Das Thema Smart City rückt in Tschechien immer mehr in den Fokus

27.10.2017 10:21

Das Thema Smart City rückt in Tschechien immer mehr in den Fokus

Tschechiens Städte und Gemeinden wollen smarter werden. Für fast drei Viertel aller Kommunen steht das Thema Smart City oben auf der Tagesordnung. Hier ergeben sich auch neue Geschäftsfelder für deutsche Unternehmen.

Tschechiens Städte nutzen Vorteile der Digitalisierung

Thema Smart City rückt in Tschechien in den Fokus / Deutsche Unternehmen hoffen auf neue Geschäftsfelder 

Von: Gerit Schulze, Germany Trade & Invest GTAI,18.10.2017

Tschechiens Städte und Gemeinden wollen smarter werden. Für fast drei Viertel aller Kommunen steht das Thema Smart City oben auf der Tagesordnung. Das hat eine Umfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer ergeben. An der Erhebung haben sich 120 Städte und Gemeinden beteiligt. Allerdings beschränken sich die Aktivitäten bislang auf einzelne Pilotprojekte, ein komplexer Ansatz fehlt noch. Deutsche Unternehmen zeigen großes Interesse, bei der Entwicklung von smarten Lösungen mit Tschechien zu kooperieren.

Energieeffizienz, Wasserwirtschaft, Luftverschmutzung, Parkraumüberwachung oder die direkte Kommunikation mit der Verwaltung - dank digitaler Technologien gibt es schon heute viele technische Lösungen, um Städte lebenswerter zu machen. Solche Ideen stehen deshalb auch in Tschechien hoch im Kurs. Immerhin 73 Prozent der Gemeinden betrachten Smart City-Konzepte als wichtiges Thema für ihre künftige Entwicklung.

"Für ein zukunftsorientiertes Land ist es enorm wichtig, das Potenzial von smarten Lösungen flächendeckend zu nutzen", sagte AHK-Geschäftsführer Bernard Bauer bei der Präsentation der Umfrageergebnisse. Doch genau daran scheitert es bislang.

Nur sechs von zehn tschechischen Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern haben einen eigenen Koordinator für das Thema Smart City. Jede vierte Stadt hat noch keine smarte Lösung implementiert, besonders kleine Ortschaften sind zurückhaltend. Zu Unrecht, wie AHK-Chef Bauer findet: "Für kleine Gemeinden bieten sich besonders digitale Technologien in den Bereichen Verwaltung, Lebensmittelversorgung und Gesundheitswesen an."

Zu den Prioritäten bei digitalen Innovationen in Tschechiens Städten gehören bislang E-Government, also der elektronische Datenaustausch zwischen Bürgern und Verwaltung, effiziente kommunale Beleuchtung, Energiespeichertechnik und der öffentliche Nahverkehr. Auf diesen Feldern haben die Gemeinden schon mehrere Pilotprojekte gestartet oder planen Vorhaben.

"Die Städte müssten zunächst ihre Betriebsdaten und den Bedarf der Bürger an smarten Lösungen analysieren", sagt Lenka Solcova, die bei der AHK Tschechien für das Thema intelligente Infrastruktur zuständig ist. Sie empfiehlt deutschen Unternehmen, die auf diesem Gebiet ins Geschäft kommen wollen, ihre Experten direkt in die Gemeinden zu schicken. "Vor Ort können sie dann individuelle Anwendungsmöglichkeiten entwickeln", so Solcova. "Hilfreich wäre auch ein Katalog erfolgreicher Pilotprojekte als Handreichung für die Städte."

Vollständiger Text unter: siehe nachfolgender Link

Passend zur Digitalisierung der osteuroopäischen Städte findet vom 25. - 28. April die Messe URBIS SMART CITY FAIR 2018 in Brünn,  Tschechien statt - die perfekte Gelegenheit sich im Rahmen von Ausstellung, Konferenzen und Foren zum Thema auszutauschen.