Rugged Devices: Regen, Vibrationen und harte Stöße aushalten

21.09.2016 10:52

Rugged Devices: Regen, Vibrationen und harte Stöße aushalten

Wie industrietauglich sind die mobilen Outdoor-Geräte tatsächlich? Als Entscheidungshilfe bei der Suche nach dem optimalen Smartphone oder Tablet für Industrie 4.0, Logistik 4.0 & Co. dient diese brandneue kostenlose Marktübersicht.

Ohne industrietaugliche Hardware, die sich im harten Arbeitsalltag bewährt, nützt auch die tollste Industrie 4.0-Anwendung nur wenig. Besonders rau geht es in der Logistik zu: Vibrationen, Schläge gegen das Gehäuse und Stürze gehören zum Alltag auf dem Rangierbahnhof, im Terminal für den Kombinierten Verkehr oder bei der Containerverladung im Hafen.

Robustheit ist deshalb bei der Wahl eines Tablet oder Smartphone für den Logistik 4.0-Einsatz oberstes Gebot. Ein ausdrücklich industrietaugliches Endgerät – auch „Rugged Device“ genannt – ist in der Lage, auch härteren Umgebungseinflüssen standzuhalten. So schützen beispielsweise versiegelte Tastaturen und Öffnungen das Smartphone oder Tablet vor Sand, Staub und Flüssigkeiten. Auch bei der Akkulaufzeit und mit Displays, die Spiegelungen reduzieren und einen besonders guten Kontrastausgleich haben, unterscheiden sich solche industrietauglichen Endgeräte von der üblichen Consumer-Hardware.

Zahlreiche Anforderungen an ein Rugged Device

Besonders schwer muss ein solches Rugged Device dabei nicht sein, denn die meisten Anbieter versehen ihre Geräte aus einem leichten und formstabilen Magnesium-Aluminium-Gehäuse mit zusätzlichen Silikonformteilen. Eine weitere wichtige Anforderung ist die Energieversorgung: Professionelle Tablets und Smartphones sollen möglichst einen ganzen Arbeitstag in Betrieb bleiben. Die Rugged Devices glänzen deshalb meist mit einem besonders starken Akku oder kommen gar mit zwei Energiespeichern daher, die sich im „Hot-Swap-Modus“ auch bei laufendem Betrieb wechseln lassen.

Schließlich entscheidet auch das Interface-Angebot der Geräte, wie industrietauglich sie wirklich sind. So sollten beispielsweise mobile Kommunikationsschnittstellen wie WLAN und Bluetooth 2.0 bei jedem Gerät genauso zum Standard gehören wie Mobilfunkschnittstellen für alle gängigen Netze inklusive LTE. Ebenso wichtig sind aber auch physikalische Schnittstellen, etwa zum Anschluss von Peripherie wie Lesegeräten, Webcams und externen Festplatten. Die USB-Unterstützung sollte daher immer vorhanden sein.

Kostenlose Marktübersicht hilft bei der Auswahl

Der Dortmunder Logistiksoftware-Anbieter und Portalbetreiber catkin hat in einem aktuellen Whitepaper eine Reihe von Kriterien für das optimale Rugged Device beschrieben. Außerdem wurden für eine Marktübersicht 21 solcher Geräte mit ihren Spezifikationen zusammengestellt. Das Start-Up-Unternehmen räumt allerdings selbst ein, dass „unsere Übersicht nicht vollständig ist“. Und sie sei auch nicht als Ranking zu verstehen, in dem die „Testsieger“ aufgelistet sind. Denn dazu gebe es selbst in den einzelnen Bereichen der Logistik zu unterschiedliche Anwendungsszenarien.

Die kostenlose Auflistung kann also einen guten Anhaltspunkt bieten, wenn man selbst auf der Suche nach geeigneten mobilen Endgeräten ist. Denn vor dem Hintergrund, dass industrietaugliche Tablets oder Smartphones einen zwei- bis dreifach so langen Lebenszyklus wie die Consumer-Geräte haben und auch deutlich teurer sind, will eine solche Investition wohl überlegt sein.