In vino (et dulcedo) veritas

25.11.2019 07:54

In vino (et dulcedo) veritas

Jeder trinkt gerne mal ein Gläschen Wein oder benutzt ihn vielleicht sogar zum Kochen. Aber habt ihr ihn schon mal in eure Desserts gemischt?! Falls nicht, solltet ihr dringend die Rezepte in unserem neuen Blogbeitrag ausprobieren:

Egal ob rot, weiß oder rosé – Wein ist ein echter Alleskönner. Nicht nur bei einem entspannten Abend auf dem Sofa oder im Lieblingsrestaurant schmeckt er, sondern auch, wenn man ihn für süße Desserts auf den Tisch bringt. Wer also ein Dinner mit Freunden geplant hat oder beim Kochen gerne mal mit Wein experimentiert, der sollte sich an diese Köstlichkeiten wagen. Ich verspreche euch: Es schmeckt mindestens so gut, wie es klingt!

Der Klassiker – Die Weincreme

Auch bekannt als Zabaione, ist die Weincreme ein Klassiker der italienischen Küche. Die fluffig-leichte Konsistenz der Creme lässt jeden Dessert-Liebhaber dahinschmelzen und ist ein Muss für echte Italien-Fans.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 0,25 Liter Weißwein (lieblich)
  • 0,25 Liter Wasser
  • 2 Eier
  • 6 EL Zucker (gestrichen)
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver

Alle Zutaten in einem Kochtopf kalt miteinander verrühren. Auf dem Herd erhitzen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen aufkochen lassen. Dann in kleine Schälchen füllen und gut abkühlen lassen (am besten einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren).

Fruchtiges Weingelee mit Aprikosen

Perfekt zu jeder Jahreszeit: Da es ohne Sahne oder Mascarpone auskommt, liegt das fruchtig-leichte Weingelee nicht schwer im Magen. Je nach Vorliebe könnt ihr das Dessert auch mit anderen Früchten zubereiteten – sehr lecker schmeckt es zum Beispiel auch mit Pfirsichen oder Kirschen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 Aprikosen
  • 3 Teelöffel Zucker
  • 3 Blätter weiße Gelatine
  • 0,25 Liter Weißwein (trocken)

Die Gelatine circa fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen. Die Aprikosen waschen, entsteinen und in dünne Scheiben schneiden. Die geschnittene Aprikose mit Zucker und etwas Wein in einen Topf geben und zugedeckt aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Aprikosenscheiben auf zwei Tellern verteilen. Die Gelatineblätter aus dem Wasser nehmen und im heißen Aprikosensaft unter Rühren aufkochen. Den übrigen Wein unter die Masse rühren und die Aprikosen auf den Tellern damit übergießen. Das Gelee für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Für Mutige – Bananen in Rotwein

Wer sich an eine etwas ungewöhnlichere Kombi wagen möchte, sollte unbedingt diese Nachspeise aus Bananen und Rotwein probieren. Auch wenn eure Gäste vermutlich erstmal skeptisch sein werden – der Geschmack wird sie (hoffentlich) überzeugen!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 0,1 Liter Rotwein
  • 0,1 Liter Wasser
  • 0,125 Liter Schlagsahne
  • 4 Bananen
  • 60 g Zucker
  • 4 Nelkenblüten
  • 1 Teelöffel Zimt

Wasser und Wein mit Zucker, Zimt und Nelken zum Kochen bringen und etwas köcheln lassen. Die Bananen in Scheiben schneiden (Achtung: nicht zu dünn!), zu der Flüssigkeit geben und darin weichkochen. Sobald die Masse abgekühlt ist, im Kühlschrank kaltstellen. Die Bananen-Wein-Masse in Schälchen füllen und mit steif geschlagener Sahne toppen.

Französischer Brie mit Rotweinpflaumen

Wer es lieber herzhaft mag, der sollte sich an dieser edlen Kombination aus Käse und Wein probieren. Das Zusammenspiel aus würzigem Brie und fruchtig-süßen Rotweinpflaumen passt wunderbar – dieses Dessert ist mein persönlicher Favorit.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 250 g Brie
  • 500 g Pflaumen
  • 6-8 Esslöffel trockener Rotwein
  • 1 Prise gemahlener Ingwer
  • 1 Teelöffel eingelegte grüne Pfefferkörner
  • 4 Esslöffel Quittengelee

Die Pflaumen waschen und entsteinen. Quittengelee und Rotwein in einem Topf verrühren und wie ein Sirup einkochen. Pflaumen darin für 2-3 Minuten dünsten und grünen Pfeffer hinzugeben. Mit Ingwerpulver abschmecken und alles abkühlen lassen. Brie aufschneiden und mit den Rotweinpflaumen anrichten.

Ich hoffe, ich konnte euch dazu inspirieren, den Wein beim Kochen auch mal in eure Desserts zu integrieren . Der eigenen Kreativität sind beim Kochen ja zum Glück keine Grenzen gesetzt – also seid ruhig mutig. Denn ihr wisst ja: Probieren geht über Studieren!