Trends in #Automation , Überblick



Beschreibung
automation, trends, festo motion terminal, verbindungen, festo motion

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Synergien

Boxenstopp

Das Multi-Carrier-System
im Verpackungsprozess

Kompass

Zusammenspiel

Pneumatischer Leichtbauroboter
BionicCobot

trends

in automation

Das Kundenmagazin von Festo

2.2017

Im Fokus

Verbindungen

Von Schnittstellen, Netzwerken und Partnerschaften

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Sie setzen auf maximale Flexibilität.

Sie suchen intelligente und intuitive Lösungen.

Wir machen Pneumatik digital.

Pneumatik wird digital: Weltneuheit Festo Motion Terminal VTEM
Unterschiedlichste Funktionen – bei immer gleich bleibender Hardware!
Ob Standard-Wegeventil-Funktionen wie 4/2, 4/3, 3/2 … oder Vorgabe der Verfahrzeit:
Funktionen steuern Sie jetzt per Apps. Für maximale Flexibilität, höchste Standardisie-
rung, reduzierte Komplexität sowie Installationszeiten – und viele weitere Vorteile.
Erfahren Sie mehr:

www.festo.de/thinkdigital

28. –  30.  November  2017
Messe Nürnberg
Halle 9,  Stand 361

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Frank Notz, Geschäftsführer

Liebe Leserinnen und Leser,

mit vielen Kunden verbindet uns eine über Jahre hinweg gewach-
sene partnerschaftliche Verbindung. Wenn im Zuge von Projekt-
entwicklungen alle beteiligten Partner ihr Branchen-, System-
und Automatisierungs-Know-how in einem frühen Projekt stadium
zusammenbringen, so unsere Erfahrung, entstehen außerge-
wöhnliche Lösungen. Nicht das erste Mal erblickt dank enger
Vernetzung ein völlig neuartiges „Produkt“ das Licht der Welt bei
Festo. Mit den weltweit ersten programmierbaren Ventilen schafft
das Festo Motion Terminal ideale Voraussetzungen für die ver-
netzte Automatisierung mit Pneumatik – und damit die Fähigkeit
von Industrie 4.0. Viele unserer Kunden waren an der Entwicklung
des Motion Terminal beteiligt, indem sie uns ihre Anforderungen
und Erwartungen geschildert haben. Den Sprung in die Praxis
hat das Motion Terminal bereits bei Bosch Packaging Systems
gemacht. Hier kommen seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als
Automatisierungsplattform Verpackungsmaschinen zugute, die
damit ein völlig neues Maß an Flexibilität erreichen. Mehr dazu
auf Seite 32.

Zur Produktion von morgen gehören Lösungen, die verbinden
statt trennen – der BionicCobot weist den Weg. Manuelle Arbeit
und automatisierte Aktion gehen Hand in Hand im kollaborativen
Arbeitsraum. Der OctopusGripper zeigt, wie sich das Greifen – die
Verbindung schlechthin – weiterentwickeln kann. Dem wachsen-
den Variantenreichtum von Produkten begegnet das bionische
Tentakel, indem es Funktionalitäten mehrerer Greifer in sich
vereint. Möglich wird die Entwicklung zukunftsweisender Techno-
logien wiederum durch die Verbindung wissenschaftlicher Kom-
petenzen. Moderne Open-Innovation-Konzepte beziehen alle
Beteiligten in Forschungsprozesse mit ein. Dazu mehr im Interview
mit Prof. Dr. Peter Post, Leiter Applied Research bei Festo, auf
Seite 18.

Der Fokus dieses Magazins liegt auf Verbindungen – wie beispiels-
weise Schnittstellen, Netzwerken und Partnerschaften. Die sps
ipc drives 2017 in Nürnberg ist eine perfekte Location, um daran
anzuknüpfen und über konkrete Automatisierungslösungen zu
sprechen. Ich freue mich darauf!

Ihr

PS: Das Messe-Ticket zur sps ipc drives erhalten Sie
kostenlos unter www.festo.de/messeticket oder
per QR-Code.

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Editorial

3

Panorama

6

Kompakt

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Preisrätsel/Impressum

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Soft Stop

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Im Fokus

Verbindungen

Die Atlantik-

straße in Norwegen verbindet eindrucksvoll
zahlreiche kleine Inseln (s. Rückseite). In der
Produktion der Zukunft verbinden Mensch
und Maschine neue Formen der Interaktion.
Und wie vernetztes Arbeiten zum Erfolg wird,
das zeigt beispielsweise die Zusammenarbeit
von Unternehmen und Forschungsinstituten.

Kompass

Sichere Zusammenarbeit
mit dem BionicCobot.

2.2017

trends in automation

Foto: © Adrian P

opan,

Foto: © Adrian P

opan,

www

.dr

eamstime.com

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eamstime.com

Auf die Tentakel geschaut

OctopusGripper: Mit einem Blick auf die
Natur als Vorbild zeigt die Neuentwick-
lung des Bionic Learning Network von
Festo, wie Greifer der Zukunft aussehen
und arbeiten können.

8

Zusammenspiel

BionicCobot: Sichere Interaktion, natür-
liche Bewegungsabläufe und intuitive
Bedienbarkeit zeichnen den pneumati-
schen Leichtbauroboter aus.

12

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Tour de France
Das größte Land Westeuropas hat viel
zu bieten: Kunst, Kultur, Kulinarik, Erfin-
dungsreichtum, ... Vor 60 Jahren gründete
Festo seine zweite Auslandsgesellschaft
in Frankreich

.

20

Schonend verpackt

Das frei konfigurierbare und flexible
Multi-Carrier-System (MCS) synchronisiert
die Transportwege von Produkt und Falt-
schachtel im servogesteuerten Horizon-
talkartonierer von ECONO-PAK.

26

Exakt dosiert
Als weltweit erste frei skalierbare
Sachet-Maschine nutzt die Sigpack VPF
von Bosch Packaging die neu gewonnene
Flexibilität digitaler Pneumatik des Festo
Motion Terminal.

32

Standfest

In der Abfüll- und Verpackungsmaschine
von Thimonnier steuert die Ventilinsel
VTUG mit IO-Link alle pneumatischen
Funktionen an.

36

Startklar zum Verbinden

CPX-IoT verbindet Komponenten und
Module aus der Feldebene, wie etwa das
Festo Motion Terminal oder Handling-
Systeme, über ihre OPC-UA-Schnittstelle
mit der Festo Cloud.

16

Forschung verbindet

Warum gemeinsame Forschung mit
anderen Unternehmen, Forschungsein-
richtungen und Instituten wichtig ist und
alle Beteiligten voranbringt, darüber
spricht im Interview Prof. Dr. Peter Post
von Festo.

18

Impulse

Mit dem IoT-Gateway
in die Cloud.

16

Synergien

Verpackung perfekt
synchronisiert.

26

2.2017 trends in automation

Inhalt

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An die Leine genommen

Er nennt den Hamburger Hafen sein
Zuhause. Wenn dort die großen Container-
schiffe aus aller Welt einlaufen, dann zieht
es den Fotografen Jan Sieg ans oder aufs
Wasser. Motive fi ndet er immer – wie hier
die CSCL Pacifi c Ocean. Das 367 Meter
lange Containerschiff, unter der Flagge von
Hongkong, gehört mit einer Tragfähigkeit
von 184.320 Tonnen schon zu den größe-
ren seiner Art. Bis zu 19.100 Standardcon-
tainer fi nden auf dem Schiff Platz.

Beeindruckend sind aber auch die eigent-
lichen Stars der Elbe: die Schlepper. Ohne
sie geht bei den „Großen“ gar nichts. Sie
unterstützen die ein- und auslaufenden
Containerriesen und Seeschiffe. Die klei-
nen Kraftprotze schleppen, drücken, bug-
sieren, lenken und bremsen. Mit seinen
leistungsstarken Motoren bringt es der
„Boxer“ beispielsweise auf eine Zug- und
Schubkraft von 70 Tonnen.

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2.2017 trends in automation

Panorama

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OctopusGripper: Bionik-Greifer für die Softrobotik

Greifwerkzeuge von morgen müssen vielseitig sein,
damit sie den wachsenden Variantenreichtum von Pro-
dukten und Werkstücken bewältigen können. Innovative
Entwicklungen wie der neue OctopusGripper passen
sich verschiedenen Formen schlüssig an. Das bionische
Tentakel vereint in sich die Funktionalitäten mehrerer
Greifer und reduziert so Komplexität durch Flexibilität.

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D

as Greifen ist eine der zentralen
Aufgaben der Automatisierung.
Sicheres Aufnehmen, Halten und
Ablegen sind Grundvoraussetzun-

gen für einen schnellen und zuverlässigen
Transport sowie die präzise Positionierung
von Werkstücken. So umfang- und vari-
antenreich die Palette der zu greifenden
Objekte, so groß ist heute auch die Vielfalt
der Greifwerkzeuge. Treten Änderungen
auf, erfordert dies oft den aufwändigen
Austausch und Umbau eines Systems.

Die Produktion der Zukunft hingegen
braucht für fl exiblere Anlagen Greifer, die
Komplexität reduzieren und sich im Sinne
von Plug and Produce eigenständig auf
das jeweils zu fertigende Produkt ein-
stellen. Mit einem Blick auf die Natur als
Vorbild zeigt die Neuentwicklung des
Bionic Learning Network von Festo, der
OctopusGripper, wie Greifer der Zukunft
aussehen und arbeiten können.

Greifen wie ein Oktopus
Der OctopusGripper ist ein bionischer
Greifer, abgeleitet und inspiriert vom
Oktopus-Tentakel. Er besteht aus einer
weichen, pneumatisch angesteuerten
Silikonstruktur. Wird diese mit Druckluft
beaufschlagt, krümmt sich das bionische
Tentakel nach innen und legt sich form-
schlüssig um das jeweilige Greifgut.
Wie beim Original aus der Natur verfügt
die Innenseite des Silikon-Tentakels über
zwei Reihen von Saugnäpfen. Die kleinen
Saugnäpfe an der Greiferspitze wirken
passiv und halten das Greifgut zusätzlich,
die größeren Saugnäpfe sind mit einer
Vakuumleitung verbunden und können
während des Greifvorgangs aktiv geregelt

werden.

2.2017 trends in automation

Kompass

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Technisch einfach umgesetzt
Sobald sich das pneumatische Tentakel
um ein Greifgut wölbt, wird an den Saug-
näpfen ein Vakuum angelegt, mit dem
es sicher am Greifer haftet. Zum Befüllen
mit Druckluft verfügt das Tentakel in sei-
nem Rücken über eine längs verlaufende
Kammer. Ein umschließender Textilmantel
begrenzt deren Ausdehnung und schützt
das Silikon vor Beschädigungen.

Formenvielfalt im Griff
Indem der OctopusGripper schlüssiges
Greifen mit sicherem Anhaften kombi-
niert, eignet er sich für eine Vielzahl von
Objekten mit unterschiedlichen Formen
und Geometrien, glatter Oberfl äche und
hoher Empfi ndlichkeit. Doch das bioni-
sche Tentakel kann noch mehr. Es erfüllt
auch die hohen Anforderungen der Soft-
robotik und kann für die unmittelbare
Zusammenarbeit mit dem Menschen ein-
gesetzt werden – denn auch die übrigen
in der Struktur verbauten Materialien sind
elastisch. Damit stellt der Greifer für den
Menschen selbst im unmittelbaren Kontakt
keine Gefahr dar.

Für eine sichere Zusammenarbeit
Um ihn auf den Einsatz in der industriel-
len Praxis vorzubereiten, erprobt Festo
den OctopusGripper gleich an zwei
pneumatischen Leichtbaurobotern: am
BionicMotionRobot und am BionicCobot.

Wie das bionische Tentakel ebenfalls im
Bionic Learning Network entwickelt, sind
beide Roboter konstruktionsbedingt nach-
giebig und lassen sich in ihrer Kinematik
stufenlos versteifen. So können sie direkt
mit dem Anwender interagieren. Selbst
für den Fall einer physischen Begegnung
zwischen Mensch und Maschine erweisen
sich sowohl BionicMotionRobot als auch
BionicCobot als ungefährlich und brauchen
nicht wie konventionelle Fabrikroboter
vom Anwender per Abschirmung getrennt
zu werden.

Digitale Pneumatik per Apps
Die vielseitigen Bewegungsabläufe der
beiden Roboter, zusammen mit der exak-
ten Dosierung von Druckluft und Vakuum
im OctopusGripper, ermöglicht das Festo
Motion Terminal. Es regelt sowohl den je-
weiligen Roboterarm als auch den Greifer.
Die pneumatische Automatisierungsplatt-
form vereint mit ihrer Softwaresteuerung
per Apps die Funktionalitäten von über
50 Einzelkomponenten in sich.

Auf Basis digitalisierter Pneumatik und
dank seiner weichen Struktur bietet der
OctopusGripper ein großes Anwendungs-
potenzial für die kollaborativen Arbeits-
räume von morgen. Durch den Einsatz
einer pneumatischen Kinematik mit vaku-
umbasierter Haltekraft verfügt er bereits
heute schon über die Fähigkeiten, unter-
schiedlichste Greifaufgaben in der
Industrie zu lösen.

Mehr Informationen und
bewegte Bilder fi nden Sie auf
www.festo.com/octopusgripper

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Oktopus auf Elefantenrüssel

Ein in seiner Bewegungsdynamik nahezu
perfekt anmutendes Zusammenspiel mit
dem OctopusGripper ermöglicht der
BionicMotionRobot. Sein natürliches Vorbild
ist der Elefantenrüssel. Wie dieser ist der
pneumatische Leichtbauroboter gleicher-
maßen feinfühlig und sanft, kraftvoll und
dynamisch. Sein mit zwölf Freiheitsgraden
hohes Maß an Beweglichkeit verdankt der
BionicMotionRobot drei flexiblen Grundseg-
menten, die jeweils von vier pneumatischen
Faltenbälgen bewegt werden. Durch seinen
modularen Aufbau kann der Roboterarm die
natürlichen Bewegungen seines biologischen
Vorbilds fließend umsetzen. Der Vorgänger
des künstlichen Elefantenrüssels, der Bioni-
sche Handling-Assistent, wurde bereits 2010
der Öffentlichkeit vorgestellt und mit dem
Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

www.festo.com/bionicmotionrobot

Natürliches Vorbild: greifen wie
die Tentakel des Oktopus.

Vielseitige Einsatzvarianten: der flexible
Greifer am BionicCobot.

2.2017 trends in automation

Kompass

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D

ie Digitalisierung der Produktion
eröffnet neue Möglichkeiten in
den Bereichen der Steuerung,
Sensorik und Aktorik. Maschi-

nen lernen, ihre Umwelt in vielen Facet-
ten und mit zahlreichen Details wahrzu-
nehmen und auch den Menschen besser
zu er kennen. Die klassische Rollenver-
teilung in der industriellen Fertigung
hebt sich dadurch zusehends auf. Sind
Mensch und Maschine heute meist noch

durch Sicherheitsabschirmungen vonein-
ander getrennt, so teilen sie sich in Zu-
kunft immer häufiger einen Arbeitsraum.
Doch dafür müssen Roboter sicherstel-
len, dass sie den Anwender keinesfalls
gefährden. Wie sich dies heute schon in
der  Auto mati sierungspraxis  umsetzen
lässt, zeigt der BionicCobot. Digitalisierte
Pneumatik verleiht ihm ein hohes
Maß an Nachgiebigkeit, Flexibilität und
Präzision.

BionicCobot: pneumatischer Leichtbauroboter mit menschlicher Bewegungsdynamik

Zusammenspiel

Die Anforderungen an die Produktion der Zukunft sind vielfältig und verändern
sich schneller als je zuvor. Dieser industrielle Wandel verlangt ein neuartiges
Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Mit dem BionicCobot hat Festo erst-
mals einen pneumatischen Leichtbauroboter entwickelt, der unmittelbar und sicher
mit dem Menschen zusammenarbeiten kann.

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Der Arm geht zur Hand
Der bionische Roboterarm führt vor
Augen, wie die manuelle Arbeit des Men-
schen und die automatisierte Aktion des
Roboters in einem kollaborativen Arbeits-
raum miteinander verschmelzen. Nicht nur
in seiner Erscheinung ist der BionicCobot
dem menschlichen Arm nachempfunden,
auch seine Kinematik orientiert sich am
biologischen Vorbild – von der Schulter
über den Oberarm, den Ellbogen, Elle und
Speiche bis hin zur Greifhand. Sein Ago-
nist-Antagonist-Antriebskonzept verleiht
ihm viel Bewegungsdynamik und eine
einstellbare Steifigkeit, ganz wie beim
menschlichen Oberarm das Zusammen-
wirken von Bizeps und Trizeps.

Analog zu den Blutgefäßen und Nerven-
strängen im menschlichen Körper verlau-
fen die Druckluftleitungen im Inneren des
Roboterarms und versorgen gut geschützt
die pneu matischen Schwenkflügel-Antrie-
be der sieben Gelenke. Durch sein hohes
Maß an integrierter Flexibilität und Si-
cherheit ermöglicht der BionicCobot dem
Bediener eine neue Form der Zusammen-
arbeit. Die Maschine wird zum Partner,
dem der Mensch per Tablet Interface intu-
itiv zu verstehen gibt, wie er ihn unterstüt-
zen und ihm je nach Aufgabe hilfreich zur
Hand gehen kann.

Impulse geben die Richtung an
Der BionicCobot ist das Ergebnis der
aktuellen Forschungsarbeiten des Bionic
Learning Network. Als Impulsgeber der
Industrie-Automatisierung gehört das
Mitgestalten von Produktions- und Arbeits-
welten der Zukunft zu den Kernkompeten-
zen von Festo. Im Verbund mit externen
Partnern sucht das Unternehmen nach na-
türlichen Phänomenen und Wirkprinzipien,
die sich auf die Technik übertragen lassen.
Im Fokus stehen dabei auch bionische
Leichtbauroboter, die aufgrund ihrer na-
türlichen Bewegungsmuster und der ein-
gesetzten Pneumatik wie geschaffen sind
für kollaborative Arbeitsräume. Zudem
können sie eine kosteneffiziente Alterna-
tive zu klassischen Roboterkonzepten
darstellen.

Software-Architektur:
• User Interface: .............................. C#-WPF-Applikation
• Berechnung und Bahnplanung: .... Robot Operating System (ROS)
• Steuerung und Regelung: ............. Festo Motion Terminal

Technische Daten

• Freiheitsgrade: ............. 7
• Eigengewicht: ............... ca. 6 kg
• Nutzlast: ....................... ca. 1,5 kg
• Positionsgenauigkeit: .... 1 mm

System zeigt seine sensitive Seite
Für den direkten Kontakt zwischen
Mensch und Maschine bietet die Pneuma-
tik einen entscheidenden Vorteil: ihre sys-
temeigene Nachgiebigkeit. Wird ein Aktor
mit komprimierter Luft befüllt, lässt sich
die erzeugte Bewegung hinsichtlich Ge-
schwindigkeit, Kraft und Steifigkeit exakt
einstellen. Im Falle einer Kollision gibt das
System nach und stellt keine Gefahr für
den Menschen dar.

Während die Stärken pneumatischer
Antriebe traditionell in der einfachen Hand-
habung und ihrer Robustheit, geringen
Anschaffungskosten und einer hohen Leis-
tungsdichte liegen, zeigen sie sich auf dem
Gebiet der Leichtbauroboter von ihrer an-
deren nachhaltigen und flexiblen Seite.

2.2017 trends in automation

Kompass

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App steuert die Pneumatik
In seiner heutigen Form ermöglicht hat
den BionicCobot auch das neue Festo
Motion Terminal. Die pneumatische Auto-
matisierungsplattform vereint mit ihrer
Softwaresteuerung per Apps in sich die
Funktionalitäten von über 50 Einzelkom-
ponenten. Damit eröffnet die Digitalisie-
rung der Pneumatik völlig neue Anwen-
dungsgebiete, die bisher der elektrischen
Automatisierung vorbehalten waren.

Das Festo Motion Terminal kombiniert
hochpräzise Mechanik und Sensorik mit
komplexer Steuerungs- und Messtechnik
auf engstem Raum. Mit den internen
Regelalgorithmen der Motion Apps und
den verbauten Piezoventilen lassen sich
Durchflüsse und Drücke exakt dosieren
und in mehreren Kanälen gleichzeitig vari-
ieren. Dies ermöglicht sowohl kraftvolle
und schnelle als auch weiche und fein-
fühlige Bewegungsabläufe.

Mensch teacht Technik intuitiv
Die Bedienung des BionicCobot erfolgt
intuitiv per Tablet und grafischem User
Interface. Arbeitsschritte lassen sich per
Drag and Drop in einer Zeitleiste frei
an einanderreihen. Der komplette Bewe-
gungsablauf wird virtuell abgebildet und
parallel simuliert. Schnittstelle zwischen
Tablet Interface und Festo Motion Terminal
ist die Open-Source-Plattform Robot
Operating System, kurz ROS, auf der die
Bahnplanungen der Kinematik berechnet
werden. Das ROS interpretiert den einge-
henden Code aus dem Tablet und leitet die
daraus resultierenden Achskoordinaten
an das Motion Terminal weiter. Auf Grund-
lage der Koordinaten regelt das Motion
Terminal über seine internen Algorithmen
den jeweiligen Druck in den Luftkammern
und bestimmt die Position der einzelnen
Achsen. Die eingehenden Sensordaten
der sieben Gelenke fließen in Echtzeit in
die Aktionen ein.

Natürliche Bewegung schafft Vertrauen
Neben dem Tablet Interface verfügt der
Anwender über ein manuelles Bedienfeld
am Greifgelenk des BionicCobot. Über
dessen blaue LED-Beleuchtung kann auch
der Roboter mit dem Nutzer kommuni-
zieren – etwa um einen Wartemodus
an zuzeigen oder Warnhinweise zu senden.

Denkbares Zukunftsszenario: der
BionicCobot als unterstützendes
Assistenzsystem in der Montage.

Intuitive Bedienbarkeit: Mit dem
Tablet Interface kann der Roboterarm
problemlos geteacht werden.

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Ringförmige
LED-Beleuchtung

Drucksensoren-Paar

Manuelles Bedienfeld

Einstellbares Lager

Lagerwelle mit Energie-
durchführung

Pneumatischer
Schwenkflügel

Dichtungspatronen

Luftverteilerplatte mit
QS-Verschraubungen

Absolut-Encoder mit
CAN-Bus

Mehr Informationen und
bewegte Bilder finden Sie auf
www.festo.com/bioniccobot

Kommt es dennoch zu einer physischen
Begegnung, gibt der Roboterarm automa-
tisch nach und stellt keine Gefahr für den
Menschen dar. Die natürlichen Bewegun-
gen des BionicCobot sorgen für ein großes
Maß an Vertrautheit und eine hohe Akzep-
tanz seitens des Menschen und bilden
so die Grundlage einer engen Zusammen-
arbeit.

Ergonomisch arbeiten, besser leben
In der Arbeits- und Lebenswelt von morgen
öffnet der BionicCobot neue Möglichkei-
ten, Menschen bei monotonen oder ge-
fährlichen und ungesunden Bewegungs-
abläufen zu entlasten, die Ergonomie am
Arbeitsplatz zu verbessern und die Produk-
tivität zu steigern. In der Produktion, im
Handwerk und im Service oder der Pflege
können zukünftig Arbeitsschritte mit Hilfe
des pneumatischen Leichtbauroboters
einfach und wirtschaftlich teilautomatisiert
werden. Die speziell entwickelten Soft-
waretechnologien, wie das User Interface,

lassen sich auf andere Roboterkinemati-
ken übertragen. Der BionicCobot greift
heute bereits im wahrsten Sinn des Wor-
tes Szenarien auf, die in einer nicht allzu
fernen Zeit zum Alltag gehören werden –
in der Fabrik der Zukunft genauso wie im
Wohn-, Gesundheits- und Serviceraum.

Für eine sichere und ergonomische
Arbeits- und Lebenswelt arbeitet das
Bionic Learning Network von Festo
kontinuierlich an weiteren wegweisenden
Lösungen. Unter www.festo.com/bionik
berichten die Experten regelmäßig über
ihre neuesten Entwicklungen.

Ausgeklügeltes Zusammenspiel: das neuartige
Antriebskonzept des sieben achsigen Roboterarms.

2.2017 trends in automation

Kompass

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Sichere Cloud-L ösung: IoT-Gateway CPX-IoT

Startklar  zum  Verbinden

Vier Faktoren treiben Industrie 4.0 und das Internet der Dinge an: Vernetzung,
Anpassungsfähigkeit, Energieeffizienz und neue Business-Modelle. Das IoT-Gateway
CPX-IoT ist das Tor zu einer sicheren Cloud-Lösung. Mit ihr können Maschinen- und
Anlagenbauer sowie Endkunden durch bessere Vernetzung und Anpassungsfähigkeit
von Systemen ihre Gesamtanlageneffektivität deutlich erhöhen.

D

ie komplette Vernetzung der
Dinge wird das Geschäftsleben
der Zukunft vereinfachen. Im Mit-
telpunkt stehen dabei für Festo

Industrie-4.0-fähige Produkte und Lösun-
gen, wie etwa die digitalisierte Pneumatik
mit dem Festo Motion Terminal. Das Haupt-
ziel ist die Integration vieler Funktionen
über Systemgrenzen hinweg. Dafür sind
mehrere Voraussetzungen notwendig:
neben einer gemeinsamen Referenzarchi-
tektur, in der die Industrie-4.0-fähigen Pro-
dukte kollaborieren und sich austauschen
können, auch Gateways und Schnitt-
stellen. Diese bringen die gewonnenen
Informationen dorthin, wo sie ausgewertet
und interpretiert werden können, z.B. in
die Festo Cloud.

Digitaler Zwilling
Festo verankert seine Produkte und Lösun-
gen deshalb mit Hilfe digitaler Zwillinge
in der gemeinsamen Verwaltungsschale
dieser Referenzarchitektur. Alle Pro dukte,
auch das IoT-Gateway, sind mit einem

Typenschild inklusive eines Data-Matrix-
Codes ausgestattet, dem so genannten
Festo Product Key. Dieser bietet Zugang
zu einer Fülle von Informationen: der
Schlüssel in die Welt der Industrie 4.0.

Punktgenaue Datenanalyse
Das IoT-Gateway ist die erste Lösung für
Internet-der-Dinge-fähige Elemente und
Dashboards von Festo, die auf den Markt
kommt: CPX-IoT verbindet Komponenten
und Module aus der Feldebene, wie etwa
das Festo Motion Terminal, das Energy-
Monitoring-Modul MSE6-E2M oder Hand-
ling-Systeme, über ihre OPC-UA-Schnitt-
stelle mit der Festo Cloud. Die Cloud er -
möglicht die Aufbereitung und Über-
wachung der Daten. Damit lassen sich
Trendanalysen ableiten, aber auch Früh-
warnsysteme und automatische Benach-
richtigungen bei Zwischenfällen einrich-
ten. Relevante Informationen werden im
be nötigten Format und zum gewünschten
Zeitpunkt kommuniziert. Das IoT-Gateway
CPX-IoT ermöglicht vorkonfigurierte und

Sicherer Weg in die Festo Cloud und exklusiver
Zugang zur individuellen Digitalisierung: das
IoT-Gateway CPX-IoT.

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„Mit dem IoT-Gateway stößt

Festo das Tor zu sicheren

Cloud-Lösungen weit auf.“

Dr. Michael Hoffmeister, Digital Business, Festo

individualisierbare Dashboards im Web-
browser mit Diagrammen und Ampel-
anzeigen für jedes Festo Element. Spezi-
fi sche Widgets, also Komponenten einer
Benutzeroberfl äche, sorgen ebenso für
Klarheit wie Diagramme für Energieüber-
wachung, vorbeugende Instandhaltung
oder Leistungskennzahlen für den Prozess
und zur Steigerung der Gesamtanlagen-
effektivität: Die Condition-Monitoring-
Lösung verbessert die Fehlerdiagnose

und -analyse, schafft Transparenz über
Energieverbräuche, liefert grafi sch aufbe-
reitete, übersichtliche Informationen und
hält historische Daten bereit.

Start frei für IoT-Systeme
Erster Nutznießer des IoT-Gateway ist das
kleinbauende Handling-System YXMx. Das
Gateway überträgt die gesammelten Daten
auf ein Dashboard. Die klaren Statusan-
gaben in Echtzeit erleichtern die Diagnose

und machen eine punktgenaue präventive
Wartung möglich. Die Vorteile des klein-
bauenden Handling-Systems verstärken
sich durch das IoT-Gateway nochmals
deutlich: Die verkaufsfähige Systemlösung
aus Kinematik mit Steuerung, entsprechen-
den Software-Paketen zu Bewegungsauf-
gaben, Condition Monitoring und jetzt
auch einer App zur cloudba sierten Visua-
lisierung senkt die Time to Market für
Anlagen- und Maschinenbauer signifi kant.

Maschinenbauer können das funktions-
fertige System einfach in die Applikations-
umgebung der Maschinen einbinden.
So lassen sich Zeiten für das Engineering,
aber auch für Programmierung und Inbe-
triebnahme einsparen. Diese Lösung
erschließt ganz neue Einsparpotenziale.
Maschinen- und Anlagenhersteller können
sich dadurch voll auf ihre Kernkompeten-
zen konzentrieren.

www.festo.de/iot
www.festo.de/yxmx

Kinematik mit Steuerung, Software-Pakete zu Bewegungsaufgaben und Condition Monitoring
sowie mit App zur cloudbasierten Visualisierung: das kleinbauende Handling-System YXMx.

2.2017 trends in automation

Impulse

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trends in automation : Sie sind nun fast ein Jahr im

Wissenschaftsrat. Geben Sie uns doch einen Einblick
in die Arbeit dort.

Dr. Peter Post: Wissenschaftler unterschiedlichster Diszi-
plinen wie Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin
und Sozialwissenschaften beraten in der wissenschaftlichen
Kommission die zuvor in Fachausschüssen erarbeiteten
Vorlagen. Die so vorabgestimmten Empfehlungsvorlagen
mit den entsprechenden Änderungen werden anschließend
in der Sitzung der Verwaltungskommission nochmals be-
sprochen. Die Verwaltungskommission besteht aus Staats-
sekretären verschiedener Bundesministerien und den
Wissenschaftsministern der Länder bzw. deren Vertreter.

Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der beiden Kommis-
sionen werden dann die Empfehlungen des Wissenschafts-
rats gemeinsam verabschiedet, darüber hinaus aber auch
Grundsatzfragen erörtert und neue Initiativen auf den Weg
gebracht. Ich finde diesen interdisziplinären Austausch und
auch die konsensorientierten Abstimmungsprozesse immer
sehr spannend und anregend.

Welche Themen werden dort besprochen?

Post: Wir beschäftigen uns mit grundsätzlichen Fragen zur
Gestaltung von Wissenschaft und Forschung in Deutschland.
Beispielsweise geht es um Strategien für die Hochschullehre
oder um die regionale Vernetzung von universitären und
außeruniversitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen
und auch Anwendungspartnern. Wir erarbeiten auch Emp-
fehlungen und Entscheidungsgrundlagen, welche großen

Investitionen in die Forschungsinfrastrukturen in der
kommenden Legislaturperiode getätigt werden sollen.

Sie sind seit 1989 bei Festo. Was hat sich bis heute

insbesondere in der Industrieforschung getan?

Post: Sehr viel. Früher hat man sich vorrangig auf produkt-
bezogene Probleme zum Beispiel innerhalb der Pneumatik
oder der Steuerungstechnik konzentriert und dann auf Basis
von physikalisch-mathematischem Know-how Lösungsan-
sätze weiter vorangetrieben. Heute rückt die Anwendung
viel stärker in den Fokus. Prägend für die heutige Forschungs-
arbeit ist ein wesentlich offenerer Ansatz im Sinne eines
Open-Innovation-Konzeptes. Alle Beteiligten sind dabei in
den Forschungsprozess einbezogen, von Kunden und Liefe-
ranten bis hin zu Forschungsnetzwerken. So erhalten alle
von vorneherein unterschiedliche Sichten auf die Problem-
stellungen. Die Unternehmen können dann gezielt Lösungen
für den Markt generieren.

Weshalb lohnt es sich auch für kleinere und mittlere

Unternehmen, sich nachhaltig in diesen Netzwerken und
Forschungsclustern zu engagieren?

Post: Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit strategischen
Partnern besitzt für nahezu jedes Unternehmen einen hohen
Stellenwert. Durch aktive Netzwerkarbeit und den Austausch
mit Partnern können Unternehmen Impulse aus dem globalen
Forschungsumfeld rasch aufgreifen. Angewandte Forschung
leistet einen großen Beitrag zur technologischen Zukunftssi-
cherung unserer Unternehmen – auch von Festo. Dabei geht
es einerseits um die im Kontext von Industrie 4.0 diskutierten

Interview: Forschungspartnerschaften

Forschung  verbindet

Warum gemeinsame Forschung mit anderen Unternehmen, Verbänden,
Forschungseinrichtungen und Instituten wichtig ist und alle Beteiligten voran-
bringt, darüber spricht im Interview Prof. Dr. Peter Post, Leiter Applied Research
bei Festo. Er wurde Anfang 2017 vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik
Deutschland in den Wissenschaftsrat berufen.

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„Miteinander forschen

heißt gemeinsam die

Zukunft bewegen.“

Prof. Dr. Peter Post, Leiter Applied Research, Festo

Chancen, die sich aus der Nutzung von Digitalisierungs-
technologien im industriellen Umfeld ergeben, andererseits
aber auch um die kontinuierliche Weiterentwicklung von
klassischen Basistechnologien. Übergreifende Netzwerke
von Unternehmen gemeinsam mit den Instituten der anwen-
dungsorientierten Forschung entfalten hier eine große
Hebelwirkung. Miteinander forschen heißt gemeinsam die
Zukunft bewegen.

Wo verorten Sie die Industrieforschung heute?

Post: Wir alle sind an der Schnittstelle zu den wissenschaft-
lichen, anwendungsorientierten Lösungen, die im Bereich
von technisch orientierten Forschungsinstituten und Hoch-
schulen entwickelt wurden. In dieser Transferfunktion greifen
wir die Forschungsthemen auf und setzen sie in den ent-
sprechenden industriellen Kontext. Auf der anderen Seite
besteht für uns forschende Unternehmen auch der Auftrag,
der Wissenschaft in einem kontinuierlich geführten Dialog
immer wieder Impulse aus der Anwendung zurückzugeben.

Können Sie uns ein Beispiel nennen?

Post: Nehmen wir die industrielle Gemeinschaftsforschung
in der Fluidtechnik. Die deutsche Fluidtechnik gilt als tech-
nologisch führend in der Welt. Durch die gemeinsame Bear-
beitung zukunftsfähiger Themenstellungen schafft diese
Forschung Wettbewerbsvorteile für die gesamte Branche.
Dabei ist die bewährte Form der vorwettbewerblichen Ge-
meinschaftsforschung hervorragend geeignet. Hier partizipie-
ren neben den größeren industriellen Partnern auch kleinere
Firmen an den Forschungsprojekten – mit vertretbarem

personellen Einsatz. Auch ein Forschungsprojekt wie OPAK,
die Offene Engineering-Plattform für autonome mechatroni-
sche Automatisierungskomponenten in funktionsorientierter
Architektur, trägt durch eine offene, standardisierte Beschrei-
bungssprache dazu bei, dass kleine und mittelständische
Unternehmen mit weniger Ressourcen für die Forschung den
technologischen Anschluss nicht verlieren.

In welchen Feldern sollten sich Unternehmen in der

gemeinsamen Forschung engagieren?

Post: Jedes Unternehmen, das sich an gemeinsamer For-
schung beteiligt, sollte sich ganz bewusst Forschungsfelder
aussuchen, die sie zuerst technologisch weiterbringen. Ob
das Fragen wie die Mensch-Technik-Kooperation, die Digitali-
sierung der Automatisierung oder die zukünftige Rolle des
Menschen in der Automatisierung sind, die Festo besonders
stark interessieren, muss jedes Unternehmen für sich be-
antworten. Sind diese Felder identifiziert und neue Koope-
rationen eingegangen, bekommt das Unternehmen häufig
einen positiven Schub – so ist zumindest meine Erfahrung.
Nicht nur technologisch, auch für die Gewinnung hoch-
qualifizierter Mitarbeiter ist dieses Engagement elementar.

Die Zukunft im Blick. Lesen Sie mehr über Netzwerke/
Kooperationen und über die Forschungsfelder für die
Produktion von morgen:

www.festo.com/forschung

2.2017 trends in automation

Impulse

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19

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Camembert

Toulouse

Paris

Bry-sur-Marne

Lyon

Col du Télégraphe

Col du Galibier

Lille

Bordeaux

Sarreguemines

Frankreich ist mehr als nur das größte Land Westeuropas.

Frankreich ist ein Mythos – nicht nur wegen raffinierter Speisen

und Weine. Über Jahrhunderte ist es ein Quell von Ideen und

Erfindungen, die weltweit Politik und Gesellschaft, Philosophie

und Kunst, Technik und Wissenschaften prägen.

Tour de

France

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1

Baguette, Käse, Rotwein – typisch Frank-
reich?! Ein bisschen schon. Alles drei passt
zumindest gut zusammen. Und welche
Landeshauptstadt kürt schon jährlich sein
bestes Baguette. Im diesjährigen Wettbe-
werb traten 200 Pariser Bäckereien gegen-
einander an. Der Sieger des „Grand Prix de
la Baguette“ erhält neben Preisgeld und
steigendem Bekanntheitsgrad noch eine
ganz besondere Ehre: Er darf ein Jahr lang
den Elysée-Palast und damit sozusagen
jeden Morgen den französischen Präsi-
denten beliefern.

Genau wie das Baguette bei keiner
Mahlzeit fehlen darf, so krönt Käse den
Abschluss jedes Essens. Die Käsesorten
– manche reden von 400, andere von bis
zu 1000 – werden ausschließlich in den
jeweiligen französischen Regionen – mit
ihren klimatischen Besonderheiten, ihrer
Landwirtschaft und ihren kulinarischen
Traditionen  –   hergestellt.  Wie beispiels-
weise der Camembert. Der kleine, runde
Weichkäse ist der meist kopierte Käse der
Welt. Dass gutes Essen zur französischen

Lebensart gehört, daran besteht kein
Zweifel. Bouillabaisse, Coq au vin, Crêpes
Suzette, Crème brûlée, ... Nicht ohne Grund
gehört Frankreich auch zu den Top 3 der
Länder mit den meisten 3-Sterne-Köchen
weltweit.

Zum guten Essen gehört auch für viele ein
Gläschen Wein. Frankreich gilt als Weinna-
tion und Weinbauland schlechthin, obwohl
es bei der Weinerzeugung an zweiter Stelle
und bezüglich der Größe der Rebfläche an
dritter Stelle rangiert. Die Griechen brach-
ten um 600 v. Chr. die ersten Reben ins
Land. Die Franzosen aber kultivierten sie
so weit, dass sich heute internationale
Standards an den Weinen Frankreichs
orientieren. Die wohl bekannteste fran-
zösische Weinlage ist das Gebiet rund
um Bordeaux. Und in der
Champagne gibt es rund
100 Sorten des gleich-
namigen prickelnden
Schaumweins, der in alle
Welt exportiert wird.

1. Etappe

2.2017 trends in automation

Synergien

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2

Frankreich ist vielseitig und vielfältig
und ist natürlich nicht nur Paris. Dennoch
stand   über Jahrhunderte hinweg die Stadt
an der Seine im Mittelpunkt und blickt auf
eine lange, geschichtsträchtige, spannende
und aufregende Vergangenheit zurück.
52 v. Chr. eroberten Römer „Lutetia“, das
heutige Paris. Mit dem Einzug der Römer
wuchs die Stadt. 508 n. Chr. ernannte
der fränkische König Chlodwig sie zur
Hauptstadt des Landes. Ludwig der XIV.,
der Sturm auf die Bastille und Napoleon
Bonaparte sind fester Bestandteil der
Geschichtsbücher. Auch technische Er-
rungenschaften fanden ihren Ursprung in
Paris. So wurde beispielsweise das erste
öffentliche Radioprogramm in Europa

1921 vom Eiffelturm aus gesendet, knapp
15 Jahre später das erste französische
Fernsehprogramm. Die kühne Eisenkons-
truktion, erbaut 1898, und bis 1930 das
höchste Gebäude der Welt, steht heute
also auch für ein Stück Hörfunk- und
Fernsehgeschichte.

Eine ganz besondere Verbindung ging
Paris mit Lyon 1981 ein. Der erste Hochge-
schwindigkeitszug verband die Hauptstadt
mit der industriell gesehen zweitwichtigs-
ten Stadt Frankreichs. Mit 260 Stunden-
kilometern preschten die ersten Züge über
die Neubaustrecke. Nur acht Jahre später
eroberten sie mit bis zu 300 Stundenkilo-
metern auch den Südwesten des Landes.

2. Etappe

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3

4

4. Etappe

Seit 42 Jahren ist der Pariser Prachtbou-
levard, die Champs-Elysées, das Ziel der
Radprofis. Die Tour de France gilt neben
den Olympischen Spielen und der Fußball-
weltmeisterschaft als eine der beliebtesten
Sportveranstaltungen weltweit. In diesem
Jahr legten die Radrennfahrer eine Ge-
samtstrecke von 3540 Kilometern zurück
und machten zudem Station in den drei
Nachbarländern Deutschland, Belgien und
Luxemburg. In Frankreich selbst wurden
34 Departements durchquert. Es ging

über die Vogesen, den Jura, die Pyrenäen,
das Zentralmassiv und die Alpen. Immer
wieder beeindruckend, wie die Ausdauer-
sportler den 11 Kilometer langen Anstieg
auf dem französischen Alpenpass Col
du Télégraphe als Aufgalopp zum weit
berühmteren Col du Galibier erklimmen.
Nichtsahnend, dass ein Stück französi-
scher Technikgeschichte dem Pass seinen
Namen gab. Zur Zeit der Französischen
Revolution stand hier einer von vielen Tele-
graphentürmen, 1793 vom französischen
Techniker und Geistlichen Claude Chappe
entwickelt. In einem ersten Versuch

gelang es ihm, mit Hilfe des so genannten
Optischen Telegraphen Nachrichten über
eine Strecke von 26 Kilometern zu über-
tragen. Und wenig später brachte es die
erste Telegraphenlinie zwischen Paris und
Lille für die benötigte Strecke von 230 Kilo-
metern mit 23 Stationen auf nur 32 Minu-
ten. Inmitten der Wirren der Französischen
Revolution und der Napoleonischen Kriege
entwickelte sich die optische Telegraphie
so zu einem funktionierenden Telekom-
munikationsmedium fort, das im Laufe der
Zeit über 500 Stationen und insgesamt
4000 Kilometer verfügte.

3. Etappe

Paris galt schon immer als Stadt der Liebe
und als perfekte Kulisse für Filmemacher
aus aller Welt. Ob künstlich erschaffen in
den Hollywood-Studios für „Ein Amerika-
ner in Paris“ mit Gene Kelly oder in den
beeindruckenden Sälen des Louvre für die
Verfilmung des Bestsellers „Der Da-Vinci-
Code“ mit Tom Hanks. Die Stadt an der
Seine zählt mit bis zu 10 Filmdrehs pro Tag
zu den Top-Drehorten. Paris besticht durch
seine weltberühmten Bauten, seine großen
herrschaftlichen Boulevards, schönen Plät-
ze und Viertel. Wer sich für Kunst interes-
siert, der kann in den zahlreichen Museen
die Meisterwerke der großen französi-
schen Maler in Ruhe betrachten oder bei
einem Spaziergang durch das Künstlervier-
tel Montmartre auf den Spuren der zahl-
reichen Künstler wandeln, die hier im 19.
und 20. Jahrhundert lebten und wirkten.
Manet, Monet, Renoir, Picasso, Matisse, …

Paris war auch seit jeher Inspiration für
Schriftsteller. Entweder als Handlungsort
oder als Mittelpunkt der literarischen
Szene. Flaubert, Zola, Hugo, Verne, Camus,
Sartre. Das Pariser Viertel Saint-Germain-
des-Prés war in der Nachkriegszeit der
intellektuelle Mittelpunkt Europas. „Wenn
du das Glück hattest, als junger Mensch
in Paris zu leben, dann trägst du die Stadt
den Rest deines Lebens in dir, wohin du
auch gehen magst, denn Paris ist ein Fest
fürs Leben.“ So beschrieb es einst Ernest
Hemingway.

2.2017 trends in automation

Synergien

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Foto: © Airbus

P. Pigeyr

e/master fi

llms

5

Fläche: 643.801 km

2

Einwohner: 66,9 Millionen
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner/km

2

Bevölkerungswachstum: 0,4 Prozent (2016)
BIP: 2.225,9 Mrd. Euro (2016), 2017: 2.278,7*

*geschätzt

Wirtschaftswachstum nach Sektoren (2016)
• Elektro/Elektronik/IT:
3,5 Prozent
• Maschinen u. Ausrüstungen: 2,7 Prozent
• Information u. Kommunikation: 2,8 Prozent
• Transportmittel: 7,0 Prozent

5. Etappe

Technik spielt auch heute noch eine große
Rolle in Frankreich und ist eng verbunden
mit erfolgreicher Industrie. Beispielsweise
im sonnenverwöhnten französischen Sü-
den, auch Midi genannt. Dort in Toulouse
befi ndet sich das Zentrum der französi-
schen Luft- und Raumfahrtindustrie, einer
Branche, die wie keine andere für franzö-
sische Industriepolitik steht. Airbus stützt
sich auf Verbindungen, auf Partnerschaf-
ten: Der Konzern entstand als Netzwerk
mehrerer europäischer Länder. Besonders
stolz ist man in Toulouse, dass dort die
Endmontage des A380, des größten Passa-
gierfl ugzeugs der Welt, angesiedelt ist.
Doch die Luft- und Raumfahrtindustrie ist
nur eine Branche für die Automatisie-
rungstechnik.

„Basis des seit Jahrzehnten andauernden
stabilen Wachstums von Festo Frankreich
ist die feste Verankerung in der französi-
schen Wirtschaft. Festo ist Partner vieler
namhafter französischer und international
agierender Maschinen- und Anlagen-
bauer sowie Endkunden wie etwa Renault-
Nissan, PSA, Michelin oder Valeo aus der
Automobilindustrie, Danone oder L’Oréal
aus der Konsumgüterindustrie, um nur
einige wenige zu nennen“, berichtet Jean-
Michel Tasse, Geschäftsführer von Festo
Frankreich. Die enge Vernetzung mit Indus-
trieverbänden, Forschungseinrichtungen
und Hochschulen sorgt dafür, dass Festo
Frankreich einen entscheidenden Beitrag
bei der Digitalisierung der französischen
Industrie leisten kann.

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„Unsere Vernetzung mit Industrie-

verbänden, Forschung und Hoch-

schulen hilft uns, entscheidend zur

Digitalisierung der französischen

Industrie beizutragen“

Jean-Michel Tasse, Geschäftsführer Festo Frankreich

6

6. Etappe

Zurück zum östlichen Stadtrand von Paris.
In Bry-sur-Marne liegt das Headquarter
von Festo Frankreich. Alles begann aber
am deutsch-französischen Grenzfluss
Saar: In Sarreguemines gründete Festo
im Jahr 1957 seine zweite Auslandsgesell-
schaft. Das war auch das Jahr der Römi-
schen Verträge zur Gründung der Europäi-
schen Gemeinschaft für Kohle und Stahl,
dem Vorläufer der heutigen Europäischen
Union. Damit schufen die Nachkriegspoli-
tiker aus Frankreich, Deutschland, Italien
und den Benelux-Staaten das erfolg-
reichste politische und wirtschaftliche
transnationale Netzwerk, das jemals auf
europäischem Boden bestand und das
eine lange Phase von wirtschaftlichem
Wachstum und Wohlstand einläutete.

Die Nachfrage nach pneumatischer Auto-
matisierungstechnik wuchs in Frankreich
ähnlich stark wie in Deutschland, so dass
es notwendig wurde, 1972 die Aktivitäten
von Festo ins politische und wirtschaftliche
Zentrum in die Region Paris zu verlegen.
Auch Festo Didactic spielt in Frankreich
eine bedeutende Rolle sowohl in der auto-
matisierungstechnischen Aus- und Weiter-
bildung an gewerblichen Ausbildungs-
zentren, Berufs- und Hochschulen als auch
beim Thema Industrie 4.0. So betreiben
beispielsweise Festo und SAP gemeinsam
die so genannte Open Integrated Factory
bei SAP in Levallois-Perret bei Paris. An-
hand der Nachbildung einzelner Stationen
einer Montageanlage, basierend auf dem
Lernsystem CP Factory von Festo Didactic,
zeigen die beiden Unternehmen, wie
Shopfloor und Manufacturing Execution
System im Zeitalter von Industrie 4.0 er-
folgreich verlinkt werden können. Dank der
Vernetzung von Software und Montage-
anlage „sagen“ Werkstücke der Maschine,
wie sie verarbeitet werden sollen. Das
könnte der Einstieg in eine neue Französi-
sche Revolution sein …

2.2017 trends in automation

Synergien

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Multi-Carrier-System bringt Drive in den Verpackungsprozess

Schonend  verpackt

Der servogesteuerte Horizontal-Kartonierer HK-S von ECONO-PAK bringt
kratzempfindliche Tuben mit Schuhcreme schonend und effizient in Faltschach-
teln unter. Das frei konfigurierbare und flexible Multi-Carrier-System (MCS) von
Festo synchronisiert die Transportwege von Produkt und Faltschachtel perfekt
und sorgt für eine sichere Verpackung bei gleichzeitig hohem Durchsatz.

2.2017 trends in automation

Synergien

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Für Nachschub ist immer gesorgt: Servogesteuerte
Eintaktförderer transportieren immer zwei Tuben
parallel zur Ladestation der Carrier.

Schonende Tubenzuführung: Damit die Tuben nicht
zerkratzt und eingedrückt werden, steht der Carrier
während des gesamten Beladevorgangs still.

Puffer

Übergabe
Produkt

B

etreiber von Verpackungsmaschi-
nen stellen an die Anlage klare
Anforderungen: Sie soll robust,
sicher und kompakt gebaut sein,

einen hohen Durchsatz ermöglichen und
einfach zu steuern sein. Der Verpackungs-
maschinenhersteller ECONO-PAK hat eine
Maschine entwickelt, die in puncto Präzisi-
on und Funktionalität Besonderes leistet.
Die HK-S besticht durch ihre Kompaktheit
und bürgt für einen sicheren Verpackungs-
prozess. Die Maschine ist in der Lage, in
einer Minute 120 Tuben mit extrem kratz-
empfindlicher Oberfläche behutsam in
Faltschachteln zu verpacken. „Das Multi-
Carrier- System – kurz MCS genannt – von
Festo ist dabei eine ganz entscheidende
Komponente der Anlage“, erläutert Markus
Zerbe, Vertriebsleiter bei ECONO-PAK.

Boxenstopp zum Nachladen
Beim Verpackungsprozess kommt es
darauf an, dass Kartonierer und MCS wie
die Musiker in einem Orchester bis in den
kleinsten Takt virtuos zusammenspielen,
denn davon hängt die Effizienz der
Maschine ab. In Station 1, der Zuführung,
befördert ein Gurtband die Tuben präzise
und parallel auf zwei Bahnen mit einer
Transportgeschwindigkeit von 0,41 Me-
tern pro Sekunde in Richtung der Carrier
(Werkstückträger). Während des Belade-
vorgangs stehen die Carrier still, damit die
Übergabe ohne Beschädigung möglich ist.
Anschließend beschleunigen die Carrier,
um die verlorene Zeit aufzuholen, und
synchronisieren sich exakt auf das Tempo
des parallel laufenden Kartonierers sowie
der Einschieberbaugruppe (0,31 m/s).

Über eine Kulisse werden die Tuben ganz
dicht an die Faltschachtellinie heran-
geführt und in einem kontinuierlichen
Prozess verpackt. Über die gesamte
Transportstrecke bewegen sich die Carrier
absolut ruckfrei und vibrationsarm.

Synchronität – ein absolutes Muss
In Station 2, dem Einschubbereich, schie-
ben die Produktschieber die Tuben durch
die Produktkassetten in die Faltschachtel.
Entscheidend ist, dass die Carrier entlang
dieser Wegstrecke absolut synchron mit
der Einschieberbaugruppe laufen, um so
ein Kollidieren der Tube mit der Schachtel
zu vermeiden. Sobald der Produktschieber
die Produktkassette nach oben verlassen
hat, kann auch der Carrier wieder seine in-
dividuelle Geschwindigkeit einnehmen.

Station 1: Taktbetrieb

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Station 2: Kontinuierlicher Betrieb

Die kritische Passage: In diesem Abschnitt laufen
MCS und Kartonierer synchron; im hinteren Bereich
erfolgt der Einschub in die Faltschachtel.

Kartonierer: Verpacken des Produkts
in Faltschachteln

„Bei Produktionsspitzen lassen

sich beim Multi-Carrier-System

jederzeit zusätzliche Carrier

einbinden. Das ist für unsere

Kunden ein wichtiges Kriterium.“

Markus Zerbe, Leiter Vertrieb, ECONO-PAK

Platzsparend und effizient: Der Rücklauf
der Carrier erfolgt kosteneffizient durch einen
servogeregelten Zahnriemenantrieb.

Synchronfahrt erhöht Produktivität: Das Einschieben der
Tuben in die Faltschachteln erfolgt bei 100 % synchroner
Fahrt zwischen Carrier und Einschiebergruppe.

2.2017 trends in automation

Synergien

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Die Vorteile des Multi-Carrier-Systems

im geschlossenen Umlauf:

•  Hochfl exible MCS-Strecke mit kostengünstiger Zahnriemenrückführung
•  MCS ermöglicht die Verbindung von Taktbetrieb und kontinuierlicher Bewegung auf einer Linie
•  Höchste Dynamik bei bester Präzision durch Kombination von V-Führung der Carrier und MCS
•  Kompakte Bauform bei freier, individueller Einbaulage
•  Ruckfreie Bewegung des Carrier auf der gesamten Transportstrecke

Am Ende der Strecke werden die leeren
Carrier vertikal zum Ausgangspunkt zu-
rückgeführt, um dort aufs Neue beladen
zu werden.

Eine Fülle von Vorteilen
Der vertikale Rücklauf der Carrier spart
Platz und ermöglicht einen schlanken und
kompakten Aufbau der Anlage. Zudem
laufen die Träger über einen servogere-
gelten Zahnriemen zurück, das heißt, der
Carrier-Antrieb ist in diesem Abschnitt
unabhängig von der Linear-Motor-Technik.
Das spart dem Betreiber Kosten und macht
das Einstellen und Steuern der Anlage
einfacher und effi zienter.

„Der entscheidende Vorteil des MCS ist
allerdings, dass es eine 100%ige Synchro-
nisation der Produkträger mit der Falt-
schachtel gewährleistet ist und damit die
einzelnen Positionen exakt eingehalten
werden.“ erklärt Markus Zerbe. Gerade
das präzise Einhalten der Befüllposition
sei wichtig, damit die Tuben sanft in die

Carrier gleiten und beim Übergang nicht
beschädigt werden. „Denn die Unver-
sehrtheit der Tuben hat oberste Priorität“,
ergänzt Zerbe. Möglich macht dies die
Linear-Motor-Technik des MCS. Damit
lassen sich die einzelnen Carrier unabhän-
gig voneinander beschleunigen, verzögern
und frei positionieren. Somit vereint das
MCS hier Takt betrieb und kontinuierliche
Bewegung auf einer Linie. Und noch einen
Benefi t bringt das MCS im geschlossenen
Umlauf dem An lagenbetreiber. Es lässt
sich schnell an unterschiedliche Bedingun-
gen anpassen. Beispielsweise können bei
Produktions spitzen jederzeit zusätzliche
Carrier ins System eingebunden werden.
So sei laut Zerbe eine größere Kapazitäts-
erweiterung, etwa auf 200 Tuben pro
Minute, ohne weiteres möglich.

www.festo.de/mcs

ECONO-PAK GmbH

Im Baumfeld 21–23
55237 Flonheim
Deutschland
www.econopak.de

Tätigkeitsfeld:
Hersteller und Entwickler von
Verpackungslösungen mit Beratung,
Projektierung, Konstruktion und Ferti-
gung, Montage und Inbetriebnahme,
Produktionsbegleitung mit Schulung
und Aftersales-Service sowie format-
spezifi sche Werkzeugherstellung

Kompakt und leistungsstark:
Horizontal-Kartonierer Typ
HK-S-Plug-in von ECONO-PAK,
ausgerüstet mit dem Multi-
Carrier-System von Festo.

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Das neue Multi-Carrier-System macht Produktions-
prozesse wesentlich flexibler. Das konfigurierbare
Transportsystem lässt sich frei und exakt synchron
zum Prozess in die vorhandene Intralogistik einbin-
den. Und es ergänzt klassische Transportlösungen –
genau da, wo es der Prozess erfordert. Durch den
modularen Aufbau des mechanischen Grundsystems
kann das Multi-Carrier-System MCS für unterschied-
lichste Maschinenkonzepte und Anwendungsanfor-
derungen eingesetzt werden. Die anderen Transport-
strecken bleiben unverändert.

Das integrierte Steuerungskonzept erlaubt die ruck-
freie Steuerung der Transportbewegungen, eine äu-
ßerst präzise Motion-Control-Funktionalität und die
Koordination weiterer Maschinenmodule. Die hohe
Dynamik, minimierte Totzeiten im Prozess, eine naht-
lose Formatumstellung und verkürzte Umrüstzeiten
steigern entscheidend die Produktivität. MCS ist eine
Gemeinschaftsentwicklung von Festo und Siemens.
Die leistungsstarke Steuerung von Siemens integriert
Steuerungs- und Motion-Control-Aufgaben für die
gesamte Anlage.

Highlights

•  Flexibilität: Position, Geschwindigkeit und

Beschleunigung sind frei und individuell je
Carrier einstellbar

•  Dynamik: bis zu 4 m/s und 50 m/s²
•  Steuerung: Siemens SIMOTION/SIMATIC

für MCS und weitere Maschinenmodule

MCS mit Kunststoffkettenförderer: Integration in vorhandene Intralogistik
durch nahtlose Anbindung an vorhandene Materialflusssysteme – zum
Beispiel in der Verpackungsindustrie.

MCS mit Doppelgutförderer: Integration in vorhandene Transfersysteme zur
Steigerung der Produktionsleistung – zum Beispiel bei Montageaufgaben.

MCS im geschlossenen Umlauf: Flexibilitätsgewinn durch das MCS und
kosteneffiziente Zahnriemenrückführung der Carrier in Kombination mit
einer präzisen V-Führung.

Flexibilität zählt Integration des

Multi-Carrier-Systems in Produktionsprozesse

„Das Multi-Carrier-System macht

Produktionsprozesse dynamischer

und flexibler denn je.“

Matthias Bauer, Projektingenieur Business Development, Festo

2.2017 trends in automation

Synergien

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Bahnen per Knopfdruck schnell und präzise einstellen: Dafür sorgt die neue Automatisierungsplattform
Festo Motion Terminal VTEM in der Flachbeutelmaschine Sigpack VPF von Bosch Packaging.

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Verpackungsmaschinen mit digitaler Pneumatik

Exakt  dosiert

Kaffeepulver, Zucker oder Pharmazeutika – nahezu alles wird heute in kleinen und
preiswerten Sachets verpackt. Für die passende Packung und ein exaktes Mischungs-
verhältnis sorgt die neue, flexible Flachbeutelmaschine Sigpack VPF von Bosch
Packaging Technology. Als weltweit erste frei skalierbare Sachet-Maschine nutzt sie
die neu gewonnene Flexibilität digitaler Pneumatik des Festo Motion Terminal.

U

nterwegs schnell eine Kleinig -
keit zu essen, liegt voll im Trend.
Mit „Nahrungsmitteln to go“
reagieren Lebensmittelprodu-

zenten darauf. Sie benötigen Verpackungs-
maschinen, die bei Formatumstellungen
höchst flexibel und schnell sind – und
Füllmengen von wenigen Gramm exakt
dosieren. Ein Beispiel dafür ist die
Sigpack VPF (Vertical Platform Flatpouch).

Mit ihr können Nahrungsmittelhersteller,
aber auch Pharmaproduzenten, ihre
Produktion mit Leichtigkeit auf aktuelle
Marktgegebenheiten anpassen. Die
Maschine füllt bis zu 1.800 Sachets pro
Minute ab und erreicht damit die höchste
Leistung pro Quadratmeter Produktions-
fläche am Markt.

Schnelle Anpassung
Die Flachbeutelmaschine kann dank ihres
modularen Konzepts zwischen drei und

zwölf Bahnen umfassen. Die Anzahl der
Bahnen ist abhängig von der geforderten
Leistung und den gewünschten Beutel-
größen. Möglich ist dies durch das neue
dezentrale Dosiersystem: Jede Bahn
verfügt über eine eigene Dosierkammer
sowie einen Produktvorrat.

„Die Vereinzelung der Dosiereinheiten
schafft Flexibilität in vielerlei Hinsicht.
Damit lassen sich zum Beispiel auch ver-
schiedene Produkte – wie Pfeffer und Salz
– simultan auf derselben Maschine ab-
füllen“, erklärt Rolf Steinemann, Produkt-
manager bei Bosch Packaging Systems.

Lange Siegelzeiten bei tiefen Temperatu-
ren garantieren hermetisch dichte Packun-
gen und sorgen so für eine hohe Produkt-
qualität. Durch das hygienische und
ergonomische Design ist die Sigpack VPF
gut einsehbar und zugänglich, so dass sie
leicht zu reinigen ist. „Kurze Reinigungs-

und Umstellzeiten tragen zu einer hohen
Gesamtanlageneffektivität bei“, betont
Steinemann. Exakte Dosierung, tiefe
Beutelbefüllung sowie dichte Siegelnähte
reduzieren Produktverluste und Ausschuss.
Für die Hersteller wird der Verpackungs-
prozess dadurch insgesamt kostengüns-
tiger. Besonders für die Pharmaindustrie
leisten diese Eigenschaften einen wichtigen
Beitrag für den Patientenschutz: Über-
oder Unterdosierungen von pulverförmi-
gen Medikamenten wird vermieden.

Immer exakt dosiert
Der Befüllmechanismus beruht auf einer
Schneckendosierung, die für ihre hohe
Genauigkeit bekannt ist. Eine intelligente
Tendenzsteuerung ermöglicht eine Nach-
justierung für noch genaueres Dosieren.
„Bei der Erstkonzeption der Sigpack VPF
planten wir mit der MPA Ventilinsel von
Festo, die die Produktzuführung pro Bahn
mit Vakuum und Druckluftzufuhr bei

2.2017 trends in automation

Synergien

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„Das Festo Motion Terminal vereint

Prozessvorteile bei gleichzeitiger

Ersparnis von Ventilscheiben und

Peripherieteilen.“

Rolf Steinemann, Produktmanager Bosch Packaging Systems

gleichzeitiger Zwei-Kammer-Trennung
möglich gemacht hätte“, erklärt Maik
Lamprecht, Projektleiter für die Ent-
wicklung der Sigpack VPF. Zusätzliche
Reinigungs komponenten und ein
Proportio nalventil pro Bahn wären
notwendig gewesen.

Formate auf Knopfdruck
„Um ein Vielfaches vereinfachte das Festo
Motion Terminal die Produktzuführung“,
berichtet Lamprecht, denn mit dem Festo
Motion Terminal VTEM ließe sich jede
Bahn praktisch per Knopfdruck individuell
einstellen. „Wir sparen Ventilscheiben
um den Faktor 3 ein und haben Funktionen
an Bord der Flachbeutelmaschine, die wir
sonst mit viel größerem konstruktivem
Aufwand erreicht hätten“, ergänzt der
Projektleiter für die Maschine.

Mehr Prozesssicherheit
Die Sigpack VPF mit dem Festo Motion
Terminal ermöglicht die Druck- und Vaku-
ummessung zur Prozessüberwachung,
eine Leckage-Überwachung zur Kontrolle
einer Verunreinigung der Klappe sowie
die Einstellung des Reinigungs- und
Entleerdrucks individuell pro Bahn.
„Mit dem Festo Motion Terminal gewinnen
wir daher deutlich an Prozesssicherheit“,
so Lamprecht.

Um alle diese Funktionen abzudecken, ist
nur eine einzige Hardware notwendig: das
Festo Motion Terminal VTEM. Es nutzt erst-
mals in der Automatisierungstechnik das
revolutionäre Konzept der digitalisierten
Pneumatik. Der Wechsel pneumatischer

Flexibel: Bei wechselnden Beutelgrößen und Pulverkonsistenzen sorgt das Festo Motion Terminal
für eine sichere Produktverteilung und den robusten Zuführprozess.

Simultane Abfüllung unterschiedlicher Produkte: möglich
dank des mehrbahnigen dezentralen Dosiersystems

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Hochflexible Sigpack VPF:
die weltweit erste frei skalier-
bare Flachbeutelmaschine.

Funktionen sowie die Anpassung auf neue
Formate werden mittels Parameterände-
rung über Apps gesteuert. Die integrierte
intelligente Sensorik für Regelung, Diag-
nose und selbstlernende Aufgaben erspart
Zusatzkomponenten, reduziert die Komple-
xität und vereinfacht den Bestellprozess.

Die Apps des Festo Motion Terminal
können bis zu 50 Einzelkomponenten er-
setzen und Maschinenbediener erhalten
Zustandsinformationen zu einzelnen
Maschinen, Gesamtlinien oder Prozessen
in Echtzeit. So lassen sich kostenintensive
Maschinenstillstände vermeiden und die
Maschinenverfügbarkeit erhöhen.

Sichere Produktverteilung
Durch schnelles Zuschalten neuer Funktio-
nen über Apps müssen Maschinenentwick-
ler so nur noch einen Basis-Maschinentyp
erstellen. „Wir könnten in Zukunft ganz
einfach und schnell Apps auswählen und
Maschinen mit unterschiedlichen Aus-
prägungen je nach Kundenwunsch aus-
statten“, so Produktmanager Steinemann.
Bei der Produktzuführung für den mehr-
bahnigen Dosierprozess über Vakuum
zeichnet bei der Sigpack VPF die App
„Proportional-Druckregelung“ verantwort-
lich. Bei wechselnden Beutelgrößen und

Pulverkonsistenzen sorgt die Automatisie-
rungsplattform für eine sichere Produkt ver-
teilung und den robusten Zuführprozess.

Individuelle Einstellungen
Zu den weiteren Funktionen gehört der
einstellbare Reinigungs- und Abwurf-
impuls. Die Automatisierungsplattform
überwacht den Abfüllprozess mit einer
Klappenkontrolle mittels Drucküber-
prüfung. Die Druck- und Vakuumüber-
wachung lässt frühzeitig Verschleiß und
Verschmutzung erkennen. Die Leckage -
kontrolle sorgt für sichere Prozesse mit
reproduzierbaren Ergebnissen. Der Rei-
nigungs- und Ausblasdruck ist für jede
Bahn individuell einstellbar.

„Mit dem Festo Motion Terminal wird die
Pneumatik Industrie-4.0-fähig, so dass
Prozessdaten vom Festo Motion Terminal
auf unserer eigenen Condition-Monitoring-
Plattform verarbeitet werden können“,
so Produktmanager Steinemann.

Bosch Packaging

Systems AG

Industriestrasse 8
8222 Beringen
Schweiz
www.boschpackaging.com

Tätigkeitsfeld:
Entwicklung und Herstellung
von Verpackungs- und Handling-
systemen für die Nahrungsmittel-
und Pharmaindustrie sowie
verschiedene weitere Industrien

Am Standort Beringen befi ndet sich
außerdem der Hauptsitz für den
Produktbereich Food mit Prozess-
und Verpackungstechnik.

Mehr Informationen und Videos zum
Festo Motion Terminal VTEM fi nden Sie
unter

www.festo.de/thinkdigital

2.2017 trends in automation

Synergien

34

35

background image

Noch im Montageprozess:
SF 102 – Befüller und Verschließer
von Doypack

®

-Verpackungen mit

Drehverschluss.

background image

F

ür das Engagement in Mechatronik
und Digitalisierung hat der franzö-
sische Maschinenbauer schon zahl-
reiche Auszeichnungen eingeheimst

und gehört zu den Hoffnungsträgern der
staatlichen französischen Industrie-4.0-
Initiative „Industrie du futur“. Die Innovati-
onskraft von Thimonnier mit einem F&E-
Anteil von 15 % am Umsatz sichert diesem
Weltmarktführer der Verpackungstechnik
ein kontinuierliches Umsatzwachstum von
durchschnittlich jährlich 10 %.

Schweißen statt Nähen
Das Unternehmen aus der Region Lyon
ist stolz auf seine lange Tradition: Erster
Nähmaschinenfabrikant der Welt und
damit historischer Startpunkt des Unter-
nehmens war Barthélemy Thimonnier. Er
entwickelte 1830 sein patentiertes Näh-
maschinengrundmodell Couseuse. In den
1950er Jahren erhielt das Unternehmen
die Anfrage eines Modedesigners, einen
wasserundurchlässigen Regenmantel aus
PVC herzustellen.

„Mein Großvater Louis Doyen, damals Ge-
schäftsführer des Unternehmens, erkannte
schnell, dass mit konventionellen Näh-
maschinen diese Aufgabe nicht zu erfüllen
war. Daher versah er die Nähmaschinen
mit einem Hochfrequenz-Generator und
verschweißte die PVC-Folien“, erklärt

Sylvie Guinard, die heutige Vorstandsvor-
sitzende. Rund 10 Jahre später wird das
Schweißen dieser fl exiblen Materialien
zum Grundstein für den Doypack

®

.

Doyen ließ die Standbeutel 1963 paten-
tieren und das Unternehmen entwickelte
sich fortan zu einem Spezialisten für Ab-
füll- und Verpackungstechnik fl exibler
Materialen. „Doypack

®

-Verpackungen sind

die Zukunft der Verpackung. Die hochwer-
tigen Standbeutel sind wegen ihrer vielen
Vorteile bei Herstellern und Verbrauchern
beliebt“, sagt Guinard und ergänzt: „Der
Standbeutel ist ein wirkungsvolles Marke-
ting-Tool für die Markenwerbung. Es ist
eine leichte Verpackung mit tollen Eigen-
schaften. Beispielsweise kann er wieder
verschlossen werden, ist logistisch effi zi-
ent, einfach zu handhaben und optisch
ansprechend.“

Füllen und Schließen
Eine der vom Markt lange ersehnten
Maschinen von Thimonnier ist die SF102.
Dieser Befüller und Verschließer von
Doypack

®

-Verpackungen mit Drehver-

schluss ist einfach und fl exibel in Handha-
bung, Reinigung und Zugänglichkeit und
nimmt wenig Raum in Anspruch. Sehr
beliebt ist sie bei Herstellern von Kompott,
Babynahrung, Milchprodukten, Frucht-
säften, Suppen und Saucen, aber auch

von fl üssigen Reinigungs- und Waschmit-
teln, Flüssigseifen, Cremes und Shampoos
bis hin zu Motorölen.

Nach der Bereitstellung der Standbeutel
leitet ein Kompaktzylinder ADNGF von
Festo diese zur Abfüllstation weiter. Die
richtige Abfüllmenge wird je nach Kunden-
wunsch per elektromagnetischer oder
Massen-Durchfl ussmessung oder Dosier-
pumpe bestimmt. An der nächsten Station
werden die Drehverschlüsse auf die Stand-
beutel geschraubt. Das Festo Schwenk-
modul DSM-B befördert die befüllten und
verschlossenen Standbeutel auf ein
Transportband.

Standfest

Abfüllen und Verpacken mit IO-Link

Doypack

®

– seit über 50 Jahren steht diese Marke für praktische Standbeutel. Das Patent

hält die französische Firma Thimonnier, die ihre Abfüll- und Verpackungsmaschinen immer
weiter in Richtung Mechatronik und schließlich Industrie 4.0 entwickelt. Pneumatische
und elektrische Automatisierungstechnik von Festo bietet dafür eine solide Basis.

2.2017 trends in automation

Synergien

36

37

background image

Klein, aber fein: Die Steuerung CMMO steuert den elektrischen
Zylinder EPCO an, verbunden über IO-Link.

Genaue Positionierung der Abfülleinheit: mit dem elektrischen
Zylinder EPCO und seiner Führungseinheit EAGF.

Schnell installiert und sicher: Ventilinsel VTUG mit IO-Link und Druckluftaufbereitung der
MS-Reihe mit feinen, ultrafeinen und Aktivkohle-Lebensmittelfiltern im Schaltschrank.

IO-Link in action
Alle pneumatischen Funktionen der SF102
steuert die Ventilinsel VTUG an. Sie ist
kleinbauend, kompakt, durchflussstark
und hat IO-Link an Bord. Die unkompli-
ziertere Verkabelung der Sensor-Aktuator-
Kombinationen mit standardisierten,
ungeschirmten Leitungen per IO-Link
reduziert Materialkosten, Logistik- und
Zeitaufwand. Damit vereinfacht diese
Anschlusstechnik die Installation.

„Mit dieser modernen Anschlusstechnik
wertet Festo unsere Verpackungsmaschi-
nen entscheidend auf und wir können
einen Schritt in Richtung Industrie 4.0
machen“, bemerkt Pierre Gualino, Assis-
tent des Entwicklungsleiters. Für die
Druckluftaufbereitung sind die installier-
ten Wartungsgeräte der MS-Reihe von
Festo mit feinen, ultrafeinen und Aktiv-
kohle-Lebensmittelfiltern für den direkten
Kontakt mit Lebensmitteln ausgestattet.
Damit sind die Maschinen von Thimonnier
bestens ausgerüstet, um die optimale
Qualität der Nahrungsmittel zu garantieren.

Viele Beutelgrößen
Für größere Beutel bis 5 Liter kommt die
Maschine THD400 zum Einsatz. Sie befüllt
und schließt Doypack

®

- und andere vorge-

formte Beutel mit Schweißtechnik in vier
Schritten im Karussell. An der Beladestati-
on greifen Festo Greifer vom Typ HGPL die
Beutel vom Werkstückträger, um sie zur
Öffnungsstation zu transportieren. Dort
werden die Beutel mit Druckluft geöffnet.
An der nächsten Station erfolgt die
Befüllung.

Für die genaue Positionierung der Dosie-
rungskanüle ist der EPCO, ein elektrischer
Zylinder von Festo, im Einsatz. An der letz-
ten Station werden die Beutel verschweißt
und auf ein Transportband ausgeworfen.
Der EPCO wird über die CMMO Steuerung
angesteuert und ist über IO-Link integriert.

background image

Thimonnier

11 avenue de la Paix
69650 St. Germain au Mont d’Or
Frankreich
www.thimonnier.fr

Tätigkeitsfeld:
Entwicklung und Herstellung
von Abfüll- und Verpackungs-

maschinen für Doypacks und

andere Kunststoffbeutel

„Modernste Technologie wie IO-Link, integriert

in Festo Komponenten, unterstützt uns sehr

bei der Perfektionierung unserer Maschinen.“

Sylvie Guinard, Vorstandsvorsitzende von Thimonnier

Auch bei der THD400 steuert die Ventil-
insel VTUG mit IO-Link die pneu matischen
Bewegungen an.

Intelligente Sensorik und Aktuatorik
Als intelligente Verbindung ergänzt IO-Link
Sensoren und Aktoren für Industrie 4.0
perfekt: Komplexe Diagnosen können
schnell und standardisiert übertragen und
Condition-Monitoring-Konzepte realisiert
werden. Zudem bietet Festo von verschie-
denen Sensorfamilien bis hin zu Aktuato-
ren wie Ventilinseln, elektrischen Antrieben
und Schrittmotor-Controllern viele IO-Link-
Devices an.

„Mit Unterstützung unserer Automatisie-
rungspartner wie Festo sind wir in puncto
Mechatronik und Industrie 4.0 immer auf
dem aktuellsten Stand“, so die Unterneh-
mensleiterin Sylvie Guinard und führt fort:

„Unsere vielseitigen Maschinen haben
intuitive Mensch-Maschine-Schnittstel-
len, verbrauchen immer weniger Energie,
benötigen  weniger  Instand hal tungs-
zeit und verringern die Prozesskosten.“

www.festo.de/epco
www.festo.de/io-link

2.2017 trends in automation

Synergien

38

39

background image

Perfekt zugeschnitten

Flexibel in Form gebracht: die
neuen Bearbeitungszentren von SCM
mit Festo Standardzylindern, ange-
steuert von Ventilinseln VTUG.

Italien

//

Die SCM Group ist ein weltweit agierendes Unternehmen und füh-

render Hersteller von Maschinen und Zubehör für die Holz- und Kunststoff-
bearbeitung. Mit den neuen Bearbeitungszentren „morbidelli m100“ und
„morbidelli m200“ lassen sich alle Arten von Materialien bearbeiten –
von Holz über Plastik bis hin zu unterschiedlichen Verbundmaterialien.
Die enorme Flexibilität dieser Anlagen ermöglicht die Umsetzung kunden-
spezifischer Anforderungen bei der Herstellung von Paneelen, Fenstern
oder Fronten und Seitenteilen für Küchen und Büromöbel.

In der neuen Maschinengeneration
konnte SCM durch die Zusammenarbeit
mit Festo ein deutliches Einsparpotenzial
erzielen, u.a. durch die Verwendung von
einbaufertigen Steuerschränken, kom-
pakten Ventilinseln VTUG und durch den
Einsatz der IO-Link-Technik. Mit bis zu
24 Ventilen auf einer Ventilinsel und der
IO-Link-Anschlusstechnik konnte SCM
sowohl die Anzahl der Ventilinseln als
auch den Aufwand der Verkabelung signi-
fikant reduzieren. Die Ventilinseln steuern
sämtliche pneumatischen Aktoren wie bei-
spielsweise Standard-Rundzylinder DSNU.
Über den gesamten Verlauf der Entwick-
lung hinweg haben Automatisierungs-
lösungen von Festo zur Opti mierung der
neuen Bearbeitungszentren beigetragen
und den Aufwand für Entwicklung und
Montage um 20 % gesenkt.

Mexico City, Mexiko
Mitte Juni fand das Duale Jahr Deutschland/
Mexiko seinen festlichen Abschluss mit dem
Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Dr.
Angela Merkel und des mexikanischen Prä-
sidenten Enrique Peña Nieto in Mexico City.
Bei der Abschlussveranstaltung ging es um
die Schwerpunktthemen Industrie 4.0 und
duale Ausbildung. Dabei besuchten der Prä-
sident und die Kanzlerin auch den Festo
Stand und tauschten sich mit führenden Un-
ternehmensvertretern aus. „Festo wird in
Mexiko nicht nur als Pionier für Industrie 4.0
in der Automatisierung, sondern auch als
starker Partner in der Qualifizierung wahrge-
nommen. Mit unseren Bildungsprogrammen
legen wir das Fundament für eine professio-
nelle und zeitgemäße Aus- und Weiterbil-
dung in Mexiko“, erläutert Armando Ramírez,
Leiter Festo Didactic Management Mexiko.

Im Dualen Jahr fanden über 1000 Veranstal-
tungen in den Bereichen Wissenschaft, Wirt-
schaft, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur
statt. Besonders im Fokus dabei: Wissens-
austausch sowie innovative und interdiszip-
linäre Zusammenarbeit.

Von links nach rechts: Armando Ramírez (Leiter
Didactic Management, Festo Mexiko, ) Bernd Noack
(Geschäftsführer Festo Mexiko), Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel und der mexikanische Präsident
Enrique Peña Nieto.

Kompakt

Nachrichten aus aller Welt

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Wir. Unternehmen. Zukunft.
Corporate Responsibility Bericht 2016

Brosch_CR_Nachhaltigkeitsbericht_de_170619_RZ.indd   1

19.06.2017   11:16:37

Hoch hinaus

Bonjour Paris

Stimmungsvolle Aussicht:
Auf dem Eiffelturm ließen
die Teilnehmer den ersten
Tag ausklingen.

Tschechische Republik //

Ende Mai und Anfang Juni dieses Jahres bot die

Landesgesellschaft in Tschechien ihren Kunden ein ganz besonderes Erlebnis.
In Brünn, rund 200 km südöstlich von Prag, und in Hlubokà nad Vltavou, 150 km
südlich von Prag, starteten vier Festo Heißluftballons an jeweils drei Tagen zu
einstündigen Fahrten. Rund 170 Kunden aus 72 Unternehmen hatten die Ge-
legenheit, ihre Heimat mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ein beein-
druckendes Erlebnis aus der Luft, aber auch vom Boden zogen die silbernen
Ballons alle Blicke auf sich. Allen voran der Upside-down-Ballon.

Corporate Responsi-
bility Bericht

Themen wie Energie-
effi zienz und Ressour-

censchonung spielen
in der Produktion eine

immer größere Rolle.
Festo hat sich zum

Thema Nachhaltig-
keit professionell auf-

gestellt. Mit einer
Nachhaltigkeitsstra-
tegie sowie einem

Nachhaltigkeitsreporting und den zugehö-
rigen Kennzahlen zu Umwelt, Energie und
Arbeitsumfeld knüpft Festo an den inter-
national anerkannten Leitfaden der Global
Reporting Initiative an (Version GRI G4).

www.festo.com/verantwortung

Frankreich //

Paris als Stadt der Revolutionen war genau der

richtige Ort, das Festo Motion Terminal als Revolution der
Automatisierungstechnik vor internationalen Fachjournalisten
vorzustellen. Weiterer Anlass: Festo Frankreich als zweitältes-
te Festo Landesgesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 60-jähri-
ges Bestehen. Mehr als 80 Teilnehmer aus 20 Ländern Euro-
pas, Nordamerikas und Asiens zeigten sich im vergangenen
Juli bei der 16. Internationalen Festo Pressekonferenz mehr als
verblüfft über die Einfachheit und Flexibilität digitaler Pneu-
matik. Um auch die Leser ihrer Fachmagazine davon begeistern
zu können, erlebten die Fachjournalisten live, wie einfach Kun-
den mit Motion Apps neue Funktionen auf dem Festo Motion
Terminal zuschalten und damit bis zu 50 Einzelkomponenten
einsparen können. Die Vorführung des BionicCobot, des ers-
ten pneumatisch betriebenen kooperierenden Roboters,
schärfte den Blick auf die Arbeitswelt unter dem Vorzeichen
Industrie 4.0.

Neben dieser Durchbruchsinnovation gewannen die Fach-
redakteure im Experience Business Center von SAP Frankreich
aus der 20. Etage nicht nur einen herrlichen Überblick über die
französische Hauptstadt, sondern auch tiefe Einblicke in die
Welt der Industrie 4.0: Wie Festo und SAP diese gemeinsam
gestalten, ist an der bei SAP installierten CP Factory von Festo
Didactic zu erleben, die den Shopfl oor mit einer MES-Software
von SAP verbindet.

2.2017 trends in automation

Kompakt

40

41

background image

Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Das jüngste Mitglied der internationalen
Festo Familie, die Landesgesellschaft Festo
Dubai, wird in diesem Monat ein Jahr alt.
„Wir sehen langfristig große Chancen in
dieser Region – insbesondere in der Pro-
zessindustrie“, erklärt Karl Heckl, Vertriebs-
management Europa. Erste Projekte sind
bereits vor Ort realisiert worden, wie bei-
spielweise eine pneumatische Automati-
onslösung in einer zentralisierten Fernkäl-
teanlage. Hier sorgen 30 Absperrklappen,
Ventilinseln und Druckluftkomponenten
für zuverlässigen Betrieb und geringen
Wartungsaufwand.

Dubai ist mit rund 2,9 Millionen Einwohnern
die größte Stadt der Vereinigten Emirate.

Esslingen, Deutschland Zum dritten Mal in
Folge erhielt Festo die Auszeichnung Global
Preferred Supplier der Bosch-Gruppe für
die Materialgruppe Standardized Pneumat-
ical Devices. Bosch zeichnet seine wichtigs-
ten Lieferanten für besondere Ergebnisse
bei Innovationsfähigkeit, Qualität und Zu-
verlässigkeit aus. Die Urkunde wurde wäh-
rend eines Besuchs von Einkaufsmanagern
der Bosch-Gruppe an Dr. Ansgar Kriwet,
Vertriebsvorstand Festo, übergeben.

Der letzte Schliff

Die multifunktionale Anlage von ICE
Industrial Services bearbeitet bis zu
80 Ski-Modelle.
Antriebe vom Typ
EGC bringen die Wintersportgeräte
in die passgenaue Position.

Tschechien //

Eine neue multifunktionale Maschine von ICE Industrial Services

verleiht Skiern des Herstellers Sporten den letzten Schliff.  Je nach Anforderungs-
profi l erhalten sie passgenaue Ausfräsungen, auf denen so genannte Skins
montiert werden können, die ein Zurückrutschen verhindern. Eine zusätzliche
Funktion ist das Kleben und Pressen von NIS-Platten unter die Bindungen.
Bis zu 80 verschiedene Skitypen vom Profi -Rennski bis hin zu Langlaufskiern für
den Breitensport können mit der neuen Maschine an nur einem universellen
Maschinenarbeitsplatz bearbeitet werden. Die mögliche Anzahl an Laufprofi len
ist je nach Anwendung beliebig erweiterbar.

Eine der größten Herausforderungen bei der Konstruktion der Maschine war die
Biegsamkeit der Skier. Diese Eigenschaft macht generell die Entwicklung sol-
cher Anlagen zur Produktion und Bearbeitung von Skiern erheblich schwieriger.
Um die beiden Grundfunktionen Fräsen und Kleben durchführen zu können,
mussten die Skier optimal fi xiert werden. Gelungen ist dies mit Festo Pneuma-
tikzylindern, die die Sportgeräte fest gegen eine Druckplatte pressen. Diese
Bewegung übernimmt eine elektrische Linearachse vom Typ EGC. Wenn der Ski
fest eingespannt ist, verrichten die Schneidwerkzeuge, die auf den EGC Achsen
installiert sind, ihre Arbeit. Die Steuerung der Antriebe übernehmen Ventilinseln.
ICE-Geschäftsführer Tomáš Vránek zeigt sich hochzufrieden von der technischen
Lösung seiner Ingenieure: „Unsere Entwicklung unterscheidet sich grundlegend
von der bisher verwendeten Methode des Herstellers. Sie hat unseren Kunden
begeistert und so den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelegt.“

www.ice.cz

background image

Originalgetreuer Nachbau: der
Windturbinensimulator Nacelle

®

.

Vinyl lebt

Deutschland //

Die schwarzen Scheiben aus Vinyl gehören längst nicht zum alten

Eisen. Im Gegenteil. Eingefl eischte Musikliebhaber schwören auf den Sound von
Schallplatten. Für Nachschub sorgt Flight13 Duplication. Das Unternehmen aus Karlsruhe
produziert die analogen Musikträger in Kleinstaufl agen ab 200 Stück. Die Kunst der
Schallplattenpressung liegt im perfekten Zusammenspiel der Herstellungsparameter
Dampf, Wasser, Vakuum und Luft. In seiner rund 40 Jahre alten Pressmaschine wurden
jetzt 30 Magnetventile durch zwei Ventilinseln von Festo ersetzt. Damit konnten die
Zuverlässigkeit im Produktionsprozess erhöht und der Luft verbrauch reduziert werden.

www.fl ight13-duplication.com

Bis 2020 sollen in den Niederlanden
mindestens 14 % des nationalen
Energieverbrauchs aus regenerativen
Quellen stammen.

Zwei in einem

Japan //

Gleich doppelt Grund zum Feiern hatte die Festo Landesgesellschaft

in Yokohama im Mai dieses Jahres: ihr 40-jähriges Jubiläum und gleichzeitig
die Eröffnung eines neuen Application Centers. Auf rund 350 m

2

ist es Show-

room und Weiterbildungseinrichtung zugleich und bietet die Möglichkeit,
Kundenanwendungen mit den neuesten Automatisierungslösungen zu testen.

Im neuen Application Center erhalten die Besucher Einblicke in die Geschichte
von Festo und Ausblicke in zukünftige Entwicklungen wie beispielsweise
innovative bionische Projekte. Daneben erfahren sie Wissenswertes über
Softwarelösungen, die Welt der Automation und das Thema „Smart Factory“.
Für Country Manager Kenneth Feng bietet sich Festo so die Möglichkeit, die
Partnerschaft mit seinen Kunden weiter auszubauen.

2.2017 trends in automation

Kompakt

42

43

Statische und dynamische Displays zeigen Festo
Komponenten und konkrete Einsatzmöglichkeiten.

Dordrecht, Niederlande Seit April dieses Jahres ist
das Bildungszentrum Da Vinci College im Besitz der
ersten Lehranlage für Windturbinensimulationen in
den Niederlanden. Nacelle

®

wurde speziell für den

wachsenden Wind

energiemarkt entwickelt. Festo

Didactic baute auf 166 x 212 cm die vollständige
Gondel eines Windrads in einer Bildungsumgebung
nach. Der Simulator ermöglicht auf  effi ziente Weise,
Techniker in der Wartung von Windrädern zu schu-
len. Der Nachbau der Windkraftanlage verfügt über
alle für den Betrieb notwendigen Mess- und Steuer-
elemente. Festo liefert den Nacelle

®

zusammen mit

Lehrpaket und Lehrplan für die Dozenten.

background image

Festo auf Messen

und Fachtagungen

November 2017 bis April 2018

FMB, Bad Salzufl en

08.11. – 10.11.

Medica, Compamed, Düsseldorf

13.11. – 16.11.

Productronica, München

14.11. – 17. 11.

SPS IPC Drives, Nürnberg

28.11. – 30.11.

tire technology EXPO, Hannover

20.02.– 22.02.

Anuga FoodTec, Köln

20.03.– 23.03.

analytica, München

10.04.– 13.04.

Hannover Messe, Hannover

23.04.– 27. 04.

Nähere Informationen unter www.festo.de/messen

Deutschland //

Festo entwickelt für die Prozessindustrien

ganzheitliche Lösungen entlang der gesamten Automatisie-
rungspyramide – von der Bedienerebene bis zur Feldebene.
Einen Überblick über das Produktportfolio inklusive ausge-
wählter Beispiele von Prozessventileinheiten und kunden-
spezifi schen Systemen zeigt das beiliegende Poster.

Falls das Poster Ihrem Kundenmagazin nicht mehr beiliegen sollte oder Sie ein weiteres wünschen,
fordern Sie es einfach an unter info_de@festo.com.

Auf einen Blick

Ihr Partner für die Prozessautomation

Zubehör

Branchen

Komponenten der Feldautomation

Prozessventilein-
heiten (ausge-
wählte Beispiele)

Kundenspezifi-
sche Systeme

Automatisierungskonzepte

www.festo.com

Druckluftspeicher

Druckbooster DPA

Wartungseinheiten

Trockner

Kupplungen

Polytetrafluorethylen-
Schlauch PTFEN

Kunststoffschläuche

Steckverschraubungen

56397

de

2017/06

Prozess- und
Medienventile

Linearantrieb DLP
mit Absperrschieber VZKA

Hallen- und Roboterinstal-
lationsplatten

Automation mit pneumatischer Bedienebene

Absperrschieber
VZKA

Polymer-Absperrklappe
VZAG und -Kugelhahn
VZBG

Kugelhahn
VZBA/VZBM

Absperrklappe
VZAF/VZAV

Quetschventil VZQA
(NO/NC)

Schrägsitzventil VZXF

Modulares Schrägsitz-
ventil VZXA

Pilotgesteuertes
Ventil VZWM/VZWP

Zwangsgesteuertes
Ventil VZWF

Direktgesteuertes
Ventil VZWD

Pulsventil VZWE

Kugelhahn
VZBC/VZBD

Kleinteilmontage
und Elektronik

Bedienerebene

Magnetventile

Sensoren und
Stellungsregler

Antriebe

Feldebene

Controller

Remote I/O

Ventilinseln

Steuerungsebene


Wassertechnik

Biotech/Pharma
und Kosmetik


Chemie

Nahrungsmittel/
Verpackung

Bergbau/Mineral-
verarbeitung

Energie/
Kraftwerke

Automobil- und
Zulieferindustrie


Zellstoff/Papier

Front End Display
FED (Tasten)

Front End Display
CDPX 4" (Touch)

Front End Display
CDPX 7" (Touch)

Front End Display
CDPX 10" (Touch)

Front End Display
CDPX 13" (Touch)

Pilotventil VSNC
(Namur)

Pilotventil VOFC
(Namur)

Pilotventil VOFD
(Namur + Gewinde)

Pilotventil MFH

Pilotventil VUVS

Wegeventil VUVG

Proportional-Druckre-
gelventil VPPX

Integrierte Steuerung
CPX-CEC

Modulare Steuerung
CECX

Kompaktsteuerung
CECC

Integrierte Steuerung
CDPX-CEC

Elektrisches Terminal
CPI

Elektrik-Anschluss-
platte CAPC

Modulares elektri-
sches Terminal CPX

Modulares elektrisches
Terminal CPX-P

Bediengerät
CPX-MMI

Geregelter Linearan-
trieb nach ISO 15552
DFPI-NB3

Geregelter Linearan-
trieb DFPI

Schwenkantrieb DFPD

Schwenkantrieb
Edelstahl DAPS-CR

Schwenkantrieb DAPS

Schwenkantrieb mit
Handrad DAPS-MW

Linearantrieb DLP

Schwenkantrieb DFPD, Kugel-
hahn VZBE, Pilotventil VSNC,
Sensorbox SRBC

Schwenkantrieb DFPD, Kugel-
hahn VZBD, Pilotventil VSNC,
Sensorbox SRBG

Kundenspezifische Schalt-
Schrank-Lösung auch für
den Ex-Bereich

Schwenkantrieb DFPD, Kugel-
hahn VZBF, Pilotventil VOFC,
Sensorbox SRBC

Pneumatische Steuertafel

Schwenkantrieb DFPD,
Absperrklappe VZAV,
Pilotventil VSNC,
Sensorbox SRBC

Ventilsteuerkopf zur
Ansteuerung von Scheiben-
und Doppelsitzventilen

Schwenkantrieb DFPD,
Absperrklappe VZAV,
Stellungsregler CMSX

Linearantrieb DFPI mit
Stellungsregler CMSX

Schwenkantrieb DFPD mit
individuellem Schwenkwinkel
und integrierter Geschwindig-
keitsregulierung

Einheiten für Hoch- und
Tieftemperatur-Anwendungen

Ventilinsel CDVI

Motion Terminal VTEM

Ventilinsel CPV

Ventilinsel CPV Ex-i
für den Ex-Bereich

Ventilinsel
MPA/MPA-F

Ventilinsel MPA-C
(Clean Design)

Ventilinsel VTUG

Ventilinsel VTUG
optimiert für Schalt-
schrankinstallation

Ventilinsel
VTSA/VTSA-F

Festo Designer Studio
Projektierungssoftware
zur Visualisierung

Entwicklungsumge-
bung für SPS

Hybride Installation (zentral/dezentral)

P

t

P

t

Zentrale Installation

1.n

Modul 1

1.2

1.1

2.n

Modul 2

2.2

2.1

n.n

Modul n

n.2

n.1

Modulare Automation

Stellungsregler für
Schwenk- und
Linearantriebe CMSX

Durchflusssensor
SFAB für Druckluft/
Stickstoff

Drucktransmitter
SPTW für Gase/
Flüssigkeiten

Sensorbox SRBC

Sensorbox SRBE
(Druckfeste
Kapselung)

Sensorbox SRBG
(Induktiver
Doppelsensor)

Näherungsschalter
SME/SMT

Drucksensor SPAW für
Gase/Flüssigkeiten

Durchflusssensor SFAW
für Flüssigkeiten

Analoge Sensorbox
SRAP

Heavy Duty Schwenk-
antrieb DFPD-HD

Schwenkantrieb DFPD, Poly-
mer-Kugelhahn VZBG, Pilotven-
til VSNC, Sensorbox SRBC

Modulare Ventilinsel
CPX/VTSA

Modulare Ventilinsel
CPX/MPA

Modulare Ventilinsel
CPX-P/MPA

Manuelle Bedienung

Halle 9, Stand 361

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Erleben Sie in Nürnberg nicht nur
die digitale Revolution der Pneu matik
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mit menschlicher Bewegungsdynamik,
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Multi-Carrier-System MCS

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Nürnberg
28. – 30.11.2017

background image

Auflage
30.000 Exemplare

Erscheinungsweise
mehrmals jährlich
Schutzgebühr 3,– Euro

Herausgeber
Festo AG & Co. KG
Ruiter Straße 82
D-73734 Esslingen
Telefon 0711 347 0

Projekt- und Redaktionsleitung
Silke Gartenmeier,
Market Media Creation
silke.gartenmeier@festo.com
Telefon 0711 347 3902

Verantwortlich für den Inhalt
Dr. Guido Purper,
Leiter Market Communication
guido.purper@festo.com
Ralf Sohn, Leiter Direktmarketing
ralf.sohn@festo.com

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Anwender, Spezialist oder Vertriebs-
ingenieur stehen sowohl für weibliche
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trends in automation 2.2017
November 2017
ISSN 1438-0560

am 01.12.2017 online unter
www.festo.de/trends ein. Jeder kann
nur einmal teilnehmen. Der Rechts-
weg ist ausgeschlossen, ebenso
die Auszahlung der Gewinne in
Geldwert. Festo Mitarbeiter und
deren Angehörige sind nicht teil-
nahmeberechtigt.

Ob Sie gewonnen haben, erfahren
Sie nach der Ziehung auf der Festo
Homepage. Wir drücken Ihnen
schon mal die Daumen!

Die glücklichen Gewinner im Preisrätsel
„trends in automation 1.2017“
finden Sie unter www.festo.de/trends

Hinweis: Bitte beachten Sie vor der Teil-
nahme am Preisrätsel Ihre firmeneigenen
Compliance-Richtlinien. Vielen Dank!

Alexa ist ein cloudbasierter
Sprachdienst, der konstant
dazulernt. Sie be antwortet
Fragen, spielt Musik ab,
liest Audiobooks, schaltet
Licht ein und aus, ruft
Sport ergebnisse  und
Verkehrs nachrichten  und
vieles mehr ab. Amazon
Echo ist ein neues Gerät,
das vollständig durch Spra-
che gesteuert wird. Es ist
immer bereit – einfach Alexa
fragen und sofort eine Ant-
wort bekommen.

1. – 3. Preis: Amazon Echo

Tragen Sie das Lösungswort des Preis-
rätsels – der Ort, an dem z.B. die Daten des
IoT-Gateways sicher aufbereitet und über-
wacht werden – bis zum Einsendeschluss

Alexa verbindet

1.  Wie heißt der pneumatische Leichtbauroboter? (Seite 12)

2.  Wie heißt das neue Transportsystem, das Produktionsprozesse

dynamischer macht? (Seite 27)

3.  Wer wurde Anfang 2017 vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik

Deutschland in den Wissenschaftsrat berufen? (Seite 18)

4.  Von welchen Festo Komponenten werden die Bearbeitungszentren

bei SCM angesteuert? (Seite 40)

5.  Welche Typenbezeichnung hat das Schwenkmodul, das bei Thimonnier

Standbeutel auf ein Transportband befördert? (Seite 36)

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2.2017 trends in automation

Kompakt/Preisrätsel

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Offroad oder

online,

Herr Schäfer?

Das ist ein gutes Wortspiel und beschreibt
hervorragend mit zwei Eigenschafts-
wörtern, wofür ich brenne: offroad in der
Freizeit und online im Job. Als Bereichslei-
ter Digital Customer Journey bin ich mit

meinen Teams dafür verantwortlich, alle Kontakte eines
Kunden mit Festo entlang der Wertschöpfungskette per
Digitalisierung zu vereinfachen. An den Wochenenden
jedoch bewege ich mich am liebsten mit meiner Enduro-
Maschine abseits ausgetretener Pfade.

Der Ritt auf einem Geländemotorrad ist immer eine Reise
ins Ungewisse. Hinter jeder Kurve lauert ein anderer Unter-
grund – sandig, steinig oder morastig. Da muss man sich
in seiner Fahrweise anpassen. Erfahrung ist gefragt, Körper-
beherrschung und Know-how, wie die Maschine in gewissen
Situationen reagiert. Geraten die Räder in eine Spurrille,
muss man blitzschnell beschleunigen. Um Beschleunigung
geht es auch bei der Digital Customer Journey. In diesem
neu geschaffenen Bereich haben wir alle Funktionen
zusammengefasst, die ein Kunde im Kontakt mit
Festo wie auf einer virtuellen Reise erlebt. Mit der
Digitalisierung will Festo diese Funktionen verein-
fachen und für den Kunden beschleunigen.

Wenn man zurückblickt, wie schnell sich unser
Leben in den letzten Jahren berufl ich und privat
durch Online-Nutzung verändert hat, darf man
sich vor unsicherem Terrain nicht fürchten. Ganz
im Gegenteil: Mit unseren Projekten, die wir mit der
Digital Customer Journey anfassen, betreten wir allzu
häufi g völlig neues Gelände. Das reicht von ganz neu-
en Online-Shop-Lösungen über CAD- und Engineering-
Software bis hin zu Produktkonfi gurations- und Aus-
wahltools.

Ganz wichtig sind auch die Teammitglieder: Ohne sie wäre
die Digital Customer Journey einfach nur ein Abenteuer –
genauso wie auch eine Enduro-Tour ohne realistische Pla-
nung und hartes Training in unbekanntem Gelände lebens-
gefährlich werden könnte. Aber mit den Spezialisten in
meinen Teams, die mit Herzblut bei der Sache sind, sehe
ich einer erfolgreichen digitalen Zukunft für Festo in Partner-
schaft mit unseren Kunden entgegen, genauso wie meiner
nächsten Motorradtour ins spanische Hinterland, die ich
mit Freunden fürs nächste Frühjahr plane. Auch da verein-
fachen und beschleunigen wir unsere Reiseplanung mit
Online-Tools für Offroad-Trips.

2.2017 trends in automation

Soft Stop

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High

Speed!

Linienportal EXCT: hochdynamisch und kompakt

Schnelle Prozesse mit Taktraten bis 90 Picks/min meistert das kartesische
High-Speed Pick & Place Handling souverän. Es ist die dynamischste Alternative
zu herkömmlich aufgebauten Linienportalen mit freier Bewegung.

www.festo.de/exct

Sie setzen auf höchste Dynamik?

Sie wünschen eine kompakte Bauweise?

Wir haben Ihre kostengünstige Komplettlösung.

28. –  30.  November  2017
Messe Nürnberg
Halle 9,  Stand 361

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TN 56513 – I

SS

N 1438-0560

Festo Vertrieb GmbH & Co. KG

Festo Campus 1
73734 Esslingen
Telefon 0711 347 1111
Telefax 0711 347 2628
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Foto: © Øyvind L

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Besondere Verbindung

Wenn, wie hier in Norwegen, unberührte Natur auf moderne Inge-
nieurskunst trifft, dann wird eine nur acht Kilometer lange Straße
auch schon mal zu einem der beliebtesten Fotomotive des Landes.
Die Strecke zwischen Molde und der Hafenstadt Kristiansund,
rund 190 Kilometer westlich von Trondheim, gleicht fast einem
Slalom zwischen Felsen und Wellen hindurch, über Inseln und vor-
bei an einer beindruckenden Schärenlandschaft. Als spektakulär
gilt vor allem die Fahrt über eine der insgesamt acht Brücken: der
weitläufi g geschwungenen, 260 Meter langen und 23 Meter hohen
Storseisund-Brücke.

Eröffnet wurde die Atlantikstraße im Juli 1989. Wie sehr das
elegante Gesamtbauwerk den Kräften der Natur ausgesetzt ist,
zeigen die 1983 begonnenen Bauarbeiten. Ganze zwölf Orkane
haben die sechsjährige Bauzeit immer wieder auf eine harte Probe
gestellt. Die Mühen haben sich gelohnt. Mittlerweile weltweit
bekannt, wurde die Atlantikstraße 2005 zum norwegischen Bau-
werk des Jahrhunderts gekürt, 2007 von der englischen Zeitung
„The Guardian“ zur schönsten Autostrecke der Welt und 2010 zur
schönsten Radstrecke Norwegens. Mit seiner spannenden Linien-
führung gilt die Straße auch als Top-Adresse für Fotoaufnahmen
zahlreicher Autohersteller.