BARTEC INSIGHT - Juli 2014, Überblick



Beschreibung

Diesmal zapfen wir die wichtigste Quelle der weltweiten Energieversorgung an: Die aktuelle Ausgabe unseres Kundenmagazins BARTEC INSIGHT widmet sich dem Themenschwerpunkt Öl und Gas. 


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BARTEC

INSIGHT

Nr.1 / 2014

Der Mann, der

Schottland ex-

sicher macht

Schaltschränke

für sichere

Ölbohrungen

Kompakte

Steuerung für

Tiefbohranlagen

BARTEC PIXAVI:

MOBILE EX-

gEsChüTzTE

KOMMUNIKATIONs -

LÖsUNgEN

TOPThEMA: ÖL UND gAs

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BARTEC

SCHÜTZT.

Hightech-Lösungen aus dem Hause BARTEC sind
rund um den Globus im Einsatz. Als Weltmarktführer
im Explosionsschutz investiert BARTEC kontinuierlich
in neue Technologien und neue Märkte.

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EDITORIAL

heute zapfen wir die wichtigste Quelle der

weltweiten Energieversorgung an: BARTEC

INSIGHT widmet sich in dieser Ausgabe

dem Themenschwerpunkt Öl und Gas. Er-

fahren Sie, wie die mobilen Kommunikati-

onsgeräte unserer neuen Tochter BARTEC

PIXAVI helfen, Probleme auf Ölplattformen

in Echtzeit zu lösen. Lesen Sie außerdem,

wie Tiefsee-Pipelines jetzt besonders in-

telligent beheizt werden können und wie

BARTEC seinen Teil zur Sicherheit bei Tief-

bohranlagen in aller Welt beiträgt. Darüber

hinaus: Anwendungsberichte, die zeigen,

wie BARTEC den Öl- und Gasmarkt in-

ternational mit zeitgemäßer Technologie

versorgt.

Daniela Deubel
Director Global Corporate Communications

daniela.deubel@bartec.de

Und wenn Sie diese Ausgabe zur Seite legen:

Aktuelles und Unterhaltsames aus der Welt

des Ex-Schutzes sowie die Möglichkeit zum

Dialog finden Sie auch auf unserer Facebook-

Seite unter

www.facebook.com/bartec.de.

Surfen Sie doch mal vorbei, wir freuen uns!

Ihre

INHALT

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sEITE 08

AUs DER PRAXIs

Schaltschränke für

sichere Ölbohrungen

12 INTERNATIONAL

Tutto bene beim

Erdgas-Transport

14 INsIDE

Robert Lee: Schottisch,

ehrlich, erfolgreich

16 ENgAgIERT

Auf Einsteins Pfaden

18  DIE LETzTE sEITE

Tanken ohne Tücken

03 EDITORIAL

04 NAChgEFRAgT

Christian Rokseth:

Effizient in Echtzeit

06 INTELLIgENT

Hightech in der Tiefsee

08  AUs DER PRAXIs

///

Ölquellen sicher anzapfen

/// Kostbare Zentimeter

Cover: © istockphoto / nightman1965 / mrPliskin  /  Foto Editorial: Heike Rost / BAR

TEC

Liebe Leserin,

lieber Leser,

3

BARTEC INSIGHT 1.2014

EDITORIAL · INhALT

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Um Marktführer zu sein, muss man selbst in

einem Nischenmarkt wie dem der ex-zertifizierten

Mobilgeräte mehr bieten als die Mitbewerber.

Christian Rokseth, CEO des kürzlich von BARTEC

akquirierten norwegischen Unternehmens PIXAVI,

über sein Erfolgsgeheimnis.

Interview: Markus Lipp /// Fotos: Karl Pedersen

Effizient

in Echtzeit

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BARTEC INSIGHT 1.2014

NAChgEFRAgT

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Für welche Extrembedingungen sind Ihre

Produkte denn geeignet – Stichwort Explo-

sionsschutz?

Unsere Produkte sind robuster als ver-

gleichbare andere. Bevor ein Gerät auf den

Markt kommt, muss es strenge Tests beste-

hen. Zum Beispiel lassen wir es aus einem

Meter Höhe auf einen Betonboden fallen.

Als Nächstes schmettern wir eine kilo-

schwere Kugel aus 20 Zentimetern Höhe

auf das Display. Dann variieren wir noch

die Umgebungstemperatur zwischen -20

und +45 °C.

Waren Sie eigentlich selbst schon einmal

in einer gefährlichen Situation? Oder ha-

ben Sie als Junge mit explosiven Substan-

zen experimentiert?

(lacht) Sie wissen schon: Das Ziel in unse-

rem Business ist es, Explosionen zu vermei-

den und nicht zu verursachen. Aber gut. In

meiner Jugend war ich oft in der Werkstatt

meines Vaters und hatte dort zahlreiche ge-

fährliche Projekte am Laufen, die ich lieber

geheim halten möchte. Sagen wir so: Ich bin

froh, dass ich überlebt habe!

Abgesehen von dieser Überlebenserfah-

rung: Womit können Sie persönlich in Ih-

ren Kundengesprächen noch punkten?

Nun, ich bin Norweger! Im Ernst, das hilft.

Denn anders als in den USA, wo die Boh-

rungen hauptsächlich auf dem Festland

stattfinden, werden Öl und Gas in Norwe-

gen weit vor der Küste gefördert. Das för-

dert auch innovatives Denken. Darüber hi-

naus bringe ich mein Fachwissen als

Elektro- und Maschinenbauingenieur ein.

Herr Rokseth, BARTEC PIXAVI ist der

weltweit führende Anbieter von mobilen

Kommunikationsgeräten für den Ex-

Bereich. Wie haben Sie das geschafft?

Unser Konzept ist es, die mobilen Geräte

von Grund auf selbst herzustellen – mit ei-

genen Technologien. Andere Wettbewerber

sind auf Dritte angewiesen, etwa bei der

Entwicklung von Leiterplatten und Soft-

ware. Wir hingegen machen alles selbst –

mit einem sorgfältig ausgesuchten Team.

Zu Beginn waren Sie jedoch auf sich allein

gestellt. 1999 entwickelten Sie aus Ihrer

Masterarbeit heraus ein kabelloses Audio-,

Video- und Datenkommunikationssystem.

Was hat Sie angetrieben?

Ich hatte festgestellt, dass es in den Raffine-

rien zwar schon ein schnelles Internet gab,

es fehlten aber drahtlose Lösungen für die

Kommunikation auf den Ölbohrplattfor-

men. Hier wollte ich ansetzen. Um den ers-

ten WLAN-Access-Point nach Norwegen

zu importieren, musste ich 1998 eine Son-

dererlaubnis beantragen. Die nächste Auf-

gabe war,

die

Hardware zu verschlanken*.

Was war der wirtschaftliche Aspekt Ihrer

Überlegungen?

Nachdem ich die Situation bei Reparatur-

bedarf auf einer Bohrinsel analysiert hatte,

fragte ich mich: Warum muss man immer

den Betrieb stoppen, bis die Experten an

Bord sind? Ich wollte den Reiseaufwand

minimieren und zugleich das nötige Fach-

wissen vor Ort sicherstellen, damit Probleme

effizient in Echtzeit gelöst werden.

Was genau kann denn auf einer Bohrinsel

„passieren“, und wie hilft Ihre Technologie?

Ein typisches Beispiel ist der Ausfall eines

Ölkompressors. Früher musste eine Bohr-

plattform gut und gerne zwei Tage ge-

schlossen werden, bis der Experte vor Ort

war. Heute kann der Kunde solch ein

Problem mithilfe von BARTEC PIXAVI

per Video lösen. Der Stillstand ist prak-

tisch gleich null, der Kunde gewinnt zwei

Tage.

Beeindruckend. Und wie viel Lernaufwand

muss er im Gegenzug einrechnen?

Können Sie ein Smartphone bedienen?

Wer damit umgehen kann, ist auch fit für

unsere Produkte.

Und damit sind Sie also damals an die Öl-

gesellschaften herangetreten. Wie haben

die reagiert?

Die Öl- und Gasindustrie nahm meine Vor-

schläge von Anfang an begeistert auf. Zu

kämpfen hatten wir allerdings mit den Ge-

werkschaften. Diese konnten sich dann aber

selbst davon überzeugen, dass keine Ar-

beitsplätze gefährdet waren. So kam die Sa-

che ins Rollen, und noch heute ist die Öl-

und Gasindustrie eine starke Säule unserer

Aktivitäten.

Wie gehen Sie heute im Detail vor, um

Herausforderungen beim Kunden zu lösen?

Als Basis benötigen wir entweder Kollegen

mit Mobiltelefon oder ein WLAN-Netzwerk

vor Ort. Das ist heutzutage kein Problem,

90 Prozent der Bohrplattformen verfügen

heute über WLAN. Sobald dies gegeben ist,

lassen sich die BARTEC PIXAVI Geräte ver-

binden, etwa unser ex-zertifiziertes, draht-

loses Videokonferenzsystem Xcaster

EX5000. Per Echtzeit-Video und -Audio er-

hält das Servicepersonal auf der Bohrinsel

Unterstützung von Fachleuten auf dem

Festland. Die beste und sicherste Lösungs-

strategie für den akuten Fall ist dann in der

Regel schnell gefunden und angewandt.

Sie stellen HD immer besonders heraus.

Braucht man denn HD für jede Anwendung?

Nun, HD ist mittlerweile Standard. Es an-

zubieten ist somit Notwendigkeit, nicht

Luxus.

Zum Schluss noch ein Ausblick: Welche

spannenden „Notwendigkeiten“ planen Sie

für die Zukunft?

Momentan liegt unser Fokus auf der Markt-

einführung der neuen Smartphone- und

Video-Kommunikationstechnologie, die

wir noch dieses Jahr herausbringen. Diese

Produkte werden die Kommunikation in

einigen Branchen revolutionieren.

///

* Kameraführung light
2001 war eines der ersten BARTEC PIXAVI Produkte
ein Westenanzug, bei dem man die Prozessor-Einheit
(engl. CPU) auf dem Rücken, die Kamera um die Schul-
ter und das Touch-Display vor dem Bauch trug. Das
Ganze brachte damals sieben Kilo auf die Waage. Heu-
te wiegt eine BARTEC PIXAVI Kamera ca. 200 Gramm.

Im Gespräch mit Christian Rokseth, CEO,
BARTEC PIXAVI, Norwegen.

5

BARTEC INSIGHT 1.2014

NAChgEFRAgT

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Auf dem Meeresgrund herr-
schen konstant 4 °C. Diese
Temperatur, verbunden mit den
oftmals langen Transportwe-
gen, stellt die

Rohölförderung

vor ernste Herausforderungen.
Sobald die Temperatur in der
Pipeline unter 80 °C fällt, gerät
der Ölfluss leicht ins Stocken.
Ein wirtschaftliches Risiko,
gegen das die Pipelines mit
einem Isoliermantel geschützt
werden – neuerdings auch mit
integrierter Begleitheizung.

Pipe-in-Pipe-Technologie

HIgHTEcH

IN DER TIEfsEE

Heizkreislänge bis zu 20 km

> 100 °C Ölquellentemperatur

4 °C Umgebungstemperatur

Fatale

Verdichtung

Unter 80 °C verändert sich Rohöl auf un-

günstige Weise. Das darin enthaltene Pa-

raffin verdichtet sich zu Wachs, noch dazu

verknoten sich die langkettigen Moleküle

von Hydraten, wasserhaltigen Verbindun-

gen, zu flusenartigen Gebilden. Besonders

kritisch wird es, wenn Wachs und Hydrate

aufeinandertreffen und verklumpen. Der

Ölfluss stockt, für die ölfördernden Unter-

nehmen entstehen kostspielige Stillstands-

zeiten.

Eine frisch angezapfte Ölquelle sprudelt zu-

nächst mit 100 °C bis 130 °C nach oben.

Aber selbst in der bestisolierten Pipeline

kühlt sich die Temperatur früher oder spä-

ter signifikant ab.

Rohr im Rohr
mit Heizung

Die Lösung ist das Pipe-in-Pipe-Verfahren

mit elektrischer Begleitheizung (engl. Abk.

ETH-PIP). Dabei ist das ölführende Rohr

mit Heizbändern belegt, die über Einspei-

sepunkte mit Elektrizität versorgt werden.

Auf diese Weise bleibt das Öl in der Leitung

ausreichend heiß und somit flüssig. Auch

wirtschaftlich betrachtet bleibt der Prozess-

fluss in Gang. Zum zusätzlichen Schutz vor

Kälte kommen über die Heizbänder zwei

Isolierungsschichten aus stark dämmenden

Polymeren. Die eigentliche Pipeline wird

somit von einem äußeren Rohr umschlos-

sen – daher der Name „Pipe in Pipe“ (Rohr

im Rohr).

INTELLIgENT

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BARTEC INSIGHT 1.2014

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Energiequelle
für Heizkreislauf

Elektrische Begleitheizung

Pipeline

Querschnitt durch

eine Pipeline

Ölführende Pipeline

BARTEC

Deep Sea Star

Heizleitung

Isolierung

Äußere Pipeline

Bänderstress

Vor dem Einsatz werden die zu verlegenden

Pipelines erst einmal aufgewickelt. Bis zu

acht Kilometer am Stück kommen auf eine

Spule mit maximal 80 Metern Durchmes-

ser. Die Zugkraft und die Krümmung be-

deuten großen Stress für die Heizleitungen,

dem durch die robuste Konstruktion des

Heizkabels entgegengewirkt wird. Die spi-

ralförmige Anordnung der maximal vier

Heizleitungen auf der inneren Pipeline

trägt zur Abmilderung der hohen Zug-und

Biegekräfte ebenso bei.

Der Trick mit
dem Halbleiter

Neueste Entwicklungen bringen einen or-

dentlichen Effizienzschub für Pipe in Pipe.

Eine spezielle Halbleiterschicht, die den

Kupferleiter umgibt, schützt vor dem Ko-

rona-Effekt. Somit kann eine Spannung

von bis zu 5.000 Volt angelegt werden. Mit

nur einem Einspeisepunkt sind dadurch

Heizkreislängen von über 20 Kilometer

möglich. Wie viel die ölfördernden Unter-

nehmen dadurch einsparen können, wird

sofort ersichtlich, wenn man die Kosten für

einen Einspeisepunkt bedenkt.

Das von BARTEC gemeinsam mit namhaf-

ten Partnern entwickelte Produkt ist seit

2013 unter dem Namen „Deep Sea Star“ er-

hältlich.

Die Zukunft liegt
in der Tiefe

Während die Vorkommen dicht unter dem

Meeresspiegel so gut wie ausgebeutet sind,

schlummern unterhalb von 800 Metern ge-

waltige Schätze. Um sie zu bergen, sind be-

heizte Pipe-in-Pipe-Systeme nötig. Zugleich

lastet ein Preisdruck auf den Förderern:

Durch das in den USA immer intensiver an-

gewandte Fracking, bei dem das Öl mit Druck

und Chemikalien aus dem Gestein gepresst

wird, lassen sich zusätzliche Ölvorkommen

wirtschaftlich erschließen. Wer sich auf dem

Weltmarkt wettbewerbsfähig positionieren

möchte, benötigt niedrige Herstellungskos-

ten. Das neu entwickelte Pipe-in-Pipe-Ver-

fahren mit seinem hohen Wirkungsgrad

könnte dazu beitragen, die Rohölförderung

wirtschaftlicher zu gestalten.

INTELLIgENT

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BARTEC INSIGHT 1.2014

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Fotos: BAR

TEC

Öl gehört in die Pipeline und nicht ins Meer. Die

Kontrollsysteme, die dies sicherstellen, sind hoch-

komplex. Dafür hat BARTEC jetzt Schaltschränke

geliefert – kundenspezifisch und flexibel.

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Ölquellen

sicher anzapfen

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BARTEC INSIGHT 1.2014

AUs DER PRAXIs

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ecks sind schädlich – für Meeres-

fauna und -flora, aber auch für das

Image des fördernden Energieun-

ternehmens. Das Rohöl zu jedem Zeitpunkt

sicher in der Pipeline zu halten, ist also ein

absolutes Muss. „Blowout Prevention“ lau-

tet der Fachbegriff dafür.

Die Technologie, die das gewährleistet, ist

sehr aufwändig und kompliziert. Schließ-

lich muss sie extremen Bedingungen stand-

halten. Denn sobald ein Loch in eine Tief-

see-Ölquelle gebohrt wird, schießt das Öl

unter hohem Druck heraus. Außerdem

herrscht auf dem Meeresgrund meist eine

heftige Strömung.

Für eine Blowout Prevention unter solchen

Bedingungen sind nicht nur solide Abdich-

tungen notwendig. Um dem Öldruck entge-

genzuwirken, drücken schwere Aggregate

rund um den Bohrkranz auf den Meeresbo-

den. Die Elektronik dieser Apparatur re-

geln spezielle Schaltschränke. Sieben Stück

davon hat BARTEC jüngst für eine Öl-

plattform von National Oilwell Varco

(NOV) geliefert, einem der weltweit füh-

renden Anbieter von Equipment für die

Öl- und Gasförderung.

„Jede konkrete Anwendung ist anders“, ver-

deutlicht Wolfgang Stadie, Vice President

Western Europe von BARTEC. „Ein Bohr-

loch in der Nordsee erfordert ganz andere

Maßnahmen als eines in der Südsee.“ Und

mitten in der Nordsee, vor der Küste

Schottlands, befindet sich die Bohrinsel,

um die es geht. Raue Winde und heftige

Wellenbewegungen sind hier an der Tages-

L

ordnung. Damit etwa die Aufschrift auf

dem Schaltschrank trotzdem auch nach

Jahren noch lesbar ist, war die Frontplatte

aufwändig zu gravieren. Bei dieser und vie-

len anderen Spezialanforderungen half die

enge Zusammenarbeit zwischen Markus

Etzel, technischer Sachbearbeiter bei

BARTEC, und NOV.

Gefertigt wurden die Systeme am BARTEC-

Standort in Bad Mergentheim. Die von NOV

gelieferten leeren Schaltschränke waren da-

bei exakt nach Kundenvorgabe zu befüllen.

Trotz Änderungen

pünktlich

Eine Herausforderung waren die Ände-

rungswünsche, die sogar noch während

des Testlaufs kamen. „Solch ein Projekt-

verlauf ist ganz normal“, weiß der erfahre-

ne Energieelektroniker Etzel. „Flexibel da-

rauf zu reagieren, ist das Wichtigste, dann

klappt das.“

So war die Abnahme der kundenspezifi-

schen Offshore-Applikation in der Hälfte

der angesetzten Zeit abgeschlossen. „Das

BARTEC-Team hatte einen entscheidenden

Anteil daran, das Projekt so schnell fertig-

zustellen und die Panels fünf Wochen vor

dem Zeitplan ausliefern zu können“, so

John Warden, tätig im Bereich Electrical

Projects UK Field Engineering bei NOV

Rig Solutions. Jeder der Schaltschränke

wird bald schon zehn Aggregate steuern –

und seinen Teil dazu beitragen, dass

Schottlands Gewässer sauber bleiben.

///

Zahlreiche Schaltmodule (rechts)
steuern das System zur Blowout
Prevention.

PROJEKT-

sTECKBRIEF

KUNDE
National
Oilwell Varco

PROJEKT-
NAME

Transocean

UMFANg
7 Schaltschränke

zU sTEUERN
70 Aggregate

KABEL
2.000 Meter

9

BARTEC INSIGHT 1.2014

AUs DER PRAXIs

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BARTEC liefert platz-
sparende Ex-Remote-
I/O-Lösung.

W

er in die Tiefe bohrt, darf nicht

in die Breite gehen: Bei Bedien-

kabinen von Tiefbohranlagen

zählt jeder Zentimeter. Konventionelle

Steuerungen mit ihren großen Gehäusen

sind da eher suboptimal. Dagegen lässt sich

das ex-geschützte Remote-I/O ANTARES

von BARTEC auf wesentlich kleinerem

Raum unterbringen.

Viel Automatisierung,

viel Sicherheit

Hochautomatisierte Hightech-Riggs sind

das Spezialgebiet des Unternehmens Bauer

Deep Drilling. „Wir kommen aus dem Tief-

bohrbereich von 100 Metern. Es ist dassel-

be Metier, es wird einfach nur ein bisschen

tiefer gebohrt“, schmunzelt Lothar Schir-

mel, Head of Design and Development

Electronics Deep Drilling. Und tiefer in die

Tasche gegriffen. Ein  Standardbohrgerät

kostet zwischen 2.000 und 3.000 Euro, die

Tiefbohranlagen rund 20 Millionen Euro.

„Wer diese Summe investiert, kauft nicht die

Katze im Sack. Der Kunde will sehen, dass

die Anlage funktioniert. Nur auf dem Pa-

pier lässt sich eine solche Anlage nicht ver-

kaufen“, weiß Schirmel. Deshalb haben die

Bayern ihr neuestes Modell zu Demonstra-

tionszwecken über einem 1.000-Meter-

Bohrloch aufgebaut. „So können wir den

Einbau simulieren“, erklärt Franz X. Both,

Projekt Manager bei Bauer Deep Drilling.

Der hohe Automatisierungsgrad bringt

dem Unternehmen mehr Sicherheit und er-

laubt Personaleinsparungen. Weniger Men-

schen im Gefahrenbereich bedeuten auch

ein geringeres Verletzungsrisiko. Ein wich-

tiger Punkt, denn wenn sich jemand ver-

letzt, steht die Anlage komplett. Schnell

vergeht ein Tag. Das kostet gut und gerne

25.000 Euro.

Kompakt, direkt, flexibel

Bis vor kurzem kaufte Bauer Deep Drilling

die Kabinen zur Steuerung der Anlage fix

und fertig beim Wettbewerb. „Wir haben

dann entschieden, dass wir sie in Zukunft

Fotos:

BAR

TEC

Mit ANTARES hat der Bediener
dieser Tiefbohranlage selbst in
einer kompakten Kabine noch
viel Platz.

selber bauen. Wir hätten das natürlich ge-

nauso machen können“, sagt Schirmel. Bei

den Vorgängern war eine Standardsteue-

rung in einem druckfesten Gehäuse ver-

baut. Damit war im Fehlerfall, wenn man

den Deckel öffnen musste, kein Ex-Schutz

mehr gewährleistet. Die Anlage musste

komplett stillgelegt werden. Das zertifizier-

te ANTARES lässt sich hingegen direkt im

Ex-Bereich installieren.

Dank der großen Leistungsreserven bietet

das System effiziente und kompakte

I/O-Konfigurationen. Bis zu 32 mehrkana-

lige Module lassen sich über eine einzige

Rail Control Unit (RCU) versorgen, woraus

sich eine sehr hohe Anzahl von Input/Out-

put-Kanälen ergibt.

Darüber hinaus bietet ANTARES den Vor-

teil einer flexiblen Systemzulassung. Bis-

lang mussten Remote I/O-Systeme im Vor-

feld eindeutig geplant und in zertifizierte

Ex e-Gehäuse mit starrer Zulassung einge-

baut werden. Ab sofort kann jede Elektro-

planung ihr System frei planen, ändern und

erweitern.

///

KOsTbARE

ZENTImETER

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BARTEC INSIGHT 1.2014

AUs DER PRAXIs

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„ANTARES

bietet einen großen

Vorteil: eine flexible

Systemzulassung.“

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Lothar Schirmel, Bauer Deep Drilling

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BARTEC INSIGHT 1.2014

AUs DER PRAXIs

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Da sein, wo Energie auf den Weg gebracht
wird: für bARTEc Italien ist das selbstver­
ständlich. In dem mittelmeerland ist der Welt­
marktführer bereits seit mehr als 20 Jahren
mit einer Vertriebsgesellschaft vertreten. In
einem aktuellen Projekt sichert bARTEc die
Qualität von Italiens wichtigster Energie­
ressource – während ihres Transports.

trahlend blauer Himmel, im Son-

nenlicht glitzernde Wellen. Dazu ein

Paar, das auf einem Motorroller eine

Küstenstraße hinaufkurvt. Das perfekte

Bild italienischer Lebensart. Italien gibt

aber nicht nur mit dem Zweirad Gas.

Erd-

gas ist dort mit 64,4 Prozent die wichtigste

Energieressource

für die Stromproduktion

S

Fotos: © iStockphoto.com / ImageGap / damjanS5 / BAR

TEC

und verdrängt Erdöl immer mehr. Damit

ist Italien einer der Haupt-Erdgasverbrau-

cher in Europa. Umso entscheidender ist es,

dass das Gas lupenrein ans Ziel kommt.

Dafür sorgt seit mehr als 70 Jahren Snam

Rete Gas als größter Gastransporteur Itali-

ens. 32.000 Kilometer lang erstreckt sich

das Pipeline-Netz über den Stiefel. Das Gas

Tutto bene

beim Erdgas­Transport

12

BARTEC INSIGHT 1.2014

INTERNATIONAL

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HCDT gehört mittlerweile zur Standard-

ausstattung von Erdgaslieferanten.

Nur ein Gerät für zwei Messgrößen – das

reduziert Kosten und erhöht die Effizienz.

Gemeinsam mit einer Probenaufbereitung

und optischen Sensoren minimiert sich bei

HYGROPHIL HCDT nicht nur sämtlicher

Rekalibrierungsaufwand aufgrund des

praktisch driftfreien Messprinzips, auch

lästige Säuberungsaktionen entfallen, da

im Gas mitgeführte Verschmutzungen die

Messung nicht beeinflussen. Die sehr nied-

rige Nachweisgrenze des Kohlenwasser-

stoff-Taupunktsensors ermög-

licht es, die Kondensatbildung

frühzeitig zu detektieren.

Damit leisten die Messgeräte ei-

nen aktiven Beitrag zur Quali-

tätssicherung. Denn nur wer per-

manent und präzise misst, kann

den Status in seinem Gasnetz

richtig dokumentieren, kontrol-

lieren und eine durchgehend

hohe Gasqualität nachweisen

und sicherstellen.

Als Gastransporteur muss Snam Rete Gas

täglich dreierlei sicherstellen: Gasqualität,

Anlagenschutz und Kostenreduzierung.

BARTEC hilft, diese Ziele so effizient wie

möglich zu erreichen. Da können italieni-

sche Erdgas-Abnehmer also weiterhin

schön entspannt ihren Espresso trinken.

Gebrüht mithilfe von Strom aus sauber

transportiertem Erdgas. Tutto bene.

///

aus Russland, Nordeuropa und Nordafrika

wird von Snam Rete Gas zu lokalen Vertei-

lernetzen, industriellen Großabnehmern

und Kraftwerken weitertransportiert. Um

sicherzustellen, dass die geforderte Gas-

menge und -qualität jederzeit überall ver-

fügbar ist, ist das Snam Rete Gas Verteiler-

zentrum in Mailand Tag und Nacht besetzt.

Das Team achtet vor allem auf Qualitäts-

faktoren wie Taupunkte.

Der Taupunkt ist die Temperatur, ab der

sich Tau bildet. Sprich: Wasserdampf

schlägt sich dann als Nebel oder Tautropfen

nieder, wenn die Umgebung min-

destens so kalt ist wie der Tau-

punkt.

Je niedriger der Wassertaupunkt,

desto kleiner die im Gas enthal-

tene Menge an Wasserdampf. Je

niedriger der Kohlenwasser-

stoff-Taupunkt, desto geringer

die Menge an schweren Kohlen-

wasserstoffen. Beides muss gege-

ben sein, um hohe Gasqualität zu

erreichen. Außerdem sind hohe Tau-

punkt-Werte potenzielle Risikofaktoren für

jede Erdgasanlage. Daher muss Snam Rete

Gas sie stets überwachen. Und hier kommt

BARTEC ins Spiel.

Snam Rete Gas verwendet ein kombiniertes

Taupunkt-Messgerät für Wasser und Koh-

lenwasserstoffe von BARTEC BENKE. Die-

ses auch für explosionsgefährdete Bereiche

geeignete Produkt namens HYGROPHIL

ZwEI

ELEMENTARE

MEssUNgEN

MIT EINEM

gERäT

Die technische Besonderheit von

HYGROPHIL HCDT

Der Sensor beinhaltet einen Miniatur-

Taupunktspiegel. Dabei wird die spe-

zielle Oberfläche systematisch beheizt

und abgekühlt. In Abhängigkeit von der

Temperatur wird das Reflexionsvermögen

gemessen, das sich durch Kondensat-

bildung ändert. Daraus ergibt sich eine

hohe Messgenauigkeit von +/- 0,5 °C. Ein

sehr zuverlässiger Indikator also für die

Qualität von Erdgas.

BARTEC punktet mit

Marktneuheiten

Bei weniger kritischen Anwendungen

beispielsweise misst das neue HYGRO-

PHIL F Basic den Wassertaupunkt

kompakt, robust und ökonomisch. Es

kann direkt im Einsatzbereich installiert

werden, so entfällt eine lange Verkabe-

lung zwischen Sensor und Elektronik.

Die Zukunftspläne für die italienische

Erdgas-Landschaft

Der Schwerpunkt wird auf kundenspe-

zifischen Lösungen liegen, insbesondere

bei  der HCDT-Technologie von HYGRO-

PHIL. Das Produkt soll kontinuierlich

weiterentwickelt werden, sodass es für die

verschiedenen Gasbeschaffenheiten opti-

mal einsetzbar ist. Ziel von BARTEC ist

es, maßgeschneiderte Produkte für den

italienischen Gasmarkt zur Verfügung zu

stellen.

HYGROPHIL HCDT misst
zwei Taupunkte gleichzeitig –
damit Erdgas durchgängig in
hoher Qualität ankommt.

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BARTEC INSIGHT 1.2014

INTERNATIONAL

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Schottisch,

ehrlich,

erfolgreich

Wie lassen sich auf Whisky gute Beziehungen

aufbauen? Was hat BARTEC im Norden Großbritanniens vor?

Und wohin geht ein Schotte, wenn er auftanken will?

Robert Lee, Area Sales Manager Schottland bei BARTEC UK,

hat es uns verraten.

Interview: Markus Lipp /// Fotos: Neil Gordon

14

BARTEC INSIGHT 1.2014

INsIDE

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ein, einen Kilt besitzt er nicht.

„Ich trinke nicht mal Whisky“,

lacht Robert Lee. Stolzer Schotte

ist er aber doch – ein Stolz, der sich weniger

an Äußerlichkeiten festmacht als an inneren

Werten. Bescheidenheit etwa sei eine schot-

tische Tugend, sagt Lee. Wer hier weiter-

kommen wolle, müsse offen, ehrlich und

bodenständig sein.

So braucht Lee nun wirklich kein hochpro-

zentiges „Wasser des Lebens“, um Kunden-

beziehungen lebendig zu halten. Viel wich-

tiger ist vielmehr der reine Wein, den er

seinen Kunden einschenkt. „Ehrlichkeit ist

alles“, sagt Lee, „Du musst deine Kunden

regelmäßig auf dem Laufenden halten, mit

klarer Information.“ Der Mann muss es wis-

sen – schließlich ist er bereits seit mehr als

20 Jahren im Vertrieb tätig.

Umso besser natürlich, wenn sich immer

wieder neuer Gesprächsstoff in Form ehrli-

cher Erfolgsgeschichten bietet. So wie die

des Getränkeherstellers Diageo, dessen

Whiskey-Brennereien das Team von

BARTEC UK mit dem Remote I/O-System

ANTARES ausstattete. Diageo hatte bislang

ein System eines Wettbewerbers im Einsatz

und ließ sich von der neuen Technologie, der

größeren Flexibilität und dem Zeitgewinn

durch die BARTEC-Lösung überzeugen.

Ein Land der verborgenen Schätze ist Ro-

bert Lees Heimat Schottland. Relativ klein

zwar – mit gut 78.000 Quadratkilometern

etwas größer als Bayern –, dafür sitzen hier

aber manche der weltgrößten Ölgesell-

schaften wie BP oder Shell. Diese Kunden

versorgt Lee von Aberdeen aus beispiels-

weise mit Schaltschränken und Automa-

N

STECKBRIEF

Robert Lee

Aufgabe: Area Sales Manager Schottland
Ausbildung: Elektriker
Geburtsort: Edinburgh/Schottland
Bei BARTEC seit: 2011
Tipp für Schottland-Touristen:
Edinburgh Festival, jeden August
Liebstes Urlaubsziel: Kroatien
Lieblingssänger: Jack Savoretti

tisierungstechnik. Seine zweite Einsatzre-

gion liegt zwischen Glasgow und Edin-

burgh, hier haben Zapfsäulen-Hersteller

ihren Sitz. Hinzu kommt der Norden mit

seiner Whisky-Industrie.

Große Marken wie Johnny Walker oder Chi-

vas versorgt BARTEC UK mit ANTARES

oder mobilen Computern. Damit trägt

BARTEC seinen Teil zur Qualität der Spi-

rituosen bei. „Wissen Sie, ein guter Whis-

ky muss mindestens drei Jahre lagern, be-

vor er in die Läden wandert“, erläutert Lee.

„Dafür sind die wichtigsten Daten in einem

Barcode auf der Flasche gespeichert.“ Den

liest ein MC 92 auch unter den widrigen

Bedingungen eines Whiskykellers. Kein

Wunder, dass die mobilen Computer auch

bei Lees großen Gas- und Ölkunden aktu-

ell im Trend liegen – neben Produkten von

BARTEC TECHNOR aus dem norwegi-

schen Stavanger.

Doch über kurzfristige Trends blickt Lee

hinaus. Sein Zukunftsziel packt er in einen

Satz, der bei einem sonst eher faktisch-be-

scheiden formulierenden Menschen wie

Lee aufhorchen lässt: „Ich will BARTEC

zur ersten Wahl bei Ex-Schutz-Ausrüstung

machen.“ Privat hat Lee seine persönliche

erste Wahl längst getroffen: Der 48-Jähri-

ge hat seine Silberhochzeit bereits gefeiert,

die Kinder sind schon groß.

In seiner Freizeit spielt Lee gerne Golf. Ein

Sport, der ursprünglich aus Lees Heimat

stammt. Wenn er an den Abschlag geht,

gibt es für ihn nichts anderes: nur ihn, sei-

ne Konzentration auf den Ball und die schö-

ne weite Landschaft um ihn herum. Da ist

Robert Lee eben doch ganz Schotte.

///

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BARTEC INSIGHT 1.2014

INsIDE

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Pfaden

Auf

Einsteins

Illustration: ©iStockphoto.com / akindo / Fotos: BAR

TEC

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BARTEC INSIGHT 1.2014

ENgAgIERT

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„Eine gute Idee erkennt man

daran, dass ihre Verwirklichung

von vornherein ausgeschlossen

erschien“,

sagte Albert Einstein.

Um gute Ideen zu fördern, wurde 2002 der
Erfinderwettbewerb „Kreative Köpfe“ ins Leben
gerufen. Fünf der schüler beziehungsweise
schülergruppen, die es im Januar in die nächs-
te Runde geschafft haben, setzen derzeit ihre
Ideen gemeinsam mit BARTEC um.

rgendwann wird es wieder schneien,

und darauf wird einer gut vorbereitet

sein: Moritz Brunner hat sich einen

ganz besonderen Schneeschieber ausge-

dacht. Dem Zwölfjährigen war aufgefallen,

dass man beim Schneeräumen den Weg im-

mer doppelt gehen muss: einmal zum

Schieben und einmal zum Streuen. Er baut

an einem Schneeschieber, der beides gleich-

zeitig erledigt. Die BARTEC Experten Ste-

fan Beckett und Wilhelm Ruck begleiten

ihn beim Bau seines Prototyps. „Ich habe

nicht damit gerechnet, dass ich mit meiner

Idee in die Endrunde des Wettbewerbs

komme“, hatte Moritz bei der ersten Be-

sprechung mit den BARTEC-Spezialisten

noch erstaunt gesagt. Genau das gehört zu

den Zielen des Wettbewerbs: jungen Men-

schen Vertrauen in ihre Ideen zu geben.

Und Erfindergeist und Forscherdrang zu

unterstützen, Talente zu entdecken, auch

Mädchen für Technik zu begeistern und die

Türen zu den Unternehmen zu öffnen, die

genau diesen Innovationsgeist und diese

Wachstumskraft brauchen. Moritz Brunner

Wie kommen

Ideen in die Welt?

ist einer der Schüler, die während der ge-

samten Realisierungsphase von Experten

begleitet werden, um aus ihrem Entwurf

ein funktionstüchtiges Modell zu entwi-

ckeln. Denn die beste Idee ist nutzlos, wenn

sie keine Chance hat, Wirklichkeit zu wer-

den. Anhand einer selbst gefertigten Skizze

durfte Moritz sein Projekt bei BARTEC vor-

stellen, und die Experten machten Vorschlä-

ge  zur Optimierung. „Ich hatte ein gutes

Bauchgefühl und die Experten von BARTEC

haben mich mit meiner Idee ernst genom-

men“, erklärt Moritz. Bis zur Jurysitzung

treffen sie sich regelmäßig und arbeiten ge-

meinsam an dem Schneeschieber.

Der Wettbewerb kommt gut an: Nahezu

300 Ideen werden mittlerweile in jeder Run-

de eingereicht, von denen rund 80 umge-

setzt werden. Vor über zehn Jahren wurde

der Wettbewerb ins Leben gerufen. Seit

2005 gibt die Stiftung „Junge kreative Köp-

fe“ Schubkraft. Im Laufe der Zeit kamen

weitere Unternehmen, auch neue Regionen

hinzu, die die „Kreativen Köpfe“ unterstüt-

zen. Inzwischen ist ein kreatives Netzwerk

entstanden, das Industrie, Schulen und

Kommunen in der Region verbindet. Für

einige Erfindungen konnten bereits Schutz-

rechte beim Deutschen Patent- und

Marken amt angemeldet werden.

///

Für die Teilnehmer bleibt es spannend. In

Kürze werden sie der Jury ihre Ideen und

Proto typen präsentieren. Die besten Projek-

te werden bei der abschließenden Preisver-

leihung prämiert.

I

17

BARTEC INSIGHT 1.2014

ENgAgIERT

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1

2

DamIT NIChTS

paSSIERT

Keine Panik: Tankstellen sind heutzutage

mit reichlich Ex-Schutz-Raffinessen ausge-

stattet. Allein schon der offene Aufbau von

Tankstellen reduziert das Risiko. Außer-

dem saugen zeitgemäße Zapfanlagen Ben-

zindämpfe ab und führen sie wieder ins

System zurück. Eine lange Zeit zum Stan-

dard gehörende Erfindung zum Ex-Schutz

an Tankstellen stammt aus der frühen Zeit

von BARTEC: ein Mikroschalter, streich-

holzschachtelgroß, der direkt in der Zapf-

säule eingesetzt wird. Sobald man den

Zapfhahn aus der Fassung nimmt, hört

man den Schalter klicken und der Tank-

vorgang beginnt. Die druckfeste Kapselung

des mechanischen Schalters verhindert,

dass Funken nach außen treten und eine

Explosion verursachen. 1975 war die Erfin-

dung der druckfesten Kapselung des Schal-

ters mit einem Kunststoffgehäuse  des Fir-

mengründers der erste Meilenstein für

BARTEC.

Illustration: Frank W

eidenfelder

, Rose Pistola / Foto Umschlag innen: © iStockphoto.com / num_skyman

RauChEN KaNN

TöDLICh SEIN

Benzin ist kaum entzündlich. Aber wehe,

Luft kommt hinzu! Dann genügt schon

ein bisschen Benzindampf und ein Fun-

ke, etwa von glühender Zigarettenasche

– und das Gemisch explodiert. Deshalb

ist das Rauchen an der Zapfsäule strikt

untersagt.

DIE BöSEN

SITzpoLSTER

Wer einmal an der Zapfpistole abgedrückt

hat, sollte lieber nicht zwischendurch

noch mal ins Auto. Durch Reibung an den

Sitzpolstern kann man sich elektrostatisch

aufladen. Greift man wieder zum Zapfven-

til, springt schon mal der Funke über. Das

kann übrigens auch passieren, wenn der

Tankeinfüllstutzen defekt ist oder No-

Name-Reifen montiert sind.

DaS haNDy –

puRES DyNamIT?

Mitten im Tanken ein Anruf von Mama

– das ist höchstens psychologisch explosiv.

Damit das elektromagnetische Feld eines

Handys eine Explosion auslösen könnte,

müsste die Antenne mindestens sechs Watt

abgeben – und nicht wie heute maximal

zwei. Nur wenn das Mobiltelefon herun-

terfällt und der Akku herausspringt, kön-

nen theoretisch Funken fliegen.

TANKEN

OHNE

TÜcKEN

DIE LETzTE sEITE

background image

/ / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / /

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