder vielleicht sogar viertes Leben geben schaut in unseren neuen Beitrag! #K2019

Können Kunststoffverpackungen nachhaltig sein? Diese Frage begegnet uns bei Krones immer wieder. Unsere Antwort: Ja, das können sie – wenn sie ressourcenschonend produziert und in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden. Mit der Technologie und den Services von Krones ist beides möglich. Vom materialsparenden Verpackungsdesign über eine energiearme Behälterproduktion bis bin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe: Wir bieten PET-Flaschen und anderen Verpackungen die Chance auf ein nachhaltiges und umweltverträgliches Leben – und das nicht nur einmal, sondern immer wieder.

 

Verpackungen ganzheitlich recyclen

Ein Kernelement des Krones Kunststoff-Kreislauf – und damit auch eines der zentralen Themen auf der K 2019 – sind die MetaPure Recycling-Anlagen. Bereits jetzt werden auf ihnen zwischen 150.000 und 200.000 Tonnen PET-Flaschen pro Jahr recycelt. Je nach Kundenbedarf geschieht dies in verschiedenen Materialqualitäten bis hin zu Food-Grade-PET. Weil unsere Entwickler einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, dehnen sie die Technologie schrittweise auf weitere Kunststoffarten aus. Klares Ziel ist das Recycling kompletter Getränkeflaschen und anderer Kunststoffverpackungen samt aller in ihnen enthaltenen Materialien. Die MetaPure W Waschmodule lassen sich bereits heute neben PET auch für die Aufbereitung von Polyolefinen (PO) einsetzen – und zwar im Upcycling-Ansatz für eine hochwertige Wiederverwendung. Die Vorwäsche-Komponente des Moduls wird sich auf der K 2019 zeigen und dort sogar einen Blick in ihr Inneres zulassen.

Um unsere Kunden mit passgenauen Turnkey-Fabriken auszustatten, kooperieren wir außerdem eng mit der Stadler Anlagenbau GmbH. Das Unternehmen zählt zu den Marktführern im Bereich Sortieranlagen und hat bereits mehr als 350 schlüsselfertige Anlagen sowie 2.000 Einzelkomponenten weltweit verkauft. Welche konkreten Synergie-Effekte und Gesamtlösungen sich aus der Zusammenarbeit ergeben, darüber sprechen Experten beider Kooperationspartner gerne am Krones Messestand.

Behälter schnell und energiesparend produzieren

Preforms mit einem Rezyklat-Anteil von bis zu 100 Prozent verarbeiten? Mit den Contiform Streckblasmaschinen ist das kein Problem. Die Highspeed-Version der Serie, die Contiform 3 Speed, ist auf der K 2019 mit einer Blasstation vertreten. Mit einer Stationsleistung von bis zu 2.750 Behältern pro Stunde produziert sie passgenaue Verpackungen für Stillwasser, CSD und sensible Produkte. Wie alle Maschinen der Contiform Reihe ist sie auf eine hohe Energie- und Medieneffizienz ausgelegt. Den ohnehin schon sehr niedrigen Energie- und Druckluftverbrauch der Contiform 3 Pro weiß sie dabei nochmals um bis zu 15 Prozent zu unterbieten.

Direktdruck als Teil des Kreislaufs

Recycelte Behälter hochwertig bedrucken und bedruckte Behälter vollständig recyclen: Wie sich selbst digitale Behälterausstattung in den Recycling-Strom von PET integrieren lässt, zeigt die Krones Tochter Dekron live auf der Messe: mit einer Labormaschine, die auf der Technologie der Direktdruckmaschine DecoType Select basiert. Diese wird am Messestand Behälter bedrucken, die aus 100 Prozent rPET bestehen – und die dem Wertstoffkreislauf dennoch nicht verloren gehen. Denn wie APR, die US-amerikanische Association of Plastic Recyclers, bereits vergangenes Jahr bescheinigte, lässt sich die verwendete Tinte im Recycling-Prozess wieder rückstandslos vom PET entfernen. Für Anwender der Technologie bringt der Direktdruck mehr Freiheiten beim Gestalten von Verpackungen. Denn zum einen schaffen die hohe Farbbrillianz sowie die Bedruckbarkeit von Reliefs und Strukturen ebenso attraktive wie auffällige Kombinationen aus Optik und Haptik. Zum anderen lassen sich Motive wortwörtlich per Knopfdruck ändern und neue oder sogar tagesaktuelle Marketing-Strategien damit im Handumdrehen realisieren.

Neue Technologie für Preforms

Mit der MHT Mold & Hotrunner Technology AG holen wir uns eine weitere Tochter zur Verstärkung nach Düsseldorf. Das Unternehmen gehört seit 2018 zur Krones Familie und ist auf die Herstellung von PET-Werkzeugen und Nachbehandlungssystemen zur Produktion von Preforms spezialisiert. Ihre leistungsstarken Hightech-Spritzgießwerkzeuge bilden alle gängigen Preform-Designs und -Gewinde ab. Sie eignen sich für fast alle bekannten Maschinenplattformen. Den neusten Wurf aus der hauseigenen Innovationsschmiede präsentiert MHT sowohl im Krones Pavillon als auch am eigenen Stand mit der Nummer C42 in Halle 1: Bei dem Exponat handelt es sich um eine innovative Heißkanal-Technologie, die auch bei einem Flakes-Anteil von über 70 Prozent  rPET hervorragende Ergebnisse erzielt und sich unter anderem durch besondere homogene Temperierung der Schmelze und natürliche Balancierung auszeichnet.

Umweltfreundliches und ressourcenschonendes Behälterdesign

Die ideale Verpackung überzeugt in allen Lebenslagen: am Point of Sale genauso wie im Produktionsprozess, beim Transport und am Ende auch bei der Verwertung. Daher gehen bei Krones die Entwicklung von Flaschendesign und Maschinentechnik Hand in Hand. Denn nur wenn sich beide Aspekte gegenseitig ergänzen, lassen sich die besten Lösungen realisieren – für Produzenten, Verbraucher und die Umwelt. Die Krones Verpackungsdesigner optimieren bestehende Designs hinsichtlich Gewicht, Haptik und Linieneffizienz. Und sie verfügen über tiefgehendes Know-how zu ökologischen und ökonomischen Anforderungen wie Materialauswahl, Recycling-Fähigkeit oder Gewichtsoptimierung. Ergebnis und Nutzen lassen sich auf der Messe direkt am Objekt nachvollziehen – anhand einer Auswahl aktueller Designstudien und Kundenprojekte. Darunter findet sich auch Flip Lid: ein völlig neuartiges Verpackungssystem, das von Krones und Aptar gemeinsam entwickelt wurde. Weil es Verschluss und Flasche dauerhaft miteinander verbindet, verhindert es einen Eintrag der Deckel in die Umwelt und sorgt dafür, dass Getränkeflaschen vollständig zur Verwertung gelangen.

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