Case Study: Verpackungstexte automatisieren für OSRAM, Überblick



Beschreibung

Unternehmen, deren Produktpalette in unterschiedliche internationale Märkte ausgerollt wird, deren Produkte kurze Lebenszyklen haben oder deren Portfolio einfach besonders breit ist, sind ständig auf neue Verpackungen angewiesen. Diese Firmen können bei der Verpackungsproduktion ein enormes Automatisierungspotenzial ausnutzen – auch bei Beschriftungen und Texten.


Wir zeigen am Beispiel unseres Kunden OSRAM, wie effektiv das Einbinden von Textdatenbanken für einen hohen Automatisierungsgrad sein kann.


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Verpackungstexte automatisieren:

Textdatenbanken im Packaging

(Case Study OSRAM)


Die Automatisierung von Textbausteinen spielt beim Packaging eine mehr oder
weniger gewichtige Rolle: Weniger wichtig ist sie für Hersteller, die ein
überschaubares Portfolio anbieten und nur wenige Märkte bedienen.
Unternehmen jedoch, deren Produktpalette in unterschiedliche internationale
Märkte ausgerollt wird, deren Produkte kurze Lebenszyklen haben oder deren
Portfolio einfach besonders breit ist, sind ständig auf neue Verpackungen
angewiesen. Diese Firmen können bei der Verpackungsproduktion ein enormes
Automatisierungspotenzial ausnutzen – auch bei Beschriftungen und Texten.
Wir zeigen am Beispiel unseres Kunden OSRAM, wie effektiv das Einbinden von
Textdatenbanken für einen hohen Automatisierungsgrad sein kann.

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Ausgangslage: Wachsende Komplexität
Die Fortschritte bei der Beleuchtungstechnik waren in den letzten Jahren enorm.
Disruptive Technologien wie etwa LED drangen rasant in die Märkte, was eine laufend
wachsende Komplexität bei der Produktpalette mit sich brachte. Von der einfach zu
verpackenden klassischen „Glühbirne“, die sich von einer anderen höchstens durch die
Wattage unterschied, sprach bald niemand mehr. Zu den unterschiedlichen Techniken
der konventionellen Leuchtmittel (Glüh- und Leuchtstofflampen, Halogen) kam mit den
neuen LED- und OLED-Lampen eine stetig wachsende Vielfalt an Größen, Formen,
Sockeln, Anschlüssen und Lichtfarbvarianten dazu – eine enorme Herausforderung für
das Packaging.

Das OSRAM-Portfolio wuchs entsprechend, sodass die Anzahl der jährlich produzierten
Verpackungsvarianten mittlerweile in die Tausende geht. Neben der passenden
Bebilderung werden natürlich auch Texte für jede dieser Varianten benötigt – in
unterschiedlichen Sprachen und Formatierungen. Neben dieser quantitativen
Herausforderung gibt es auch die qualitative Anforderung, Produktdaten und andere
Textteile fehlerfrei und natürlich rechtzeitig auf die einzelnen Verpackungen zu bringen.

Jonglage mit 35 Sprachen plus X
In der Vergangenheit nutzte man dazu beispielsweise eine Kombination aus Excel-
Dateien und InDesign. Diese und ähnliche Varianten haben aber ganz praktische
Grenzen. OSRAM beispielsweise bedient Marktsegmente in 35 unterschiedlichen
Sprachen. Hinzu kommen spezifische gesetzliche Landesanforderungen (Country
Requirements) als weitere Textbestandteile.

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Mit wachsender Vielfalt der Produkte wächst so auch die Anzahl der Textbausteine, die
auf die einzelnen Verpackungen gedruckt werden müssen. Bei der Erstellung einer
einzigen neuen Verpackung fallen dabei bis zu 90 Textbausteine an, die alle in eine
festgelegte Reihenfolge gebracht und nach technischen, rechtlichen und werblichen
Anforderungen sortiert werden müssen. Schon für eine einzelne Verpackung ist der
Vorgang also recht komplex.


[BU: Textgruppen (Adressblock, Produktkategorie usw.) unterteilen sich in bis zu 90
einzelne Textbausteine.]

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Automatisieren statt verzetteln
Der Arbeitsaufwand wäre bei einem großen Portfolio wie bei OSRAM manuell kaum zu
bewältigen: Das händische Zusammenstellen und Hierarchisieren der
Produktinformationen nähme pro Verpackung etwa 90 Minuten in Anspruch. Bei
Änderungen entstünde zudem ein zu hoher Mehraufwand. Müssten Texte abgewandelt
werden, hieße dies: Ausgangstext identifizieren, löschen und durch den Zieltext ersetzen
– für den Bearbeiter nicht einfach, wenn es sich um fremde Sprachen oder gar
Alphabete, wie etwa das kyrillische oder griechische, handelt.

Die Lösung: Textdatenbank
Die Lösung bestand darin, eine datenbankgestützte Applikation zu entwickeln, die die
einzelnen Textbausteine in Textgruppen clustert. Eine solche Textdatenbank entwickelte
die mds 2011. Den einzelnen Textbausteinen wurden dabei mittels einer Matrix alle
vorhandenen Märkte und Produktsparten sowie die notwendigen Sprachen zugewiesen.
Für OSRAM verwaltet diese Datenbank knapp 600 Textbausteine, die in über 950
Textgruppen nach einer strengen Informationshierarchie ausgeleitet werden. Der
Bearbeiter muss sich also nicht mehr mit den einzelnen Übersetzungen oder
landesspezifischen Versionen aufhalten. Es genügt, wenn er nach Zuweisung der
Textgruppen diese auf Vollständigkeit prüft. Damit kann die Texterstellung für eine
Verpackung inklusive Kontrolle innerhalb von zehn Minuten bewältigt werden.
Gegenüber dem ursprünglichen Aufwand von 90 Minuten hat sich die
Bearbeitungsgeschwindigkeit also verneunfacht.

Aus 1:1 mach 1:n
Der Vorteil besteht zudem darin, dass über die verknüpften Textbeziehungen alle
Textbausteine zentral bearbeitet werden können. Die Änderungen werden dann
automatisch in alle zugeordneten Textgruppen und damit in alle zugeordneten
Verpackungen übertragen. Ein fiktives Beispiel: Würde OSRAM die Bezeichnung seiner
neutralweißen Lampenserie von„Cool White“ in „Supercool White“ ändern wollen,
genügte hierfür die Änderung eines einzigen (!) Textbausteins. Diese Änderung würde
dann per Knopfdruck auf alle betroffenen Verpackungen übertragen.

Für die konkrete Umsetzung hat die Textdatenbank noch zahlreiche weitere Vorteile,
wie etwa ein vereinfachtes Qualitätsmanagement, Warnhinweise bei fehlenden
Bausteinen oder die automatische Versionierung und Metadaten-Erstellung der
Verpackungen. Das Tool wurde zudem browsergestützt umgesetzt und ist somit
weltweit nutzbar.

Dank der Textdatenbank konnten wir für OSRAM bei der Erstellung der
Verpackungstexte eine enorme Effektivitätssteigerung erreichen.

Möchten auch Sie den Automatisierungsgrad Ihrer Verpackungen erhöhen? Gerne
erläutere ich Ihnen die mds-Lösungen für Ihr Anliegen.
Rufen Sie mich doch einfach an! Sebastian Necker, 089 / 474344-60