Zwei neue Gesichter im Ausbilderteam

09.12.2016 08:01

Zwei neue Gesichter im Ausbilderteam

Seit September weht in der gewerblich-technischen Ausbildung frischer Wind. Andreas Gebhardt und Martin Hagen unterstützen seitdem das Ausbilderteam, wobei sie die jungen Auszubildenden fördern und fordern.

Um sie besser kennen zu lernen, durften wir beide zu ihrem beruflichen Werdegang und den neuen Herausforderungen befragen.

Name: Martin Hagen (27)

Wohnort: Friesheim

Hobbys: Jagen, Fischen und die elterliche Landwirtschaft

Lebensmotto: Geht nicht? Gibt´s nicht!

Ausbilder für: Profil 21

Sie haben selbst auch bei Krones gelernt. Warum haben Sie sich damals für die Krones AG entschieden?

Ich war schon immer in Technik verliebt. Und die Geschichte von Hermann Kronseder hat mich beeindruckt. Er hat sich von seiner Idee nie abbringen lassen und eigentlich aus dem Nichts einen Weltkonzern aufgebaut. Ich wollte ein Teil dieses Betriebs sein. Also habe ich bei der Krones AG meine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht.

In welcher Abteilung waren Sie vorher tätig und was waren dort Ihre Hauptaufgaben?

Ich war nach der Ausbildung im Schaltschrankbau, dort habe ich Rahmen aufgebaut und Schaltschränke verdrahtet. Nachdem ich dann für die Prozesstechnik tätig war, landete ich bei der Inbetriebnahme, speziell für Mixer (Contiflow) und für CIP-Anlagen (VarioClean).

Wie sind Sie darauf gekommen, Ausbilder zu werden?

Ich arbeite gerne mit jungen Leuten zusammen. Ich denke, ich habe mir über die Jahre genügend Know-how angeeignet, um jetzt mein Wissen an die zukünftigen Monteure weiterzugeben.

Auf was haben Sie sich als Ausbilder am meisten gefreut?

Ich habe mich am meisten auf das Arbeiten mit den jungen Leuten gefreut. Indem ich unsere zukünftigen Mitarbeiter ausbilde, leiste ich meinen persönlichen Beitrag für das Unternehmen.

Sind Sie zufrieden mit Ihren Auszubildenden?

Ja, ich bin sehr zufrieden. Sie sind technisch engagiert und sehr wissbegierig. Und das ist auch gut so, denn in der Technik darf man sich keinen Stillstand erlauben.

Freuen Sie sich schon auf die kommenden Bewerbungsgespräche der zukünftigen Azubis?

Ja, ich war auch schon in den letzten Wochen bei einigen Bewerbungsgesprächen dabei. Für die jungen Bewerber ist es der erste Schritt ins Berufsleben und ich darf Sie dabei begleiten.

Was halten Sie davon, dass die „Profiler“ zuerst viele verschiedene Grundausbildungen in der Werkstatt durchlaufen?

Das finde ich sehr gut, denn sie sind die Servicetechniker der Zukunft. Die vielen Grundausbildungen sollen ihnen vor allem die Angst nehmen, auch einmal woanders anzupacken. Auch wenn ich Elektriker bin, kann ich trotzdem auch einmal eine Feile in die Hand nehmen.

 

Name: Andreas Gebhardt (29)

Wohnort: Regensburg

Hobbys: aktiv im BRK, Städte- und Fernreisen

Lebensmotto: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, wer er schon ist!“ (Zitat von Henry Ford)

Ausbilder für: Technische Produktdesigner

Sie sind bereits seit Ihrer Ausbildung zum Technischen Zeichner für die Krones AG tätig. Warum haben Sie sich damals für Krones entschieden?

Krones war schon damals ein guter und sehr bekannter Arbeitgeber mit vielen Sozialleistungen. Außerdem wollte ich eine Ausbildung auf hohem Niveau haben, auf die ich in der Zukunft aufbauen konnte. Sobald ich die Zusage von Krones bekam, war mir klar: Dort beginne ich meine Ausbildung als Technischer Zeichner.

Welche Weiterbildungen haben Sie nach Ihrer Ausbildung gemacht?

Nach der Ausbildung habe ich erst einmal meinen Zivildienst abgeleistet. Danach war ich in Kanada und habe dort an einem Englisch-Kurs teilgenommen. Meine erste richtige Weiterbildung war dann der Technische Fachwirt, im Anschluss der Ausbilderschein und als Abschluss habe ich noch den Betriebswirt absolviert.

Was war Ihr schönstes Erlebnis in Ihrem Arbeitsleben?

Ich erinnere mich noch gerne an die fünf größten Mixer, die Krones jemals gebaut hat. Bei diesen fast doppelt so großen Maschinen im Vergleich zu normalen Mixern war ich maßgeblich für die Konstruktion zuständig. Als diese dann fertig waren, durfte ich ein paar Tage mit auf die Baustelle und die Inbetriebnahme live miterleben. Das war ein Erlebnis, das ich so schnell nicht mehr vergesse.

Wie sind Sie darauf gekommen, Ausbilder zu werden?

Ich habe mich schon relativ früh für das Bildungssystem interessiert, weil ich gerne mit jungen Leuten zusammenarbeite. In meiner ehemaligen Abteilung war ich bereits für die Einarbeitung von neuen Mitarbeitern zuständig – den Schein zum Ausbilder habe ich schon vor Längerem gemacht. Als die Stelle dann frei wurde, habe ich die Chance ergriffen.

Auf was haben Sie sich als Ausbilder am meisten gefreut?

Dass ich mehr Verantwortung übernehmen kann. Ich bin der einzige Ausbilder bei den Produktdesignern – so habe ich freie Hand und kann vieles so gestalten, wie ich es für sinnvoll halte. Die Möglichkeit, die zukünftigen Krones Konstrukteure mit auszuwählen und ihnen eine gute Grundlage für ihren späteren Weg zu verschaffen, erfüllt mich selbst mit Stolz.

Freuen Sie sich schon auf die kommenden Bewerbungsgespräche der zukünftigen Azubis?

Ja, denn ich sitze das erste Mal auf der anderen Seite vom Tisch. Und das ist wieder eine neue Erfahrung.

Sind Sie zufrieden mit Ihren Auszubildenden?

Ja, ich bin hochzufrieden. Ich könnte mir keine Besseren vorstellen. Sie wollen viel erreichen, sind hochmotiviert und bringen top Leistungen.

Was halten Sie davon, dass die TPD-Azubis zuerst viele Grundausbildungen in der Werkstatt durchlaufen?

Die Ausbildung der Produktdesigner ist allgemein sehr viel Theorie aus Büchern und viel Arbeit vor dem PC, da schadet es nicht, dass sie mal die Basics von den anderen Bereichen lernen. Man hat in dem Beruf häufig mit Werkstoff-Eigenschaften und -Auswahl zu tun, da schafft eine Grundausbildung den nötigen Überblick.

Können Sie auch eigene Ideen in die Ausbildung einbringen?

Grundsätzlich gibt ein Führungswechsel immer die Möglichkeit, etwas zu verändern. Neu sein werden die SAP-, Solid-Edge- und ECTR-Schulungen, die zukünftig nicht mehr von externen Trainern gehalten werden, sondern von mir. Außerdem habe ich zum Austausch für die Azubis regelmäßige Treffen eingeführt.