Pusch für smartPCN durch VDMA-Kooperation

20.10.2017 14:04

smartPCN, das von der COG (Component Obsolescence Group) Deutschland e.V. entwickelte, Datenbank-basierende Tool für die schnelle und einfache Handhabung von Produktänderungen/-abkündigungen (PCNs/PTNs), nimmt an Fahrt auf.

smartPCN, das von der COG (Component Obsolescence Group) Deutschland e.V. entwickelte, Datenbank-basierende Tool für die schnelle und einfache Handhabung von Produktänderungen/-abkündigungen (PCNs/PTNs), nimmt an Fahrt auf.

Garant dafür ist nach Überzeugung der Teilnehmer am Markt&Technik-Forum „Obsolescence Management“ die Kooperation mit dem VDMA. »Mit der Einbeziehung des VDMA sind wir auf einem guten Weg, mehr Rückhalt in der Industrie zu bekommen«, erwartet Axel Wagner, Compliance Officer der Würth Elektronik eiSos. Würth versendet übrigens bereits seit über einem Jahr die smartPCN-Datei automatisiert mit jeder PCN/PTN (Product Change Notification/Product Termination Notification), sodass die Kunden das »Konstenreduzierungspotenzial im Obsolescence Management nutzen können«. Mit zunehmender Anzahl von Marktbegleitern, die auf smartPCN setzen, steige der Wettbewerbsdruck, diesen Kundenservice ebenfalls anzubieten. Sobald namhafte Distributoren diese Form der PCN-Kommunikation anwenden, erhöhe sich der Druck auch auf die großen Halbleiterhersteller, auf smartPCN umzusteigen.

Die seit Jahren steigende Zahl an PCNs (2014 waren es 40.000, 2015 verdoppelte sich die Zahl, um 2016 auf 120.000 zu klettern, und für 2017 werden 140.000 erwartet) ist gerade auch in Zeiten von Industrie 4.0 und IoT sowie der Digitalen Transformation eine große Herausforderung für das Obsolescence-Management. Entscheidend ist laut Dr. Wolfgang Heinbach, Geschäftsführer von D+D+M, »eine funktionierende Kultur zu Änderungen/Abkündigungen zu entwickeln«. smartPCN und dessen Erweiterung/Überarbeitung auf Version 3.0 im Rahmen des VDMA-Einheitsblatts 24903 »sind Methoden dafür«. Veröffentlicht wird das Einheitsblatt des mitgliederstarken Verbands im vierten Quartal. Für den Druchbruch sei jetzt der wichtigste Schritt, den Standard in andere Branchen zu tragen und zu verhindern, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht (wie derzeit der ZVEI).

So hat etwa etwa die Bundesvereinigung Logistik (BVL) großes Interesse an einer Kooperation bekundet. Wenn auf diese Art ein Momentum entstehe, würden nach und nach auch andere Branchen die PCN-Kommunikation via smartPCN nutzen. Sobald sich dann innerhalb Deutschlands ein Standard durchgesetzt habe, könne man als nächsten Schritt die ISO-Norm ins Auge fassen, um weltweit PCNs via smartPCN zu versenden. Ein ausführlicher Bericht des Markt&Technik-Forums „Obsolescence Management“ erscheint in Ausgabe 44/2017 im Rahmen des Specials Obsolescence.

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