Transformation & Organisation: Warum Unternehmen sich verändern müssen um zu überleben

05.12.2016 08:00

Transformation & Organisation: Warum Unternehmen sich verändern müssen um zu überleben

Es gibt drei Faktoren, die Unternehmen in jedem Fall berücksichtigen sollten, wenn sie erfolgreich ins neue Zeitalter starten wollen: Stringente Kundenausrichtung, kontinuierlich Innovationen im Unternehmen etablieren und Veränderung für den Erfolg nutzen

Es gibt zahlreiche Gründe, warum sich Unternehmen derzeit weltweit darauf einstellen, ihr Geschäftsmodell und ihre Kernwertschöpfung völlig neu zu überdenken: Veränderte Kundenbedürfnisse, disruptive Technologien, neue regulatorische Anforderungen und der globale Wettbewerb sind nur einige davon.

Die meisten Führungskräfte haben die Bedeutung und Dringlichkeit dieser Veränderung erkannt. Fast alle Organisationen befinden sich in einem Transformationsprozess oder planen ihn zumindest. Doch viele Entscheider befürchten, dass ihr Unternehmen nicht in der Lage sein wird, die nötige Transformation so umzusetzen, dass ein schlagkräftiges Unternehmen entsteht. So sehen sich nur 47 Prozent in der Lage, nachhaltige Wirkung durch diese fundamentale Wende zu erzielen. Das ergab die „Global Transformation Study 2016“, für die KPMG 1.600 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen in 16 Ländern befragt hat.

Transformation darf keine einmalige Aktion bleiben

Dabei ist eine erfolgreiche Transformation überlebensnotwendig. 38 Prozent der Befragten erwarten, dass ihr bisheriges Geschäftsmodel kurz- oder mittelfristig zerbricht. Diese Aussicht stellt viele Unternehmen vor handfeste Probleme. Denn Transformation darf keine einmalige, abgeschlossene Aktion bleiben. Die Entwicklung muss ständig fortschreiten, sie muss in die DNA der Unternehmen übergehen. Dabei ist es wichtig, die Außenwelt ständig im Blick zu behalten.

Wie transformiert man richtig?

Es gibt drei Faktoren, die Unternehmen in jedem Fall berücksichtigen sollten, wenn sie erfolgreich ins neue Zeitalter starten wollen: Stringente Kundenausrichtung, kontinuierlich Innovationen im Unternehmen etablieren und Veränderung für den Erfolg nutzen.

47 Prozent der Führungskräfte sehen sich in der Lage, durch Transformation nachhaltige Wirkung zu erzielen.

 

Es ist deshalb wichtig, den Kunden in den Mittelpunkt zu rücken, da sich die Bedürfnisse stärker denn je verändert. Um für den Kunden relevant zu bleiben, ist es entscheidend, dass die Unternehmen ihren Kunden aufmerksam zuhören und analysieren, was sie wirklich wollen und wertschätzen – heute, aber auch zukünftig. Dafür benötigen die Firmen nicht nur möglichst viele Daten, sondern die Fähigkeit, diese zu analysieren und entsprechend zu interpretieren. Fast die Hälfte der Firmen geben heute an, dass sie nicht in der Lage sind, die Veränderung im Markt so frühzeitig zu erkennen, dass sie wirkliche Erkenntnisse über die Bedürfnisse der Kunden ableiten können.

Innovation muss im Tagesgeschäft etabliert werden

Das funktioniert nur, wenn Entscheider dafür sorgen, dass kontinuierliche Innovationen in die Kultur und Struktur ihrer Unternehmen eingebunden werden. Erfolgreiche Unternehmen werden ihr altes Geschäftsmodell durch ein neues teilweise kanibalisieren, bevor ihnen die Konkurrenz zuvorkommt oder eine regulatorische Veränderung sie dazu zwingt. Ein Drittel der Führungskräfte gibt zu, dass es ihre Strukturen noch nicht zulassen, Innovation organisatorisch und wirtschaftlich im Tagesgeschäft zu verankern. Sie müssen akzeptieren, dass viele Dinge, die ihr Unternehmen in der Vergangenheit erfolgreich gemacht haben, in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Nur wenn die Unternehmen in der Lage sind Renditen zu erwirtschaften, ohne ihre Innovationskraft zu vernachlässigen, werden sie erfolgreich sein. Innovation ist kein Selbstzweck, sondern muss eine Kernkompetenz im Unternehmen sein.

Durch diese Entwicklungen sinkt die Halbwertszeit von Strategien immer mehr. Die Unternehmen müssen agiler, innovativer und effizienter sein. Die Arbeit muss anders organisiert, Silos müssen aufgelöst werden. Teams werden nach Bedarf zusammengestellt und flexibel neu formiert. Statische Organisationseinheiten gehören der Vergangenheit an. Darauf müssen die Mitarbeiter vorbereitet werden. Es muss eine Kultur vorherrschen, in der die Mitarbeiter Veränderungen akzeptieren, annehmen und aktiv treiben. Diese Fähigkeit muss auf allen Hierarchieebenen vorhanden sein.

Noch ist es offenbar nicht so weit: Mehr als ein Drittel der Führungskräfte (37 Prozent) geben an, dass die Bedeutung der Veränderung für die Betriebsabläufe innerhalb der eigenen Organisation weithin unterschätzt wird. Hier gilt es nach wie vor, Barrieren abzubauen.

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