BARTEC INSIGHT - November 2013, Überblick



Beschreibung

BARTEC INSIGHT, das Magazin für Kunden und Partner der BARTEC Gruppe, möchte in kompakter Form Einblicke die weite Welt des Explosionsschutzes aufzeigen.

Freuen Sie sich auf Spannendes aus der Welt von BARTEC, auf die vielfältigen Menschen in unserer Unternehmensgruppe, auf aktuelle Trends, aber auch darauf, wie BARTEC als Weltmarktführer im Explosionsschutz vor Ort beim Kunden aktiv ist.


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ANTARES IM EINSATZ

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BARTEC

INSIGHT

Nr.1 / 2013

KLEBSTOFFPRODUKTION BEI HENKEL

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Hightech-Lösungen aus dem Hause BARTEC sind
rund um den Globus im Einsatz. Als Weltmarktführer
im Explosionsschutz investiert BARTEC kontinuierlich
in neue Technologien und neue Märkte.

BARTEC

SCHÜTZT.

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Liebe Leserin,

lieber Leser,

EDITORIAL

es ist soweit: Sie halten die erste Ausgabe von

BARTEC INSIGHT, dem BARTEC-Kun-

denmagazin, in Händen, mit dem wir Ihnen

in kompakter Form Einblicke die weite Welt

des Explosionsschutzes aufzeigen möchten.

Freuen Sie sich auf Spannendes aus der Welt

von BARTEC, auf die vielfältigen Menschen

in unserer Unternehmensgruppe, auf aktu-

elle Trends, aber auch darauf, wie BARTEC

als Weltmarktführer im Explosionsschutz

vor Ort beim Kunden aktiv ist.

Neben Anwenderberichten, Neuentwick-

lungen und Branchentrends erläutert unser

Vorsitzender der Geschäftsführung Dr. Ralf

Köster diesmal im Interview, wie sich

BARTEC künftig strategisch im Ex-Schutz

Daniela Deubel
Director Global Corporate Communications

daniela.deubel@bartec.de

ausrichten wird. Dabei geht es um mehr, als

nur um perfekte Technik: In Neuentwicklun-

gen wie dem Remote I/O-System ANTARES

steckt auch die Leidenschaft, individuelle

Kundenlösungen erfolgreich umsetzen zu

können.

Finden Sie, wir haben mit unserer Premie-

re den Nerv getroffen? Schreiben Sie uns, wir

freuen uns auf Ihr Feedback!

Ihre

INHALT

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SEITE 16

ENGAGIERT

BARTEC SPONSERT

AUSLANDSPRAKTIKA

12 INTERNATIONAL

BARTEC erobert Australien

14 INSIDE

Jan Rieks Zonderman:

Der Brückenbauer

16 ENGAGIERT

BARTEC sponsert

Auslandspraktika

18  DIE LETZTE SEITE

03 EDITORIAL

04 NACHGEFRAGT

Dr. Ralf Köster: Mit klaren

Zielen zum „Hidden Champion“

06 INTELLIGENT

Die 5 hartnäckigsten

Ex-Schutz-Irrtümer

08  AUS DER PRAXIS

ANTARES im Dispersions- und

Lösungsmittelklebstoffbetrieb

11  SPOT AN!

Innovative Produkte als

zuverlässige Helfer

Coverillustration: Frank W

eidenfelder

, Rose Pistola  /  Foto Editorial: Heike Rost

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BARTEC INSIGHT 1.2013

EDITORIAL · INHALT

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Ein Mittelständler braucht klare Ziele, um „Hidden

Champion“ zu werden. Dr. Ralf Köster, Vorsitzender

der Geschäftsführung, über den Weg von Baden-

Württemberg zum Weltmarkt

Interview: Marius Schaub /// Fotos: Heike Rost

VOM FIAT BIS

ZUM FERRARI

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BARTEC INSIGHT 1.2013

NACHGEFRAGT

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Herr Dr. Köster, seit fast 10 Jahren stehen

Sie an der Spitze von BARTEC. Was war

Ihr wichtigstes Ziel beim Einstieg?

Als Erstes wollte ich zusammen mit dem

Team die Firma internationalisieren. Ich

habe damals alle Entwickler zusammenge-

rufen und sie gebeten, aus dem Fenster auf

den Parkplatz zu schauen. Meine Frage war:

Wie viele Ferraris sehen Sie auf dem Park-

platz? Die Antwort war natürlich: gar kei-

nen. Aber die Produkte von BARTEC wa-

ren damals Ferraris! Top-Technologie, das

Beste vom Besten, aber auch mit einem sehr

hohen Preis – und somit nicht für den in-

ternationalen Markt geeignet. Das wollte

ich verändern. Über viele Jahre haben wir

uns deshalb internationalisiert und unter

Beibehaltung der Spitzentechnologie ein

Baukastensystem für die Anforderungen

der verschiedenen Märkte geschaffen.

Wenn jemand den Ferrari haben will, lie-

fern wir den natürlich immer noch gerne.

Aber wir sind auch in der Lage, einen Fiat

anzubieten.

Was hat die Neuorganisation, in Zahlen

ausgedrückt, gebracht?

Damals haben wir rund 120 Mio. Euro Um-

satz gemacht, heute sind es deutlich über

300 Mio. Euro. Wir wachsen zweistellig, ha-

ben 10 Produktionswerke weltweit und fast

40 Vertriebsgesellschaften. Das wirkt sich

auch auf die Mitarbeiterzahl aus: Damals

waren es knapp 1.000, heute sind es 1.600.

Internationalisierung ist die Zukunft des

Unternehmens. Aber auch in den Ländern

gehen wir in die nächste Phase: den Ausbau

unserer Strukturen vor Ort. Ein Beispiel:

In China haben wir mittlerweile eigene

Produktionsstandorte und eine eigene Ver-

triebsgesellschaft mit Büros an verschiede-

nen regionalen Standorten, auch dort

wächst die Mitarbeiterzahl. Das heißt:

Wenn wir einen Markt angegangen haben,

wird er auch in der Breite weiterentwickelt.

Können Ihre Kunden neben der Ausdeh-

nung des Vertriebsnetzwerks auch ein brei-

teres Produktspektrum erwarten?

Wir wollen im Explosionsschutz bleiben.

Innerhalb des Ex-Bereichs werden wir un-

ser Portfolio aber durchaus erweitern –

durch Eigenentwicklungen genauso wie

durch Akquisitionen.

Öl und Gas bleibt also auch in Zukunft die

Kernbranche?

Wir machen rund 60 Prozent unseres Um-

satzes in diesem Bereich – aus gutem

Grund: Von der Exploration über die ge-

samte Prozessindustrie, Logistik und Lage-

rung bieten wir Produkte an, die den ge-

samten Prozess begleiten. Das können in

dieser Breite nur wir. Aber wir legen viel

Wert darauf, nicht nur im Bereich Öl und

Gas tätig zu sein. In Branchen wie Pharma,

Chemie und Kraftwerkstechnik findet man

uns ebenso wie in eher überraschenden Be-

reichen. Dazu gehört zum Beispiel unser

Mess- und Analysesystem für die Milchlo-

gistik. Heute kann man mit Fug und Recht

sagen: Wir sind der absolute Weltmarkt-

führer in diesem Bereich.

Wie passt das zusammen? Mit Ex-Schutz

hat Milch doch wenig zu tun.

Das stimmt, aber basierend auf der Technik

unserer Mess- und Datenerfassungssyste-

me für Flüssigkeiten wie Heizöl oder Kero-

sin haben wir die Technologie für die Be-

dürfnisse der Milchlogistik adaptiert, der

technische Aufbau ist aber derselbe geblie-

ben. Das schafft man nur durch einen Sys-

tembaukasten …

… und durch Lösungen?

Lösungen haben nachhaltig zum starken

internationalen Wachstum beigetragen!

Früher haben wir Schalter, Regler und

Lämpchen gebaut. Aber dank unserer Stär-

ke im Engineering wurden diese Kompo-

nenten schnell zu Lösungen. Tatsächlich

sind wir schon einen Schritt weiter: Seit

mehreren Jahren bieten wir erfolgreich so-

genannte Engineered Solutions an. Das

sind ganz spezifische Lösungen, die wir ge-

meinsam mit den Ingenieuren des Kunden

bauen. Dafür haben wir uns über die Jahre

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Marius Schaub im Gespräch mit Dr. Ralf Köster.

viel Vertrauen erarbeitet! Gerade bei den

großen Öl- und Gas-Unternehmen der Welt

kann man ja nicht einfach klingeln und sa-

gen: Ich habe etwas anzubieten.

BARTEC muss nicht mehr klingeln?

Bei vielen unserer Kunden haben wir uns

als langjähriger kompetenter Partner etab-

liert. Man muss bedenken: Bei einer Bohr-

plattform oder einer Raffinerie handelt es

sich um Milliardeninvestitionen. Wir stel-

len unter anderem die Mission Critical

Technology her, also Dinge, die für die Si-

cherheit der Mitarbeiter, der Umwelt und

der Anlage von elementarer Bedeutung

sind.

Abschließend interessiert mich Ihre Sicht

auf den Markt: Rechnen Sie mit Wachstum

oder eher mit schwierigen Zeiten?

Unsere Kunden binden sich langfristig an

Systeme, für die sie sich einmal entschieden

haben. Entsprechend ausführlich wägen sie

die Entscheidung für einen Anbieter ab – der

Markt für Sicherheitstechnik ist daher sehr

anspruchsvoll. Ich sehe das für BARTEC je-

doch als Vorteil. Denn unsere Branchen-

kenntnis und unsere umfangreiche Tech-

nik- und  Lösungskompetenz stellen einen

erheblichen Wettbewerbsvorteil dar. Hinzu

kommt: Wenn eine Branche doch etwas

kriselt, hilft uns wieder unser sehr breites

Produktprogramm. Läuft ein Produkt mal

nicht so gut, kann man so immer ausglei-

chen. Automatisierung, Steuer- und Verbin-

dungstechnik, Analysen- und Messtechnik,

Elektrische Begleitheizung, Kommunikati-

onssysteme, Motoren, Schlagwetterschutz,

das kann außer uns schließlich niemand

aus einer Hand anbieten. Und das unter-

stützt unser internationales Wachstum.

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BARTEC INSIGHT 1.2013

NACHGEFRAGT

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Aufgrund des eindeutigen Mobilitätsvor-

teils gewinnt die kabellose Datenübertra-

gung zunehmend an Bedeutung. Jedoch

zählen neben Funken, Flammen oder hei-

ßen Oberflächen auch elektromagnetische

Wellen zu potenziellen Zündquellen, wes-

halb sie bestimmten Grenzwerten unterlie-

gen. Die Zündgrenzwerte an Empfangsge-

bilden für kontinuierliche Hochfrequenz-

quellen beschreibt die DIN EN 60079-0.

Funksignale bringen daher grundsätzlich

Zündgefahren in explosionsgefährdeten

Bereichen mit sich. Beispielsweise kann es

zu einer Zündung kommen, wenn in einer

explosionsfähigen Atmosphäre und bei

elektromagnetischer Strahlung ein metal-

lisches Gebilde unbeabsichtigt als Emp-

fangsantenne fungiert.

Licht wird in optischen Leitern auf einen

sehr kleinen Punkt fokussiert. Tritt ein Ka-

belschaden auf, kann dieses Lichtbündel

eine Oberfläche oder Partikel erwärmen.

Gleiches kann auch bei einem sich öffnen-

den Steckverbinder passieren. Daher kann

eine optische Strahlung durchaus ein Ex-

plosionsrisiko darstellen. Deshalb muss si-

chergestellt sein, dass eine bestimmte Be-

strahlungsstärke oder ein Energiewert pro

Fläche nicht überschritten wird. Auch darf

unabhängig von der Streuung keine zu

hohe Lichtenergie freigesetzt werden. Dies

macht beispielsweise speziell gebaute und

zertifizierte Sender und Empfänger oder

eine besondere Kabelverlegung erforderlich.

So ist ein Schutz einerseits durch die inhä-

rent sichere optische Strahlung möglich –

das Schutzkonzept der Eigensicherheit.

Eine weitere Schutzart stellt die geschützte

optische Strahlung dar. Die optische Strah-

lung wird dabei eingeschlossen und kann

dadurch nicht in den Ex-Bereich entweichen.

Der Markt für Explosions-
schutz besitzt sehr großes
Potenzial, der Bedarf an siche-
ren und innovativen Lösun-
gen wächst kontinuierlich.
Doch gerade in explosions-
gefährdeten Bereichen sind
wichtige Rahmenbedingungen
zu beachten. Um die Beson-
derheiten beim Ex-Schutz
ranken sich jedoch viele Irrtü-
mer – die fünf hartnäckigsten
fassen wir hier zusammen:

Funksignale sind
keine potenziellen
Zündquellen

Lichtwellenleiter
benötigen keinen
Ex-Schutz

1

2

DIE FÜNF

HARTNÄCKIGSTEN

IRRTÜMER

IM EX-SCHUTZ

6

BARTEC INSIGHT 1.2013

INTELLIGENT

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Zwar ist es möglich, passiv versorgte RFID-

Tags (bestehend aus einem Mikrocontroller,

einer Antenne und einem Energiespeicher,

also ohne integrierte Batterie) auch ohne

Zertifizierung gemäß der Richtlinie 94/9/

EG zu verwenden. Allerdings trifft dies nur

dann zu, wenn sie nur zeitweise dem Ex-Be-

reich ausgesetzt sind. Der Grund hierfür ist,

dass RFID-Tags elektromagnetischer

Strahlung ausgesetzt sein können und es

durch eine elektrostatische Aufladung oder

Erwärmung zur elektrischen Zündenergie

kommen kann. Daher sollten Datentrans-

fers grundsätzlich nur außerhalb solcher

Gefahrenzonen erfolgen. Anders ist es bei

den sogenannten aktiven RFID-Tags, die

mit einer integrierten Batterie ausgerüstet

sind: Solch eine Einheit wird als ein kom-

plettes elektrisches Betriebsmittel einge-

stuft und benötigt daher eine Zertifizierung

für den Einsatz in Ex-Bereichen.

Üblicherweise kommen in Feldbus-Instal-

lationen sogenannte Isolating Device Cou-

plers, besser bekannt als Feldbus-Barrieren,

zum Einsatz. Der Bus selbst wird ohne

Energiebegrenzung – also nicht eigensicher

betrieben. Dabei kommt das „High Power

Trunk“-Prinzip zum Tragen. Die Ex i-Tren-

nung erfolgt vor Ort an den Ex i-Feldgerä-

ten durch den Anschluss über Koppler. Mit

bis zu zwölfkanaligen Kopplern lassen sich

theoretisch bis zu 32 Ex i-Feldgeräte in ein

Segment einbinden. Als begrenzender Fak-

tor wirkt dabei weniger der Explosions-

schutz als vielmehr die Performance der

Host-Systeme.

Explosionsfähige Atmosphären treten de-

finitionsgemäß in Zone 2 nicht so häufig

auf wie in Zone 0 und Zone 1. Dennoch ist

es unabdingbar, auch bei selten auftreten-

den explosionsfähigen Atmosphären ent-

sprechende Sicherheitsvorkehrungen zu

treffen. Herkömmliche Geräte für den all-

gemeinen industriellen Einsatz bieten den

notwendigen Schutz nicht oder weisen die

erforderliche Zündschutzwirkung jeden-

falls nicht nach. Zulässige normgerechte

Lösungen sind ausschließlich mit für den

Einsatz in der Ex-Zone 2 ausgewiesenen Be-

triebsmitteln möglich.

Für passive RFID-
Tags ist keine Ex-
Zulassung nötig

Bei busgespeisten
Feldbussen lässt sich
im Ex-Bereich je Seg-
ment nur eine gewisse
Anzahl eigensicherer
Geräte anschließen

Kein Ex-Schutz in
Zone 2 nötig

4

5

3

7

BARTEC INSIGHT 1.2013

INTELLIGENT

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In seiner Kleinkomponentendosierung im Ex-Bereich

setzt Henkel in seinem Dispersions- und Lösungsmittel-

klebstoffbetrieb in Düsseldorf zum ersten Mal das

Remote I/O-System ANTARES von BARTEC ein.

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ANTARES IM EINSATZ

Fotos: Henkel /  BAR

TEC

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BARTEC INSIGHT 1.2013

AUS DER PRAXIS

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um Klebstoffhersteller wurde

Henkel eher zufällig, als 1923 ein

Lieferengpass bei Verpackungs-

klebstoffen die Etikettierung der Produkte

zu behindern drohte. Heute ist der Global

Player unter anderem Weltmarktführer bei

Klebstoffen, Dichtstoffen und Oberflächen-

technik. Eines der Erfolgsrezepte ist es, be-

währte Standards zu verwenden. Mit dem

Einsatz des Remote I/O-Systems ANTARES

von BARTEC in der Kleinkomponenten-

dosierung wich die Technikmannschaft

von ihrer bisherigen Linie ab: Die hohe Fle-

xibilität und ein einfaches Handling, aber

vor allem die fehlende galvanische Tren-

nung dank Ex e-Anschlussraum am Kopf-

modul, bewogen die Techniker zum Um-

denken. Dass sich die Anlage problemlos

in Ex- und Nicht-Ex-Bereichen erweitern

lässt, war ebenfalls ein überzeugendes Ar-

gument.

Robert Ciupka ist zusammen mit einem

weiteren Kollegen für die komplette

EMR-Planung, Projektierung und Instand-

haltung im Betrieb von Henkel verantwort-

lich. Die Technikmannschaft baut und pro-

jektiert im DL-Betrieb für Dispersions- und

Lösemittelklebstoffe am Standort Düssel-

dorf sehr viel selbst. Rund 120 Mitarbeiter

sind für die reibungslose Herstellung der

überwiegend wasserbasierten und lösemit-

telhaltigen Klebstoffe für Wand- und Bo-

Z

DIE TECHNIK

IM DETAIL

• PROFINET UND ETHERNET IP
FÜR DEN EX-BEREICH

• KEINE EX-ZULASSUNG FÜR
GEHÄUSE ERFORDERLICH

• KEINE EXTERNEN SICHERHEITS-
BARRIEREN BZW. TRENNSCHALTVER-
STÄRKER NOTWENDIG

• GLEICHE BUS-TOPOLOGIE WIE IM
NICHT-EX-BEREICH

• INTEGRIERTER ETHERNET-SWITCH
ERMÖGLICHT, RINGTOPOLOGIEN
AUFZUBAUEN

• LEISTUNGSSTARKES NETZTEIL
VERSORGT BIS ZU 32 I/O-MODULE

• ECHTE SYSTEMREDUNDANZ

BEI PROFIBUS-DP

• DESIGNERSOFTWARE MIT INTUITIVER
BENUTZEROBERFLÄCHE

denbeläge für Profihandwerker verantwort-

lich. Dort ist ein Regallager für insgesamt

12 Container installiert. Die Steuerung der

Anlage im Ex-Bereich, die über einen Wie-

gebehälter und Ausgangsverteiler die Roh-

stoffe in die acht großen Ansatzrührwerke

dosiert, erfolgt über die für den Ex-Bereich

ausgelegte Remote I/O-Lösung ANTARES

von BARTEC. Alle Komponenten, von

Lichtschranken über Initiator-Rückmel-

dungen, Analogwerte der Stellungsregler

und Druckmessungen, Impulszähler für

Durchflussmessungen, Pumpen oder Über-

füllsicherungen, lassen sich direkt über das

System anschließen und über Profibus an

das Prozessleitsystem koppeln.

Anders

als die anderen

In seinem Büro hat sich Ciupka ein Testsys-

tem aufgebaut, das sich problemlos parame-

trieren lässt. Schon die ersten Tests zeigten:

ANTARES ist extrem flexibel. „Die Konfi-

guration lässt sich in kürzester Zeit verän-

dern und so kommt man schnell ans Ziel.

Die Software ANTARES-Designer stellt

grafisch dar, welche Komponenten zusam-

mengebaut werden müssen, und man kann

nirgendwo großartig Fehler einbauen“, weiß

der Ingenieur zu berichten. Danach werden

die Daten in die Kopfstation geladen.

Erleben Sie

ANTARES,

die neue Bus-

technologie,

online:

RAIL CONTROL UNIT:

NETZTEIL UND

KOMMUNIKATIONS-

MODUL

ANSCHLUSSKAMMER FÜR STROMVER-

SORGUNG UND BUS-SCHNITTSTELLE

I/O-MODULE

9

BARTEC INSIGHT 1.2013

AUS DER PRAXIS

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Flexibel und einfach

zu installieren –

auch im Ex-Bereich

in Zone 1.

Mit der flexiblen Remote I/O-Lösung können

Anlagenbauer nun erstmals selbst ihre Systeme

frei planen und gestalten.

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Wurde etwas falsch gesteckt, gibt es sofort

eine Fehlermeldung, die auch zeigt, wo der

Fehler aufgetreten ist.

Mit seiner flexiblen Systemzulassung hat

ANTARES das für Ciupka und seinem Team

wichtigste Kriterium erfüllt: „Wir müssen

immer hochflexibel bleiben. Heute bauen

wir die Anlage so und morgen schon wieder

anders.“ Mitten in einem Kleinkomponen-

tendosierungsprojekt stellte sich zum Bei-

spiel heraus, dass noch ein paar Pumpen und

eine Fassentleerung hinzukommen und das

Konzept und die Projektierung geändert

werden müssen. Bei anderen Systemen be-

deutet dies, dass der Kunde die Bestellung

stornieren und alles neu bestellen muss,

wenn nicht vorher genug Reserve-I/Os ge-

plant waren, da die Zulassung starr an das

Komplettsystem aus Gehäuse, Trennerbau-

gruppen und Remote I/O gekoppelt ist.

Schneller ans Ziel

Wer eine bestimmte Anzahl von I/Os plant,

stößt bei herkömmlichen Systemen schnell

an Grenzen, wenn er weiter ausbauen möch-

te. Das führt zur Anschaffung einer weite-

ren Kopfstation. „Es gibt immer Probleme,

weil ich die galvanische Trennung einhalten

muss“, umreißt Ciupka die Einschränkun-

gen. „Das war ein entscheidender Punkt

für mich, weil wir hier im Betrieb immer

wieder erweitern und umbauen müssen.“

Anders ist dies bei ANTARES von BARTEC.

Hier hat jedes eine eigene Zulassung und

zusätzlich eine flexible Systemzulassung.

Muss hingegen die Anlage an irgendeiner

Stelle erweitert werden, die nicht direkt an

das Gehäuse angrenzt oder wenn das Ge-

häuse zu klein geworden ist, dann kann der

Anwender ein Übergabemodul installieren

und den nächsten Schaltschrank um bis zu

20 m versetzen. Ist die Reserve verbraucht,

kann er sein System einfach mit ein paar

zusätzlichen Karten erweitern.

„Wir können jederzeit Anschaltbaugruppen

in einer gewissen Entfernung in ein anderes

Gehäuse einbauen und brauchen den Profi-

bus nicht nochmals separat zu trennen“,

betont Ciupka und merkt ergänzend an:

„Wenn ich die Anlage erweitern muss, kann

ich direkt an das Remote I/O, weil es erst

einmal der letzte Teilnehmer am Profi-

bus-Strang ist. Ich kann mit dem Profibus-

Kabel aus dem Ex-Bereich herausgehen und

den zweiten Slave dort installieren, wo ich

ihn brauche. Das ist für mich ein Riesen-

vorteil.“

Dass das System ohne Trenner auskommt, re-

duziert nicht nur die Kosten, sondern erhöht

auch die Verfügbarkeit der Anlagen bei Hen-

kel. Bei ANTARES kann der Anwender sofort

in einer Ex-Ära arbeiten – ein nicht zu unter-

schätzender Aspekt.

Fotos:

Dominik Gierke / Henkel

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BARTEC INSIGHT 1.2013

AUS DER PRAXIS

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MOBILER COMPUTER MC 92N0

ex

EFFIZIENTES UND SICHERES SCANNEN VON BARCODES ODER RFID

BARTEC bietet

Sicherheit: innovative Produkte

als zuverlässige Helfer

Die Produktpalette für den Öl- und Gasmarkt
hat BARTEC mit der Leuchtstofflampenserie
LEUTEX erweitert. Ausgerüstet mit einem Ex
d-Gehäuse lassen sie sich vielseitig einset-
zen. Mit ihrer robusten Bauweise und ihrer

Zuverlässigkeit ist LEUTEX gemäß der Ex-
plosionsschutzgruppe IIC für Gase und Tem-
peraturklasse T6 in verschiedenen Modellen
zertifiziert. Die Leuchten sind stoßfest nach
IK07 und haben die Schutzart IP67.

PLEXO TCS

ANSCHLUSSTECHNIK LEICHT GEMACHT BEI SELBSTLIMITIERENDEN HEIZBÄNDERN

Mit PLEXO TCS hat BARTEC eine innovative
Anschlusstechnik für selbstlimitierende Heiz-
bänder auf den Markt gebracht. Durch den
Aufbau des Systems lassen sich Anschluss,

Verbindung und Endabschluss eines Heiz-
kreises einfach und sicher erstellen. Auch
Wartungsarbeiten oder spätere Revisionen
können sehr flexibel durchgeführt werden.

Mit seiner hohen Prozessor- und Speicher-
leistung ist der MC 92N0

ex

das schnellste Ge-

rät seiner Klasse und bietet die Möglichkeit,
selbst komplexe Anwendungen auszuführen,
um Prozesse zu vereinfachen und die Pro-

duktivität effizient zu steigern. Der globale
Einsatz der leistungsstarken und robusten
Handheld-Lösung wird durch internationale
Zulassungen wie IECEx-, ATEX- und UL-Zer-
tifikate gewährleistet.

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BARTEC INSIGHT 1.2013

PRODUKTE

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Wer weltweit erfolgreich sein möchte,

muss auch weltweit vertreten sein.

BARTEC ist durch sein internationales

Netzwerk mit knapp 40 Vertriebs-

gesellschaften überall vor Ort –

jetzt auch auf dem sechsten Kontinent.

ugby-Spiele in Australien und Neuseeland sind für unbedarfte Zuschauer eine

ganz neue Erfahrung. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, einmal im Jahr

beim „State of Origin“-Turnier sogar Mann gegen Mann – jeder ist auf sich allein

gestellt. Während europäische Fußballer elegante Pässe spielen und sich nach einem

leichten Foul mit leidendem Gesichtsausdruck vom Platz tragen lassen, wird „down un-

der“ auch mit Kopfverletzung noch weitergespielt. Die Länder des sechsten Kontinents

sind eben bekannt dafür, vieles etwas anders zu machen.

R

FUSS FASSEN

AUF DEM

6. KONTINENT

Illustration: Frank W

eidenfelder

, Rose Pistola / Fotos: ©iStockphoto.com / oversnap / samxmeg / GlobalP / travellinglight

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BARTEC INSIGHT 1.2013

INTERNATIONAL

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BARTEC Australien ist für die Entwick-

lung gerüstet und konzentriert sich auf die-

se Branchen. Das Unternehmen arbeitet

dafür unter anderem mit Großhändlern

zusammen, die Lieferverträge mit den

wichtigsten Bergbau-, Öl- und Gasunter-

nehmen haben. Das vereinfacht den Zu-

gang zu den oftmals entlegenen Standorten

der Abbauunternehmungen.

Parallel dazu will die Tochtergesellschaft

auch bei der Personalstärke wachsen. Letz-

teres steht auch mit der Absicht in Verbin-

dung, die Präsenz in der gesamten Re-

gion zu verstärken, etwa

durch Vertriebsingeni-

eure oder in der Zusam-

menarbeit mit Distri-

butoren. Australien-

Geschäftsführer Chris

Leahy verbucht die Zu-

sammenstellung der Belegschaft als großen

Erfolg. Das Team arbeitet einerseits vom

Hauptsitz aus, der sich in einem Vorort von

Melbourne befindet, und andererseits in

Perth und Brisbane, wo Regional Sales Ma-

nager neue Projekte akquirieren. Für Neu-

seeland ist der Repräsentant Ellisco zustän-

dig. Die Geschichte dieses Unternehmens

reicht bis ins Jahr 1893 zurück – umfassen-

der Kenntnisse des lokalen Geschäfts kann

man sich also auch dort sicher sein.

Stark ausgeprägt ist das Konkurrenzden-

ken dort auch in der Wirtschaft. Hier posi-

tionieren sich die einzelnen Bundesstaaten

oft gegeneinander, etwa bei relevanten Ge-

setzen und Regularien. Für BARTEC mün-

det das in der Herausforderung, mit vielen

verschiedenen lokalen Gesetzen und Rege-

lungen unterschiedlicher Regionen umge-

hen zu müssen. Zwar gibt es Bestrebungen,

diese zu vereinheitlichen, doch der Prozess

ist noch lange nicht abgeschlossen. Und un-

abhängig von Harmonisierungsbemühun-

gen der Politik bleibt auch die australische

Wirtschaft in Bewegung. Eine wichtige

ökonomische Kraft ist

(auch in Neuseeland)

der Bergbau – und er

wird es auch in nächster

Zukunft bleiben. Dafür

sorgt nicht zuletzt das

weiterhin starke chine-

sische Wirtschaftswachstum, das riesige

Mengen an Rohstoffen als Basis benötigt.

Für die kommenden fünf Jahre mangelt es

also nicht an Projekten für BARTEC Aus-

tralien rund um den Bergbau, die starkes

Wachstum versprechen. Genauer liegt der

Fokus für die neue Vertriebsgesellschaft un-

ter der Führung von Chris Leahy dabei auf

Kohle, Eisenerz und der boomenden

Energiequelle Liquid Natural Gas (LNG).

GUTE

AUSSICHTEN FÜRS

GESCHÄFT

Chris Leahy

3 FRAGEN AN

Was haben Sie sich als wichtigs-

tes Ziel als Geschäftsführer von

BARTEC Australien gesetzt?

Ich möchte ein kompetentes

lokales Team aufbauen und den

Namen BARTEC durch zuver-

lässige Unterstützung vor Ort

noch bekannter machen. Unser

technisch hochqualifiziertes und

erfahrenes Personal sehe ich

dafür als beste Voraussetzung.

Was sind die Vorteile einer

Vertriebsgesellschaft vor Ort?

Wir sind nah am Kunden und

kennen die besonderen Anfor-

derungen des australischen und

neuseeländischen Markts. Unser

Vorgehen richtet sich stets nach

den individuellen Bedürfnissen

der Branche, die wir fokussieren,

denn unsere Kunden legen sehr

viel Wert darauf, dass wir ihr Ge-

schäft wirklich verstehen.

Was ist Ihr Lieblingsprodukt

bei BARTEC?

Schwierig zu sagen, da es so viele

innovative Lösungen im

BARTEC-Portfolio gibt. Eine

spannende Geschichte sind aber

zum Beispiel unsere Mobile

Computer. Typischerweise fokus-

sieren wir uns dabei zu Beginn

auf die vielfältigen technischen

Features, unseren Kunden

wird aber schnell klar, welche

Möglichkeiten sich mit Hilfe der

Handheld-Lösungen bieten, um

Prozesse zu vereinfachen und die

Produktivität effizient zu steigern.

Geschäftsführer

BARTEC Australien

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BARTEC INSIGHT 1.2013

INTERNATIONAL

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Jan Rieks Zonderman bringt Kundenwünsche

gern mit dem passenden Produkt zusammen.

Die perfekte Voraussetzung für den Job des Leiters

der Automatisierungstechnik bei BARTEC.

Interview: Marius Schaub /// Fotos: Heike Rost

Brückenbauer

Der

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BARTEC INSIGHT 1.2013

INSIDE

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er nicht einfach Produkte ver-

kaufen möchte, sondern Lö-

sungen für die Probleme seiner

Kunden anbieten will, muss den Markt ken-

nen. Jan Rieks Zonderman treibt das Bestre-

ben, Brücken zu bauen, um Angebot und

Nachfrage zusammenzubringen. Sein frü-

herer Beruf im Ex-Bereich hat ihn so zu sei-

ner Berufung gebracht – und zu BARTEC.

In Bad Mergentheim leitet Zonderman heu-

te die Automatisierungstechnik. Auch ört-

lich war es kein kurzer Weg dorthin. Der

gebürtige Niederländer war 2007 schon ein-

mal beruflich nach Deutschland gekommen.

Zwei Jahre später ging er zurück nach Hol-

land. „Da war die Welt erstmal wieder ein

bisschen kleiner“, sagt er rückblickend.

Dann kam BARTEC, der endgültige Wech-

sel nach Deutschland – und die Welt wurde

deutlich größer. Als Automatisierungschef

betreut Zonderman I/O-Systeme, Visualisie-

rung und Mobile Computing.

Obwohl die Kundenkreise durch so ver-

schiedene Produktbereiche recht unter-

schiedlich sind, kennt er seine Branche. „Ich

würde zum Beispiel niemals über eine

Technologie sagen: Das ist neu!“ Denn

„neu“, das weiß Zonderman, ist in der Pro-

zessindustrie gleichbedeutend mit „riskant“.

Statt Risikobereitschaft fördert er lieber das

Vertrauen seiner Kunden, etwa durch einen

starken Schwerpunkt auf Ex-Zertifikate

W

STECKBRIEF

Jan Rieks Zonderman

Aufgabe: Leiter der Automatisierungstechnik
Ausbildung: Elektrotechnikingenieur, Fachgebiet: Automatisierung
Geburtsort: Groningen/Niederlande
bei BARTEC seit: 2011
lebt in Deutschland seit: Sommer 2013
an Deutschland mag er: die deutsche Gründlichkeit
Strategie zur Problemlösung: die Ursachen angehen
bei ganz schwierigen Problemen: eine Nacht darüber schlafen
liebstes Urlaubsziel: Südfrankreich

oder passende Protokolle für seine Produk-

te. Und er weiß, was immer hilft, um die

Angst vor Neuem zu mindern: Praxistests,

am liebsten in realen Anwendungsumge-

bungen.

Wird so viel Einsatz für den Explosions-

schutz nicht irgendwann eintönig? Der sonst

gelassene Niederländer wird ausnahmswei-

se etwas lauter: „Nein, das ist ein Vorteil!

Unsere gesamte Arbeit ist darauf ausgerich-

tet, Lösungen für den Ex-Schutz zu finden“,

bekräftigt der Ingenieur mit IT-Passion.

Wer Zondermans Leidenschaft für‘s Elek-

tronische in Frage stellt, sollte ihm einfach

ein paar gedruckte Unterlagen reichen. „Ich

hasse Papierkram“, gibt er zu. Er will es di-

gital – weil es so eben einfacher ist.

Auch auf Produktebene bleiben die Dinge

oft am einfachsten, wenn man etwas weg-

lässt. Zonderman erinnert sich an eine ganz

besondere technische Eigenschaft, mit der

eines seiner Systeme ursprünglich ausgerüs-

tet werden sollte. Nach einigen Tests hatte

er sich jedoch dagegen ausgesprochen: „Ich

fand die Technik interessant, aber sie ist zu

intelligent – und damit zu komplex.“ Also

wurden die Anforderungen einfacher um-

gesetzt. Der Mann lebt eben für die Prozess-

industrie, wo nichts mehr bedeutet als Zu-

verlässigkeit. „Und das heißt: Keep it simp-

le. Einfach ist wichtig!“ Wer könnte dagegen

argumentieren?

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BARTEC INSIGHT 1.2013

INSIDE

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SENSIBILITÄT

Wertvolle Erfahrungen durch Auslandspraktika

FÜRS INTERNATIONALE

Illustration: ©iStockphoto.com / axllll / Pingebat / Frank W

eidenfelder

, Rose Pistola

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BARTEC INSIGHT 1.2013

ENGAGIERT

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otenziellem Führungsnachwuchs

Erfahrungen auf den Weg zu geben,

war vor 25 Jahren die Motivation, ein

besonderes Bildungsprojekt zu starten: Der

Förderkreis der Wirtschaftsjunioren verlieh

1988 erstmals den Förderpreis an herausra-

gende Abiturienten der Wirtschaftsgymna-

sien in Bad Mergentheim, Tauberbischofs-

heim und Wertheim. Als erstes Unternehmen

in Bad Mergentheim stiftete BARTEC im

Gründungsjahr 1988 das Praktikum und

übernahm sämtliche Kosten. 2013 sponsert

BARTEC das Auslandspraktikum bereits

zum achten Mal.

Mit der alljährlichen Vergabe eines vierwö-

chigen Auslandspraktikums an Abiturien-

ten wurden seitdem 62 junge Menschen ge-

ehrt. Sie haben die Möglichkeit genutzt, in

bislang 17 verschiedenen Ländern in Aus-

landsniederlassungen regionaler Betriebe

praktische Erfahrungen zu sammeln. Ne-

ben Destinationen in europäischen Ländern

wurden Praktikanten auch nach Nord- und

Südamerika und sogar bis nach China ge-

schickt.

Ausbildung und Förderpreis werden bei

BARTEC indes nicht als Kostenfaktor, son-

dern als gute Investition in die Zukunft be-

trachtet, betont Daniela Deubel, Director

Global Corporate Communications von

BARTEC: „Im Rahmen des Praktikums geht

es darum, den Praktikanten die Möglichkeit

zu bieten, Praxisluft zu schnuppern, einen

guten Einblick in den betrieblichen Alltag

zu gewinnen und die komplexen Vorgänge

innerhalb der Firma kennenzulernen.“ Der

international operierende Anbieter von Si-

cherheitstechnik verfolgt damit noch ein

weiteres Ziel: „Dieses Engagement betrach-

ten wir als eine Verpflichtung gegenüber

der hiesigen Region und der Jugend. Die

P

stetig wachsende Internationalisierung des

Wirtschaftslebens soll damit ins Bewusst-

sein gerückt werden.“

Gleichzeitig möchte BARTEC die jungen

Menschen motivieren, sich international zu

orientieren und ihr Verständnis für andere

Kulturen fördern. Hierzu gehört nicht nur

die perfekte Beherrschung von Fremdspra-

chen, sondern auch die Auseinandersetzung

mit anderen Mentalitäten, um diese zu ver-

stehen, erläutert Daniela Deubel: „In Zeiten

der Globalisierung ist Sensibilität für‘s In-

ternationale gefragt und interkulturelle

Kompetenz gehört zur Grundausstattung.“

Eine der Glücklichen ist Leonie Burkert. Sie

darf im kommenden Jahr vier Wochen lang

die Arbeitswelt im Ausland kennenlernen.

Die Preisträgerin wird ihr Auslandsprakti-

kum bei der spanischen BARTEC-Nieder-

lassung in der Nähe von Barcelona absolvie-

ren. Wie die meisten Praktikanten wird sie

bei einer Familie untergebracht werden. „Ich

freue mich schon darauf, bei meiner Gast-

familie die Lebensweise der Spanier ken-

nenzulernen, und auch auf die vielen ab-

wechslungsreichen Aufgaben, die ich bei

BARTEC übernehmen darf“, betont Leonie.

Die positiven Eindrücke sowohl im famili-

ären Alltag als auch während der Arbeit sol-

len Leonie helfen, weltoffener zu werden, um

später im Wirtschaftsumfeld besser Fuß fas-

sen zu können.

Mit einem Festakt bei BARTEC in Bad Mer-

gentheim feierte die Initiative ihr 25-jähriges

Jubiläum. Im Rahmen einer Podiumsdiskus-

sion blickten sowohl ehemalige als auch frisch

aus dem Ausland zurückgekehrte Praktikan-

ten gemeinsam mit Unternehmensvertretern

und Rolf Hammer, einem der Initiatoren, auf

25 erfolgreiche Jahre zurück.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Vergabe

des Förderpreises des Förderkreises der

Wirtschaftsjunioren begrüßte Heiko Laubheimer,

CFO von BARTEC (Mitte), Firmenvertreter sowie

aktuelle und ehemalige Preisträger bei BARTEC.

BARTEC unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit des Förderkreises der Wirtschaftsjunioren.
Ein spezielles Projekt ist dabei die alljährliche Vergabe eines vierwöchigen Auslandspraktikums
als Förderpreis an jeweils einen Abiturienten ausgewählter Wirtschaftsgymnasien aus der
Region Main-Tauber. Diese Initiative feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum.

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BARTEC INSIGHT 1.2013

ENGAGIERT

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Innerhalb von nur 0,2 Millisekunden ma-

chen die grünen Kronblättchen der einzel-

nen Blüten des Kanadischen Hartriegels

Platz für die unter mechanischer Hoch-

spannung stehenden Staubblätter mit ihren

pollenhaltigen Staubbeuteln. Sie erreichen

eine Geschwindigkeit von ca. 6,7 m/s, wo-

bei die maximale Beschleunigung das

2200-Fache der Erdbeschleunigung be-

trägt. Noch größer ist die Wucht, mit der

die Staubblätter herausschießen. Als Höchst-

geschwindigkeit wurden 3,1 m/s registriert,

so dass die Pollenkörner 2,5 cm weit her-

ausschleudern.

Die Fangschreckenkrebse verhaken zum

Schmettern Teile ihres Exoskeletts, spannen

die Muskeln an und lassen sodann die Fang-

arme in einer explosionsartigen Bewegung

vorschnellen. Das Schlagbein entwickelt

eine Geschwindigkeit von 23m/s, was etwa

82,8 km/h entspricht. Die auftretenden

Beschleunigungen betragen bis zum 8000-

Fachen der Erdbeschleunigung. Zum

Vergleich: Ein menschlicher Lidschlag dauert

etwa 40 Mal so lange. Der Aufprall der Ham-

merbeine ist heftig genug, um Schalen und

Panzer von Meerestieren zu zertrümmern.

Die Wucht ähnelt der einer Pistolenkugel.

Die Spritzgurke bedient sich eines Schieß-

mechanismus, der, ähnlich wie bei einem

Schuss mit einer Schrotpatrone, das Frucht-

innere mit den Samen 10 bis 12 Meter weit

herausschleudert. Die Frucht besteht aus

drei verwachsenen Fruchtblättern, die eine

innere Höhle freilassen. Diese ist mit den

Karpellflanken, den Plazenten und den Sa-

men gefüllt. Dieses Füll- oder Schwellgewe-

be steht zur Zeit der Samenreife unter einem

sehr hohen Druck. An der Ansatzstelle des

Fruchtstiels bildet sich eine ringförmige

Sollbruchstelle. Bei Berührung wird die

Frucht „abgeschossen“.

Illustration: Frank W

eidenfelder

, Rose Pistola / Foto Umschlag innen: ©iStockphoto.com / T

ommL

SCHIESS-

WÜTIGE SPRITZ-

GURKE

BLITZ-

SCHNELL

BOXENDE

KREBSE

EXPLO-

DIERENDE

BLÜTEN

DIE LETZTE SEITE

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