Die Suche nach der ökoeffizienten Verpackung

22.10.2019 09:01

Die Suche nach der ökoeffizienten Verpackung

Die perfekte Verpackung. Gibt es sowas denn? Und welche Kriterien müsste sie dafür überhaupt erfüllen? Wir bei Krones haben uns mit diesem Thema beschäftigt! Lest mehr auf unserem Blog oder informiert euch live auf der #K2019!

Wie sieht eigentlich eine umweltfreundliche Verpackung aus? Diese Frage mag banal klingen. Bei genauerem Hinsehen hat sie es aber ganz schön in sich – und ist unmöglich pauschal zu beantworten: „Die eine perfekte Verpackung, die alles am besten kann, gibt es nicht«, erklärt Martina Birk, enviro Beauftragte bei Krones und damit erste Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Nachhaltigkeit.

 

„Es läuft immer auf ein Abwägen der jeweils einfließenden Faktoren hinaus.“

Und dieses Abwägen kann je nach Anwendungsfall zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Recycelbare Verpackungen bringen beispielsweise nur in solchen Regionen einen Umweltvorteil, in denen auch die entsprechende Recycling-Technik verfügbar ist. Muss das Material dagegen zur Aufbereitung über weite Strecken transportiert werden, verliert dieser Vorteil mit jedem zurückgelegten Kilometer an Gewicht. Oder noch schlimmer: Das Material muss stattdessen an Ort und Stelle unsachgemäß entsorgt werden. Ähnlich verhält es sich mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen: Werden für deren Anbau Regenwälder abgeholzt oder Nahrungsmittelpflanzen aus ressourcenarmen Regionen verbraucht, verkehrt sich die an sich nachhaltige Grundidee ins Gegenteil.

Klarheit gewinnen mit enviro Design

Diese Faktoren umfassend zu beleuchten hat sich Martina Birk zur Aufgabe gemacht. Im Rahmen des enviro Nachhaltigkeitsprogramms treibt Krones bereits seit mehr als zehn Jahren die Entwicklung umweltfreundlicher, energie- und medieneffizienter Maschinen voran. Das zugrundeliegende Managementsystem wurde 2009 erstmals von TÜV SÜD als objektivem Gutachter zertifiziert und seitdem alle drei Jahre einer erneuten Überprüfung unterzogen. Die jüngste Rezertifizierung fand 2018 statt und bestätigte erneut: Der enviro Prozess wirkt und fördert handfeste Ergebnisse zu Tage – nämlich Maschinen und Systeme, die sich nachweislich durch einen sparsamen Energie- und Medieneinsatz auszeichnen.

Die Umweltauswirkungen so gering wie möglich halten

Nachdem sich das enviro System für klassische „Edelstahl“-Produkte etabliert hat, soll es nun auf Verpackungen ausgedehnt werden. Dazu tüftelt Martina Birk zusammen mit den Verpackungsexperten bei Krones an einem Kriterienkatalog, mit dem sich Behälter und Gebinde nach ökologischen Gesichtspunkten bewerten lassen. Als Basis dienen neben den gesetzlichen Anforderungen auch Kundenvorgaben sowie verschiedene Eco-Design-Leitfäden von Vereinigungen und Instituten. Oberstes Ziel dabei ist, die Umweltauswirkungen von Verpackungen so gering wie möglich zu halten. Dies schließt sowohl die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen als auch den Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt mit ein.

Das Potenzial, sich als enviro Design zu qualifizieren, besitzen daher in erster Linie jene Verpackungslösungen, die sich als Leuchtturm-Projekte in Sachen Umwelteffizienz auszeichnen. Ob diese auf konkreten Kundenwunsch oder als Designstudien entstanden sind, spielt dabei keine Rolle. Die ersten Verpackungen werden derzeit bewertet und – falls sie den strengen Kriterien genügen – im Anschluss mit dem enviro Siegel ausgezeichnet. Zwei besonders aussichtsreiche Kandidaten durften mit auf die K 2019 reisen und sich dort erstmals einem größeren Publikum präsentieren:

LitePac Top für Einweg-PET-Gebinde – Alternative zu Schrumpffolie:

  • Karton unterhalb des Flaschenhalses hält Gebinde in Formation
  • Zusätzliches Umreifungsband sorgt für Transportsicherheit
  • Kartonclip besteht aus nachwachsendem Rohstoff
  • Komplette Verpackung lässt sich aus 100 Prozent Recycling-Material herstellen und ist nach Gebrauch selbst wieder recyclingfähig
  • Benötigt nur wenig Energie zur Herstellung
  • Lässt sich mit Tragegriff auf Kartonbasis bequem greifen
  • Bietet viel Spielraum für attraktive Bedruckung

LitePac Top für Dosen – Alternative zu Hi-Cones:

  • Karton unterhalb des Dosenfalzes hält Gebinde in Formation
  • Besteht aus nachwachsendem Rohstoff und ist nach Gebrauch selbst wieder recyclingfähig
  • Benötigt nur wenig Energie zur Herstellung
  • Lässt sich einfach öffnen
  • Lässt sich bequem greifen
  • Bietet viel Spielraum für attraktive Bedruckung

Übrigens: Als Extra-Schmankerl lassen sich die Dosen mit der dazugehörigen Maschinentechnik gezielt ausrichten – beispielsweise um das Markenlogo prominent im Verkaufsregal zu platzieren oder um aus mehreren Dosen-Designs ein durchgängiges Motiv zu bilden.