intralogistik news, Überblick



Beschreibung

Magazininhalte

 

Effizient: Neues Distributionszentrum für Moulins Bourgeois

Gesichert: WIKA auch während Austausch des WMS lieferfähig

Prozesssicher: Neues automatisches Tiefkühllager für Gordon Food Service

Komplex: viadat steuert Luftfrachtzentrum Viracopos in Brasilien
 


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intralogistik

news

viastore systems

intralogistik News

16. Jahrgang

01|15

Große Nachfrage:
Shuttle-Systeme viaflex
in vielen Projekten
Seite 3

Hoher Durchsatz:
HANSA-FLEX
kommissioniert beleglos
Seite 15

viastore optimiert:
neues WMS
bei Ratiodata
Seite 19

Follow us

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Liebe Leserinnen und Leser,

eine intelligente Intralogistik ist grundlegend, um im
härter werdenden internationalen Wettbewerb den
entscheidenden Vorteil zu haben: die effiziente Liefer -
fähigkeit. Das erfordert individuelle Lösungen – von
einem Partner, der Sie bei Intralogistik-Systemen wie
bei Intralogistik-Software von der Beratung über die
Implementierung bis zur Betreuung gesamtheitlich
begleiten kann. Besonders wichtig ist die Unter -
stützung während des laufenden Betriebs. Denn
Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit sowie permanente
Verbesserung und Anpassung des Systems an die sich

verändernden Prozesse und Aufgabenstellungen ste-
hen über allem. Wir nennen das Lifetime Partnership.

Bei den Intralogistik-Anlagen beobachten wir weiter-
hin einen klaren Trend zur Automatisierung und zu

noch stärkerer Vernetzung – auch mit den Abläufen in Fertigung und Montage.
Der Nutzen für die Anwender erschließt sich ganz klar: Schnelle, sichere
und standardisierte Prozesse, höhere Transparenz, Bestandssicherheit und
Ver füg barkeit, schnellere Lieferbereitschaft, höhere Lieferqualität, geringere
operative Kosten und vor allem: Die wesentliche Reduzierung des im Lager
gebundenen Kapitals. Kunden von uns haben durch unsere Anlagen den Wert
ihres Lagerbestands im Verhältnis zum Umsatz auf unter zehn Prozent redu-
ziert. Anders ausgedrückt: Die richtige Intralogistik machte hier Kapital für
Investitionen in das Kerngeschäft und damit in ein weiteres Wachstum frei.

Herzlichst, Ihr

Philipp Hahn-Woernle

Inhalt

Bort Medical wächst kontinuierlich. Das
erfordert eine intelligente Intralogistik,
die mitwächst. viastore erhöht mit einer
effizienten WMS-, Lager- und Kommis -
sionier lösung

die Lieferqualität und

schafft Raum für die Zukunft.
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intralogistik News 1|15

Effizient:
Neues Distributionszentrum
für Moulins Bourgeois
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Gesichert:
WIKA auch während Austausch
des WMS lieferfähig
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Prozesssicher:
Neues automatisches Tiefkühllager
für Gordon Food Service
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Komplex:
viad@t steuert Luftfrachtzentrum
Viracopos in Brasilien
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Titelseite

Philipp Hahn-Woernle
ist CEO von
viastore systems

info@viastore.com

Wir ermöglichen unseren Kunden
ein gesundes Wachstum

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Das Shuttle-System viaflex von viastore systems ist stark nachge-
fragt und bereits in vielen Projekten im Einsatz. Bei einem
Automobilzulieferer in Deutschland etwa versorgt ein
viastore-Shuttle-Lager die Fertigung und Montage. Es bietet Platz
für rund 35.000 Behälter der Größe 600 mal 400 Millimeter, wird
mit neun Fahrzeugen sowie drei Liften versorgt, ist über zwei
Gebäudeebenen angelegt und bietet die Möglichkeit zur flexiblen
Steigerung von Kapazität und Durchsatz. Bei einem anderen
europäischen Zulieferer installiert viastore derzeit ein zweigas-
siges Shuttle-System, das als A-Teile-Lager sowie als Versand-
Puffer dienen soll. 40 Shuttle-Fahrzeuge sorgen bei den rund
5.000 Stellplätzen für einen sehr hohen Durchsatz. In Russland
nimmt viastore gerade ein Shuttle-System in Betrieb, bei dem
fünf Fahrzeuge in einer Sicherheitszone Wertgegenstände flexi-
bel und zuverlässig managen. Das System bietet Platz für rund
6.000 Behälter, die 600 mal 800 Millimeter groß sind.

Bei dem Shuttle-System viaflex handelt es sich um ein hochleis-
tungsfähiges und sicheres halbautomatisches Kommissionier-
und Lagersystem mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Es lagert
äußerst platzsparend, handhabt unterschiedliche Ladehilfsmittel
bis zu 50 Kilogramm und ist einfach skalier- und erweiterbar.

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Große Nachfrage nach Shuttle-Systemen von viastore

viaflex in zahlreichen Projekten im Einsatz

Das Shuttle-System viaflex ist bereits in vielen Projekten im Einsatz.

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Intelligente Planung und intuitives WMS
machen komplexe Prozesse einfach

Ergonomische Kommissionierlösung wird Lieferqualität von Bort Medical signifikant steigern

viastore hat beim Medizintechnik-Hersteller Bort eine effi-
ziente WMS-, Lager- und Kommissionierlösung realisiert.
Die Stuttgarter Intralogistik-Experten nahmen den Mate -
rial fluss des Unternehmens gründlich unter die Lupe und
installierten eine Anlage, die die komplexen Prozesse schnell
und zuverlässig steuert sowie intuitiv bedienbar macht – vom
Wareneingang über Kitting und Kommissionierung bis zum
Versand.

Bort Medical ist eine Erfolgsgeschichte. Begonnen hat sie 1981:
Das Ehepaar Irmgard und Rudi Bort gründet in Schorndorf bei
Stuttgart ein Handelsunternehmen für medizinische Produkte.
Sie beschäftigen zunächst drei Halbtagskräfte in gemieteten
Räumen. Doch schnell entschließen sich die Firmengründer,
neben dem Vertrieb von Fremdprodukten eine eigene Fertigung
aufzuziehen. Ein Schritt in die richtige Richtung: Die Bort Medical
GmbH wächst kontinuierlich und erwirbt sich einen guten Ruf als
zuverlässiger Partner mit hohem Qualitätsanspruch.

Am Stammsitz in Weinstadt, nicht weit von Schorndorf, sind
heute rund 90 Mitarbeiter beschäftigt, davon 25 im Außendienst.
An zwei weiteren Standorten in Deutschland fertigen 200 wei tere
Mitarbeiter rund 90 Prozent der insgesamt 5.000 Artikel, die Bort
vertreibt. Das Familienunternehmen stellt hochwertige Medizin -
produkte her, insbesondere Bandagen und Orthesen, die in der
Regel von Ärzten verordnet und von den Krankenkassen erstattet
werden. Bort liefert an Sanitätshäuser, an den medizinischen
Fachhandel, an Kliniken und Apotheken.

Medizinische Produkte müssen sofort verfügbar sein. Die Logistik
spielt deswegen schon immer eine besondere Rolle im Hause Bort.
Den ersten Schritt in die Automatisierung intralogistischer
Prozesse unternahm die Firma bereits vor 15 Jahren. Sie löste
damit die Kommissionierung direkt aus dem Regal mit
Auftragszetteln ab. Weil der Medizintechnik-Spezialist kontinu-
ierlich wächst, stieß diese Anlage jedoch an ihre Grenzen. „Wir
setzen alles daran, unsere Kunden sofort zu bedienen und alle
Aufträge bis zum Abend abzuarbeiten“, sagt Geschäftsführer
Wolfgang Bort. Das ging mit der alten Lösung in den beengten
Verhältnissen nicht mehr. Er fasste den Entschluss für das neue,
25.000 Quadratmeter große Distributions-, Verwaltungs- und
Ent wicklungsgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft.

Neue Anlage ermöglicht weiteres Wachstum

Für das Unternehmen bot sich damit die Möglichkeit, die Intra -
logistik von Grund auf neu zu planen. Die Ziele waren klar defi-
niert: Die Anlage sollte in der ersten Ausbaustufe den doppelten,
in der Endphase den dreifachen Umschlag ermöglichen.
Schnellig keit sollte mit hoher Zuverlässigkeit und geringster
Fehlerquote einhergehen. Auch eine gute Betreuung durch den
System-Partner war Bort wichtig. Denn mit dem Hersteller der
alten Lösung gab es immer wieder Schwierigkeiten. „Technische
Probleme wurden nur mühsam behoben. Lange Wege haben uns
zudem viel Zeit gekostet und Ärger bereitet“, sagt Wolfgang Bort.

Bei seiner Recherche nach geeigneten Projektpartnern stieß Peter
Röbbig, Leiter Einkauf und Logistik bei Bort, schnell auf viastore.
Die Mitarbeiter des Intralogistik-Spezialisten überzeugten durch
ihre Branchenerfahrung und durch die Kompetenz als Komplett -
anbieter von Intralogistik-Systemen und Intralogistik-Software –
von der Beratung und Planung über den Anlagenbau bis zur kom-
pletten Betreuung. „Es war uns sehr wichtig, alles aus einer Hand
und damit einen Ansprechpartner für alle Fragen zu haben“, sagt
Wolfgang Bort.

Materialfluss klar strukturiert

viastore realisierte das Distributionszentrum schlüsselfertig. Es
besteht aus einem zehn Meter hohen sogenannten Bulk-Lager mit
rund 12.000 Regalfächern für Behälter mit doppelt tiefer Lage -
rung und zwei Regalbediengeräten vom Typ viaspeed, einem
6,4 Meter hohen Kommissionierlager mit etwa 11.000 Regal -
fächern und vier Regalbediengeräten viaspeed sowie umfang -
reicher Fördertechnik. Für die Kommissionierung stehen in

Auf Ergonomie legt Bort Medical großen Wert. Das neue Logistikzentrum ist
modern und von Tageslicht durchflutet.

Foto: ODU

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acht Zonen 1.442 Greifkanäle mit Pick-by-Light-Anzeigen sowie
ein ergonomischer Hochleistungs-Kommissionier-Arbeitsplatz zur
Verfügung. Ein High-Speed-Loop sorgt für die schnelle
Verbindung von Lager, Kommissionierung und Verpackung.

Für viastore-Projektleiter Wolfgang König bestand die
Herausforderung darin, die „hohe Komplexität der Prozesse für die
Bort-Mitarbeiter so zu vereinfachen, dass sie an den verschiede-
nen Plätzen intuitiv arbeiten können“. Schließlich umfasst das
Gesamtsortiment von Bort einschließlich verschiedener Größen
und Ausführungen rund 5.000 Artikel. Und die müssen alle mög-
lichst schnell und in der richtigen Zusammen stellung zu den
Kunden.

viastore hat den Materialfluss bei Bort klar strukturiert und ein
ergonomisches System mit einfach bedienbarer Software
geschaffen. Seine Waren erhält Bort von den verschiedenen
Fertigungsstandorten in unterschiedlich großen Kartons. Nach
der Qualitätskontrolle werden diese in schwarze Lagerbehälter mit
Deckel umgepackt und in das Bulk-Lager transportiert. Hier befin -
det sich die Ware, die noch nicht verkaufsfertig – mit Anleitung
in Einzelschachteln verpackt und etikettiert – aufbereitet ist.

WMS steuert auch das Kitting

Das Warehouse-Management-System viad@t ist an das ERP
Navision angebunden, es überwacht und steuert die Bestände im
Kommissionierlager – in Abhängigkeit der Nachfrage. Sinken die
Bestände für ein Produkt unter ein bestimmtes Level, stößt viad@t
einen Kitting-Prozess an: Produkte, Anleitungen und Falt

-

schachteln werden aus dem Bulk-Lager an einen der insgesamt
zehn Artikelverpackungsplätze gebracht, wo die Mitarbeiter dar-
aus versandfertige Produkte zusammenstellen. Diese legen sie
zur Unterscheidung in blaue Behälter, die jetzt für die Kommis sio -
nierung bereitstehen.

Die Kommissionierung erfolgt nach zwei Prinzipien: Die Greif -
kanäle im Kommissionierlager werden automatisch mit den
Regalbediengeräten viaspeed versorgt. Der Pick-Vorgang – hier
sind es die A-Teile – ist für die Mitarbeiter selbsterklärend: viad@t
berechnet die Auftragsgröße vor und stellt auf dieser Basis auto-
matisch einen Behälter in der passenden Größe bereit, in den die
Mitarbeiter die Ware legen. Beim Einfahren in die Kommis -
sionierzonen werden die Behälter automatisch gescannt und
damit der Auftrag gestartet. Die Leuchtanzeigen an den Greif -
kanälen zeigen übersichtlich, aus welchem Kanal wie viele Artikel
zu entnehmen sind. Ist die Kommissionierung abgeschlossen, wird
der Behälter einfach weggeschoben. Er gelangt dann entweder
zur nächsten Kommissionierzone oder zur Verpackungs- und
Versandstation.

Ergonomisches Kommissionier-Prinzip erhöht Lieferqualität

Vor dem Kommissionierlager befindet sich ein Kommis

sio

-

nierplatz, an dem Bort-Mitarbeiter die B-/C-Teile picken. Die
Behälter, aus denen die Waren zu entnehmen sind, fahren hier
automatisch vor und nach der Entnahme wieder weg, ohne dass

Am Wareneingang prüfen die Mitarbeiter die Qualität der Produkte und packen
sie in Behälter mit Deckel. Diese werden dann in das sogenannte Bulk-Lager
transportiert.

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Foto: GROB

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der Mitarbeiter diesen Prozess auslösen muss. Ein viad@t-Dialog
zeigt dem Kommissionierer am Bildschirm übersichtlich an, wie
viele Artikel er aus welchem Behälter-Segment – bei kleineren
Produkten sind die Behälter in mehrere Fächer unterteilt – ent-
nehmen soll und in welchen Zielbehälter sie zu legen sind.
Unterstützt wird dies durch Lichtanzeigen: Im Entnahmebehälter
erscheint ein „Spot“ an der richtigen Stelle, über dem Zielbehälter
leuchtet die Zahl der hineinzulegenden Artikel. Möchte ein
Mitarbeiter die Artikel aus Versehen in den falschen Zielbehälter
legen, erfolgt ein optisches und akustisches Warnsignal.
Zusätzlich wird direkt an den Zielplätzen das Gewicht kontrolliert;
weicht es vom Soll ab, erscheint eine Meldung.

Auf die Lieferqualität legt Wolfgang Bort höchsten Wert, „Rekla -
mationen sind Gift für unser Geschäft“, sagt der Geschäftsführer.
Deshalb ist der Kommissioniervorgang so angelegt, dass Fehler

Bild links:
Das neue Logistikzentrum besteht unter anderem aus einem zehn Meter hohen
Bulk-Lager mit rund 12.000 Regalfächern sowie einem 6,4 Meter hohen
Kommissionierlager mit etwa 11.000 Regalfächern – versorgt mit RBGs vom Typ
viaspeed.

Für die Kommissionierung stehen in acht Zonen 1.442 Greifkanäle mit Pick-by-
Light-Anzeigen zur Verfügung.

viad@t steuert den Kitting-Prozess: Produkte, Anleitungen und Faltschachteln
werden aus dem Bulk-Lager an die Artikelverpackungsplätze gebracht, wo die
Mitarbeiter daraus verkaufsfertige Produkte zusammenstellen.

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kaum entstehen können. Zudem hat viastore an weiteren rele-
vanten Stellen in der Fördertechnik hochgenaue Waagen mit
Toleranzen von ± 5 Gramm installiert. Weicht das Ist-Gewicht
eines Behälters signifikant vom Soll ab, geht er in die Kontrolle.
„Das gibt uns zusätzliche Sicherheit. Wir legen großen Wert
darauf, dass Aufträge korrekt rausgehen“, betont Logistikleiter
Peter Röbbig.

Professionelle Zusammenarbeit

Die viastore-Lösung bildet die Grundlage für weiteres Wachstum.
„Die Kommissionierung soll künftig deutlich schneller und siche-
rer laufen“, sagt Wolfgang Bort, der mit seiner neuen Intralogistik-
Lösung die Fehlerquote in den Promillebereich drücken wird.

„Unser Ziel ist, diese Quote noch so stark zu senken, dass unsere
Endkontrolle entfallen kann“, schildert der Geschäftsführer seine
Null-Fehler-Strategie.

Die Zusammenarbeit mit den viastore-Mitarbeitern beschreibt
Bort als „hoch professionell“. Und nach einer relativ knappen Ein -
arbeitungszeit „haben wir uns mit der Anlage vertraut gemacht“,
berichtet Peter Röbbig. Mitarbeiter wickelten mit dem System
bereits in der Anfangsphase zwischen 1.600 und 1.700 Aufträge
pro Tag ab. Die Rekord-Pickleistung lag bislang bei 18.000
Positionen an einem Tag. Schon jetzt ist die viastore-Anlage zu 70
Prozent ausgelastet. Die Erweiterung ist bereits vorgesehen.

Am Kommissionierplatz zeigt ein viad@t-Dialog dem Kommissionierer übersicht-
lich an, wie viele Artikel er entnehmen soll und in welchen Zielbehälter sie zu legen
sind.

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Die maximale Pickleistung lag bislang bei 18.000 Positionen am Tag. Von links:
Einkaufs- und Logistikleiter Peter Röbbig (Bort), Geschäftsführer Wolfgang Bort und
Wolfgang König, Projektleiter von viastore.

An den Packplätzen legen die Mitarbeiter auch Lieferschein und Rechnung der
Sendung bei. Zudem prüfen sie abschließend nochmals die Qualität.

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Die französische viastore-Landesgesellschaft ist mit dem Bau
eines neuen Distributionszentrums für das Mühlenunter

-

nehmen Moulins Bourgeois beauftragt worden. Das 1895
gegründete Familienunternehmen aus Verdelot bei Paris ist
auf die Produktion von traditionellem und biologischem
Weizenmehl spezialisiert. Dieses wird unter anderem bei der
Herstellung eines französischen Wahrzeichens verwendet:
dem Baguette.

Moulins Bourgeois
beliefert inzwischen
nicht nur Kunden in
Frankreich mit frisch
gemahlenem Mehl,
sondern auch in
Deutschland, Belgien,
Spanien, Griechen

-

land, Großbritannien,
Russland, Schweden
und sogar China. Bis
zu 170 Tonnen ver-
schickt das Unter

-

nehmen pro Tag.
Bislang mussten die

Mitarbeiter die 40 Kilogramm schweren Mehlsäcke von Hand ver-
laden – eine äußerst mühsame und wenig rückenfreundliche
Arbeit. Nach der Umstellung auf 25-Kilo-Säcke wäre diese
Leistung in manueller Arbeitsweise nicht mehr machbar. Daher
sollen im neuen Distributionszentrum, das viastore zusammen mit
AB Process in Verdelot errichtet, die einzelnen Arbeitsschritte
ergonomischer und zugleich effizienter gestaltet sein. „Sämtliche
Prozesse werden künftig zu 100 Prozent automatisch ablaufen –
vom Palettieren über Ein- und Auslagerung sowie
Kommissionierung bis zum Versand“, erklärt Julien Couret,
Vertriebsleiter von viastore Frankreich.

„Nachdem wir in unserer Produktion von 40-Kilogramm- auf 25-
Kilogramm-Säcke umgestiegen sind, haben wir auch unsere
Logistik komplett überdacht“, schildert Julien Bourgeois, der als
Geschäftsführer gemeinsam mit seinem Bruder David die
Geschicke von Moulins Bourgeois leitet. „Dabei bekamen wir
Unterstützung von den Engineering-Spezialisten von Albus
Partners.“ Gemeinsam entschied man sich bei der Umsetzung der
Intralogistik für eine Zusammenarbeit mit viastore. „Deren
Experten haben alle unsere Anforderungen – etwa einen geringen
Flächenverbrauch und ergonomische Arbeitsplätze – optimal
umgesetzt“, lobt Julien Bourgeois.

Das Warehouse Management System (WMS) viad@t steuert und
überwacht sämtliche Prozesse automatisch. Zudem misst und
verbessert es den Energieverbrauch des gesamten Systems und
senkt so die Betriebskosten. Das Distributionszentrum soll im
ersten Quartal 2015 in Betrieb genommen werden.

Vollautomatisch von der Mühle
bis zum Bäcker

viastore realisiert Distributionszentrum für Moulins Bourgeois

Zufriedene Gesichter vor ma(h)lerischer Kulisse: Julien Bourgeois, einer der beiden
Geschäftsführer von Moulins Bourgeois (links), und Jean-David Attal, CEO von
viastore Frankreich.

Das manuell bediente Lager von Moulins Bourgeois soll bald mit viad@tWMS
gemanagt  werden.

Der Firmensitz von Moulins Bourgeois in Verdelot
bei Paris: Von hier aus verschickt das Unternehmen
rund 170 Tonnen Mehl pro Tag in alle Welt.

So wird das neue Distributionszentrum einmal aussehen.

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Lieferfähigkeit gesichert,

Basis für Wachstum geschaffen

viastore systems erneuert WMS bei WIKA im laufenden Betrieb

Bei WIKA, weltweit führend in der Druck-, Temperatur- und
Füllstandsmesstechnik, steht die Liefertreue im Fokus. Auch
während des Austauschs des alten, abgekündigten
Lagerverwaltungssystems durch ein neues Warehouse
Management System (WMS) galt es, weiterhin lieferfähig zu
sein und die Waren pünktlich und schnell zum Kunden zu
bringen. viastore systems erneuerte das Herz des Lagers mit
dem individuell an die Anforderungen von WIKA angepas-
sten viad@tWMS – und das im laufenden Betrieb.

„Wir sind bekannt dafür, dass unsere Geräte eine hohe Qualität
haben. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an die
Logistik“, betont Michael Werner, Logistikleiter bei der WIKA
Alexander Wiegand SE & Co. KG. Das Unternehmen mit Hauptsitz
in Klingenberg am Main beschäftigt aktuell 7.900 Mitarbeiter.
Täglich verlassen rund 200.000 Einheiten die Werke in aller Welt.
„Dafür brauchen wir ein hoch verfügbares Logistiksystem.“ Seit
Jahren steht die Liefertreue bei WIKA im Fokus. „Allein für die
Logistik liegt das Ziel für die Liefertermintreue bei über 99
Prozent“, fasst es Werner zusammen.

9.500 verschiedene Artikel auf Lager

Kernstück der Logistikprozesse ist das Distributions- und
Produktionslager, das aus einem sechsgassigen automatischen
Kleinteilelager (AKL) mit 48.000 Fächern, einem zweigassigen
automatischen Paletten-Hochregallager mit 1.036 Stellplätzen
sowie einem kleinen manuellen Lager besteht. Rund 9.500 ver-
schiedene Artikel werden hier bevorratet – von Dichtungen mit
einem Gewicht von nur wenigen Gramm bis zu mehreren Hundert
Kilogramm schweren Geräten. Das Lager ist direkt an die
Produktion angebunden; zum Transport der in der Fertigung
benötigten Artikel über Fördertechnikbahnen werden die selben
blauen Behälter benutzt, in denen die Waren auch im AKL gela-
gert werden. Ein Großteil der Zulieferteile und Rohstoffe wird von
den Lieferanten oder von anderen WIKA-Niederlassungen bereits
in diesen Kunststoffkästen angeliefert. Für den Versand der
Fertigteile und die Zusammenstellung der benötigten Artikel ist
das AKL an 16 Kommissionierplätze angeschlossen. Das
Palettenlager verfügt über drei weitere.

Vorhandenes Lagerverwaltungssystem abgekündigt

Zur Steuerung sämtlicher Logistik-Prozesse nutzte WIKA bisher
ein Lagerverwaltungssystem, das eng mit dem ERP-System
Microsoft Dynamics AX (dem früheren Axapta) verknüpft ist. Ende
2012 kündigte der Anbieter jedoch den Support für das System.
„Wir mussten uns nach einer Alternative umschauen“, berichtet
Michael Werner. Dabei half ihm eine Fachzeitschrift, in der 120
Anbieter von Warehouse-Management-Systemen genannt
waren. Die Zahl der potenziellen Lieferanten für ein neues WMS
reduzierte sich allerdings rasch, als die WIKA-Experten sie mit
ihrem Anforderungs-Katalog abglichen. „Spätestens bei der
Integration des Systems auf unsere SQL-Server mussten die meis -
ten Anbieter passen“, erinnert sich Klaus Grosch von der IT-
Anwendungsentwicklung bei WIKA.

Den Zuschlag für die Implementierung eines neuen WMS erhielt
schließlich viastore systems. Das internationale Unternehmen mit
Sitz in Stuttgart ist einer der führenden Anbieter von schlüssel-
fertigen Intralogistik-Anlagen für Industrie und Handel sowie von
Intralogistik-Software. Zudem kann viastore auf eine langjährige

WIKA ist Weltmarktführer für Druck- und Temperaturmesstechnik.

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Bild rechts:
Das sechsgassige automatische Kleinteilelager bietet 48.000 Lagerfächer.

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Erfahrung im Umbau, in der Modernisierung und im Retrofit
bestehender Logistiksysteme verweisen – auch von Fremdan -
lagen. Mit viad@t bietet viastore systems zudem ein WMS, das
für konventionelle wie für automatische Lager gleichermaßen
geeignet ist.

Gefordert: ein flexibles, anpassbares System

Ein wesentlicher Grund für die Entscheidung zugunsten von
viastore war die hohe Parametrisierbarkeit dieses WMS, wie Uwe
Fersch, Technischer Manager für Lager und Versand-Logistik bei
WIKA, erläutert: „Unsere Gegebenheiten und Warenströme
ändern sich ständig. Daher benötigen wir ein flexibles System, bei
dem vom Wareneingang bis zum Versand alle Prozesse angepasst
werden können – und das möglichst schnell, damit wir unsere
hohe Liefertreue einhalten können.“ Zudem sollte die Software
schon möglichst viele Funktionen integriert haben, die WIKA in
seinem Lastenheft gelistet hatte. Dazu gehörte auch die
Kommunikation mit dem vorhandenen ERP-System: „Wir haben
fast keinen Anbieter gefunden, der seine Lösung auf unser ERP-
System aufsetzen konnte“, schildert IT-Experte Klaus Grosch. Hier
bietet viad@t auf der Basis seiner Software-Architektur einen
entscheidenden Vorteil, wie Markus Müllerschön, Leiter
IT-Consulting bei viastore, erklärt: „Wir haben alle Betriebssystem-
und Datenbankzugriffe in einer viastore-eigenen Klassen-
Bibliothek gekapselt. Dadurch können wir ganz unterschiedliche
Datenbanken und Betriebssysteme unterstützen. Diese Bibliothek
pflegen wir permanent. Wird das Betriebssystem oder die
Datenbank abgekündigt, tauschen wir diese Library einfach gegen
die aktuelle Version und lassen das System auf einer neuen
Plattform laufen. Wir können viad@t damit sozusagen auf
Plattformen betreiben, die es heute noch gar nicht gibt.“

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Bis zu sechs unterschiedliche Artikel können pro Behälter gelagert werden.

1.036 Paletten finden im zweigassigen automatischen Paletten-Hochregallager
Platz.

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Zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen

So umfangreich die Funktionen auch sind, die viad@t standard-
mäßig für das Management der unterschiedlichen Lager bietet –
bei der Integration in vorhandene Logistikprozesse sind indivi-
duelle Anpassungen unumgänglich. Das begann bei WIKA bereits
im Wareneingang, wie Volker Ahrens, der für viastore die
Anpassungen an viad@t realisierte, berichtet: „Weil sich der
Fördertechnik-Loop zwischen Kommissionierstationen, Waren -
eingang und Regalbediengeräten bei einer hohen Auslastung des
Lagers als Nadelöhr erwies, haben wir in viad@t Begren

-

zungsparameter integriert. Durch diese lassen sich die Zahl der
Auslagerungen, aber auch die Zahl der Einlagerungen im Waren -
eingang an die Anlagenleistung anpassen.“

Auch beim Einbuchen von Beständen nach der Kommissionierung
waren Anpassungen am WMS notwendig. Denn während
üblicher weise das WMS einen Bestand an das übergeordnete ERP-
System meldet, sobald der entsprechende Behälter auf die
Fördertechnik gesetzt wird, hält viad@t bei WIKA diese
Information noch zurück. Erst wenn der Behälter tatsächlich das
Lagerfach im Regal erreicht, wird der Bestand gegenüber dem
Host-System quittiert. „So können wir Aufträge noch während der
Bearbeitung ändern“, erklärt Klaus Grosch. „Wenn die Ware dage-
gen schon im Host-System quittiert wäre, könnten wir zum
Beispiel bei Gewichtsdifferenzen oder falschen Behältern aus dem
ERP-System heraus keine Änderungen mehr vornehmen.“
Hintergrund ist, dass bei WIKA auch die in das Lager zurücklau-
fenden Behälter, nachdem sie an den Kommissionierstationen auf
die Fördertechnik gesetzt wurden, noch einmal über eine Waage
kontrolliert werden. Dadurch lässt sich schnell feststellen, ob die
richtige Stückzahl an Artikeln entnommen wurde. Bei einer
Fehlermeldung wird der entsprechende Behälter ausgeschleust
und zurück zur Kommissionierstation transportiert. Wolfgang
Schindler, Leiter der IT bei WIKA Deutschland, ergänzt einen wei-
teren Grund für die verzögerte Bestandsmeldung an das ERP-
System: „Wenn bei großen Stückmengen, die sich über mehrere
Behälter erstrecken, bei jeder Behältervereinnahmung gleich eine
Rückmeldung an das Host-System gehen würde, hätten wir plötz-
lich zig Teillieferungen und somit auch mehrere Lieferscheine.“

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Wo es Gewicht und Größe der Artikel erlauben, erfolgt der gesamte innerbetrieb-
liche Transport in den blauen Kisten, die auch im AKL genutzt werden.

Weitere Anpassungen am WMS waren erforderlich, um die
Prozesse von WIKA abzubilden. Dazu gehören eine Inventur -
funktion, mit der die Behälter aus dem Lager auf die Förder -
technik-Waage transportiert werden, der Druck von Zertifikaten
und Zeugnissen für die verpackten Artikel an den Kommis -
sionierplätzen, die Pufferung von angelieferten Artikeln im Lager
in Abhängigkeit von den freien Kapazitäten in der Qualitäts -
sicherung sowie die Versorgung von Produktions- und
Kommissionierplätzen mit Leerbehältern.

Getestet am Wochenende

Doch mindestens genauso wichtig wie die hohe Flexibilität der
neuen Software war die eigentliche Umstellung vom Altsystem
auf viad@t. „Bei so einem Projekt entfernt man im Prinzip das
Herz der Anlage und ersetzt es durch ein neues“, veranschaulicht
Markus Müllerschön die Risiken. Ohne umfangreiche Tests geht
nichts. Die Prüfung der Schnittstellen und der Kommunikation
zwischen viad@t und ERP-System beeinflusste den Alltag bei
WIKA kaum – das Zusammenspiel von Host und WMS konnte
viastore zum Großteil „zu Hause“ in Stuttgart simulieren und

Die meisten Teile werden bereits in den Kästen angeliefert, die WIKA auch intern
nutzt.

Eine in die Fördertechnik integrierte Waage prüft das Gewicht der Behälter nach
der Kommissionierung.

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„Auch wenn bei uns die Nerven blank lagen – im Nachhinein kann
ich sagen, dass die Einführung des neuen WMS sehr gut über die
Bühne gegangen ist. Bereits am ersten Tag konnten wir 2.400
Positionen abarbeiten, in den folgenden Tagen waren wir wieder
nahe am Soll“, fasst Michael Werner zusammen. IT-Leiter
Schindler nennt eine wesentliche Voraussetzung für diesen Erfolg:
„Bei so einem Projekt ist es ausschlaggebend, dass alle Beteiligten
die gleiche Sprache sprechen. Und zwischen viastore und uns hat
die Chemie gestimmt.“

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Noch schneller informiert

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Ihnen gerne die neueste Ausgabe gleich nach Erscheinen
als E-Paper per E-Mail zu.

marketing@viastore.com

prüfen. Anders die Kommunikation zwischen viad@t und den
Fördertechniksteuerungen: „Weil WIKA bereits eine relativ intel-
ligente Fördertechniksteuerung implementiert hatte, haben wir
hier kein klassisches Materialflusssystem eingesetzt, sondern des-
sen Funktionen in das WMS integriert“, erklärt Klaus Wenz,
Projektleiter von viastore. Das bedeutete aber auch, dass das neue
System nur an den realen SPS getestet werden konnte. „Wir
haben dazu immer an den Wochenenden die bestehende Anlage
mit dem neuen WMS gekoppelt und Tests gefahren“, erinnert sich
Volker Ahrens. Damit konnte viastore nach und nach das
Gesamtsystem testen und Fehler ausmerzen. „Wir haben den
Sonntag vor der Produktivschaltung zu einem regulären
Arbeitstag mit dem neuen System definiert“, schildert WIKA-
Logistikchef Werner. „So konnten wir Fehler, die bei der
Produktivschaltung noch auftauchten, eliminieren, ohne dass
unsere Liefertreue darunter litt.“ viastore hatte bereits in der
Projektphase mehrere Key-User von WIKA eingebunden, die jetzt
ihren Kollegen zur Seite standen.

Leistungsdaten der Kommissionierung: 6.000 Picks und 3.000 Versandeinheiten
pro Tag.

Das erfolgreiche Projektteam (von links): Markus Müllerschön, Swen Mantel, Klaus
Wenz, Volker Ahrens von viastore, Wolfgang Schindler, Uwe Fersch, Klaus Grosch,
Michael Werner von WIKA.

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intralogistik News 1|15

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Artikeln in alternative Lagerplätze kann der Mit arbeiter selbst
veranlassen.

Der neue Leitstandsdialog verfügt über eine Vielzahl von Kontroll-
und Steuerungsmechanismen. Hier kann der Mitarbeiter zum
Beispiel offene Lieferungen einsehen, überprüfen und freigeben
sowie die aktuellen Lagerbestände überwachen. Die Kommis -
sionierung erfolgt nun nahezu papierlos und deutlich effizienter,
die Zusammenarbeit zwischen Lagermitarbeitern und dem
Lagerleitstand ist erheblich einfacher geworden. HANSA-FLEX
konnte den Durchsatz seiner beiden Lager erhöhen und damit auf
den steigenden Auftragseingang reagieren.

Höherer Durchsatz und geringere Fehlerquote dank SAP

Beleglose Kommissionierung im Staplerlager von HANSA-FLEX

Damit wird der Kommissionierprozess deutlich effizienter und fehlerärmer.

Der Staplerfahrer wird mit dem Terminal direkt durch die Kommissionierung
geführt.

HANSA-FLEX, führender Systemanbieter in der Fluidtechnik,
beliefert seine rund 400 Niederlassungen aus zwei Zentrallagern.
Für das Management seiner automatischen Lagersysteme setzt
das Unternehmen seit 2005 viad@tWMS und SAP WM ein.
Inzwischen greifen die Mitarbeiter in den HANSA-FLEX-Lagern
immer mehr auch auf Waren aus den Staplerlagern zu. Um hier
die Kommissionierung sicherer und schneller zu machen, hat
viastore die bestehenden SAP-Prozesse um individuell ange passte
Funktionen erweitert und die Kommissionierung von Papier auf
Funk umgestellt. Der Staplerfahrer wird mit einem Touchscreen-
Terminal durch die Kommissionierung geführt, kann den
Work   f low aber bei Bedarf auch unterbrechen. Das Drucken von
Etiketten, Stornieren von Transportaufträgen oder Einlagern von

lager, gesteuert mit einem auf Kundenbedürfnisse angepassten
SAP EWM für die Lagerverwaltung und SAP EWM-MFS als
Materialflusssystem. Versorgt wird das AKL von einem Hoch -
leistungs-Regalbediengerät viaspeed, das Palettenlager von
einem  Regalbediengerät viapal. Dieses Lager bildet nun das
Rückgrat der neu organisierten Fertigung des Unternehmens in
Neudorf im Erzgebirge.

Der „Mennekes-Stecker“
macht das Rennen

Der sogenannte „Typ-2-Stecker“ des viastore-Kunden Mennekes
wurde dieses Jahr von der EU per Gesetz als Standard-Ladestecker
in der Elektromobilität für ganz Europa festgeschrieben. Der
Stecker hat sich in zum Laden von Elektrofahrzeugen an öffent-
lichen Ladesäulen bewährt. Mennekes gilt als Vorreiter im Rahmen
des europaweiten Ausbaus der Ladeinfrastruktur für Elektro -
fahrzeuge. Eine Pionierleistung des Unternehmens war im
Sommer auch die elektromobile Alpenüberquerung in einem Tesla
Model S über 900 Kilometer. Ausgangspunkt war Kirchhundem,
der Stammsitz von Mennekes im Sauerland, Ziel eine Messe in
Bozen.

viastore als Komplettanbieter von Intralogistik-Anlagen und
Lagersoftware baute für die Mennekes Elektrotechnik Sachsen
GmbH  2012 ein doppelt tiefes Automatiklager und ein Paletten -

Neuer Standard-Ladestecker für

Elektroautos in der EU

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intralogistik News 1|15

Neues viad@t-Release macht Lagerprozesse noch effizienter

Was ist neu bei viad@t 7.6?

Ressourcenmanagement

Teil von viad@tWMS 7.6 ist ein Dialog zum Ressourcen

-

management. Ziel ist es, die Laufzeit von Aufträgen unter
Berücksichtigung der aktuellen Arbeitslast bei änderbaren
Ressourcen vorherzusagen. Dabei berechnet viad@t die Bear -
beitungszeit aller Tätigkeiten an allen Arbeitsplätzen vor und ver-
teilt die geplanten Tätigkeiten nach der viad@t-Einlastungs -
strategie rechnerisch auf die Arbeitsplätze. Dadurch kann das
System zum einen die Auslastung der Arbeitsplätze und zum
anderen das voraussichtliche Auftragsende angeben. Die Dar -
stellung listet die Ressourcen (Arbeitsplätze) auf und gibt die
Auslastung grafisch in einem Balkendiagramm wieder. Zur zeit-
lichen Abschätzung der einzelnen Tätigkeiten sind in viad@t
Stammdaten hinterlegt, die spezifische Einflussfaktoren
berücksich tigen und die die dazu notwendigen Zeitkonstanten
und -faktoren definieren.

Variable Lagerung

Entsprechend der Einlagerung von mehrfach tiefen Ladeeinheiten
ist es möglich, auch mehrfach hohe und mehrfach breite Behälter
zu lagern. Wenn eine Ladeeinheit mehrere Lagerfächer überdeckt,
wird sie grundsätzlich auf dem Lagerfach mit der kleinsten
Koordinate eingetragen, weitere belegte Fächer sperrt viad@t
temporär. Damit ist in allen drei Raumdimensionen eine
Ausdehnung von Ladeeinheiten über mehrere Lagerfächer
erlaubt. Die mehrfach breite Einlagerung ersetzt dabei die bis -
herige starre 2-/3-fach breite Einlagerung. Eine Kombination von
mehrfach tief mit mehrfach breit ist ebenfalls möglich.

Anbindung von Versandsystemen

viad@t verfügt jetzt über einen generischen Ansatz für die
Anbindung von Versandsystemen, bei dem die Kommunikation
mit dem jeweiligen Versandsystem in Klassen gekapselt ist.
Konkret: Die Stellen, an denen die Datenübertragung zu den
Versandsystemen erfolgt, bleiben immer unverändert, nur die
Implementierung der systemspezifischen Kommunikation ist für
jedes Versandsystem individuell.

Anlagenmonitoring

Um z. B. an Anlagen eine auslastungsabhängige Wartung kom-
fortabler durchzuführen, erfasst viad@t jetzt beliebige technische
Anlagendaten beliebiger Steuerungen (z. B. Laufleistung des RBG)
automatisch und zyklisch, archiviert diese und ermöglicht so
eine Auswertung.

Drucken von Kundendokumenten
mit externen Programmen

Ebenfalls aus der Praxis kam die Anforderung, Dokumente des
Anlagenbetreibers wie Produkthinweise über viad@t drucken zu
können. Dazu werden externe Programme in das bestehende
Drucksystem eingebunden, so dass diese dann die Dokumente in
ihren proprietären Formaten drucken. Der Druckaufruf erfolgt
aus den viad@t-Geschäftsprozessen heraus über den viad@t-
Reportserver. Die Stärken des angestammten Drucksystems wer-
den somit weiterhin genutzt.

Reports neu generieren

viad@t bietet mit dem Release 7.6 eine generische Druckfunktion
an, um jede Liste und jedes Label durch Eingabe der relevanten
Daten neu generieren zu können.

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„Wir sind der erste Standort von GFS in Nordamerika, in dem ein
solches Behälterlager von viastore zum Einsatz kommt“, freut
sich David Barber, Bereichsleiter für die Region Calgary. „Wir sind
überzeugt, dass die hohe Effizienz und Genauigkeit dieser Lösung
nicht nur unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern
zugutekommt, sondern vor allem auch unseren Kunden. Auch
können wir unseren Lagerplatz damit optimal nutzen.“

viad@tWMS managt sowohl das automatische als auch das manuelles Lager des
Laborausrüsters Kimble Chase in den USA.

Das amerikanische Unternehmen Kimble Chase, einer der
führenden Hersteller von Laborglaswaren, hat viastore mit
der Modernisierung seines Palettenlagers in Vineland, New
Jersey, beauftragt. viastore erneuert nicht nur die
Steuerungen für Lager- und Fördertechnik, sondern
implementiert auch das Warehouse Management System
(WMS) viad@t. Vor allem die Kommissionierung wird
dadurch erheblich verbessert.

Das dreigassige Palettenlager verfügt über integrierte
Kommissioniertunnel, mit denen die Lagertechnik den
Mitarbeitern die benötigten Waren zur Verfügung stellt. Bislang
kommissionierte Kimble Chase beleggeführt. Dieses war für das
Unternehmen jedoch nicht nur umständlich und zeitaufwendig,
sondern inzwischen auch veraltet. Daher entschied sich Kimble
Chase, das Lager komplett zu modernisieren. viastore stattet
dafür die in den 1980er-Jahren installierte Fördertechnik in den
Tunneln und die Regalbediengeräte mit neuer Steuerungs technik
aus. Das gesamte Warehouse Management übernimmt in Zukunft
das leistungsfähige viad@tWMS. Das System ermöglicht unter
anderem eine beleglose Kommissionierung sowie eine automati-
sche, dynamische Nachschubversorgung der Kommissionier -
plätze.

Mit viad@t erhält Kimble Chase eine durchgängige Software-
Lösung für die gesamte Intralogistik. „Wir haben sowohl ein auto-
matisches als auch ein manuelles Lager“, erläutert Brad Hogg, Vice
President of Operations beim Laborausrüster. „Daher wollten wir

ein System, das die Anforderungen beider Bereiche abdeckt. Durch
die Modernisierung können wir unsere Durchlaufzeiten verkürzen
und die Liefergenauigkeit erhöhen“, freut sich Hogg. „Das wird
unseren Kunden definitiv zugutekommen.“

viastore zählt seit mehr als 40 Jahren zu den international füh-
renden Systemanbietern von schlüsselfertigen automatischen
Intralogistik-Anlagen. Die Kernkompetenzen liegen dabei unter
anderem im Consulting und in der Systemplanung, im Anlagen -
bau, im Retrofit und in der Betreuung der Anlagen. Zudem ist
viastore mit der Warehouse Management Software viad@t sowie
dem Bereich SAP Logistics Solutions auch als Softwarehaus fest
am Markt etabliert.

Kimble Chase kommissioniert jetzt beleglos

viastore modernisiert Lager von amerikanischem Laborausrüster

TK-Ware prozesssicher zum Kunden

Gordon Food Service in Kanada beauftragt viastore mit automatischem Tiefkühllager

Der nordamerikanische Catering-Großhändler Gordon Food Service (GFS) hat viastore
mit der Realisierung eines automatischen Tiefkühllagers in Kanada beauftragt.

Der nordamerikanische Catering-Großhändler Gordon
Food Service (GFS) hat viastore damit beauftragt, ein auto-
matisches Tiefkühllager für das neue Logistikzentrum des
Unternehmens im kanadischen Balzac bei Calgary zu rea-
lisieren. Für das dreigassige automatische Behälterlager
liefert der Systemintegrator unter anderem die Regal

-

bediengeräte, die Fördertechnik und die Steuerungs

-

technik.

Das Tiefkühllager besteht aus drei separaten Temperaturzonen,
die unabhängig voneinander betrieben werden. Die Kommis -
sionierung erfolgt nach dem Prinzip „Ware-zum-Mann“ über vor-
gelagerte Pickstationen, die automatisch aufgefüllt werden.
Langsam drehende Produkte werden auf dynamischen
Kommissionierablagen bereitgestellt. Das neue System spart
wertvollen Platz und verkürzt die Prozesszeiten.

intralogistik News 1|15

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intralogistik News 1|15

Mit moderner Technik für alle Aufgaben gerüstet

viastore liefert Warehouse Management System an Flughafen-Frachtterminal in Brasilien

Der Flughafenbetreiber Consorcio Aeroportos Brasil hat viastore
mit der Installation eines neuen Warehouse-Management-
Systems (WMS) für das Frachtterminal am internationalen Flug -
hafen Viracopos in Campinas beauftragt. Viracopos ist flächen-
mäßig das größte Luftfrachtzentrum in Südamerika. viad@tWMS
ist Teil einer kompletten Softwareeinführung, die zudem ein
neues Zollmanagementsystem sowie ein Rechnungssystem für
Steuern und Gebühren umfasst. Die gesamte Lösung wird auf die
Anforderungen des Flughafens zugeschnitten – ein landesweit
bislang einzigartiges Projekt. Die Anlage soll Mitte 2015 in Betrieb
gehen. Generalunternehmer ist viastore, die beiden anderen
Software-Komponenten werden von Trust AS und Thomson
Reuters geliefert.

viad@t ist ein modernes, leistungsfähiges Softwarepaket für das
Management und die Steuerung der gesamten Intralogistik.
Durch den Einsatz dieses WMS möchte der Flughafen in dem
80.000 Quadratmeter großen Lager die Bewegungen von 20.000
Einheiten am Tag steuern und die Arbeitsprozesse der 230
Mitarbeiter pro Schicht koordinieren. Dies trägt zu mehr Wett -
bewerbsfähigkeit, zu Kostenreduktionen und einer höheren
Dienstleistungsqualität des Frachtzentrums bei, verbessert gleich-
zeitig die Raumnutzung und steigert die Effizienz der Prozesse.

„Das neue WMS von viastore minimiert Fehler bei der Ein- und
Auslagerung deutlich und optimiert sämtliche Abläufe“, erklärt
Luiz Alberto Küster, CEO von Viracopos. „Zudem ermöglicht es uns

eine lückenlose Nachverfolgung der Fracht und eine effiziente
Zollkontrolle, die alle gesetzlichen Standards erfüllt.“ Dies verbes-
sert zudem die Qualität der Dienstleistungen, die Viracopos für
Kunden und Prüfgesellschaften erbringt. „Für uns ist das ein
bedeutendes Projekt in Brasilien. Wir möchten dazu beitragen, den
Flughafen zum wichtigsten Luftfrachtzentrum des Landes zu ent-
wickeln”, sagt Paulo Franceschini, Präsident von viastore systems
Brasilien.

viad@t läuft auch auf mobilen
Geräten wie Tablets problemlos.

Viracopos ist flächenmäßig das größte Luftfrachtzentrum in Südamerika.

Foto: Viracopos

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intralogistik News 1|15

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Ratiodata ersetzte das Fachbodenlager für Kleinteile durch zwei Hänel Lean Lifte.

viastore hat die Lagertechnik der Ratiodata IT-Lösungen und
Services GmbH im Logistikstandort in Mülheim-Kärlich neu
gestaltet und optimiert. Das Lagerverwaltungssystem
viad@tWMS unterstützt nun den gesamten Warenfluss des
größten IT-Systemhauses im genossenschaftlichen Finanz

-

verbund, das sich auf Dienstleistungen für Banken, Versich e -
rungen und sonstige Finanzdienstleister spezialisiert hat. Die
viastore-Software ist dabei an das bereits vorhandene ERP von
Ratiodata ebenso angebunden wie an das Versandsystem. Dies
sorgt für eine durchgängige, effiziente und übersichtliche
Intralogistik.

Die Lagermitarbeiter von Ratiodata arbeiten nun mit mobilen
Endgeräten, die über das integrierte, funkgesteuerte Staplerleit -
system von viad@t kommunizieren. So können sie Waren

-

bewegungen online und papierlos buchen und auftragsabhängig
steuern. Zudem lassen sich sämtliche Artikel anhand ihrer
Seriennummer lückenlos nachverfolgen. Dies sorgt für ein hohes
Maß an Sicherheit im gesamten Warenfluss. viad@t bildet alle
Pack- und Versandprozesse ab, benötigte KEP-Funktionalitäten

stehen durch die nahtlose Anbindung an das Versandsystem zur
Verfügung.

Neu bei Ratiodata sind auch zwei Hänel Lean Lifte, die das bis -
herige Fachbodenlager für Kleinteile ersetzen. Auch diese sind
vollständig in viad@t eingebunden und steigern somit die
Produktivität beim Kommissionieren. Zudem wurde durch den
Wegfall des Fachbodenregals zusätzliche Fläche frei, die nun
anderweitig genutzt werden kann.

Den gesamten Warenfluss im Griff

viastore führt neues WMS beim IT-Dienstleister Ratiodata ein

kümmern. „Wir sind froh, dass wir
mit Herrn Bois eine international
erfahrene Führungskraft für
unser Service-Team gewonnen
haben, der unsere Kundendienst -
leistungen strategisch weiterent -
wickeln wird“, sagt Philipp Hahn-
Woernle, CEO von viastore.

Michael Bois globaler Service-Leiter

viastore baut Kundenbetreuung aus

Um die Betreuung und Verbesserung von Kundenanlagen und
Software-Systemen weltweit weiter zu optimieren und auszu-
bauen, hat viastore jetzt mit Michael Bois einen weiteren ausge-
wiesenen Service-Experten an Bord geholt. Michael Bois leitete
zuvor unter anderem das internationale Service-Geschäft der
MTU Onsite Energy GmbH in Augsburg. Die zentrale Aufgabe des
52 Jahre alten Diplom-Ingenieurs der Fachrichtung Elektro -
technik wird sein, das After-Sales-Geschäft von viastore
gruppen weit weiter auszubauen. „Wir haben mit unserem mehr-
sprachigen und international ausgerichteten Helpdesk, der mit
erfahrenen Hotline- und Service-Ingenieuren besetzt ist, sowie
unserem internationalen Partner-Netzwerk eine hervorragende
Basis dafür“, erklärt Bois. Roland Lachenmaier wird sich mit sei-
nem Team weiterhin um die viastore-Kunden in Deutschland

Michael Bois verantwortet die
weltweite Kundenbetreuung von
viastore.

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Impressum:
viastore systems intralogistik News
Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: viastore systems GmbH,
Magirusstr. 13, D-70469 Stuttgart, Tel. +49 711 9818- 0
Redaktion: Dr. Matthias Schweizer (verantw.),
Götz Bartling, Katrin Freese, Katja Schwenninger, Elena Rudolf
16. Jahrgang, Ausgabe 1/ 2015
viastore systems intralogistik News erscheint zweimal jährlich.

marketing@viastore.com

Produktion: Atelier Herbstreuth, Stuttgart
Bilder: KD Busch, viastore systems, Fotohinweis.
Printed in Germany

ProMAT 2015:
Chicago/USA, 23.03.-26.03.2015

www.promatshow.com/

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